Veranstaltungsarchiv

  • Sonnabend, 13. Dezember 2025 - 15:30
    Esther Bejarano hat dank der Musik Auschwitz überleben können. Mit 92 Jahren verwirklicht die Sängerin einen Traum und gibt mit ihrem Sohn Joram und der Rap-Gruppe Microphone Mafia Konzerte auf Kuba. Dort hört man mit Staunen ihre Lebensgeschichte, und Esther bekommt endlich Antwort auf die Frage, ob das revolutionäre Kuba den Antisemitismus beseitigt hat. Der Film erzählt in einfühlsamen Bildern von einer Begegnung in Freundschaft. Mitreißende Konzertausschnitte machen die Begeisterung spürbar, die das kubanische Publikum einer einzigartigen Frau entgegenbringt, und ihrem Traum von einer Welt, deren Himmel für alle, die unter ihm leben, gleichermaßen aufgeht.
  • Donnerstag, 27. November 2025 - 19:00
    Deutschland schottet sich ab. Im Jahr 2025 verabschiedete der Bundestag ein Gesetz zur Begrenzung der Zuwanderung, das unter anderem die Schließung der deutschen Grenzen fordert. Damit zeichnet sich ein politischer Kurswechsel ab: weg vom Schutz geflüchteter Menschen, hin zu Abschottung und Abschreckung. Der Film zeichnet die Ursachen dieser Entwicklung nach, die an den europäischen Außengrenzen beginnt, wo sich viele Dramen abspielen. Der Film dokumentiert einen Rettungseinsatz auf dem Mittelmeer und erzählt von Menschen, die trotz großer Gefahren und Hindernisse den Weg nach Deutschland gefunden haben. – Ab 14. (Filmdienst)
  • Montag, 24. November 2025 - 20:00
    Eine Arbeit ohne Chef? »In dieser Wirtschaftslage?!« – Für viele Menschen klingt das wie pure Utopie. Doch mitten im Herzen unseres auf Profitmaximierung und Hierarchie aufgebauten Marktsystem existiert bereits heute eine andere Realität, die auf Solidarität und ethischen Grundsätzen basiert: Kollektivbetriebe, die täglich für ein besseres »Richtige im Falschen« kämpfen.
  • Donnerstag, 20. November 2025 - 19:30
    Seit die Gemeinnützigkeit des Wohnbaus fast überall in Europa aufgehoben ist, gilt Wohnen nicht mehr als Menschenrecht. Nun entscheidet der Markt, wo Menschen leben. Damit hat sich ein beispielloses System der Vernichtung bezahlbaren Wohnraums etabliert, das unsere Gesellschaft im Kern auseinander dividiert. In Deutschland allgemein und besonders in den Großstädten leben traditionell mehr Menschen zur Miete als in Eigentum. In Berlin sind es sogar 82%. Diese Menschen sind zunehmend bedroht. Eine neoliberale Politik seit der Jahrtausendwende, dann aber vor allem die Finanzkrise sind die Ursache dieser Entwicklung. Seitdem kreist sehr viel internationales Kapital um das sogenannte Betongold. Ein vergleichsweise guter Mieterschutz in Deutschland wurde zum Wohle des Kapitals mehr und mehr aufgeweicht. Seither geht es nicht mehr ums Wohnen, sondern um Geldanlage. „SOLD CITY“ zeigt auf der einen Seite die Ursachen dieses Immobilienbooms, wie die Betroffenen ihn erleben und wie wir uns wehren können. Wir schauen aber auch über den Tellerrand nach Wien oder in das hochkapitalistische Singapur. Hier finden wir eine beispielhafte Wohnungspolitik – sinnvoll und denkbar auch hierzulande?
  • Donnerstag, 13. November 2025 - 19:30
    Im August 2025 jährten sich die ersten Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki zum 80. Mal. Gerade jetzt, wo die Gefahr eines Atomkriegs wieder hoch aktuell geworden ist wie noch nie, ist es von großer Wichtigkeit, uns bewusst zu machen, was radioaktive Strahlung ausrichtet. Der Film vom japanischen Filmemacher ITO Hideaki SILENT FALLOUT ("Leiser Fallout") taucht tief in die unerzählten Geschichten der Opfer von Atomtests in Amerika ein. 1951 begannen die USA mit Atomwaffentests auf dem Festland und setzten unzählige Bürger einer gefährlichen Strahlung aus. Mary Dickson, die in den 1950er und 1960er Jahren in einem Vorort von Utah aufwuchs, wurde Zeugin, wie ihre Mitschüler in der Grundschule an ungewöhnlichen Krankheiten und Todesfällen starben. Gleichzeitig führte Dr. Louise Reiss in St. Louis, Missouri, eine bahnbrechende Studie durch, bei der sie Milchzähne sammelte und das Vorhandensein von Strontium-90, einem radioaktiven Element, in den Körpern von Kindern nachwies, die der Strahlung in ganz Amerika ausgesetzt waren. Dies veranlasste schließlich Präsident Kennedy zu dem Beschluss, die atmosphärischen Atomtests einzustellen. Mit Berichten von Betroffenen aus erster Hand und Interviews mit Wissenschaftlern will Filmemacher Ito mit seinem Film das Bewusstsein für das gravierende Problem der Strahlenvergiftung und der nuklearen Verseuchung in den USA und weltweit schärfen. SILENT FALLOUT, der die wahre Dimension der weltweiten radioaktiven Verseuchung, insbesondere durch Tests im Pazifischen Ozean und in Russland, aufzeigt, ist ein Muss für jeden, der sich für die dunklen Kapitel der Geschichte und ihre anhaltenden Auswirkungen in der heutigen Zeit interessiert, und bietet eine Fülle wissenschaftlicher und historischer Informationen sowie Berichte der Opfer aus erster Hand.
  • Montag, 10. November 2025 - 19:30
    "GEGEN DEN STROM – Abgetaucht in Venezuela" ist ein Film über ein Land im Umbruch, über die katastrophale Situation in Venezuela und über einen seit 25 Jahren im Untergrund lebenden mut­maß­lichen "linksradikalen Terroristen", seine Flucht vor den deutschen Ermittlungsbehörden und über ein transatlantisches Musikprojekt, bei dem es um zerplatzte wie aufrechterhaltende linke Utopien geht, um Widerstand, politisches Engagement, sowie die Kraft und den Glauben an eine gesellschaftliche Veränder­barkeit durch Musik.
  • Dienstag, 30. September 2025 - 19:30
    Die Gletscher der Ostalpen sterben – unumkehrbar, darin ist sich die Wissenschaft einig. Doch während das „ewige Eis“ schwindet, boomt der Tourismus. Im Sommer drängen sich Besucher in Gletscherbahnen, um die letzten Überreste zu berühren. Der Skibetrieb läuft auf Hochtouren, und die Eingriffe in die Natur nehmen immer drastischere Formen an: Hangsicherungen, Gletscherabdeckungen, Schneedepots, Kunstschneeanlagen, massive Geländeplanierungen – ein Wettlauf gegen die Zeit. Mit Requiem in Weiß inszeniert Harry Putz eine eindringliche filmische Hommage an das Sterben der Gletscher in den Alpen. Durch tiefgehende Interviews verwebt er Wissenschaft und Emotion zu einer beklemmenden Dokumentation. Gedreht an 14 Gletschern in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz, stellt der Film am Ende eine unumgängliche Frage: Wie wollen wir unsere Gletscher verabschieden?
  • Montag, 11. August 2025 - 19:00
    Im Norden von Syrien, in der autonomen Region Rojava, haben sich Frauen zu selbstverwalteten Gemeinschaften zusammengeschlossen, die das Land urbar machen, Taekwondo unterrichten oder in den Sozialen Medien ihre Idee von Empowerment und Mitbestimmung verbreiten. Gemeinsam ist ihnen, dass sie ihre gesellschaftliche Unterdrückung nicht länger hinnehmen wollen. Der Dokumentarfilm nimmt an ihrem Aufbegehren teil und skizziert mit eindrucksvollen Bildern und persönlichen Geschichten den Kampf gegen Entrechtung und fehlende Unabhängigkeit. Dabei zollt er vor allem dem Lebenswillen der Frauen Respekt, der bei aller Ungewissheit über die Zukunft immer durchscheint. – Sehenswert ab 14. (Filmdienst) ===================================== Mit eindrucksvollen Bilder zeigt der Film einen Einblick in das Leben selbstbestimmter Frauen in Rojava, einer autonom verwalteten Region im Norden und Osten Syriens. Im vom Krieg gezeichneten Norden Syriens entsteht etwas Unerwartetes: Hoffnung. Inmitten von von Krieg, Zerstörung und politischer Unsicherheit behaupten sich Frauen in Rojava mit bemerkenswerter Entschlossenheit. Sie gründen Dörfer, unterrichten Kinder, bauen Werkstätten auf – und verteidigen nicht nur ihr Leben, sondern auch eine Vision von Freiheit und Gleichberechtigung. Der Regisseur Robert Krieg zeigt das alltägliche Überleben und den außergewöhnlichen Mut, von Selbstermächtigung in einer Region, die weltweit kaum Beachtung findet. Ein bewegender Dokumentarfilm über den leisen, aber unaufhaltsamen Aufbruch einer neuen Gesellschaft – getragen von Frauen. ===================================== Gegen Patriarchat und Krieg – Frauen Rojavas bauen ihre eigene Zukunft Im vom Krieg gezeichneten Norden Syriens entsteht etwas Unerwartetes: Hoffnung. Inmitten von Ruinen, Bedrohung und Entbehrung behaupten sich Frauen in Rojava mit bemerkenswerter Entschlossenheit. Sie gründen Dörfer, unterrichten Kinder, bauen Werkstätten auf – und verteidigen nicht nur ihr Leben, sondern auch eine Vision von Freiheit und Gleichberechtigung. Inmitten von Krieg, Zerstörung und politischer Unsicherheit kämpfen sie unbeirrt für ihre Unabhängigkeit und eine basisdemokratische Gesellschaft. Der Regisseur Robert Krieg zeigt das alltägliche Überleben und den außergewöhnlichen Mut zur Selbstermächtigung in einer Region, die weltweit kaum Beachtung findet. Ein bewegender Dokumentarfilm über den leisen, aber unaufhaltsamen Aufbruch einer neuen Gesellschaft – getragen von Frauen. In dem Dokumentarfilm erhalten wir einen eindrucksvollen Einblick in das Leben selbstbestimmter Frauen in Rojava, einer autonom verwalteten Region im Norden und Osten Syriens. Inmitten von Krieg, Zerstörung und politischer Unsicherheit kämpfen sie unbeirrt für ihre Unabhängigkeit und eine basisdemokratische Gesellschaft. Die Protagonistinnen des Films – darunter die technikaffine Argin, die Kunsthandwerkerin Jehan, die alleinerziehende Delal, die vielseitige Sidan, die Taekwondo-Lehrerin Ghoufran und die gehörlose Seidenstickerin Hiba – stehen stellvertretend für eine neue Generation mutiger Frauen. Jede von ihnen geht ihren eigenen Weg, nutzt ihre Fähigkeiten und überwindet persönliche wie gesellschaftliche Hürden. Der Film erzählt in ruhigen, aber kraftvollen Bildern von gelebter Solidarität, Widerstandskraft und dem Aufbau einer friedlichen Zukunft – jenseits patriarchaler Strukturen und trotz widrigster Umstände. (Pressetext des Verleihs)
  • Donnerstag, 10. April 2025 - 19:30
    Komponist Michael Jary und Texter Bruno Balz waren über 40 Jahre lang das produktivste und erfolgreichste Duo des deutschsprachigen Schlagers und Kinos. Ihre Lieder wie „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n“ oder „Davon geht die Welt nicht unter“ (beide 1942) machten Zarah Leander musikalisch zum Weltstar. Die 250 Kinofilme, zu denen sie die Musik beisteuerten, reichen von eleganten Komödien der Weimarer Zeit über ambivalente Melodramen im Dritten Reich bis zu Filmen in den Wirtschaftswunderjahren. „Im Schatten der Träume“ erzählt das bewegte Leben der beiden Künstlerfreunde – zwei Biographien, die selbst das Drehbuch für ein Melodram liefern könnten. Balz war als schwuler Mann ein Verfolgter des NS-Regimes und entging dem Konzentrationslager nur durch die Intervention von Jary, der angab, ohne seinen Texter die vom Propagandaministerium geforderten Lieder für den Film „Die große Liebe“ (1942) nicht liefern zu können. Regisseur Martin Witz kombiniert Szenen aus bekannten Spielfilmen mit privaten Fotografien, seltenen Interviews und Erinnerungen von Zeitzeug:innen. Expert:innen wie der Musikhistoriker und Unterhaltungskünstler Götz Alsmann erklären kenntnisreich und hintergründig die Entstehungsgeschichten der weltberühmten Lieder und Filme – und warum die Musik von Jary und Balz so verblüffend zeitlos ist. Eine Zeitreise durch vier Jahrzehnte Populärkultur, die mit Swing, frechen Berliner Chansons und Liebesliedern einen weiten musikalischen Bogen spannt, aber auch im politischen und gesellschaftlichen Kontext kritisch über „Unterhaltung“ und Ideologie nachdenkt.
  • Donnerstag, 13. März 2025 - 19:30
    Hildegard Knef feierte weltweite Erfolge, überstand krachende Pleiten und bewahrte stets ihre Würde. Das Porträt einer einzigartigen Künstlerin und bemerkenswerten Frau, erzählt mit Archivmaterial aus sechs Jahrzehnten. ======================== Hildegard Knef: Weltstar, Stilikone, Grand Dame des Chansons, letzte deutsche Diva, Feministin, meinungsstark, umstritten, Spiegel und Gegensatz ihrer Zeit. Als Schauspielerin, Sängerin und Autorin feierte sie internationale Erfolge, erlebte krachende Niederlagen und war mehr als fünf Jahrzehnte schöpferisch tätig. Bereits mit 20 wurde sie Teil der deutschen Öffentlichkeit und nie wieder daraus entlassen. Ihr Lieblingsthema, erfolgreich zu sein, zu scheitern, sich immer wieder neu zu erfinden und - against all odds - immer wieder aufzustehen, macht sie zu einer Expertin des Überlebens. “Ich will alles” zeigt in Form einer filmischen Autobiographie das Bild einer hochbegabten, ehrgeizigen, lakonisch-scharfsinnigen Frau, die der Welt vorführte, wie man Ruhm und Niederlagen überlebt.
  • Donnerstag, 13. Februar 2025 - 19:30
    Dokumentarfilm über die Umwandlung eines agrarischen Anwesens in eine der Natur überlassene Wildnis. ====================================== Ende der 1980er-Jahre erbte ein englisches Ehepaar ein landwirtschaftliches Anwesen, das schon länger nicht mehr über die Runden kam. Nach unerquicklichen Jahren wagten die Besitzer ein bahnbrechendes Experiment, indem sie die Felder und Wiesen der Natur überließen und Nutztiere wie Kühe, Schweine und Pferde ansiedelten. Jetzt ist das Landgut Knepp Castle in West Sussex ein Ort, an dem Störche und Schmetterlinge Zuflucht finden und eine blühende Flora und viele Tiere das Land zurückerobert haben. Mit grandiosen Naturaufnahmen zeichnet der Dokumentarfilm weitgehend chronologisch diese Renaturierung nach, wobei er keine künstliche Dramatisierung braucht, sondern die Bilder für sich sprechen lassen kann.
  • Donnerstag, 30. Januar 2025 - 19:30
    200 Jahre nach ihrer Eröffnung und ein Jahrhundert nach dem Erwerb der ersten Van-Gogh-Werke zeigt die National Gallery die bisher größte Van-Gogh-Ausstellung in Großbritannien. Van Gogh ist nicht nur einer der meistgeliebten Künstler aller Zeiten, sondern vielleicht auch der am meisten missverstandene. Dieser Film bietet die Gelegenheit, diesen ikonischen Künstler neu zu betrachten und besser zu verstehen. Van Gogh: Poets & Lovers konzentriert sich auf seinen einzigartigen kreativen Prozess und erkundet die Jahre des Künstlers in Südfrankreich, wo er seinen Stil revolutionierte. Van Gogh wurde von seiner Leidenschaft für das Erzählen von Geschichten in seiner Kunst eingenommen und verwandelte die Welt um ihn herum in lebendige, idealisierte Räume und symbolische Figuren. Dichter und Liebende erfüllten seine Fantasie; alles, was er in Südfrankreich tat, diente dieser neuen Obsession. Zum Teil war dies die Ursache für seinen berüchtigten Zusammenbruch, doch das tat seiner Kreativität keinen Abbruch und er schuf ein Meisterwerk nach dem anderen. Mithilfe von Van Goghs aufschlussreichen Briefen lässt uns der Film diesen großen Künstler besser verstehen. Erkunden Sie eine der wichtigsten Epochen der Kunstgeschichte in dieser einmaligen Ausstellung. Entstanden in enger Zusammenarbeit mit der National Gallery. ==========================00 Ein Streifzug durch die große Van-Gogh-Ausstel­lung im Herbst 2024 in der National Gallery, London. »Van Gogh: Poets & Lovers [...] erforscht die aufre­gendste und drama­tischste Periode in Van Goghs Leben und konzen­triert sich auf seine Jahre in Südfrank­reich, wo er seinen ikoni­schen Stil revo­lu­tio­nierte und die Kunst für immer verän­derte. Dieser Film bietet die Möglich­keit, diesen ikoni­schen Künstler neu zu betrachten und besser zu verstehen.«
  • Dienstag, 28. Januar 2025 - 19:00
    Acht Jahrzehnte nach der Befreiung der KZs stellt sich die Frage der Erinnerung an den NS Terror so drängend wie nie zuvor! Wie halten die letzten Überlebenden die Erinnerung aufrecht? Was können sie und die Gedenkstätte gegen die zunehmende Relativierung des Holocausts und gegen Attacken von Rechts tun? „Heute ist das Gestern von Morgen“ gibt einen Einblick in die inneren Kreise der Gedenkstätte und deren tagtäglichen Kampf gegen das Vergessen. =============================== "Je weniger Überlebende, desto beschäftigter sind sie." So bringt es der hochbetagte Peter Gardosch auf den Punkt. Bis heute waren es die eindrucksvollen und tiefberührenden Berichte der Überlebenden, die die Erinnerung an den Holocaust aufrechterhielten. Nun tritt eine Zeitenwende ein. Immer weniger Zeitzeugen sind noch am Leben. Gleichzeitig nehmen die rechtsradikale Polemik und Relativierung des Holocausts zu. Dringender denn je muss wirkungsvolle Erinnerungsarbeit entgegengesetzt werden. Jonas Neumann sieht den Menschen, die sich mit ganzem Herzen der Arbeit an der KZ-Gedenkstätte Dachau widmen, in ruhigen Bildern zu. Dadurch bleibt Raum, eigene Gedanken zu bilden. Welche Form kann die Erinnerung in Zukunft annehmen? Ein kluger,nachdenklicher Film. (Quelle: DOK.fest München 2024 / Ysabel Fantou) ============================= Regisseur Jonas Neumann mit Ehefrau sowie Katrin Unger, die stellv. Leiterin der Gedenkstätte Bergen-Belsen, sind heute Abend zu Gast. 
  • Montag, 27. Januar 2025 - 19:30
    Dokumentarfilm über Hans Jürgen Höss, den Sohn des berüchtigten KZ-Kommandanten Rudolf Höss. Der heute 87-jährige Mann setzt sich darin mit dem grausamen Vermächtnis seines Vaters auseinander. Dabei kommt es zu einer Begegnung mit der Auschwitz-Überlebenden Anita Lasker-Wallfisch. In deren Wohnung in London begegnen sich die beiden sowie ihre Kinder, Kai Höss und Maya Lasker-Wallfisch, die auf unterschiedliche Weise schwer an ihrer Herkunft tragen. ============================================ Die Dokumentation von Filmemacherin Daniela Völker erzählt die Geschichte von Rudolf Höß’ 87-jährigem Sohn Hans Jürgen Höss, der sich zum ersten Mal mit dem grausamen Vermächtnis seines Vaters auseinandersetzt. Rudolf Höß war Kommandant des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz und verantwortlich für die Ermordung von mehr als einer Million Jüdinnen und Juden. Das Leben von Höß und seiner Familie wurde kürzlich in dem Oscar®-prämierten Film THE ZONE OF INTEREST dargestellt. Nun berichtet IM SCHATTEN DEN KOMMANDANTEN von den echten Menschen, die in Höß’ Todeslager gelebt haben. Während Hans Jürgen Höss eine glückliche Kindheit in der Villa seiner Familie in Auschwitz verbrachte, kämpfte die jüdische Gefangene Anita Lasker-Wallfisch im Vernichtungslager ums Überleben. Im Mittelpunkt des Films steht der inspirierende historische Moment, in dem sich die beiden, acht Jahrzehnte später, von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen. Der Film präsentiert Originalauszüge aus Rudolf Höß’ lange vergessener Autobiografie, die er kurz vor seiner Hinrichtung verfasste. Die darin enthaltenen Aussagen, dokumentiert durch den Täter persönlich, sind der ultimative Beweis dafür, was wirklich in Auschwitz geschah. Sie bilden somit ein bedeutsames Gegengewicht zur Leugnung und Ignoranz der Geschehnisse des Holocaust. Der außergewöhnliche abendfüllende Dokumentarfilm beschäftigt sich mit der Beziehung einer Mutter zu ihrer Tochter, eines Vaters zu seinem Sohn und nicht zuletzt mit den langen Schatten, die Verbrechen auf nachfolgende Generationen werfen. Dabei wirft IM SCHATTEN DEN KOMMANDANTEN Fragen über Liebe, Schuld und Vergebung auf, erzählt letztlich aber auch eine dringend benötigte Geschichte von Hoffnung, Akzeptanz und Mitgefühl.
  • Sonntag, 26. Januar 2025 - 16:30
    Im Zentrum des Films stehen ein Richter, ein Verteidiger und ein Ankläger, die im Rahmen der Verhandlung auf Zeuginnen und Zeugen treffen, die von ihren Erlebnissen und Beobachtungen in Auschwitz berichten. Die Angeklagten werden im Prozess mit Beschreibungen der Zeugen konfrontiert und sollen Stellung beziehen. Nach dem Theaterstück "Die Ermittlung" von Peter Weiss. Das Theaterstück wurde 1965 uraufgeführt und hat bis heute nichts von seinem Schrecken verloren: Es basiert auf persönlichen Aufzeichnungen, Zeitungsartikeln und Protokollen des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses (1963 bis 1965). =============================================== Eine textgetreue Verfilmung des Theaterstücks von Peter Weiss über den ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess, der von Dezember 1963 bis August 1965 in Frankfurt/Main stattfand. In den 11 Abschnitten treten insgesamt 39 Zeuginnen und Zeugen vor und belasten die 18 Angeklagten, die die Schuld von sich abzuwälzen versuchen. Umgesetzt als filmische Installation in einem Studio, nutzt der Film fulminant die Möglichkeiten von Kamera und Montage, um Akzente zu setzen und die zeitlose Schärfe von Weiss’ Text zu belegen. Mit einem hervorragenden Ensemble schließt das beeindruckende Werk die Anfänge der Erinnerungskultur an die Gegenwart an und mahnt an die Alternativlosigkeit einer fortdauernden Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Holocaust. – Sehenswert ab 14. ================================================ Im Zentrum des Films von RP Kahl stehen ein Richter, ein Verteidiger und ein Ankläger, die im Rahmen der Verhandlung auf 28 Zeugen treffen, die von ihren Erlebnissen und Beobachtungen in Auschwitz berichten. Weitere 11 Zeugen der ehemaligen Lagerverwaltung sagen vor Gericht aus. Die 18 Angeklagten werden im Prozess mit Beschreibungen der Zeugen konfrontiert und sollen Stellung beziehen. Das Theaterstück “Die Ermittlung” von Peter Weiss wurde 1965 uraufgeführt und hat bis heute nichts von seinem Schrecken verloren: Es basiert auf persönlichen Aufzeichnungen, Zeitungsartikeln und Protokollen des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses (1963 bis 1965). In unmissverständlich klarer Sprache von Peter Weiss zu einem lyrischen Klagegesang verdichtet und montiert, konfrontiert das Stück Täter und Opfer und lässt das Grauen in Auschwitz spürbar werden. Nach einer intensiven, vierwöchigen Probenzeit haben 60 Schauspieler den Text von Peter Weiss für die Kinoleinwand zum Leben erweckt. An insgesamt fünf Drehtagen wurden die einzelnen Gesänge im Studio Berlin Adlershof mit einem ausgefeilten visuellen Konzept in nur einer Einstellung gedreht – eingefangen von insgesamt acht Kameras. “Der damalige hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer wollte mit dem Frankfurter Auschwitzprozess das gesamte System ‘Auschwitz’ der deutschen Öffentlichkeit vor Augen führen. Mit dem Film tritt RP Kahl, wie vorher schon Peter Weiss, in seine Fußstapfen.” ============================ Der Film, den die Berlinale nicht wollte. Die Adaption des Stücks von Peter Weiss bringt den Auschwitz-Prozess ins Kino – ein hervorragendes Werk (Jüdische Allgemeine) ================= Peter Weiss ist Ohren- und Augenzeuge gewesen, als in Frankfurt von 1963 bis 1965 der erste Auschwitz-Prozess stattfand, dessen Protokolle unter auschwitz-prozess.de einsehbar sind. Für das Grauen, die Menschenverachtung und die Lügen in den Aussagen hat er eine theatrale Form gefunden. 1965 ist in 16 Theatern gleichzeitig sein "Oratorium" namens "Die Ermittlung" uraufgeführt worden. Damals wurde heftig über Form und Darstellungsweise debattiert. Fast 60 Jahre später hat Filmregisseur RP Kahl eine hochartifizielle Form gefunden, um die Zeugenschaft zu bergen: in einer intensiven Verbindung von Theater, Ton und Film, die nach gemeinsamen Proben von 60 herausragenden Schauspielern verkörpert werden, die sich ganz in den Dienst der Sache stellen. Das beschäftigt länger als die gut vier Stunden Filmdauer.
  • Sonntag, 12. Januar 2025 - 17:00
    Im Zentrum der Festwoche zum 30jährigen Jubiläum des Kinos achteinhalb vom 9. - 15. Januar steht die Theaterinszenierung "Leni Riefenstahl & Susan Sonntag" der Freien Bühne Wendland unter der Regie von Caspar Harlan. Leni Riefenstahl wird darin dargestellt von Kerstin Wittstamm, die dem Celler Publikum u.a. durch die Stücke "Emmas Glück" oder "Ist das die Liebe?" bereits bestens bekannt ist. In der Rolle der Susan Sontag wird Carolin Serafin zu sehen sein, die erstmals in Celle auftritt. Thema des Theaterstücks des flämischen Autors Stijn Devillé ist eine fiktive Begegnung zwischen der deutschen Filmregisseurin und Fotografin Leni Riefenstahl (1902-2003) und der US-amerikanischen Intellektuellen und Schriftstellerin Susan Sontag (1933-2004). Auf der Bühne stehen sich also zwei Frauen gegenüber, deren Ansichten und Lebenswege kaum unterschiedlicher sein können, und tauschen sich miteinander aus, wobei sie die eigenen Sichtweisen energisch verteidigen, aber durchaus auch selbstkritisch auf Distanz zu sich gehen. In einer Zeit, in der sich jeder auf der moralisch richtigen Seite wähnt und Gewissheiten reklamiert, die ein Gegenüber immer häufiger ausgrenzen; einer Zeit, in der der Dialog und der Austausch von Argumenten zunehmend aus der Mode gekommen zu sein scheint, bietet dieses Theaterstück eine Plattform für die Auseinandersetzung zu komplexen Fragen von Kunst, Moral, Politik, Biografie und Geschichte. Auf diese zweifelsfrei großen Fragen des Lebens weiß auch das Stück kein Urteil zu sprechen und keine endgültige Antwort zu geben. Es endet offen. Aber es bietet zahlreiche Anregungen und Denkanstöße, ausreichend Stoff also für eigene Gedanken und weitere Gespräche. Das achteinhalb lädt nach dem Stück dazu ein, im Foyer der Halle 19 mit einen Glas Sekt auf das 30jährige Jubiläum anzustoßen.
  • Freitag, 06. Dezember 2024 - 15:30
    Eigentlich wollte der erfolgreiche Londoner Unternehmer Andrew Blake Urlaub in Frankreich machen, wo er einst seine Frau Diana kennenlernte und glückliche Tage verbrachte. Doch der Empfang in der Ferienresidenz ist nicht sehr freundlich und statt als Gast findet er sich irrtümlich von der Hausherrin als Butler auf Probe eingestellt. Andrew spielt mit. Bald serviert er unter der strengen Aufsicht der exzentrischen Haushälterin Odile der verwitweten Gutsherrin das Frühstück, beantwortet ihre Post und macht sich bei Arbeiten im Haus nützlich. In seiner neuen Komödie verfilmt Regisseur Gilles Legardinier seinen Bestsellerroman. Mit trockenem Humor und leiser Melancholie inszeniert er John Malkovich, der als Monsieur Blake die Kostbarkeit des Lebens neu entdeckt. Einfach wunderbar ist das Wiedersehen mit Fanny Ardant, der Grande Dame des französischen Films. „Die Begegnung Ardant-Malkovich entpuppt sich als exzellente Idee.“ – Femme Actuelle
  • Montag, 02. Dezember 2024 - 19:00
    Ort: Hannoversche Straße 30E, 29221 Celle, Deutschland (nicht Postanschrift!) Kategorien: Eintritt frei, Kooperation, oeffentliche Veranstaltung, Archiv, Rosa-Luxemburg-Club Celle, Vortrag, Diskussion, 2024
    Ende Mai 2024 erschien die vollkommen überarbeitete Neuauflage des 2014 erschienenen Spiegel-Bestsellers "Wem gehört Deutschland?". Die andauernden und immer neuen Krisen machen dem Normalverdiener schwer zu schaffen. Während er mit hohen Energiepreisen und explodierenden Mieten zu kämpfen hat, profitieren andere. Die inzwischen 2640 Milliardäre weltweit haben ihr Vermögen in den letzten 10 Jahren verdoppelt. Auch in Deutschland läufts für die Reichen. Milliardäre und Millionäre – das sind 1,5 Prozent der Deutschen – besitzen fast die Hälfte des gesamten Privatvermögens. „Wem gehört Deutschland“, fragt sich Jens Berger in seinem neuen Buch. Der Journalist und Buchautor kommt zu dem Ergebnis, dass die Vermögensverteilung inzwischen an das feudalistische Mittelalter erinnert. Und die Chance, als Normalverdiener Vermögen aufzubauen, schrumpfe gegen Null.
  • Donnerstag, 28. November 2024 - 19:00
    Vier Jahre nach dem tragischen Ausgang einer Geburt, steht die Geburtshelferin (die eine erfahrene Ärztin und Hebamme ist) vor Gericht. Dabei geht es um die Frage nach der Verantwortung für den Tod des Kindes. War es ein Fehler oder hat sie den Tod billigend in Kauf genommen?
  • Dienstag, 26. November 2024 - 19:30
    Es gab sie lange vor der Menschheit, und sie werden diese überdauern. 250 Millionen Jahre sind sie alt — die Alpen. Vieles haben sie scheinbar stumm kommen und vergehen sehen. Sie haben ihr eigenes Leben. Unheimlich waren sie unseren Vorfahren, sie sahen in den Gipfeln Monster, Drachen, Gefahr. Gewalten, die sich unserem Einfluß entziehen. Erst mit dem Massentourismus glaubte man, sich die Berge untertan zu machen, man beutete sie meist rücksichtslos aus. Doch findet langsam ein Umdenken statt. Forschende, Künstlerinnen und Künstler, Philosophinnen und Philosophen, viele versuchen, sich dem Wesen der Berge auf neue Weise zu nähern. Sie spiegeln die gegensätzlichen Ansätze in einer Zeit, in der wir unsere Werte neu definieren und den Wandel aktiv suchen müssen. „Bergfahrt“ ermöglicht faszinierende Einblicke in die Rätsel, die uns die Millionen Jahre alten Riesen stellen. „Bergfahrt“ zeigt in fantastischen Aufnahmen die Größe und Schönheit der Berge und ist dabei weit entfernt von dem heimattümelnden Alpenbild, das wir aus den Medien kennen. Der Film portraitiert Menschen, die dieses einzigartige Welterbe erforschen, Menschen, die das geheime Leben der Berge zu entschlüsseln suchen, es verstehen und bewahren wollen.
  • Freitag, 15. November 2024 - 20:30
    »Berlin 1942. Erst nach und nach findet die unschein­bare Hilde ihren Platz in der Wider­stands­gruppe, die man später die „Rote Kapelle“ nennen wird. Hilde verliebt sich in Hans, blüht auf und ist trotz ständiger Lebens­ge­fahr einen Sommer lang glücklich. Als im Herbst die Mitglieder der Gruppe von der Gestapo verhaftet werden, ist auch die schwan­gere Hilde dabei. Im Gefängnis entwi­ckelt sie ungeahnte Kräfte. Sie bringt ihren Sohn zur Welt und hält die Erin­ne­rung an ihren geliebten Mann am Leben.« (berlinale.de) ================================ Dieter Oßwald: "Schwere Stoffe bringt er mit einer Leichtigkeit auf die Leinwand wie kaum ein anderer. Ob Senioren-Sex, Sterbehilfe, Gundermann oder Guantánamo - Andreas Dresen erweist sich in allen Genre-Sätteln mit seinen Empathie-Offensiven als verlässlicher Publikumsfänger. Klar, dass sein NS-Widerstands-Drama jenseits der üblichen Stereotype daherkommt." ================================ Axel Timo Purr: "Andreas Dresen erzählt so souverän wie subtil über den Widerstand im Dritten Reich. Und so alltäglich, als wäre es heute. Politischer geht es kaum." ========================================= Berlin 1942. Hilde ist verliebt. In Hans. In ihrer Leidenschaft vergessen die beiden oft Krieg und Gefahr. Dann sind sie nur zwei junge Menschen am Beginn ihres Lebens. Hilde bewundert den Mut ihres Liebsten. Er bewegt sich in Widerstandskreisen. Sie selbst ist eher ängstlich, beteiligt sich aber immer beherzter an den Aktionen einer Gruppe, die man später die „Rote Kapelle“ nennen wird. Es ist der schönste Sommer ihres Lebens. Als er sich neigt, werden alle verhaftet. Und Hilde ist im achten Monat schwanger. Im Gefängnis bringt sie ihren Sohn zur Welt und entwickelt eine Kraft, die ihr niemand zugetraut hätte. IN LIEBE, EURE HILDE ist die achte gemeinsame Arbeit von Regisseur Andreas Dresen und Drehbuchautorin Laila Stieler. IN LIEBE, EURE HILDE basiert auf der wahren Geschichte von Hilde und Hans Coppi, die in Berlin-Plötzensee hingerichtet wurden. Insgesamt wurden zwischen 1942 und 1943 mehr als 50 Mitglieder der kommunistischen Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ ermordet. Der Film erzählt eine nahezu zeitlose, wuchtige Liebesgeschichte über Anstand und Widerstand, Intuition und zivile Courage, Würde und Angst. Das Drama berührt durch die kompromisslose Nähe zu seiner weiblichen Hauptfigur – radikal und ohne Pathos spielt Liv Lisa Fries (BABYLON BERLIN) Hilde Coppi als starke, stille Heldin. An ihrer Seite ist Johannes Hegemann (Thalia Theater Hamburg) in seinem Leinwanddebüt als Hans Coppi zu sehen. Ausgezeichnet auf der Filmkunstmesse Leipzig 2024 als “Bester Film" (national).
  • Donnerstag, 07. November 2024 - 19:30
    Dokumentarfilm über Hans Jürgen Höss, den Sohn des berüchtigten KZ-Kommandanten Rudolf Höss. Der heute 87-jährige Mann setzt sich darin mit dem grausamen Vermächtnis seines Vaters auseinander. Dabei kommt es zu einer Begegnung mit der Auschwitz-Überlebenden Anita Lasker-Wallfisch. In deren Wohnung in London begegnen sich die beiden sowie ihre Kinder, Kai Höss und Maya Lasker-Wallfisch, die auf unterschiedliche Weise schwer an ihrer Herkunft tragen. ============================================ Die Dokumentation von Filmemacherin Daniela Völker erzählt die Geschichte von Rudolf Höß’ 87-jährigem Sohn Hans Jürgen Höss, der sich zum ersten Mal mit dem grausamen Vermächtnis seines Vaters auseinandersetzt. Rudolf Höß war Kommandant des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz und verantwortlich für die Ermordung von mehr als einer Million Jüdinnen und Juden. Das Leben von Höß und seiner Familie wurde kürzlich in dem Oscar®-prämierten Film THE ZONE OF INTEREST dargestellt. Nun berichtet IM SCHATTEN DEN KOMMANDANTEN von den echten Menschen, die in Höß’ Todeslager gelebt haben. Während Hans Jürgen Höss eine glückliche Kindheit in der Villa seiner Familie in Auschwitz verbrachte, kämpfte die jüdische Gefangene Anita Lasker-Wallfisch im Vernichtungslager ums Überleben. Im Mittelpunkt des Films steht der inspirierende historische Moment, in dem sich die beiden, acht Jahrzehnte später, von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen. Der Film präsentiert Originalauszüge aus Rudolf Höß’ lange vergessener Autobiografie, die er kurz vor seiner Hinrichtung verfasste. Die darin enthaltenen Aussagen, dokumentiert durch den Täter persönlich, sind der ultimative Beweis dafür, was wirklich in Auschwitz geschah. Sie bilden somit ein bedeutsames Gegengewicht zur Leugnung und Ignoranz der Geschehnisse des Holocaust. Der außergewöhnliche abendfüllende Dokumentarfilm beschäftigt sich mit der Beziehung einer Mutter zu ihrer Tochter, eines Vaters zu seinem Sohn und nicht zuletzt mit den langen Schatten, die Verbrechen auf nachfolgende Generationen werfen. Dabei wirft IM SCHATTEN DEN KOMMANDANTEN Fragen über Liebe, Schuld und Vergebung auf, erzählt letztlich aber auch eine dringend benötigte Geschichte von Hoffnung, Akzeptanz und Mitgefühl.
  • Freitag, 01. November 2024 - 15:30
    Verliebt, verlobt, verheiratet. Die ganz große Liebe. Für immer. So beginnt es. Aber wieso endet es meist anders? Dass das schönste Gefühl der Welt, diese Musik im Herzen, so oft vergeht und vergessen wird? Marianne und Günter, seit über 50 Jahren verheiratet, wissen es nicht. Die Kinder sind aus dem Haus, geblieben ist freudlose Routine und eine gewisse Resignation. Und dann ist da noch die Sache mit ihrem Gedächtnis: in letzter Zeit scheinen sie zunehmend vergesslicher zu werden. So wie Günter offenbar heute ihren Hochzeitstag vergessen hat. ============================== »Weißt du noch« ist ein Kammerspiel, in dem ununterbrochen geredet wird, zunächst ganz beiläufig alltäglich, dann zunehmend anregend und prickelnd. Das Wunder dieses Films besteht darin, wie Senta Berger und Günther Maria Halmer, die über diverse Serien und Filme hinweg auch schon eine lange Zeit fiktiv verheiratet waren, diese kleine, große Geschichte zum Strahlen bringen. »Weißt du noch?«, beginnen sie einander zu fragen, und die Erinnerungen wecken den alten Zauber, vom Urlaub an der Amalfi-Küste, von der Reise in die Champa­gne. Und dann zieht Marianne das rote Kleid an, in dem sie beim Segeln zum ersten Mal mit Günther tanzte, und man fragt sich, ob es dasselbe sein könnte, von dem Senta Berger mal beim deutschen Filmpreis mit Stolz erzählte, dass es ihr immer noch passe. Die Kinomagie und die Realität, sie verbinden sich hier aufs Allerschönste.(EPD-Film) =========================================== Fazit: "Weißt du noch" funktioniert, weil sich seine einzelnen Komponenten - allesamt auf hohem Niveau - zu einem stimmigen Ganzen zusammenfügen: Ein intelligentes Drehbuch mit Tiefe, eine clevere Regie und zwei äußert talentierte und spielfreudige Hauptdarsteller machen den Film zu einem sehenswerten Porträt des Alters und des "Gemeinsam-alt-Werdens". (Christian Klosz)
  • Montag, 07. Oktober 2024 - 19:30
    Zum ersten Mal sprechen fünf Antifa-Aktivisten ausführlich über die Hintergründe und Praktiken einer ungewöhnlich professionellen Bewegung, die der aufblühenden Neonaziszene im wiedervereinigten Deutschland nach 1989 entgegentrat. (leftvision) ==================================== Eine außergewöhnlich starke antifaschistische Bewegung entsteht in den 90er und 00er Jahren, auch als Konsequenz aus den rassistischen Pogromen, die das wiedervereinte Deutschland nach `89 überrollen. Kaum eine politische Bewegung der Neuzeit arbeitete derart professionell auf so vielen Feldern, wie die Antifa - von militanten Aktionen über Aufklärungskampagnen bis hin zu investigativen Recherchen. Fünf Aktivist:innen sprechen zum ersten Mal öffentlich über Ihre Aktivitäten und verschmelzen mit zahlreichen Schätzen aus dem Archiv zu einem intensiven Kinodokumentarfilm. Statt eines einfachen historischen Rückblicks legt der Film die Schichten frei, die den Mythos Antifa überlagern. Er gibt uns tiefe Einblicke in eine Form der politischen Arbeit und wirft einen kritischen Blick auf die Bewegung, ihre andauernde Relevanz und die enormen Herausforderungen der Gegenwart im Jahr 2024, in der erstmals eine rechtsextreme Partei Chancen auf Regierungsverantwortung in Deutschland erhält.
  • Freitag, 04. Oktober 2024 - 15:30
    Philippa (Sally Hawkins) hat es nicht leicht: in ihrem Agenturjob wird sie ständig übersehen, ihre Söhne gehen langsam eigene Wege und sie steckt mitten in der Scheidung von John (Steve Coogan), mit dem sie sich eigentlich ganz gut versteht. Nach einem Theaterbesuch entwickelt sie eine Faszination für König Richard III. und setzt sich zum Ziel, seine verschollenen, sterblichen Überreste zu finden. Sie will nicht wahrhaben, dass der umstrittene Monarch wirklich ein so verachtenswertes Monster war, wie ihn Shakespeare darstellte. Ihre Suche ist der Ausgangspunkt für eine abenteuerliche Reise, auf der die unscheinbare Philippa gegen große Widerstände ihrer Intuition folgt und es mit angesehenen Historikern aufnimmt, um der Welt die wahre Geschichte von Richard III. zu erzählen.
  • Freitag, 06. September 2024 - 15:30
    Alice ist durch ihre Tätigkeiten als Bürgermeisterin und Lehrerin im kleinen Dorf Kerguen eine viel beschäftigte Frau. Als unerwartet ein neuer Schüler, der 60-jährige Emile, in ihrer Klasse auftaucht, droht ihr Alltag endgültig unkontrollierbar zu werden. Während sie dem älteren Mann Lesen und Schreiben beibringen möchte, muss sie zusätzlich noch ihr Dorf retten.
  • Montag, 26. August 2024 - 19:00
    Doku über fünf Berliner Aktivisten , die sich in unterschiedlichen sozialen Bewegungen engagieren. ========================================== Für ihren Dokumentarfilm NIEMALS ALLEIN, IMMER ZUSAMMEN begleitet die Filmemacherin Joana Georgi fünf Berliner Aktivisten ein Jahr durch ihren Alltag. Quang, Patricia, Simin, Zaza und Feline sind jung, idealistisch und organisiert. Sie engagieren sich bei „Fridays for Future“, „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“, kämpfen in der Berliner Krankenhausbewegung für bessere Care-Arbeit und setzen sich für die Aufarbeitung rassistisch motivierter Gewalt ein. Sie kümmern sich um die Community, machen politische Kunst und mischen Social Media auf. Mittels Instagram, TikTok und YouTube sind sie global vernetzt und bringen ihre Ideen in die Smartphones und die Herzen ihrer Altersgenossen. In einer zunehmend gespaltenen und polarisierten Welt zeigen sie Wege aus der politischen Lethargie und repräsentieren eine neue Generation, die ihre Stimme erhebt, um befreit von Denkverboten und dogmatischen Altlasten für eine gerechtere Zukunft einzustehen. Mit NIEMALS ALLEIN, IMMER ZUSAMMEN wirft Regisseurin Joana Georgi einen authentischen Blick auf den schwierigen Weg, der Aktivismus häufig bedeutet und lenkt den Fokus auf die liebevollen, tagtäglichen Geschichten des Ringens um gesellschaftliche Veränderung. Dabei bricht sie mit abwertenden Klischees über soziale Bewegungen und schafft einen hoffnungsvollen Film, dessen Protagonisten fest daran glauben, dass radikaler Wandel nicht nur möglich, sondern notwendig ist.
  • Freitag, 21. Juni 2024 - 15:30
    Der französische Komiker, Schauspieler und Filmemacher Dany Boon erlangte internationale Bekanntheit mit beschwingten, oft auf Slapstick setzenden Humorarbeiten wie „Willkommen bei den Sch’tis“. Dass er nicht nur den Clown geben, sondern auch ernste und leise Töne anschlagen kann, beweist er nun unter der Regie von Christian Carion in der Tragikomödie Im Taxi mit Madeleine. Was recht beschaulich und unverfänglich beginnt, bekommt auf einmal einen unerwartet abgründigen Dreh, ohne dass der Film vollends ins Schwermütige kippen würde. Die Balance zwischen bedrückenden und heiter-warmen Momenten gelingt – vor allem dank Boon und seiner stark aufspielenden Kollegin Line Renaud. (Christopher Diekhaus) =============================== Fazit: Eine Taxifahrt durch Paris als Rückblick auf ein ganzes Leben. Das funktioniert erstaunlich gut dank der beiden großartigen Darsteller Line Renaud und Dany Boon, die perfekt aufeinander eingespielt sind. Sie sorgen für eine beinahe heitere Stimmung in einem Film, in dem es um ein bewegendes Frauenschicksal geht. Eine so anrührende wie humorvolle Reise durch ein Menschenleben (Gaby Sikorski) =============================== Aus seinem vierten gemeinsamen Film mit dem großen französischen Altstar Line Renaud macht Dany Boon eine Hommage nicht nur an die 94-Jährige persönlich, sondern an ihre ganze Generation (Birgit Roschy)
  • Dienstag, 18. Juni 2024 - 19:00
    Im Rahmen der Ausstellung „Sterne ohne Himmel: Kinder im Holocaust“ vom 15. März bis 30. Juli in der Celler Synagoge ============================================== In einem katholischen Internat entwickelt sich im Winter 1944 zwischen dem 12jährigen Julien und einem versteckten jüdischen Jungen eine Freundschaft, die mit der Verhaftung des Juden und des verantwortlichen Paters durch die Gestapo ein brutales Ende findet. Louis Malle erzählt diese prägende Jugenderinnerung als einen Reifungsprozeß in schwieriger Zeit, in dem sich Emotionen und Authentizität eindrucksvoll die Waage halten. Eine bewegende Schilderung menschlichen Verhaltens im Spannungsfeld von Rassismus, Verrat, Schuld und Solidarität. (Preis der OCIC in Venedig 1987) – Sehenswert ab 12.
  • Donnerstag, 13. Juni 2024 - 19:30
    eit die Gemeinnützigkeit des Wohnungsbaus fast überall in Europa aufgehoben wurde, gilt Wohnen nicht mehr als Menschenrecht. Nun entscheidet der Markt, wo Menschen leben. Damit hat sich auch in Deutschland ein System der Vernichtung bezahlbaren Wohnraums etabliert, das unsere Gesellschaft auseinanderdividiert. In Deutschland, insbesondere in den Großstädten, leben traditionell mehr Menschen zur Miete als in Eigentum. Diese Menschen, in Berlin sind es sogar 82%, sind zunehmend bedroht. Die Ursachen: eine neoliberale Politik seit der Jahrtausendwende und die Finanzkrise. Ein in Deutschland vergleichsweise guter Mieter:innenschutz wurde zum Wohle des Kapitals mehr und mehr aufgeweicht. Seither geht es nicht mehr ums Wohnen, sondern um Geldanlage. Internationales Kapital kreist um das sogenannte Betongold. „Sold City“, der neue Film in zwei Teilen von Leslie Franke und Herdolor Lorenz („Wer rettet wen?“, „Der marktgerechte Patient“, „Der marktgerechte Mensch“), zeigt, wie der Immobilienboom in Deutschland entstanden ist, wie die Betroffenen ihn erleben und wie wir uns wehren können. ==================================== Der 2.Teil „Enteignung statt Miete für die Rendite“ widmet sich den großen Wohnkonzernen, die mit der Miete hauptsächlich die Dividenden der Aktionäre finanzieren. Die Volksinitiative „Deutsche Wohnen & Co“ fordert schon seit Jahren die Enteignung großer Wohnungskonzerne. In London ist die Situation für Mieter:innen sogar noch problematischer. Die Autorin Anna Minton beschreibt die Verdrängung der arbeitenden Bevölkerung nicht mehr nur als Gentrifizierung, sondern als „Sterilisierung der Städte“. Wien liefert das Gegenbeispiel: Private Investoren müssen hier zwei Drittel ihrer Projekte als geförderte Wohnungen bauen, in denen die Mieter ihr Leben lang wohnen dürfen. Warum geht das nicht auch bei uns? Der Blick geht auch ins hochkapitalistische Singapur, wo Boden ein besonders begrenztes Gut ist. Wenn viel „freies Kapital“ über dem Boden kreist, explodieren die Bodenpreise, wie etwa im Zuge der Finanzkrise geschehen. Doch dank eines Boden-Enteignungsgesetzes leben in Singapur 86% der Bevölkerung im Kommunalen Wohnungsbau. Warum sollte das nicht auch bei uns funktionieren?
  • Donnerstag, 06. Juni 2024 - 19:30
    Seit die Gemeinnützigkeit des Wohnungsbaus fast überall in Europa aufgehoben wurde, gilt Wohnen nicht mehr als Menschenrecht. Nun entscheidet der Markt, wo Menschen leben. Damit hat sich auch in Deutschland ein System der Vernichtung bezahlbaren Wohnraums etabliert, das unsere Gesellschaft auseinanderdividiert. In Deutschland, insbesondere in den Großstädten, leben traditionell mehr Menschen zur Miete als in Eigentum. Diese Menschen, in Berlin sind es sogar 82%, sind zunehmend bedroht. Die Ursachen: eine neoliberale Politik seit der Jahrtausendwende und die Finanzkrise. Ein in Deutschland vergleichsweise guter Mieterschutz wurde zum Wohle des Kapitals mehr und mehr aufgeweicht. Seither geht es nicht mehr ums Wohnen, sondern um Geldanlage. Internationales Kapital kreist um das sogenannte Betongold. „Sold City“, der neue Film in zwei Teilen von Leslie Franke und Herdolor Lorenz („Wer rettet wen?“, „Der marktgerechte Patient“, „Der marktgerechte Mensch“), zeigt, wie der Immobilienboom in Deutschland entstanden ist, wie die Betroffenen ihn erleben und wie wir uns wehren können. ==================================== Der 1. Teil „Eigentum statt Menschenrecht“ befasst sich mit dem System der Umwandlung von Wohnraum in Konzerneigentum. Banken, Fonds und internationales Anlagekapital drängen seit vielen Jahren in die Städte. Kaum ein Mieter ist mehr sicher vor dem Verkauf seiner Wohnung. Beim Kassemachen sind sie die einzigen, die stören. Die Politik scheint sich völlig von ihrer Versorgungspflicht zu verabschieden, der Sozialwohnungsbau schwindet im Dienste privater Investoren seit Jahrzehnten trotz Milliarden an Subventionen. Wie sieht das in anderen Großstädten wie London oder Wien aus, um die das Investorenkapital ebenso kreist?
  • Donnerstag, 30. Mai 2024 - 19:00
    Aus der Sicht von drei interviewten Elternpaaren vermittelt der Film wesentliche Informationen darüber, was bei Geburten wirklich wichtig ist. Authentische Berichte, verständlich vorgetragenes Wissen von Expertlnnen und wichtige Hinweise zur Klinikgeburt machen den Film zu einer erstklassigen Informationsquelle für schwangere Frauen, Eltern, die ein weiteres Kind erwarten, Jugendliche und junge Erwachsene.
  • Freitag, 24. Mai 2024 - 20:30
    Rom, 1946 nach der Befreiung vom Faschismus. Delia (Paola Cortellesi) ist die Frau von Ivano (Valerio Mastandrea) und Mutter dreier Kinder. Zwei Rollen, in die sie sich voller Hingabe fügt. Obendrein bessert sie die Haushaltskasse mit vielen kleinen Hilfsarbeiten auf, um die Familie über Wasser zu halten. Ivano hingegen fühlt sich berechtigt, alle daran zu erinnern, wer der Ernährer ist. Nicht nur mit Worten. Körperliche und psychische Gewalt gehören für Delia zum Alltag. Bis ein mysteriöser Brief eintrifft, der ihr den Mut gibt, alles über den Haufen zu werfen und sich ein besseres Leben zu wünschen, nicht nur für sich selbst …   Autorin, Regisseurin und Hauptdarstellerin Paola Cortellesi ist eine der dynamischsten und vielseitigsten Künstlerinnen Italiens. Ihr Regiedebüt proklamiert keinen Feminismus mit erhobenem Zeigefinger, sondern erzählt von den vielen kleinen Schritten auf dem langen Weg zur Emanzipation. Im Genre wechselt sie dabei immer wieder zwischen Drama und Komödie. Es ist ein lakonischer, schulterzuckender Humor, mit dem die Frauen in dieser repressiven Zeit unter dem Radar tyrannischer Männer zusammenhalten, eine leichte, geradezu beiläufige weibliche Solidarität angesichts der Übermacht des Patriachats mit seinen überkommenen Rollenvorstellungen. Vorstellungen, die sich bis heute halten. ============================================= In wenigen Ländern waren „Barbie“ oder „Oppenheimer“ im letzten Jahr nicht die erfolgreichsten Filme. Eines davon ist Italien, wo das Regiedebüt der Schauspielerin Paola Cortellesi die Konkurrenz aus Hollywood schlug. =============================================== In einem römischen Wohnblock fristet die Ehefrau eines gewalttätigen Mannes und Mutter von drei Kindern 1946 ein entbehrungsreiches Dasein, plant aber insgeheim die Rebellion. Doch ein ums andere Mal kann sie ihre Kinder nicht zurücklassen. Eine gewagte Mischung aus neorealistischem Drama, Musical, Krimi-Elementen und Commedia all’italiana, die von tief verinnerlichten patriarchalen Strukturen und den scheiternden Versuchen erzählt, daraus auszubrechen. Der in schwarz-weiß gedrehte Film besticht durch einen enormen Einfallsreichtum, den geschickten Einsatz verschiedenster Erzählelemente, herausragende Darsteller, einen mitreißenden Soundtrack, schmerzhafte Aktualität und eine Haltung, die auf Bürger- und Gemeinsinn wie gesamtgesellschaftliche Lösungen setzt. - Sehenswert ab 14. (Filmdienst)
  • Montag, 06. Mai 2024 - 19:00
    Heute ist der Holocaust-Gedenktag. ====================================== Sara Atzmon überlebt als 12-Jährige Ghetto, Arbeitslager und KZ. 70 Jahre später besucht sie mit ihrer Enkelin die Orte ihres Leidens. Bewegend erzählt der Film die Überlebensgeschichte von Atzmon und schlägt den Bogen zur heutigen Generation in Deutschland und Israel. ================================ Als die Jüdin Sara Atzmon noch ein Kind war, jagten die Nazis sie und ihre Familie durch halb Europa. Als 12-Jährige überlebte sie wie durch ein Wunder Ghetto, Arbeitslager und das KZ Bergen-Belsen. Der Film begleitet die heute 79-jährige Israelin noch einmal an die Orte ihres Leidens in Ungarn, Österreich und Deutschland. Sie begegnet dort Jugendlichen, die nichts über den Holocaust wissen, und Erwachsenen, die von den Nazi-Verbrechen und den Folgen für die Opfer nichts mehr hören wollen. Die Filmemacher begleiten Sara Atzmon außerdem an den Ort, wo sie 1945 zum zweiten Mal geboren wurde - nach Israel. Bewegend erzählt der Film die Überlebensgeschichte von Sara Atzmon und schlägt immer wieder den Bogen zur heutigen Generation in Deutschland und Israel. Ihnen gilt es aufzuzeigen, wie wichtig der Kampf gegen das Vergessen ist. Der Film setzt sich auch mit der weit verbreiteten Meinung auseinander: „Ach, jetzt muss auch mal gut sein mit dem Holocaust.“ „Die Juden haben genug an Wiedergutmachung gekriegt.“ „Man muss ‚die Sache‘ nun mal endlich auf sich beruhen lassen.“
  • Freitag, 03. Mai 2024 - 20:30
    Ein biografisches Drama über den Briten Nicholas Winton (1909-2015), der 1939 die Kindertransporte von Prag nach London organisierte und damit mehrere hundert Kinder vor den Nazis rettete. ====================================== „Wenn etwas nicht unmöglich ist, dann muss es einen Weg geben!“ Mit dieser Lebenseinstellung schrieb Sir Nicholas ‚Nicky‘ Winton (Anthony Hopkins) Geschichte, als er in einem Wettlauf gegen die Zeit kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 669 Kinder vor den Nazis rettete: Dezember 1938. Der junge Londoner Börsenmakler Nicholas Winton (Johnny Flynn) erfährt über einen Freund von den entsetzlichen Zuständen in den tschechischen Flüchtlingslagern. Kurzentschlossen fährt er nach Prag und erlebt aus erster Hand, wie jüdische Familien auf der Flucht vor Verfolgung ohne Obdach und Essen ihrem Schicksal ausgeliefert sind. Bestürzt entwickelt er einen waghalsigen Plan. Und so beginnt mit Unterstützung seiner tatkräftigen Mutter (Helena Bonham Carter) in London und einer Hilfsorganisation vor Ort eine beispiellose Rettungsaktion – immer bedroht von der nahenden Invasion der Faschisten. Wie viele Kinder können sie retten, bevor die Grenzen geschlossen werden? London 1988. Noch Jahrzehnte später wird Winton vom Schicksal der Kinder verfolgt, die er nicht retten konnte. Erst als die BBC-Fernsehshow „That‘s Life“ die überlebenden „Winton-Kinder“ ausfindig macht und diese unglaubliche Geschichte ans Licht bringt, vermag er sich seinem Kummer und den Schuldgefühlen stellen, die er so lange mit sich herumgetragen hat. =========================================== Der englische Börsenmakler Nicholas Winton organisiert 1939 die sogenannten Kindertransporte von Prag nach London, mit denen er Hunderte von minderjährigen, überwiegend jüdischen Mädchen und Jungen vor den Nationalsozialisten rettete. 50 Jahre später holt ihn das Geschehene wieder ein und hält eine berührende Überraschung parat. Das biografische Drama erzählt die Heldengeschichte eines Mannes, der sich selbst nie als Held gesehen hat, in Rückblenden aus den 1980er-Jahren heraus. Dabei profitiert der Film vor allem vom brillanten Anthony Hopkins inder Rolle des betagten Humanisten.
  • Freitag, 03. Mai 2024 - 15:30
    Eine begnadete französische Rosenzüchterin kommt mit ihrer kleinen Gärtnerei kaum mehr über die Runden, will ihren Hof in Burgund aber nicht einem Großbetrieb in den Rachen werfen. Dafür akzeptiert sie sogar Hilfskräfte, die ihr das Sozialamt zur Resozialisierung schickt, und schreckt zur Not auch vor kriminellen Mitteln nicht zurück.
  • Donnerstag, 02. Mai 2024 - 19:30
    JOAN BAEZ - I AM A NOISE ist ein außergewöhnliches Porträt der legendären Folksängerin und Aktivistin Joan Baez. Der Dokumentarfilm, weder ein konventionelles Biopic, noch ein traditioneller Konzertfilm, begleitet Joan auf ihrer letzten Tour und taucht ein in ihr beeindruckendes Archiv aus Privatvideos, Tagebüchern, Kunstwerken, Therapie- und Musikaufnahmen. Im Laufe des Films zieht Baez schonungslos Bilanz und enthüllt auf bemerkenswerte Weise ihr Leben auf und abseits der Bühne: von ihren lebenslangen emotionalen Problemen, über ihr Engagement in der Bürgerrechtsbewegung mit Martin Luther King, bis hin zu der schmerzlichen Beziehung mit dem jungen Bob Dylan. Durch Joan Baez‘ radikalen Blick auf ihre eigene Legende wird dieser Film zu einer intimen Selbsterkundungsreise der ikonischen Künstlerin, die noch nie zuvor so viel über ihr Leben enthüllte. Seine umjubelte Deutschlandpremiere feierte JOAN BAEZ - I AM A NOISE in Anwesenheit des Weltstars auf der diesjährigen BERLINALE.
  • Donnerstag, 18. April 2024 - 19:30
    Der Kuss von Gustav Klimt ist eines der bekanntesten und am häufigsten reproduzierten Gemälde der Welt. Es ist vielleicht das beliebteste Poster an Wänden von Studentenwohnheimen von Peking bis Boston. Das um 1908 in Wien gemalte Bild eines unbekannten, sich umarmenden Paares zieht den Betrachter mit seinem Geheimnis, seiner Sinnlichkeit und den schillernden Materialien in seinen Bann. Doch was genau steckt hinter dem Reiz des Gemäldes – und wer war der Künstler, der es geschaffen hat? Der Film blickt auf die Details aus echtem Gold, die dekorativen Muster, die Symbolik und die brodelnde Erotik des Bildes. Eine genaue Untersuchung des Gemäldes führt uns in das Wien der Jahrhundertwende, als eine neue Welt mit der alten kämpfte. ======================== Ein kraftvoller, packender und leidenschaftlicher neuer Film von Ali Ray, der Regisseurin von „Frida Kahlo“, über eines der bekanntesten und am häufigsten reproduzierten Bilder der Welt. ============================== Er beugt sich über die Kniende. Küsst sie, die sie die Augen geschlossen hält. Aneinander geschmiegt sind die Liebenden, fast schon miteinander verschmolzen. Gustavs Klimts Bild "Der Kuss" ist ikonisch. Das hat weniger mit dem über die Maßen leuchtend goldenen Glanz des Werks aus den Jahren 1908 und 1909 zu tun, als mit der Bekanntheit des Gemäldes. Es ist vielleicht Klimts berühmtestes Werk überhaupt. Wer aber sind die beiden Liebenden, die im Wiener Museum Belvedere die Schauenden faszinieren? Wie entschlüsseln sich die Symbole? Was sagt es über Klimts Frauenbild? Regisseur Ali Ray wagt sich an eine intime Bildbetrachtung. Der Filmemacher ordnet das Werk in die Goldene Periode Klimts und in die Zeit des Jugendstils ein. Der Dokumentarfilm KLIMT UND DER KUSS weist über das Gemälde hinaus und ergründet ebenfalls, wie Küssen und Liebe zusammengehören, wie die Frau und der Mann auf dem Bild, das im Original im Museum hängt und dessen Reproduktionen überall auf der Welt golden leuchten.
  • Freitag, 05. April 2024 - 15:30
    Eine schizophrene Frau reist mit ihrer Schwester und deren Mann auf einer geführten Tour mit dem Bus nach Paris, wo sie dreißig Jahre zuvor eine unvergessliche Zeit verbrachte. Unterwegs und vor Ort mischt sie mit ihrer schonungslosen Offenheit die Mitreisenden auf, es kommt aber auch zu unerwarteten Annäherungen. Ein tragikomisches Road Movie, grandios gespielt und behutsam inszeniert, das zwischen Empathie und Pathos, Klischees und Wahrhaftigkeit die Balance wahrt. Ebenso berührendes wie verstörendes Wohlfühlkino. (Filmdienst) ================================================== Denn „Rose – Eine unvergessliche Reise nach Paris“ ist einfach alles. Mal lustig, mal traurig, mal ernst, mal komisch, mal voller Esprit und dann wieder melancholisch. Kurz gesagt: Niels Arden Oplev versteht es als Autor und Regisseur sehr gut, das Leben abzubilden. Sicherlich ist Ellen anders als ihre Mitreißenden und wohl auch die meisten Zuschauer, aber was sie und ihre Familie erleben, ist dann doch wieder sehr normal. Und so stürzt Oplev das Publikum in einen Reigen des Gefühls. Am Ende erweist sich der Film als höchst befriedigend, weil man das Gefühl hat, etwas Leichtherziges, aber auch Profundes gesehen zu haben." (Programmkino.de) ============================================= Die bewegende Komödie von BAFTA-Preisträger Niels Arden Oplev ("Verblendung") trifft mitten ins Herz. Mit einer gelungenen Mischung aus Drama und Komödie wurde ROSE in Skandinavien zum Überraschungshit an den Kinokassen. In der Hauptrolle brilliert die großartige dänische Schauspielerin Sofie Gråbøl, bekannt als Kommissarin Lund. Diese Busreise wird so schnell niemand vergessen. Denn als Inger ihre Schwester Ellen und deren Mann Vagn im Herbst 1997 auf einen Kurztrip nach Paris begleitet, läuft nicht alles nach Plan. Inger fällt unter den anderen Reisenden auf. Offen erklärt sie ihre psychologische Situation: sie ist schizophren. Dies zeigt sich vor allem in ihrer Unverblümtheit, die nicht allen gefällt. Schnell gerät die Familie zwischen Unverständnis und Vorurteile. Doch in Paris angekommen wird klar, dass alle so ihr Päckchen mit sich rumtragen. Während eines der mitreisenden Paare in einer Ehekrise steckt, freundet sich Inger mit deren Sohn an, der fasziniert ist von ihrer Direktheit. Und so verwickelt Inger die kleine Reisegruppe in ihr ganz eigenes Abenteuer, dass sie schon bald vor die Wohnungstür einer verschollenen Liebe führt. ­ ­ ­ ­ ­ ­
  • Dienstag, 19. März 2024 - 15:30
    Der Dokumentarfilm spielt an einer circa 210 Jahre alten und 17 Meter hohen Stieleiche, die im Wald von Sologne steht. Er begleitet den Baum und seine tierischen Bewohner während eines Kalenderjahres. An der Eiche leben Eichelhäher, Eichhörnchen, Eichelbohrer oder Kastanienbohrer, Waldmaus, Äskulapnatter, Buntspecht, Kleiber, Rotkehlchen, Kohlmeise und Blaumeise; in der Umgebung leben Wildschwein, Nutria, Reh, Hirsch, Fuchs, Wasserfrosch, Schleiereule und Habicht. Die Ereignisse werden nicht kommentiert, sondern zum Teil mit Musik unterlegt. ==================================== Die Dreharbeiten dauerten eineinhalb Jahre. Die Crew verbrachte rund 100 Tage in der Nähe des Baumes. Eine Verfolgungsjagd von Eichelhähern durch einen Habicht, die im Film 1 Minute und 20 Sekunden ausmacht, war das Ergebnis von 15 Tagen Arbeit. ============= In grandiosen Bildern voller Sinnlichkeit und Poesie erzählt die Doku DIE EICHE - MEIN ZUHAUSE mit atemberaubender Nähe die Geschichte eines Baumes und seiner tierischen Bewohner, wie Eichhörnchen, Eichelhäher und Co. Der Naturfilm gibt seltene Einblicke in eine wunderbar vibrierende Welt und kommt dabei ganz ohne Erzählstimme aus. "Was für ein Film! Unterhaltsam, spannend, rührend und lehrreich." ZDF heute journal
  • Donnerstag, 14. März 2024 - 19:30
    Ende der 1960er-Jahren war Helke Sander mit der Gründung des »Aktionsrat zur Befreiung der Frauen« maßgeblich beteiligt am Beginn der zweiten Frauenbewegung in der BRD und an den daraus resultierenden Kämpfen und Errungenschaften. Ihr Engagement war und ist konflikt-affirmativ, nicht unbedingt grell oder laut, sondern ruhig, stark und angstfrei. Das gilt bis heute, etwa wenn sie in der ersten Szene des Films in einem Beerdigungsinstitut den Mitarbeiter dazu auffordert, proaktiv zeitgemäßere Formen von Bestattungen anzubieten. Nur am Rande touchiert Sander in einer Rede aktuelle queer-feministische Positionen, die sie ablehnt. Hinter ihrer emanzipierten Haltung steht die kontinuierliche Aufforderung zum Tätigwerden, vermeintliche Selbstverständlichkeiten nicht hinzunehmen, Frauen-Räume zu schaffen und bei all dem − jenseits eines Szene-Konsens − auch immer auf sich selbst zu hören. (Text: Frauenfilmfest) =================================================== Ein Porträt der Regisseurin, Autorin und Feministin Helke Sander. Ihre Filme sind wegweisender Bestandteil der deutschen Kinolandschaft. Mit ihrer legendären "Tomatenrede" setzte sie 1968 die zweite deutsche Frauenbewegung in Gang. ============================================= Als Filmemacherin, Publizistin, politische Aktivistin und Mitinitiatorin der neuen westdeutschen Frauenbewegung hat Helke Sander Geschichte geschrieben. Mit über achtzig Jahren macht sie sich in Begleitung der Filmemacherin Claudia Richarz jetzt ans Aufräumen. Der Film verbindet in einer klugen Montage Archivmaterialien und Ausschnitte aus dem Werk der Filmemacherin mit einer persönlichen Rückschau auf vergangene Kapitel ihres Lebens und Arbeitens. Die präzisen Beobachtungen der Protagonistin über Machtverhältnisse und strukturelle Ausschlüsse erweisen sich noch immer als aktuell. – Sehenswert ab 14.
  • Freitag, 08. März 2024 - 20:30
    In den 1940er-Jahren bewohnt die Familie des KZ-Kommandanten Rudolf Höß unweit des Lagers in Auschwitz ein Haus mit Garten. Als Höß versetzt werden soll, droht das Familienidyll zu zerbrechen. Seine Frau weigert sich, ihr „Traumhaus“ zu verlassen. Das Historiendrama fußt auf dem gleichnamigen Roman von Martin Amis und fokussiert auf der Perspektive von Menschen, die als unbeteiligte Zuschauer am Rande des Genozids stehen. – Sehenswert ab 14. ================================== Rudolf Franz Ferdinand Höß (* 25. November 1901 in Baden-Baden; † 16. April 1947 in Auschwitz) war ein deutscher Nationalsozialist, SS-Obersturmbannführer und von Mai 1940 bis November 1943 Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz. Er wurde als Kriegsverbrecher 1947 zum Tode durch den Strang verurteilt und am Ort des ehemaligen Stammlagers hingerichtet.
  • Donnerstag, 07. März 2024 - 19:00
    Dokumentarisches Porträt des charismatischen Pianisten Igor Levit, der in den Sozialen Medien nicht zuletzt wegen seiner politischen Kommentare gegen Rechts viel Zuspruch bekam, dadurch aber auch polarisiert. Der Film lotet den beseelten Künstler hinter Twitter und Instagram aus, dessen empathisches Wesen maßgeblich dazu beiträgt, dass sein musikalisches Genie auch jenseits seiner virtuosen Fingerfertigkeit begeistert. Ein mitreißendes, mitunter auch augenzwinkerndes Porträt, das der Musik ebenso breiten Raum eingesteht wie den Menschen dahinter. - Sehenswert ab 12.
  • Donnerstag, 29. Februar 2024 - 19:30
    Dokumentarisches Porträt der türkischen Menschenrechtsanwältin Eren Keskin und ihres politischen Engagements.
  • Montag, 19. Februar 2024 - 19:30
    Der Dokumentarfilm erzählt vom Protest gegen das Projekt "Stuttgart 21". Seit nunmehr 13 Jahren wird an jedem Montag gegen "Stuttgart 21" demonstriert – denn es wird ein "Stuttgart 21 – 2.0" mit über hundert unterirdisch verlegten Bahnkilometern geplant. Die Bürgermeister der Anliegerstädte lehnen dies entschieden ab. Die Kosten würden in dem Zuge auf über 20 Milliarden Euro steigen, seitens des Brand- und Katastrophenschutzes tun sich viele Fragen auf und der Bahnhof bliebe dennoch verkehrspolitisch in vielerlei Hinsicht widersinnig. (Eintritt frei)
  • Freitag, 02. Februar 2024 - 15:30
    Vor langer Zeit hat das Schicksal die Schwestern Marina (Elia Galera) und Anna (Eva Martín) voneinander getrennt. Ihre Kindheit verbrachten sie gemeinsam auf Mallorca, wo der Duft von Zitronenblüten die Luft erfüllt. Während Anna das Inselparadies nie verlassen hat, ist Marina als Ärztin um die Welt gereist. Doch als eine unbekannte Wohltäterin den Schwestern ihre Bäckerei vermacht, muss Marina in ihre Heimat zurückkehren. Das Anwesen soll verkauft werden. Anna hofft so, ihre Schulden loszuwerden – und ihren untreuen Ehemann gleich mit! Marina plant indessen einen Neuanfang. Neben Adoptionsstress und Verlobungsversprechen steht vor allem das lange aufgeschobene Wiedersehen mit ihrer Schwester auf dem Plan. Der Zauber der kleinen Bäckerei hält, was er verspricht: Während sie den wahren Gründen für ihre mysteriöse Erbschaft nachspüren, kommen Marina und Anna sich wieder näher... und schon bald weht der süße Geruch von frischgebackenem Brot durch die Straßen, der alte Geheimnisse aufwirbelt und den Sommer für die beiden Schwestern zu einer unvergesslichen Reise in die Vergangenheit werden lässt.
  • Donnerstag, 01. Februar 2024 - 19:30
    Von 2008 bis 2018 führte der Dokumentarist Luke Holland über 300 Interviews mit ehemaligen NS-Tätern, SS-Offizieren, Wehrmachtsoldaten, Beamten und Funktionären, die er nach ihren Erinnerungen und ihrer Rolle im Dritten Reich befragte. Die hochbetagten Männer und Frauen präsentieren ihre Version der Geschichte, manchmal mit Bedauern, meist aber ohne große Hemmungen. Nur bei Fragen nach Schuld und Verantwortung werden die Antworten absurd oder aggressiv. Verbunden mit analytisch montiertem Archivmaterial entsteht ein ernüchterndes Dokument kollektiver Entschuldung, das eindringlich dafür plädiert, sich mit der gewaltvollen Vergangenheit zu konfrontieren, um aus den erkennbaren Mustern für die Zukunft zu lernen. - Sehenswert ab 14.
  • Freitag, 05. Januar 2024 - 15:30
    Die junge Millie (Danielle Macdonald) ist eine brillante Fondsmanagerin. Dennoch gibt sie ihren Job auf, kehrt ihrem Freund und London den Rücken, um ihren Lebenstraum zu verwirklichen: Millie möchte unbedingt Opernsängerin werden! Dafür reist sie in die einsamen schottischen Highlands, um bei der renommierten, aber gefürchteten Gesangslehrerin und ehemaligen Operndiva Meghan (Joanna Lumley) intensiven Gesangsunterricht zu nehmen. Dort lernt Millie auch Max kennen, einen weiteren Schüler von Meghan, der ebenfalls für den bevorstehenden Gesangswettbewerb trainiert.
  • Freitag, 01. Dezember 2023 - 15:30
    Fazit verschiedener Filmkritiken, die sich alle dem märchenhaften Charme dieses Geschichte nicht entziehen können: ================================= Mut zu altmodisch naiver Unterhaltung. Mit Inbrunst hebt die Geschichte einer Londoner Putzfrau der 1950er Jahre, die sich in Paris ein Haute-Couture-Kleid von Dior kaufen will, in die Gefilde eines wahr werdenden Wunschtraums ab. Lesley Manville spielt die Hauptfigur überzeugend als reines Klischee einer herzensguten, einfachen Frau, der die Sympathien zufliegen. Isabelle Huppert glänzt in der Rolle der Directrice des Modehauses, die der unwillkommenen Kundin die kalte Schulter zeigt. ================================= Dies ist ein enorm charmanter Film, der zum Teil in Budapest gedreht wurde, das für Paris herhalten musste, da die Stadt an der Seine von ihrer Architektur zum Teil schon zu modern geworden ist. Nichts an diesem Film ist wirklich überraschend, aber das macht ihn auch so heimelig. Ein Film, bei dem man sich wohlfühlen kann, der von einer Welt erzählt, die es so vielleicht nie gegeben hat, die aber ein gewisses märchenhaftes Flair ausstrahlt. ================================= Der Film ist warmherzig, aber nicht naiv. Er bewegt sich in den klassischen Bahnen des Erzählkinos mit einer vertrauten Heldinnenreise und ist dabei doch nie langweilig und reizlos, sondern voller Charme und Empathie. ================================= „Mrs. Harris und ein Kleid von Dior“ erzählt die Geschichte der beliebten Romanreihe neu, ohne etwas an dieser oder dem Setting zu ändern. Die Tragikomödie um eine englische Putzfrau, die nach Paris reist, um dort ein Dior-Kleid zu kaufen, ist hübsch anzusehendes und sehr gut besetztes Zuckerwatte-Kino mit wenig Inhalt oder Sinn für Realismus, dafür aber einem hohen Wohlfühlfaktor. ================================= Fazit: Eine in der Hauptrolle großartig gespielte und im besten Sinne altmodische Dramödie mit einer märchenhaften Story, die von der Erfüllung eines Traums erzählt.
  • Donnerstag, 23. November 2023 - 19:30
    Der Tod von Steffen Meyn im Hambacher Forst ging im Herbst 2018 durch alle Medien. Zuvor versuchte das Land NRW den von Aktivisten besetzten Wald zu räumen – mit einem Polizeieinsatz, den Gerichte später für illegal erklären. Dabei kam es zu einem tragischen Unglück. Der Filmstudent Steffen Meyn, der die Räumung von einem der Baumhäuser aus filmisch dokumentierte, stürzte in die Tiefe und verstarb noch vor Ort. VERGISS MEYN NICHT besteht zu großen Teilen aus dem Material, das Steffen über zwei Jahre hinweg im Hambacher Wald gedreht hat. Mithilfe seiner 360° Kamera begleiten wir ihn durch die Baumhäuser und sind hautnah bei den Räumungsversuchen der Polizei dabei. Durch Steffens offene Art lernen wir Aktivisten kennen, die bereit sind ihren Körper der Abrodung entgegenzustellen. Dabei wird deutlich: Steffen ist fasziniert und begeistert von dem utopischen Miteinander, ringt aber auch um eine Haltung zu den radikalen Maßnahmen der Besetzung. Durch das außergewöhnliche Filmmaterial und Interviews mit Aktivisten, die Steffen über die letzten zwei Jahre seines Lebens begleitet haben, schafft der Dokumentarfilm nie gesehene Einblicke in die aktivistische Gemeinschaft – und traut sich gleichzeitig, Widersprüche, Zweifel und Fragen zuzulassen: Warum gehen die Aktivist*innen so weit? Wieso gefährden Menschen ihren Körper und ihr Leben für politische Zwecke? Und wo trifft Utopie auf schmerzhafte Realität? Uraufführung Berlinale 2023. Ausgezeichnet als Bester Dokumentarfilm, 32. FILMKUNSTFEST Mecklenburg-Vorpommern 2023.
  • Donnerstag, 16. November 2023 - 19:30
    Ein poetischer Blick des Regisseurs Wim Wenders auf die Werke und Gedanken seines Freundes Anselm Kiefer. In einer Mischung aus Spielhandlung, historischen Fernsehaufzeichnungen und Interview-Sequenzen vermittelt der Film einen schlaglichthaften Blick auf den in Deutschland lange Zeit umstrittenen „Erschaffer“ grotesk-brachialer Skulpturen und Bilderwelten, die sich mit Krieg, Gewalt und den Nachwirkungen der NS-Zeit beschäftigen. In ausgeklügelten stereoskopischen, mitunter allzu spielerischen 3D-Bildern wird eine eher intuitive Annäherung gesucht, die sich in der Konfrontation mit den porträtierten Werken zur audiovisuell überwältigenden Erfahrung verdichtet. – Sehenswert ab 14.
  • Freitag, 03. November 2023 - 15:30
    Für ein Mädchen, das behütet in einem Dorf im Westerwald bei seiner Großmutter aufwächst, ändert sich das Leben an jenem Tag, nachdem seine Oma von einem Okapi geträumt hat. Jahre später verliebt sie sich als junge Frau, trägt aber die Last der Vergangenheit weiter in sich. Um diese Kerngeschichte herum drapiert die Romanverfilmung zahlreiche schrullige Figuren und entfaltet dank einer sorgsamen Inszenierung kongenial die Balance aus Ironie und Intimität. Mit pointierten Dialogen und sparsamer Musikuntermalung demonstriert der Film, wie ungeschönt und schwerelos sich von Tod und Liebe erzählen lässt. – Sehenswert ab 14.
  • Freitag, 06. Oktober 2023 - 15:30
    Ausschlafen möchte er, Fahrrad fahren und vegan leben. Das sind die Pläne des Neu-Pensionärs Peter (Stefan Kurt), seine Frau kommt darin leider nicht vor: Alice (Esther Gemsch) hat andere Träume, sie möchte endlich etwas erleben, ausgehen und die Welt erkunden. Die beiden Mittsechziger aus der Zürcher Mittelschicht sind seit Ewigkeiten verheiratet und haben zwei erwachsene Kinder, ausgerechnet im Ruhestand wird es aber unruhig. Während er seinen besten Kumpel mit auf eine romantische Kreuzfahrt nimmt, tanzt sie alleine zu Siebzigerjahre-Discohits. Als es zur Aussprache kommt und er einen ehelichen Nichtangriffspakt schließen will, sagt sie: "Ich will aber nicht in Ruhe gelassen werden!" (Süddeutsche Zeitung) =========================== Als Zuschauer ist man blendend unterhalten, weil man sich wiedersieht in den Figuren, egal wie alt man selbst sein mag.
  • Donnerstag, 28. September 2023 - 19:30
    Am 28. September, um 19.30 Uhr, wird im Kino achteinhalb der 90-minütige Dokumentarfilm "Das Kombinat" gezeigt, der an diesem Tag seinen bundesweiten Kinostart hat. Der Film begleitet über neun Jahre die neu gegründete Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) namens "Kartoffelkombinat" im Umland von München. Gemüse und andere Feldfrüchte werden dort biologisch angebaut und ohne Transport- und Marketingkosten den Verbrauchern zur Verfügung gestellt. Das Projekt soll zudem faire Löhne für alle am Produktionsprozess Beteiligten generieren. Finanziert wird dies in Form einer Genossenschaft, deren Mitglieder einen Mitgliedsbeitrag zahlen und ihre Gemüsekisten an einer der Verteilstellen in München und Umgebung abholen. In Deutschland gibt es mittlerweile weit über 400 SoLaWi-Höfe. Der Abend findet in Kooperation mit dem BUND Celle, dem SoLaWi-Hof Aller/Oker und der Kultur Trif(f)t (wo sich die SoLaWi-Verteilstelle für Celle befindet) statt. Direkt im Anschluss an den Film werden Nadja und Martin Rautenberg von der SoLaWi Aller/Oker ihre SoLaWi vorstellen und für Fragen zur Verfügung stehen. Die Gäste sind zu Gemüsesticks eingeladen. Der Eintritt ist frei; um Reservierung über die Webseite www.kino-achteinhalb.de wird gebeten.
  • Freitag, 15. September 2023 - 19:30
    Im Frühjahr 2023 öffnet das Rijksmuseum in Amsterdam seine Tore für die größte Vermeer-Ausstellung der Geschichte. Drei Tage nach Eröffnung waren alle 450.000 Karten für die Ausstellung im Rijksmuseum in Amsterdam ausverkauft! Das Interesse ist weltweit enorm. Hier kommt die ausgebuchte Ausstellung zu uns auf die Kinoleinwand. Die große Retrospektive in Amsterdam präsentiert eine Reihe von Leihgaben aus aller Welt und versammelt Vermeers bekannteste Meisterwerke, darunter Mädchen mit dem Perlenohrring, Der Geograph, Dienstmagd mit Milchkrug, Straße in Delft, Briefschreiberin und Dienstmagd sowie Frau mit Waage. Der neue Film der Reihe Exhibition on Screen lädt uns zu einer exklusiven, vom Direktor des Rijksmuseums und dem Kurator begleiteten Besichtigung der Ausstellung ein – eine wirklich einmalige Gelegenheit! Neben dem Zusammentragen von Vermeers Werken haben das Rijksmuseum und das Mauritshuis in Den Haag seine Kunst, seine künstlerischen Entscheidungen, die Ausgangspunkte für seine Bildkompositionen und die Entstehungsgeschichte seiner Gemälde intensiv erforscht. 28 der wahrscheinlich noch existierenden 37 Gemälde des holländischen Meisters Johannes Vermeer (1632-1675) sind zu sehen. Der Film läuft im achteinhalb auf englisch mit deutschen Untertiteln.
  • Donnerstag, 14. September 2023 - 19:00
    Jeder schreibt für sich allein: Der Autor Anatol Regnier hat 2022 ein Buch veröffentlicht, das das Leben und Wirken von Schriftsteller*innen in Nazideutschland betrachtet. In Zusammenarbeit mit Regnier adaptierte Dominik Graf das gleichnamige Buch und übersetzte es in einen knapp dreistündigen, vielstimmigen Essayfilm, der sich akribisch mit den widersprüchlichen Biografien von Hans Fallada, Gottfried Benn, Erich Kästner, Ina Seidel und Will Vesper auseinandersetzt. Was hielt kritische Autoren wie Kästner, dessen Bücher in Flammen aufgingen, davon ab, nach der Machtübernahme Hitlers zu emigrieren? Welche heute anerkannten Künstler sympathisierten damals mit den Nazis? Welche inneren und äußeren Widersprüche provozierte das Leben und Arbeiten unter dem Regime – auch für Institutionen wie die Akademie der Künste? Anhand von Interviews (u. a. mit dem Autor Florian Illies, der Kunstkritikerin und -historikerin Julia Voss und dem Filmproduzent Günter Rohrbach) und bis in die Gegenwart hinein diskutiert der Film die Frage nach dem Vertrauen in die Kunst und in Künstler – sowie in letzter Konsequenz das komplexe Verhältnis zwischen ästhetischen Positionen und politischem Handeln. (Woche der Kritik) ======================================== Worüber bislang nicht geschrieben wurde: Die Berlinale hat auch den neuen Film von Dominik Graf abgelehnt. Und das ist nichts Anderes als ein Skandal!! Dies nicht etwa, weil etwa Dominik Graf ein Anrecht hätte, mit jedem seiner Firma auf der Berlinale gezeigt zu werden – so etwas hat nur Christian Petzold – sondern weil dieser Film ein Stich ins Herz unserer derzei­tigen deutschen Debatten und Probleme ist. Es ist ein histo­ri­scher Film, ein Doku­men­tar­film, er heißt Jeder schreibt für sich allein und basiert auf dem gleich­na­migen Buch von Anatol Regnier. Es ist ein Film, der von Kompro­missen und von Oppor­tu­nismus, von mora­li­schen Abgründen und Empa­thie­lo­sig­keit handelt, von Verhal­tens­lehren der Kälte und der Wärme, von Bücher­ver­bren­nungen und Arran­ge­ments. Es ist ein Film, der Linien zieht zu unseren eigenen Verhält­nissen, zum Tota­li­ta­rismus der Gegenwart – und zwar dem in den west­li­chen Demo­kra­tien – und zum Terro­rismus der jüngeren Vergan­gen­heit, von Willi Vesper zu Bernhard Vesper, dem Mann von Gudrun Ensslin, der Linien zieht von Gottfried Benn zu Günter Rohrbach, von Erich Kästner zu Dominik Graf selber, zu unseren Eltern und Großel­tern und unserer eigenen Zukunft. Es ist ein großer Film, der schön und extrem schmerz­haft ist, jeden­falls für mich. Und nicht nur für mich, da bin ich sicher. Und der allein schon deswegen unbedingt verdient, dass ihn jeder sieht. Glück­li­cher­weise kann man ihn sehen, nächste Woche. Nicht auf der Berlinale, aber während der Berlinale, parallel zu ihr in der »Woche der Kritik«. Gratu­la­tion an das Team um Dennis Vetter, dass sie diesen Film bekommen haben und dass sie ihn genommen haben. Und weil sie ihn genommen haben, bin ich sicher, dass auch ihre anderen Filme sich lohnen. Wir werden über den Film ausführ­lich berichten, aber nicht heute. Nur empfehlen wollen wir ihn schon jetzt. Jeder, der kann, sollte sich schleu­nigst Karten besorgen für eine der beiden Berliner Vorstel­lungen Schon am kommenden Montag ist Graf in Berlin zu Gast bei einer Runde in der Akademie der Künste. Um nichts Gerin­geres als das Wesen des Kinos soll es da gehen. Na dann… Der Titel »Content versus Film« schon sagt das Wich­tigste: Film ist eben kein »Content«. (Rüdiger Suchsland)
  • Montag, 04. September 2023 - 19:30
    Der Dokumentarfilm erzählt vom Protest gegen das Projekt "Stuttgart 21". Seit nunmehr 13 Jahren wird an jedem Montag gegen "Stuttgart 21" demonstriert – denn es wird ein "Stuttgart 21 – 2.0" mit über hundert unterirdisch verlegten Bahnkilometern geplant. Die Bürgermeister der Anliegerstädte lehnen dies entschieden ab. Die Kosten würden in dem Zuge auf über 20 Milliarden Euro steigen, seitens des Brand- und Katastrophenschutzes tun sich viele Fragen auf und der Bahnhof bliebe dennoch verkehrspolitisch in vielerlei Hinsicht widersinnig. (Eintritt frei)
  • Freitag, 01. September 2023 - 15:30
    Maria (die wie immer wunderbare Karin Viard) muss einen beruflichen Neuanfang starten. Als Reinigungskraft in der Pariser Académie des Beaux-Arts öffnet sich ihr die Welt der Kunst, die neue Lebensfreude entfacht. Eine Berührende und inspirierende, französische Feelgood-Komödie über Sehnsüchte, geheime Leidenschaften und neue Anfänge. ================== Fazit: "Maria träumt" ist ein kunstvoller Film über Kunst; über die darstellende Kunst, die Kunst des Lebens und die Kunst der Liebe. Liebevoll geschrieben, fabelhaft gespielt und ironisch erzählt, ist dem vom Schauspiel kommenden Regieduo Lauriane Escaffre und Yvo Muller die bislang beste Wohlfühlkomödie des noch jungen Jahres geglückt. Kunstkennern wie Kunstbanausen gleichermaßen zu empfehlen! (Falk Straub) ================== Fazit „Maria träumt“ ist eine charmante und sympathische Liebeskomödie um eine Putzfrau und einen Hausmann, die sich in einer Kunstakademie kennenlernen. Das ist unterhaltsam und zudem ein positiver Appell, immer offen für Neues zu bleiben. (Oliver Armknecht)
  • Donnerstag, 31. August 2023 - 19:30
    Der Dokumentarfilm porträtiert Menschen, die gezielt aus den Strukturen konventioneller Landwirtschaft aufbrechen. Ihr Konzept lautet Solidarische Landwirtschaft. Mit Agrar-Gemeinschaften sind sie bestrebt, einen lokalen Versorgungskreislauf zu etablieren, der sich an Ökologie und Gemeinwohl orientiert und zudem das Verhältnis von Konsumenten und Produzenten neu definieren will. (Eintritt frei)
  • Donnerstag, 24. August 2023 - 19:00
    Der Film rückt die Anfänge des Holocaust, die so genannte Arisierung der deutschen Gesellschaft, ins Zentrum und fragt, wie eine solche himmelschreiende Gleichgültigkeit möglich war, die Ausgrenzung, Entrechtung, Enteignung und Vernichtung zur Folge hatte. Dabei legt der Regisseur die Finger auf die Wunde und thematisiert die unbequeme Frage, inwieweit die Zivilbevölkerung Nazi-Deutschlands zum Profiteur der systematischen Ausraubung des Judentums wurde. Ein unbequemer Dokumentarfilm, dessen Rechercheschwerpunkte in Köln und München liegen. ================================================ Was man beschönigend die "Arisierung" nennt, war in Wahrheit einer der größten Raubzüge des 20. Jahrhunderts, begangen an einem Teil der eigenen Bevölkerung. Nicht die Gestapo war es, die in jüdische Wohnungen eindrang, und den gesamten Besitz zu beschlagnahmen, vom Bankkonto bis zur Unterwäsche: Es waren deutsche Finanzbeamte. Großes ging an die Finanzbehörden, Kleines über "Versteigerungen aus nicht arischem Besitz" an die lieben Nachbarn.
  • Donnerstag, 29. Juni 2023 - 19:00
    Eine evangelische Jugendgruppe aus dem Harz will einen Abenteuerfilm in den Südtiroler Alpen drehen, in dem eine Metallbox mit alten Fotos und seltsamen Koordinaten die Handlung in Gang setzt. Das als Film-im-Film inszenierte, tatsächlich als Filmprojekt einer Jugendgruppe umgesetzte Coming-of-Age-Drama überzeugt mit imposanten Bergkulissen und treibendem Sound. Genau wie den fiktiven, sehr schematisch angelegten Jugendlichen fehlt es aber auch dem realen Filmteam an einem Plot, der seine moderne christliche Botschaft um Lebensbejahung und Diversität kraftvoll vermitteln könnte. - Ab 14.
  • Dienstag, 20. Juni 2023 - 19:30
    Sara Mardini und ihre jüngere Schwester Yusra stammen aus einer Familie von Hochleistungssportler:innen in Syrien. Der Krieg im Land unterbricht den Traum, olympische Schwimmerin zu werden, und zwingt die Schwestern 2015 zur Flucht. Als auf der Flucht über das Mittelmeer von der Türkei nach Griechenland der Motor des überfüllten Schlauchbootes versagt, springen die Schwestern ins Wasser und helfen bei der Rettung aller Geflüchteten, indem sie das Boot drei Stunden auf Kurs halten bis sie das rettende Ufer von Lesbos erreichen. Die Geschichte macht auf der ganzen Welt Schlagzeilen. Mit 20 ist Sara berühmt. Danach trennen sich die Wege der Schwestern: Yusra schwimmt bei den Olympischen Spielen, während Sara nach Lesbos zurückkehrt, um sich ehrenamtlich zu engagieren und anderen Geflüchteten zu helfen. Im Jahr 2018 aber wird sie verhaftet und einer Reihe von schweren Straftaten beschuldigt - darunter Beihilfe zur illegalen Einreise (Schleusung), Geldwäsche, Betrug und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Nach über drei Monaten in einem Hochsicherheitsgefängnis in Griechenland wird Sara auf Kaution freigelassen und wartet seitdem auf ihre Verhandlung - ihr drohen 20 Jahre Haft. Über vier Jahre hat die FilmemacherinCharly Wai Feldman Saras Kampf um Gerechtigkeit und um eine neue Zukunft in Berlin begleitet.
  • Donnerstag, 25. Mai 2023 - 19:00
    Aus der Sicht von drei interviewten Elternpaaren vermittelt der Film wesentliche Informationen darüber, was bei Geburten wirklich wichtig ist. Authentische Berichte, verständlich vorgetragenes Wissen von Expertlnnen und wichtige Hinweise zur Klinikgeburt machen den Film zu einer erstklassigen Informationsquelle für schwangere Frauen, Eltern, die ein weiteres Kind erwarten, Jugendliche und junge Erwachsene.
  • Donnerstag, 27. April 2023 - 19:30
    Nach einem autobiografischen Bericht erzählt das packende Migrationsdrama, wie zwei schwimmbegeisterte Schwestern aus Damaskus 2015 vor dem Bürgerkrieg in Syrien über den Balkan nach Deutschland fliehen. In Berlin versucht die Jüngere, ihren Traum von einer Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro doch noch zu verwirklichen. Der chronologisch erzählte Film entwirft ein facettenreiches Porträt, in dem Werte wie Mut, Willensstärke, Zivilcourage und Emanzipation gefeiert werden. Einige Redundanzen werden durch überzeugende Darstellerleistungen und eine kraftvolle Bildsprache wettgemacht.
  • Donnerstag, 06. April 2023 - 20:30
    Der Dokumentarfilm spielt an einer circa 210 Jahre alten und 17 Meter hohen Stieleiche, die im Wald von Sologne steht. Er begleitet den Baum und seine tierischen Bewohner während eines Kalenderjahres. An der Eiche leben Eichelhäher, Eichhörnchen, Eichelbohrer oder Kastanienbohrer, Waldmaus, Äskulapnatter, Buntspecht, Kleiber, Rotkehlchen, Kohlmeise und Blaumeise; in der Umgebung leben Wildschwein, Nutria, Reh, Hirsch, Fuchs, Wasserfrosch, Schleiereule und Habicht. Die Ereignisse werden nicht kommentiert, sondern zum Teil mit Musik unterlegt. ==================================== Die Dreharbeiten dauerten eineinhalb Jahre. Die Crew verbrachte rund 100 Tage in der Nähe des Baumes. Eine Verfolgungsjagd von Eichelhähern durch einen Habicht, die im Film 1 Minute und 20 Sekunden ausmacht, war das Ergebnis von 15 Tagen Arbeit. ============= In grandiosen Bildern voller Sinnlichkeit und Poesie erzählt die Doku DIE EICHE - MEIN ZUHAUSE mit atemberaubender Nähe die Geschichte eines Baumes und seiner tierischen Bewohner, wie Eichhörnchen, Eichelhäher und Co. Der Naturfilm gibt seltene Einblicke in eine wunderbar vibrierende Welt und kommt dabei ganz ohne Erzählstimme aus. "Was für ein Film! Unterhaltsam, spannend, rührend und lehrreich." ZDF heute journal
  • Donnerstag, 23. März 2023 - 19:30
    Von der Hamburger Punkszene ins Zentrum des globalen Kunstmarkts: Daniel Richter ist einer der höchstbezahlten deutschen Maler. Die Cinemascope-Doku von Regisseur Pepe Danquart beobachtet geduldig im Atelier und in der Außenwelt, wie ein großformatiger Gemäldezyklus entsteht. Wofür ist Malerei in Zeiten der Digitalisierung eigentlich noch gut? Was unterscheidet ein gutes Bild von einem schlechten – jenseits des persönlichen Geschmacks? Und wie verhält sich ein Maler mit gegenkultureller Punk-Vergangenheit auf dem durch und durch von Geld bestimmten Parkett des globalen Kunstmarkts? Um solchen Fragen auf den Grund zu gehen, hat Regisseur Pepe Danquart drei Jahre lang Daniel Richter begleitet. Dabei entstand ein Film, der mehr sein will als ein bloßes Künstlerporträt oder eine Hommage. (Holger Heiland – Kunst & Film) ================================= Pepe Danquart porträtiert einen der bedeutendsten Maler der Gegenwart auf eine Weise, die die Sinnhaftigkeit abstrakter Malerei und deren gesellschaftliche Funktion deutlich macht ( Ulrich Sonnenschein – EPD-Film)
  • Donnerstag, 02. März 2023 - 19:30
    Visuell bestechender Dokumentarfilm über Vögel und zwei Menschen, die sich ganz ihrem Schutz und der Faszination für die gefiederten Wesen verschrieben haben. ========= Es ist höchste Zeit: In den letzten 60 Jahren hat Deutschland fast die Hälfte seiner Vögel verloren. Trotzdem ist für uns kein Tier so allgegenwärtig. Es gibt unzählige Arten von Vögeln, überall sind sie zu finden, nicht zu überhören, auffallend – und oft auffallend schön. Sie sitzen in Hecken und Bäumen, auf Dächern und Balkonen. Doch während der Himmel für sie keine Grenzen hat, wird ihr Lebensraum auf der Erde knapp. VOGELPERSPEKTIVEN betrachtet das vielfältige Vogelleben in faszinierenden Bildern und zeigt, wie wichtig Vögel für die Erde, den Kreislauf der Natur und deshalb auch für die Menschheit sind. Wir machen uns auf zu einer emotionalen und inspirierenden Erkundungsreise und erleben Arten- und Naturschutz in Aktion.
  • Donnerstag, 23. Februar 2023 - 19:30
    Das dokumentarische Essay greift ein fragmentarisches Buchprojekt des Schriftstellers Roger Willemsen auf und führt dessen „Zukunftsrede“ über Erkenntnismangel und Erfahrungslosigkeit der Gegenwart mit Beiträgen von sechs Wissenschaftlern und Forscherinnen fort, die das Thema Klimawandel aus unterschiedlichen Disziplinen und Perspektiven umkreisen.
  •   Dienstag, 07. Februar 2023 - 19:30 bis Dienstag, 07. Februar 2023 - 20:30
    Ort: Hannoversche Straße 30E, 29221 Celle, Deutschland (nicht Postanschrift!) Kategorien: Gesellschaft fuer Christlich-Juedische Zusammenarbeit e.V. Celle, Kooperation, oeffentliche Veranstaltung, Archiv, Theater, Freie Buehne Wendland, 2023, NS
    Dokumentarisches Theater auf der Basis belegter Quellen: Was war da los im Wendland vor bald einhundert Jahren? Wer war das „der Judeheinzi“, seine Mutter Ottilie Mansfeld, der Großvater Siegmund und die vielen anderen? Wohin sind sie verschwunden? Noch immer gibt es Spuren dieser Lüchower Familie. Hermine Katz stöbert sie auf, auf den Dachböden unserer Häuser, in Erinnerungen in Archiven…
  • Montag, 30. Januar 2023 - 19:30
    Am Beispiel von fünf Aktivistinnen und Aktivisten aus den USA, Chile, Deutschland und Südafrika beschwört ein Dokumentarfilm die Bedeutung des aktiven Widerstands gegen Unrecht. In einer Mischung aus Agitprop und historischer Dokumentation will er aufrütteln und Mut machen, für die Ideale und Visionen einer besseren Welt zu kämpfen. Dabei steigert sich der Pamphletcharakter und befeuert die Lösung gegenwärtiger Probleme durch Rebellion, Kampf und Revolte. Auch wenn der Film nur knapp an der direkten Aufforderung zur Gewalt vorbeischrammt, gelingt es ihm doch, einen Diskurs über Ideen und Chancen für künftige Veränderungen zu eröffnen.
  • Freitag, 06. Januar 2023 - 15:30
    Sara wird die perfekte Wohnung angeboten: geräumig, sehr hell, luxuriös und so preiswert. Es gibt nur ein Problem: Sie kann erst einziehen, wenn die derzeitige Besitzerin, die ältere Lola, stirbt. ======================= Eine Geschäftsfrau, die eine Trennung von ihrem Mann erwägt, findet in Sevilla eine sehr günstige Wohnung. Der Haken daran ist, dass die alte Besitzerin nach dem Verkauf bis zu ihrem Tod dort wohnen bleiben will. Die beiden charakterlich sehr unterschiedlichen Frauen reiben sich anfangs aneinander, kommen einander aber zusehends doch näher. In den Hauptrollen ausgezeichnet gespielte Tragikomödie, die mit feiner Melancholie von Wohnungsnot, Existenzängsten in Wirtschaftskrise und Leistungsgesellschaft, Einsamkeit und Vereinzelung erzählt. Der Schauplatz Sevilla erscheint dabei realistisch und ohne pittoreske Klischees. ======================= Der Verfilmung des Theaterstücks »100 m²« sieht man seinen Ursprung zwar noch an, doch die scharfen Dialoge zwischen zwei Frauen aus zwei Generationen verfangen ebenso auf der Leinwand wie auf der Bühne.
  • Dienstag, 22. November 2022 - 19:30
    Um das Grundnahrungsmittel Brot wird seit einigen Jahren zunehmend ein Kult gemacht. Doch obwohl die traditionelle Handwerksbäckerei eine Renaissance erfährt, kaufen die meisten Menschen ihr tägliches Brot im Supermarkt. Der Dokumentarfilm streift soziale, gesundheitliche und ökologische Aspekte des Brotbackens: Er blickt in kleine Bäckereibetriebe, wo noch mit den Händen geknetet und das Handwerk als Kunst gepflegt wird, schaut aber auch in die Produktionshallen großer Konzerne, wo mit neuester Technologie und künstlichen Aromen Brotimitate für den Massenmarkt entstehen. ===================================== Kein anderes Lebensmittel besitzt in unserer Kultur einen so fundamentalen Stellenwert wie Brot. Doch wissen wir eigentlich, was wir täglich essen? Harald Friedls neuer Dokumentarfilm BROT erzählt von der traditionellen Kunst des Brotbackens, die von engagierten HandwerksbäckerInnen mit neuem Leben erfüllt wird, und von großen Konzernen, die mit modernster Technologie ihrem Industriebrot zu Aroma und Geschmack verhelfen. Vor allem aber zeigt er, was Brot ausmacht und wie sich die sozialen, gesundheitlichen und ökologischen Bedingungen in Brot verkörpern. Nach diesem Film werden Sie BROT mit anderen Augen sehen.rot. ===================================== „Bilder, die einem abwechselnd das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen oder kalte Gruselschauer den Rücken herunterschicken“ (Die Zeit) ===================================== „BROT ist ein Film, den man riechen und schmecken müsste.“ (Süddeutsche Zeitung ===================================== „Eine sinnliche Reise.“ (ORF)
  • Dienstag, 11. Oktober 2022 - 15:00
    Eine temperamentvolle, unangepasste Zehnjährige verliebt sich in einen neuen Mitschüler, wobei es ihr schwer fällt, mit den neuen Empfindungen umzugehen. Hin- und hergerissen zwischen Schwärmerei und Eifersucht handelt sie impulsiv, aber auch verletzend und verstrickt sich in manche Lüge sowie in eine Intrige. Eine ebenso temperamentvolle wie einfühlsame (Kinder-)Liebesgeschichte, die mitunter am Rand einer Katastrophe entlang schrammt, bevor am Ende alles gut wird. Vorzüglich inszeniert und gespielt, begegnet der Film seiner fantasiebegabten Protagonistin stets auf Augenhöhe und nimmt ihre Gefühle und Fantasien, Sorgen und Ängste jederzeit ernst.
  • Donnerstag, 29. September 2022 - 19:30
    Niederländerin Geertruida Wijsmuller-Meijer (1896-1978), bekannt geworden als „Tante Truus“, rettete während der Zeit des Nationalsozialismus mit ihren Transporten nach England mehr als 10.000 jüdische und „nicht-arische“ Kinder. Zu den geretteten Kindern, die heute zwischen 85 und 98 Jahre alt sind, gehört auch der 1924 in Celle geborene Kurt Roberg. ================================================================= Die beiden Regisseurinnen kamen nach der Premiere in Kontakt mit zwei weiteren "Kindern von Truus", die ihr Überleben dem Mut und Einfallsreichtum von Truus Wijsmuller verdanken. Einer von ihnen ist der in Celle geborene Kurt Robert, der 1939 in die Niederlanden zu seinem Onkel flüchtete. Dieser hatte einen zufälligen Kontakt mit Joop Wijsmuller, Ehemann von Truus. Und so entkam Kurt Roberg 1941 mit 12 weiteren Kindern aus dem besetzten Europa. ================================================================= Die beiden Regisseurinnen haben in diesem Jahr ein Interview mit dem 98-jährigen Kurt Roberg geführt und filmisch dokumentiert. Eine 15-minütige Zusammenfassung dieses Interviews wird vor dem Film „Truus‘ Children“ gezeigt.
  • Donnerstag, 15. September 2022 - 19:30
    Bettina Wegner, geboren 1947 in Westberlin, aufgewachsen in Ostberlin, mit 36 Jahren ausgebürgert, seither „entwurzelt“. Der Werdegang der Liedermacherin gehört zu den spannendsten Lebensläufen des 20. Jahrhunderts. Es ist der Weg von einem Kind, das Stalin glühend verehrte, über eine hoffnungsfrohe Teenagerin, die mit ihren eigenen Liedern eine Gesellschaft mit bauen möchte, hin zu einer beseelten Künstlerin mit einer unerschütterlichen humanistischen Haltung. ===================================================== Seit 50 Jahren auf der Bühne: Liedermacherin BETTINA WEGNER. Der Werdegang der Liedermacherin (Sind so kleine Hände) gehört zu den spannendsten Lebensläufen des 20. Jahrhunderts. Ihren Lebenswg kreuzten z.B. Menschen wie Thomas Braasch, Wolf Biermann, Gregor Gysi, Oskar Lafontane, Joan Baez. ===================================================== Die DDR-Sängerin Bettina Wegner wurde 1983 zwangsweise aus der DDR ausgebürgert, nachdem sie schon viele Jahre lang an der Ausübung ihrer Kunst gehindert worden war. Der Dokumentarfilm rekapituliert nicht nur die Biografie einer überzeugten Sozialistin und ihre einflussreichen Lieder, sondern forscht intensiv ihrem Lebensgefühl der Entwurzelung nach, das bis heute nicht aus ihrem Leben verschwunden ist. Die besondere Form der ostdeutschen Folksongs, ihr Pathos und das enorme Vertrauen in die Wirkung der Worte, zeugt noch immer vom Glauben an die verbindende Kraft der Sprache. – Sehenswert ab 14
  • Montag, 23. Mai 2022 - 19:00
    Ein Dorf stirbt, wenn es keine Treffpunkte mehr gibt, keinen Markt und keinen Bäcker. Die Filmemacherin Antje Hubert begegnet Menschen, die das Landleben aufblühen lassen, weil sie sich dem Trend entgegenstellen, der alle zu den Discounter-Hallen auf der grünen Wiese treibt. Dass ein Dokumentarfilm über bewussten Konsum unser Leben ändern wird, ist eher unwahrscheinlich. Aber vielleicht erkennen wir, wie wertvoll ein Tante-Emma-Laden – oder wie in diesem Fall in Müden/Örtze ein Tante-Hanna-Dorfladen – doch sein kann. Und merken, dass ein einfaches Glas Rotwein dort ganz fantastisch sein kann. (Süddeutsche Zeitung)
  • Donnerstag, 05. Mai 2022 - 19:00
    Der Film „Die sichere Geburt – Wozu Hebammen?“ folgt der Spur der natürlichen Geburt. Er zeigt, wie komplex die Geburt ab dem Moment abläuft, ab dem das Kind das Signal gibt, geboren zu werden und durch was alles die Geburt gestört werden kann. Er zeigt, wie eine natürliche Geburt aus einer gesunden Schwangerschaft resultiert, wenn die Frau selbstbestimmt gebären kann und so wenig wie nötig eingegriffen wird. Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen wird der Film zeigen, dass wir Hebammen brauchen und zwar sehr viel mehr, als wir heute noch haben für Vorsorge, Geburtsvorbereitung, Geburtsbegleitung, Nachsorge und als Familienhebammen.
  • Mittwoch, 09. März 2022 - 19:30
    Berlin 1943/44. Zwischen Bombenkrieg und nationalsozialistischer Verfolgung erleben zwei junge Frauen ihre große Liebe. Für die eine, verheiratet, unpolitisch und Mutter von vier Kindern, wird diese verbotene Liebe zur entscheidenden Erfahrung ihres Lebens. Für ihre Freundin, eine unerschrockene extravagante Jüdin, die für eine Untergrund-Organisation arbeitet, ist es ein Spiel mit dem Feuer – aber auch ihre letzte Chance, dem mörderischen Regime ein erfülltes Stück Leben abzutrotzen. Der Film basiert auf Erica Fischers 1994 erschienener Erzählung „Aimée & Jaguar“, in der die Autorin die aufwühlenden Lebenserinnerungen der Berlinerin Lilly Wust verarbeitet hat. Ein außergewöhnliches Zeugnis einer großen Liebe in einer fürchterlichen Zeit.
  • Donnerstag, 10. Februar 2022 - 15:00
    Ein Junge leidet an Krebs und verweigert angesichts des bevorstehenden Todes den Kontakt mit Erwachsenen, bis eine seltsame Ex-Wrestlerin über ihn stolpert und sich eine symbiotische Freundschaft entwickelt. Ein magisch-realistischer Film über das Sterben eines Kindes, der der Unfähigkeit der Erwachsenen, sich der Unfassbarkeit des Todes zu stellen, die Welt der Kinder entgegen hält. Mal sehr emotional, mal humorvoll lässt er seine eindrücklich gespielten Figuren im Angesicht des bevorstehenden Endes das Leben neu lernen, wobei er auch eine religiöse Perspektive eröffnet. – Sehenswert ab 14.
  • Donnerstag, 09. Dezember 2021 - 19:00
    Der Dokumentarfilm "Tagebuch einer Biene" folgt dem Leben einer einzigen Biene, von Geburt an. Dank neuer Kamera-Makro-Technik gelingen spektakuläre Aufnahmen aus einem faszinierenden Mikro-Kosmos. ------------ Wir halten das Leben eines Insekts für kurz und unbedeutend. Was kann man schon in einem sechswöchigen Insektenleben erleben? Und sind Bienenvölker nicht der Inbegriff des Kollektivs – tausende tumbe Arbeitsbienen im Dienste einer Königin? Die neueste Wissenschaft allerdings zeichnet ein ganz anderes Bild: Bienenvölker sind nicht so homogen wie wir glauben, sondern voller unterschiedlicher Individuen mit sehr verschiedenen Aufgaben, Fähigkeiten und sogar Vorlieben. Auch unter Bienen gibt es mutige, feige und – ja – faule Exemplare. Und jede einzelne Biene stellt sich den Herausforderungen ihres Lebens – Hornissen bekämpfen, Blumen und den geeigneten Ort zum Nestbau finden. Dabei zeigen sie außerordentliche Intelligenz und soziale Fähigkeiten: Bienen helfen sich gegenseitig bei Gefahren und fliegen am liebsten in den gleichen Teams hinaus in die Welt. Aber wehe, sie werden vom Regen überrascht – ein einziger Regentropfen könnte tödlich sein… Ein Bienenleben mag nur sechs Wochen dauern, aber für die Bienen ist dies ein ganzes Leben.
  • Donnerstag, 25. November 2021 - 19:30
    Mit ihrem preisgekrönten Dokumentarfilm „Work Hard – Play Hard“ setzte die Regisseurin Carmen Losmann sich mit den Wirkungen des modernen Human Ressource Managements auseinander. Mit OECONOMIA, der auf der Berlinale 2020 seine Premiere feierte und von der Kritik hoch gelobt wurde, setzte sie ihre eindringlichen Recherchen zu den zerstörerischen Grundlagen unseres Wirtschaftssystems fort und öffnet den Blick jenseits der gängigen Erklärungsmuster und Dogmen auf den Nucleus eines hochexplosiven Systems: Der Schuldner als zentraler Akteur. – Ein Film von brennender Aktualität.
  • Donnerstag, 18. November 2021 - 19:30
    Ein Schweineleben: Viktor Kossakovsky richtet in seinem Dokumentarfilm den Blick auf die Kreatur, in hochästhetischem Schwarz-Weiß, mit langen Einstellungen und viel Empathie. Die Hauptrolle spielt eine Sau und ihr Wurf, es tauchen aber auch Hühner und Kühe auf. (Alexandra Seitz – EPD-Film, 5 von 5 Sternen)
  • Freitag, 29. Oktober 2021 - 17:30
    2020 erschüttert Corona das Weltgeschehen. Die Klima-Krise? Verdrängt aus dem öffentlichen Diskurs! Die jugendlichen Aktivist*innen von Fridays for Future sehen sich ihrer wirkungsvollsten Protestformen beraubt. Aber sie geben nicht klein bei. Unermüdlich forschen sie nach neuen Möglichkeiten, die Politiker*innen zum Umdenken zu bewegen. Doch von rechts hagelt es Anfeindungen und auch der innere psychische Druck ist immens. Regisseurin Kathrin Pitterling gelingt mit ihrem Dokumentarfilm ein spektakulärer Blick inside Fridays for Future und gewinnt das Vertrauen ihrer wunderbaren jungen Protagonist*innen und fängt sie in ihren wagemutigsten und verletzlichsten Momenten ein. --- Informative Langzeitbeobachtung der Berliner „Fridays for Future“-Sektion, die interessante Einblicke ins Innere der Klimaaktivisten eröffnet.
  • Dienstag, 05. Oktober 2021 - 19:00
    In ihrem Regiedebüt „Swimmingpool am Golan“ macht sich die 41-jährige Schauspielerin Esther Zimmering auf die Suche nach den Wurzeln ihrer Familie, deren unterschiedliche Zweige nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs an ganz unterschiedlichen Orten Blüten trieben. Zimmering gelingt es erstaunlich präzise, die kollektive Geschichte in Gestalt der Aufbau-Utopien von Israel wie der DDR sehr eng mit ihrer eigenen Entwicklung zu verbinden und die komplexe Familiengeschichte von 1933 bis in die Gegenwart nachzuzeichnen. (Wolfgang Hamdorf für den Filmdienst) ------------------------------ Eine persönliche Geschichte erzählt Esther Zimmering in »Swimmingpool am Golan«: So neugierig wie behutsam verfolgt sie die Spuren ihrer jüdischen Familie zwischen DDR und Israel, Sozialismus und Zionismus, und spürt dabei aber weit über das Familiäre hinausweisend den Verwerfungen des 20. Jahrhunderts nach. Dabei entdeckt sie in manchen Widersprüchen erstaunliche Gemeinsamkeiten. (Patrick Seyboth für epd-Film) ------------------- Esther, das ist doch ein jüdischer Name. Und außerdem bist du ne rote Socke.“ Drei Tage nach dem Mauerfall wurde die zwölfjährige Esther Zimmering in ihrer Identität erschüttert. Von da an wusste sie: Es gibt in der untergehenden DDR auch Nazis und nicht nur aufrechte Kämpfer für Fortschritt und Weltfrieden. Eine erste Irritation hatte sie schon vorher erlebt: Als ihr Vater ihr nicht sagen durfte, wo er arbeitete – er war Arzt bei der NVA der Nationalen Volksarmee. Fast 30 Jahre später erzählt Esther Zimmering, inzwischen eine bekannte Schauspielerin die Geschichte ihrer Kindheit und Familie in ihrer ersten Regiearbeit: „Swimmingpool auf dem Golan“. Es sind verschlungene Pfade der Erinnerung und Rekonstruktion, des Aufdeckens von Familiengeheimnissen, von Vergessenem und Verleugnetem: Die Geschichte von Juden in der DDR, von einer Berliner Familie, von der nur wenige vor 1939 den Weg ins rettende Exil nach England und Palästina schafften. Zimmering ist unbedingt persönlich. Fragende frische Filme. Und es ist die Leistung der Berliner Produzenten Nora Ehrmann und Paul Zischler und der Montage von Friedrike Anders, die Unmengen Archivmaterial und die mäandernden Suchbewegungen zusammenzuhalten und zu einem konzisen Film zu fügen. Es sind solche fragenden Filme und frischen Perspektiven, die den Reiz des Programms des Festivals Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken ausmachen – die Überschreitung der schieren Tatsachen in Richtung eines Schwebezustands zwischen Wirklichkeit und Phantasie. (Rüdiger Suchsland in der Berliner Zeitung)
  • Donnerstag, 30. September 2021 - 17:00
    Der Künstler Karl Schaper wurde vor allem bekannt durch seine überdimensionalen, holzgeschnitzten Briefe und die erdachte Korrespondenz mit toten und lebenden Persönlichkeiten aus Kultur, Politik oder Märchen. Für die Darstellung seiner Ideen hat er sich stets mit den verschiedensten künstlerischen Gestaltungsmitteln und Ausdrucksformen auseinandergesetzt. Schapers Kunst ist überwiegend gesellschaftskritisch und engagiert und doch war er kein politischer Künstler. In zahlreichen seiner Werke verbinden sich aktuelle Geschehnisse mit Themen aus Geschichte und Mythologie, so dass der Werkgedanke ins Universelle ausgeweitet wird. Schaper ist ein nachdenklicher, mahnender Chronist, der die Dinge ins Bild setzt und somit für die Nachwelt dokumentiert. Karl Schaper ist einer der eindrucksvollsten regionalen Künstler seiner Generation und dieses Filmprojekt ist eine Würdigung anlässlich seines 100jährigen Geburtstages. ====================================================================================================== Das Atelier in Apelnstedt, bei Wolfenbüttel, ist das Zentrum, das sich öffnet und den Maler, Bildhauer, Grafiker und Objektkünstler Karl Schaper wieder in seinen Werken sichtbar werden lässt. Der Film zeigt einen Überblick über das große Schaffen des fast vergessenen Künstlers, der in diesem Jahr 100 geworden wäre. Zeitzeugen erinnern an ihn, seine engagierte und gesellschaftskritische Kunst, gepaart mit seiner einmaligen Art, mit Witz und Ironie. Ein Künstler, der in seinen Werken den Bogen von der kleinen zur großen Welt, von Apelstedt bis zur Arche Noah zieht. Karl Schaper sagte über seine Kunst: "Meine Waffe ist der Spiegel, ist die Falle, ist das sentimentale Taschentuch der Vergangenheit. Alle Waffen sind gefährlich, auch für den, der sie anwendet."
  • Dienstag, 21. September 2021 - 19:30
    Filmische Aufbereitung der Recherche zur Biografie von Ernst Otto Karl Grassmé, den die Nationalsozialisten in den 1930er-Jahren als schizophren diagnostizieren und zwangssterilisieren ließen. Seiner Ermordung entging er, weil er sich in einer Moorlandschaft versteckte und dort das Dritte Reich überlegte. Doch auch in der Nachkriegszeit blieb ihm eine Wiedergutmachung verwehrt. Durch den assoziativen Umgang mit Bild und Ton gelingt eine formal hochinteressante Mischung aus Porträt, Historie, Alltags- und Kulturgeschichte. – Ab 14.
  •   Donnerstag, 19. August 2021 - 15:00 bis - 16:40
    Die ehrgeizige Tochter des Teufels will endlich die in der Hölle erlernte Theorie in die Praxis umsetzen und wird von ihrem Vater ins Umfeld einer Öko-Familie auf dem Land versetzt, wo sie die brave Tochter zu Missetaten anstiften soll. Dabei gerät die Nachwuchsteufelin selbst bald in emotionale Nöte, als sie sich in den Schulrebellen verliebt und das mit aller Macht zu unterdrücken versucht. Eine trefflich besetzte, mit authentisch-altersgerechten Dialogen glänzende Teenie-Komödie, die trotz ihrer Konzepthaftigkeit als charmante Abwandlung des Mephisto-Motivs in Bann zu ziehen versteht. – FSK: ab 6 - pädagogische Empfehlung des Filmdienst: ab 12 Kathrin Häger für den Filmdienst
  • Dienstag, 03. August 2021 - 15:00
    Ein britisches Mädchen wird nach dem Tod ihrer Eltern 1947 aus Indien auf das düstere Landgut ihres Onkels in England geschickt. Da sich niemand für sie interessiert, erkundet sie das große Anwesen, schließt Freundschaft mit ihrem kranken Cousin und entdeckt einen geheimen Garten voller Farbenpracht und magischer Pflanzen. Beeindruckende, werkgetreue Neuverfilmung des gleichnamigen Kinderbuchs, die der Faszination der Vorlage nachspürt und den Garten als grenzenlose Welt gestaltet, in der sich stetig alles zu verändern scheint.
  • Dienstag, 20. Juli 2021 - 19:30
    „Vorzeit" mit dem Untertitel „Eloge auf Griechenland" ist der erste Film der geplanten „Griechenland Saga" des in Celle geborenen und aufgewachsenen Filmregisseurs Harald Bergmann. Ursprünglich sollte es darin um die Frühzeit des Landes und die Hochkultur der Minoer gehen; vor Ort entschied sich der Filmemacher jedoch, den Blick auf das gegenwärtige, krisengebeutelte Griechenland zu weiten.
  • Dienstag, 06. Oktober 2020 - 15:30
    Die Geschichte eines alten Ganoven im ländlichen Texas der 1980er-Jahre, der nonchalant und nicht ohne Mitgefühl für seine Opfer Banken ausraubt und 17 Mal aus Gefängnissen ausgebrochen ist. In seinem angeblich letzten Film entwirft der US-Schauspieler Robert Redford das facettenreiche Porträt eines charismatischen Gauners, dem sogar die von ihm Bestohlenen zugestehen, dass er immer ein Gentleman gewesen sein. Ein zwischen hintersinniger Komik und lyrisch akzentuiertem Realismus schwebendes Alterswerk, das sehr gelungen den Redford-Mythos vom Sundance Kid in einer seinem Alter und der Zeit angepassten Form wiederbelebt. (von Franz Everschor – Filmdienst) –––––––––––––––––––––––––––– Eine Geschichte, die man nicht erfinden könnte. Tatsächlich ist sie in den Achtzigerjahren ungefähr so auch passiert: Forrest Tucker (Robert Redford) ist ein Bankräuber, und nicht einmal, als er sich in Jewel (Sissy Spacek) verliebt, kann er den Kreislauf seines Lebens durchbrechen - Banken ausrauben, geschnappt werden, aus dem Knast ausbrechen. David Lowerys leise, nostalgische Komödie lebt vom charmanten, minimalistischen Spiel Robert Redfords, der schon angekündigt hat, dies werde sein sein letzter Auftritt auf der Leinwand sein. (von Susan Vahabzadeh – Süddeutsche Zeitung)
  • Dienstag, 01. September 2020 - 15:30
    Ost-Berlin, im Jahr 1989. Die junge, schwangere Anne ist fest entschlossen, durch einen Trick illegal, aber trotzdem ganz "offiziell" aus der DDR auszureisen: Ein gefälschter West-Pass soll ihr das Tor in die Bundesrepublik öffnen. Zu diesem Zweck reist sie mit ihrem rebellischen Freund August zur Montagsdemonstration nach Leipzig – sehr zum Unmut ihres Vaters Otto, seines Zeichens ein berühmter DDR-Staatsschauspieler. Als Otto erfährt, dass dieses Mal Soldaten mit Gewalt gegen die Proteste vorgehen sollen, will er das Schlimmste verhindern. Da er ein begnadeter Erich-Honecker-Imitator ist, verkleidet er sich kurz entschlossen als Regierungschef Honecker und will ins Zentralkomitee spazieren, um den Schießbefehl zurückzunehmen. Aber es kommt anders: Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände landet er in Wandlitz bei Margot Honecker. Zwar gelingt es ihm, mit seiner Maskerade sogar die Honecker-Gattin zu täuschen, allerdings muss er nun schleunigst einen Weg finden, um aus der Sache wieder herauszukommen.
  •   Mittwoch, 11. März 2020 - 20:00 bis - 22:00
    Ort: Nordwall 46, 29221 Celle, Deutschland Kategorien: Jan/Tine, Kooperation, oeffentliche Veranstaltung, Archiv, Kunst & Buehne, Cinespanol, Musik, 2020
    Jan und Tine von unserem CinEspanol, beide waren mehrmals für längere Zeit in Argentinien, organisieren einen Gastauftritt der Band "A Love Electric" (ALE) in KUNST & BÜHNE.
  • Montag, 09. März 2020 - 19:30
    Links, rechts, militant, staatszerstörend, chaotisch – das Bild der „Gilets jaunes“ in der Presse ist diffus, aber oft negativ. Jeder stellt die „Gelbwesten“ in eine andere Ecke. Die Verwirrung ist groß. Aber niemand kann die Geschichte glaubhafter erzählen als die Aktivist*innen selbst. Jetzt gibt es Gelegenheit, den Film zu sehen, in dem sich die Gelbwesten selbst portraitieren. Ein Film, der bereits über 175.000 Zuschauer in Frankreich durch seine Menschlichkeit, Genauigkeit und Sensibilität begeistert hat! "J'veux du soleil" (dt: 'Ich möchte in der Sonne stehen') Dokumentarfilm von Francois Ruffin über die französischen Gelbwesten.
  • Dienstag, 03. März 2020 - 15:30
    Das Musical des 31-jährigen Regisseurs Damien Chazelle mit dem selbstironischen Bezug "La La Land" im Titel gewann 241 Filmpreise und wurde für 276 weitere nominiert. Bei der "Golden Globe"-Verleihung 2017 brach "La La Land" mit 7 Golden Globes den bisherigen Rekord von "Einer flog über das Kuckucksnest" (1976 - 6 Golden Globes).
  • Dienstag, 25. Februar 2020 - 19:30
    Ort: Hannoversche Straße 30E, 29221 Celle, Deutschland (nicht Postanschrift!) Kategorien: Eintritt frei, Kooperation, oeffentliche Veranstaltung, Archiv, Rosa-Luxemburg-Club Celle, Vortrag, Diskussion, 2020
    BlackRock, Vanguard und State Street – allein die drei größten Finanzkonzerne verwalten Finanzvermögen im Wert von 15 Billionen US-Dollar (Das sind rund 2.000 US-Dollar pro Kopf der Weltbevölkerung – vom Neugeborenen in Ruanda bis zur Greisin in Japan.). Mit Anteilen an fast allen großen Unternehmen und dem Kapital für politisches Lobbying über Partei- und Ländergrenzen hinweg haben sie eine bisher ungekannte Machtfülle. Jens Berger (NachDenkSeiten) hat ein neues Buch geschrieben und fragt: Welche Folgen hat es, wenn ganze Industrien von wenigen Finanzinstituten dominiert werden? Bringt die Finanzlobby unser ohnehin schon kaputtgespartes Rentensystem zum Kollaps? Welche Rolle spielen BlackRock-Gründer Larry Fink und sein deutscher Chef-Lobbyist Friedrich Merz? Berger wirft ein Schlaglicht auf die heimliche Herrschaft der Finanzeliten und ihre beflissenen Gehilfen in Wirtschaft und Politik – und er zeigt, was jetzt getan werden muss, um das Schlimmste vielleicht noch zu verhindern.
  • Dienstag, 04. Februar 2020 - 15:30
    Eigener Text Kino achteinhalb: Der gebürtige Engländer Stan Laurel (1895 – 1965) und der US-Amerikaner Oliver Hardy (1892 – 1957) bildeten in den dreißiger Jahren das beliebteste Komiker-Duo der Welt. Ihren letzten Film drehten sie 1951 – ihren vorletzten 1945. Sechzig Jahre alt und weitestgehend in Vergessenheit geraten begeben sie sich 1953 auf eine strapaziöse, achtmonatige Tour durch Großbritannien, in der sie ihre Sketche live auf der Bühne spielen und versuchen, an alte Erfolge anzuknüpfen. Zu Beginn ihrer Tour kreuz und quer durchs Land sind die Zuschauerräume enttäuschend leer. Doch nach einigen Wochen beginnt der Funke auf ihr Publikum überzuspringen. Es gelingt ihnen durch den Charme und die Brillanz ihrer Aufführungen, alte Fans zurückzugewinnen und neue zu begeistern: Die Tour wird zu einem Riesenerfolg vor ausverkauften Sälen in den renommiertesten Theatern des Landes. Doch gesundheitliche Probleme und jahrelang unausgesprochene Kränkungen belasten den weiteren Verlauf der Tour. – Ein im besten Sinne anrührender Film, der einem die besondere Komik des Duos nahebringt und in dem Steve Coogan und John C. Reilly als Stan & Ollie brillieren. ––––––– Manch einer verwechselt den Humor von Stan & Ollie mit Slapstick. Zu Beginn des Stummfilms betätigten sich viele Leinwandkomiker im Slapstick. Dort wurde eine brachiale, körperbetonte (Prügeleien, Verfolgungsjagden, Tortenschlachten) aber auch anarchistische Komik zelebriert – wobei nicht wenige Lacher aus Schadenfreude resultierten. Dieser körperbetonte Humor war aber nicht der von Stan & Ollie. Klassisch für Laurel & Hardy ist z. B. "Wie du mir, so ich dir": Das im Original "Tit for tat" genannte Stilmittel wird immer wieder neu variiert, indem die beiden sich gegenseitig Schaden zufügen und dieses jeweils mit einer stoischen Fassung über sich ergehen lassen, bevor sie zum Gegenschlag ausholen. ––––––– Die meisten kennen "Stan & Ollie" sicherlich als "Dick & Doof": 1973 bis 1986 lief im ZDF "Väter der Klamotte" und von 1975 bis 1979 "Männer ohne Nerven". In beiden Formaten wurden Kurzfilme aus dem Genre Slapstick präsentiert – das Ganze lebte vor allem von den eingesprochenen Kommentaren des großartigen Kabarettisten Hans Dieter Hüsch. Dort wurden die beiden als "Dick & Doof" präsentiert. –––– In dem Zusammenhang möchten wir an ein weiteres Komikerduo erinnern, das zu dieser Zeit auch seinen festen Sendeplatz im ZDF hatte und ebenfalls von Hans Dieter Hüsch kommentiert wurde: die beiden Dänen Pat & Patachon. Pat (Carl Schenenstrom) und Patachon (Harald Madsen) waren zwischen 1921 und 1940 Europas beliebtestes Komikerpaar. Regisseur Lau Lauritzen schuf das Duo nach dem Vorbild „Don Quichotte und Sancho Pansa“. - 19/73.669
  • Am Sonntag, 25. August 2019
    Das Kino achteinhalb zeigt im Rahmen des Sommerfests 20 Jahre CD-Kaserne von 11 Uhr bis 17 Uhr Kurzfilme für Kinder und Junggebliebene im achteinhalb.
  • Donnerstag, 01. August 2019 - 15:00
    Fortsetzung des Animationsfilms „Ralph reicht's“, in der die Welt der digitalen Figuren durcheinandergewirbelt wird, als der Betreiber der Spielhalle einen Internetzugang einrichtet. Auf ihrer Erkundungstour durch das Netz erkennt die Rennfahrerin Vanellope, wie sehr sie sich nach mehr Freiheit sehnt, während ihr Freund Randale-Ralph die altvertrauten Strukturen seines bisherigen Lebens schätzt und braucht. Die humorvolle Auseinandersetzung mit Mechanismen der Online-Welt verwandelt sich darüber zu einer berührend-klugen Geschichte über Freundschaft und wie viel Nähe und Übereinstimmung sie braucht. – FSK ab 6 Jahre – pädgogische Empfehlung des Filmdienst: ab 12 Jahre
  • Dienstag, 23. Juli 2019 - 15:00
    Die ehrgeizige Tochter des Teufels will endlich die in der Hölle erlernte Theorie in die Praxis umsetzen und wird von ihrem Vater ins Umfeld einer Öko-Familie auf dem Land versetzt, wo sie die brave Tochter zu Missetaten anstiften soll. Dabei gerät die Nachwuchsteufelin selbst bald in emotionale Nöte, als sie sich in den Schulrebellen verliebt und das mit aller Macht zu unterdrücken versucht. Eine trefflich besetzte, mit authentisch-altersgerechten Dialogen glänzende Teenie-Komödie, die trotz ihrer Konzepthaftigkeit als charmante Abwandlung des Mephisto-Motivs in Bann zu ziehen versteht. – FSK: ab 6 - pädagogische Empfehlung des Filmdienst: ab 12 Kathrin Häger für den Filmdienst
  • Dienstag, 05. Februar 2019 - 15:30
    Ein Vampir sucht 1932 in Wien die Praxis von Sigmund Freud auf, da er seines Daseins und seine 500 Jahre währende Ehe müde ist. Aus dem Zusammenprall zwischen „normaler“ Welt und Vampirwelt schlägt die Komödie wunderbar absurde Funken. Die stimmige Kombination von Psychoanalyse und Vampirismus entfaltet ein illustres Spiel um Identitäten und Projektionen und erzählt mit rasantem Wortwitz und raffinierten Wendungen eine gelungene Screwball-Comedy. Die Freunde der Sesamstraße werden unschwer erkennen, auf welche Art und Weise dieser Film von Graf Zahl inspiriert worden ist. Der ebenso kluge wie komische Film glänzt neben durchweg guten Schauspielerleistungen vor allem durch die selbstironische Performance Tobias Morettis.
  • Dienstag, 04. Dezember 2018 - 15:30
    Ein alternder Komponist hat sich mit seiner Tochter und seinem besten Freund in einen Schweizer Wellness-Tempel zurückgezogen. Als er vor der englischen Königin sein berühmtestes Stück dirigieren soll, weigert er sich, auf die Bühne zurückzukehren. In opulenten Bildern fächert der multiperspektivisch erzählte Film die Handlung in erlesenen Schlaglichtern auf das Altern und die Akzeptanz des Vergänglichen auf. In die Schaffens-, Beziehungs- und Lebenskrisen mischen sich irrwitzige (Alb-)Träume und zutiefst menschliche Realitäten, wobei der szenisch mäandernde, barock ausladende Erzählbogen stets souverän die Balance zwischen Genialität, Genie und Kitsch wahrt.
  • Dienstag, 06. November 2018 - 19:00
    Drei Geschwister, die im Nordirak geboren und in Stuttgart aufgewachsen sind, rauschen durch Kurdistan; auf der Ladefläche: der geklaute Sarg ihrer Mutter. Der wollen sie den letzten Willen erfüllen und sie im Heimatdorf neben dem Vater begraben. Auf der Odyssee durch die archaische Landschaft sickert aus den alten Wunden der Entwurzelung der Stoff für das emotionale Breitwandpanorama einer deutsch-kurdischen Identitätssuche. Regisseurin Soleen Yusef findet dafür poetische Zwischenzustände: zwischen feinem Humor und schmerzender Vergangenheit, Art-House-Totalen und kurdischem Heimatfilm. (von Annett Scheffel in der Süddeutschen Zeitung)
  • Dienstag, 02. Oktober 2018 - 15:30
    Der Cellist eines seit 25 Jahren bestehenden Streichquartetts erkrankt an Parkinson und kündigt seinen Rücktritt an, was eine Kettenreaktion unter den Kollegen in Gang setzt, in der alte Konflikte, Lebensthemen und verdrängte Sehnsüchte aufbrechen. Klug austariertes und ergreifendes Drama, dessen ruhige Inszenierung den Schauspielern Raum lässt, um ihren Figuren Tiefe und Charakter zu geben.
  • Montag, 16. Juli 2018 - 16:15
    Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Wolfgang Herrndorf: Der 14-jährige Maik verbringt die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa, während die Mutter in der Entzugsklinik und der Vater mit seiner Assistentin auf "Geschäftsreise" ist. Bei seinen Mitschülern gilt Maik als Langweiler und Außenseiter. Auch sein aus Russland stammender Mitschüler Tschick ist aufgrund seiner ärmlichen Wohnverhältnisse in Berlin-Marzahn in der Schule ein Außenseiter. Die beiden ungleichen Außenseiter freunden sich an. Tschick überredet Maik, in einem gestohlenen Lada zu seinem Großvater in die Walachei zu fahren. Damit beginnt eine abenteuerliche Odyssee quer durch Ostdeutschland. Unterwegs lernen sie die gleichaltrige Isa kennen, die sich den beiden anschließt. So geht die ungewöhnliche Reise zu dritt weiter. (15.10.)
  • Dienstag, 05. Juni 2018 - 18:01
    18:15 Uhr: "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt", 1971. --- 20:00 Uhr: "Überleben in Neukölln", 2017. --------------- "ANDERE FILME" - Filmabend im Kino achteinhalb in Kooperation mit der RWLE Möller Stiftung und dem Bomann-Museum Celle ------------------------------ Mach Dein Schwulsein öffentlich!“, so der Slogan der Schwulenbewegung der Siebziger- und Achtzigerjahre. Wesentlicher Motor war der 1971 auf der Berlinale uraufgeführte Film "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" von Rosa von Praunheim. RWLE Möller lernte den Regisseur 1973 in Berlin kennen. Dieser Filmabend im Rahmen der Ausstellung RWLE Möller — Künstler 1952—2001 bettet die homosexuellen Sujets Möllers, die einen nicht unerheblichen Anteil seiner Bilderwelten ausmachen, anhand von zwei zentralen Werken des queeren Kinos in ihren historischen (1971) und den aktuellen (2017) Kontext ein. Der Eintritt für beide Filme kostet 5 Euro.
  • Dienstag, 08. Mai 2018 - 15:30
    Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 wollen die beiden Töchter des britischen Königs an den Siegesfeiern teilnehmen. Als die Prinzessinnen Elizabeth und Margaret ihren Aufpassern entwischen und getrennt werden, beginnt eine Odyssee durch die Londoner Nacht, bei der Elizabeth zarte Bande mit einem jungen Soldaten knüpft. Furiose, einfallsreiche Screwball-Komödie, die auf höchst amüsante Weise ein „Was wäre wenn“-Szenario mit der britischen Königsfamilie entfaltet. Vor allem dank der fulminanten Hauptdarstellerin verbinden sich mit bemerkenswerter Leichtigkeit märchenhafte und realistische Elemente.
  • Dienstag, 03. April 2018 - 15:30
    Eine alte Frau sucht ein halbes Jahrhundert, nachdem ihr in einem irischen Kloster ihr uneheliches Baby weggenommen wurde, gemeinsam mit einem zynischen Journalisten ihren Sohn. Das nach einer historischen Begebenheit inszenierte Drama ist eine ergreifende Mischung aus komischem Road Movie, detektivischer Recherche und wütender Anklage. Geschickt balanciert die Inszenierung die unterschiedlichen Töne aus, wobei die Komik des Films aus der Gegensätzlichkeit der Hauptfiguren resultiert, die sich mit lakonischen Dialogen bekämpfen und so das gelegentliche Pathos auffangen.
  • Dienstag, 06. Februar 2018 - 15:30
    Emma (Jördis Triebel) lebt als einsame Schweinezüchterin auf dem runtergewirtschafteten Hof ihrer Vorfahren. Sie schlachtet ihre Tiere auf ganz eigene Art: Bis zum letzten Moment behandelt sie sie liebevoll, der finale Schnitt hat etwas Zärtliches. Den fehlenden Mann ersetzt sie durch den herrlich vibrierenden Sattel ihres alten Mofas. Aber die Sehnsucht bleibt. Max (Jürgen Vogel) ist ein neurotischer Vegetarier und Ordnungsliebhaber, der niemals etwas Unüberlegtes tut. Bis er erfährt, dass er tödlich an Krebs erkrankt ist. In einer Kurzschlussreaktion klaut er seinem Freund und Arbeitgeber Hans einen Ferrari und viel Geld. Von Hans gejagt, findet Max` Flucht aus seinem alten Leben ein jähes Ende - und zwar just auf Emmas Hof, auf dem der Ferrari nach einer wilden Verfolgungsjagd zerschellt. Emma ist entzückt: Sie versteckt den bewusstlosen, aber appetitlichen Mann in ihrem Bett und das Geld im Stall. Als Max erwacht, erschrickt er vor dem schmutzigen Hof und der starken Frau. Erst allmählich ergibt er sich Emmas Werben und erkennt, dass er sein persönliches Paradies gefunden hat. Gemeinsam können sie sogar den aufgebrachten Hans beschwichtigen - doch ihr Glück ist kurz und Max` Ende unausweichlich. Schließlich macht er es den Schweinen nach und vertraut sich Emmas zarten Künsten an...
  • Dienstag, 16. Januar 2018 - 15:30
    Eine junge Französin bewirbt sich in den 1950er-Jahre als Sekretärin und wird dabei als Schnellschreib-Talent erkannt. Ihr neuer Chef macht es sich zur Aufgabe, sie darin zu trainieren. Ein charmanter Film, der das schlichte Handlungsmuster "Sekretärin und Chef verlieben sich" aufgreift und Sportfilm-Anleihen um Coaching und Aufstieg komödiantisch auf das Feld des Tippens überträgt. Da es dabei auch um die Veränderung von Rollenbildern geht, besitzt der Film einiges an erzählerischer Substanz, auch wenn er diese nur beschwingt anreißt, anstatt sie in ihrer Komplexität auszuloten.
  • Dienstag, 05. Dezember 2017 - 19:30
    Überzeugender Dokumentarfilm über zwei albanische Familien, die 2016 zwangsweise nach Albanien abgeschoben wurden. Er beschreibt die staatlich organisierte Sammelabschiebung inklusive Vorbereitung und Durchführung und besucht schließlich die Abgeschobenen in Albanien. Obwohl alle beteiligten Seiten zu Wort kommen und die unterschiedlichen Ansichten relativ sachlich nebeneinandergestellt werden, tritt die Unmenschlichkeit der Abschiebepraxis deutlich zu Tage. Eine fundierte, ebenso nüchterne wie aufwühlende Kritik am deutschen Asylrecht und seiner Abschiebepraxis. - Sehenswert ab 14.
  • Dienstag, 05. Dezember 2017 - 15:30
    Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrt eine Holländerin mit ihrer Tochter in ihr Heimatdorf zurück, um nach dem Tod ihrer Mutter den Hof zu bewirtschaften. Als sie ein halbes Jahrhundert später ihr Ende nahen fühlt, läßt sie wichtige Ereignisse ihres bewegten Lebens Revue passieren. Kraftvolle, vitale Familiensaga über vier Generationen, die Geschichte einer unabhängigen Frauendynastie, mythische Utopie und provozierendes Gegenbild in einem. Durch den märchenhaft-erzählerischen Charakter werden wichtige Grundanliegen der Emanzipationsbewegung anschaulich ins Gedächtnis gerufen. - Sehenswert ab 12.
  • Dienstag, 07. November 2017 - 15:30
    Zwei verfeindete Brüder erben den Schrottplatz ihres Vaters, der kurz vor dem Ruin steht. Der erfolgreichere von ihnen will das Anwesen sogleich verkaufen, stößt dann aber auf einen durchtriebenen Plan des verstorbenen Patriarchen, mit dem sich alle Probleme in Luft auflösen würden. Die warmherzige Gaunerkomödie lebt von kontrastreich entworfenen Figuren, lakonischen Sprüchen und zwei herausragenden Darstellern, die zu typengerechten Höchstleistungen auflaufen. Bis auf einige genüsslich zelebrierte Schlägereien kommt der sympathische Debütfilm mit wenig Gewalt aus und glänzt als Hommage auf den heroischen Kampf bedrängter „Underdogs“. - Sehenswert ab 16.
  • Mittwoch, 11. Oktober 2017 - 15:30
    Ein Angestellter des Londoner Sozialamtes widmet sich hingebungsvoll seiner Aufgabe, Angehörige und Bekannte von Menschen aufzuspüren, die einsam gestorben sind. Er schreibt einfühlsame Reden, organisiert die Beerdigung und kümmert sich um die letzten Dinge. Doch dann wird seine Abteilung aufgelöst und er verliert seinen Job. Ein letzter Fall bleibt ihm noch, in den er sich mit aller Energie stürzt. Doch je mehr er den Spuren des fremden Lebens folgt, desto mehr Distanz bekommt er zu einem eigenen. Eine liebevolle, hervorragend gespielte Komödie, die dem ernsten Thema gesellschaftlicher Vereinsamung mit britischem Humor, vor allem aber mit großer Einfühlsamkeit begegnet. Sehenswert ab 14.
  • Dienstag, 05. September 2017 - 15:30
    Nach dem Tod ihres Ehemanns zieht die Großmutter auf Betreiben ihrer Familie ins Altersheim. Da es ihr dort nicht gefällt, nimmt sie Reißaus und macht sich auf den Weg in die Normandie, wo sie geboren wurde. Eine Postkarte führt ihren Enkel, einen unentschlossenen Studenten, auf ihre Spur. Leise, melancholische Komödie mit einigen absurden Zwischenspielen, die trotz der anklingenden Themen um Alter, Einsamkeit und Sinnkrisen positiv auf das Leben schaut und für einen unangestrengten Generationenvertrag plädiert.
  • Dienstag, 06. Juni 2017 - 15:30
    Ein Dorfbewohner aus Algerien möchte mit seiner Lieblingskuh an der Landwirtschaftsmesse in Paris teilnehmen. Da sein Vermögen aber nur für die Überfahrt reicht, müssen er und das Tier die Strecke von Marseille bis in die Hauptstadt zu Fuß bewältigen. Das liebenswerte Road Movie bietet reichlich Anlass für abenteuerliche Wendungen, wobei das ungleiche Duo fast nur auf nette, hilfsbereite Menschen trifft. Am gemächlichen Duktus des routiniert inszenierten Wohlfühlfilms ändert auch die Countdown-Dramaturgie im letzten Drittel kaum etwas.
  • Dienstag, 02. Mai 2017 - 15:30
    Eine New Yorker Autorin wird nach 20 Jahren Ehe von ihrem Mann verlassen und stürzt in eine seelische Krise. Um sich zu fangen, nimmt die aufbrausende Frau Fahrunterricht bei einem sanftmütigen indischen Einwanderer, wobei sich beide aneinander reiben, auf Dauer aber dezent Gefallen aneinander finden. Eine unaufgeregte Emanzipationsgeschichte als entspanntes, wohltuend flüchtig entwickeltes Unterhaltungsdrama, das durch seine zurückhaltende, fast kontemplative Inszenierung überzeugt.
  • Donnerstag, 27. April 2017 - 19:30
    Dokumentarfilm über Initiativen, die jetzt schon weltweit nachhaltiges Wirtschaften und Leben verwirklichen und damit die Möglichkeit eines Wandels vormachen, mit dem sich prognostizierte Krisenszenarien abwenden lassen. Er überzeugt nicht nur durch den informativen Überblick über vielfältige Projekte, sondern auch durch seine Form: Die Filmemacher legen ihr Hoffnungsszenario als mitreißendes, mit einem bemerkenswerten Soundtrack unterlegtes „Road Movie“ an und schaffen es, dass sich die Neugier, mit der sie auf ihrer Reise auf verschiedene Protagonisten und deren Initiativen zugehen, auf die Zuschauer überträgt. Finanziert durch eine erfolgreiche französische Crowdfunding-Kampagne, wurde er in Frankreich mit dem "César" ausgezeichnet.
  • Donnerstag, 20. April 2017 - 19:30
    Als Experte zu Gast ist Claus Stahl vom „Allgemeinen deutschen Fahrrad-Club“ (ADFC).
  • Dienstag, 04. April 2017 - 15:30
    Eine verwitwete Französin führt mit wenig Erfolg den provençalischen Birnen- und Lavendelhof ihres verstorbenen Ehemanns weiter. Als sie einen eigenbrötlerischen Mann mit dem Auto anfährt, wendet sich ihr Schicksal, denn der am Asperger-Syndrom leidende Computerfreak entpuppt sich als Gegengewicht zu ihrer ungebändigten Emotionalität. Die sommerwarme Komödie plädiert mit unterhaltsamen Dialogen und französischem Landhaus-Flair für Toleranz und Verständnis gegenüber Menschen, die „anders“ sind.
  • Montag, 20. März 2017 - 19:00
    Regisseurin Sophia Bösch ist an diesem Abend zu Besuch im Kino achteinhalb. ---------------------------------------------------------- Omnibusfilm mit elf Beiträgen von Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar und der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, die auf die Ereignisse im Herbst 2015 reagieren, als rund 900.000 Flüchtlinge Zuflucht in Deutschland suchten. Die dokumentarischen, betont skizzenhaften Kurzfilme beschäftigten sich mit Flüchtlingsunterkünften, blicken auf die Außengrenzen Europas oder verknüpfen essayistisch deutsche Geschichte und Gegenwart, Familienbiografie und Flüchtlingsströme miteinander. Zwar greifen sie keine neuen Gedanken, Diskurse oder Bilder auf, ermöglichen es aber, Flucht und Migration aus einer anderen (Kamera-)Perspektive wahrzunehmen. - Sehenswert ab 14.
  •   Sonnabend, 18. März 2017 - 20:00 bis Sonnabend, 18. März 2017 - 22:00
    Nach zwei ausverkauften Veranstaltungen im März und Juni 2015 gibt es heute ein drittes und letztes Mal Kerstin Wittstamm in HALLE 19 in "Emmas Glück" zu sehen.
  • Donnerstag, 09. März 2017 - 19:30
    Beyond the red lines (Jenseits der roten Linien) ist die Geschichte einer wachsenden Bewegung, die „Es reicht! Ende Gelände!“ sagt, zivilen Ungehorsam leistet und die Transformation hin zu einer klimagerechten Gesellschaft selber in die Hand nimmt.
  • Dienstag, 07. März 2017 - 15:30
    Nach einem Hörsturz, einer Gallenblasen-Operation und einem eingebildeten Herzinfarkt wird dem Entertainer Hape Kerkeling unmissverständlich klar, dass es so nicht weiter geht. Er nimmt sich ein halbes Jahr Auszeit und macht sich auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela und auf die Suche nach... ja, nach was eigentlich? Nach Gott? Der Wahrheit? Sich selbst?
  • Montag, 06. März 2017 - 19:00
    Das Fotomodell Valentine (Irène Jacob), dessen Gesicht in riesiger Vergrößerung auf einem roten Plakat von jeder Anzeigetafel in Genf prangt, fährt den Hund eines pensionierten Richters (Jean-Louis Trintignant) an. Zwischen Valentine und dem zynischen Ex-Richter, der heimlich mit elektronischen Überwachungsgeräten die Gespräche seiner Nachbarn belauscht, wird Valentine Zeugin der geheimen Leben derer, die wir zu kennen glauben. - Drei Farben: Rot ist der letzte Spielfilm des polnischen Regisseurs Krzysztof Kieślowski aus dem Jahr 1994 und letzter Teil einer Trilogie über die drei Farben der französischen Flagge, die symbolisch für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit stehen.
  • Donnerstag, 23. Februar 2017 - 19:00
    687 Bewerber, zehn Plätze, neun Prüfer, zehn Tage Zeit. Jahr für Jahr ist die Aufnahmeprüfung an der Staatlichen Schauspielschule Hannover nicht nur eine besondere Herausforderung für die Bewerber, sondern auch eine Belastungsprobe für das Kollegium. Denn die Suche nach den größten Talenten wird von den Prüfern mindestens ebenso engagiert geführt, wie der Kampf der Bewerber um einen der raren Plätze. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Diesen Film zeigen wir in Kooperation mit dem Schlosstheater. Alexandra Ostapenko und Maurizio Micksch vom Ensemble des Schlosstheaters, die beide in Hannover Schauspiel studiert haben, sind an diesem Abend zu Gast, steuern ihre Erfahrungen bei und beantworten Fragen.
  • Mittwoch, 22. Februar 2017 - 19:00
    Dokumentarfilm über den ungewöhnlichen Lebensweg des Rabbiners William Wolff. Im Alter von sechs Jahren flüchtete er mit seinen Eltern vor den Nazis aus Deutschland, zunächst nach Amsterdam und 1939 weiter nach London. Dort begann Wolff schließlich als Journalist bei dem Boulevardblatt Daily Mirror zu arbeiten. Im Jahr 1979 gelangte Wolff an einen Wendepunkt in seinem Leben: Er quittierte seinen Beruf als Journalist und wurde ein Geistlicher. Zurück in Deutschland berief man ihn im Jahr 2002 in das Amt des Landesrabbiners von Mecklenburg-Vorpommern. In dieser Funktion setzte er sich für den interreligiösen Dialog ein, stets unter der Maxime, dass das Leben vor allem Spaß machen muss. Im Jahr 2014 ging der inzwischen 88-jährige Rabbi Wolff zwar in den Ruhestand. Aber für den höchst agilen Mann bedeutete dies keineswegs, sich zur Ruhe zu setzen. ---- In Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle.
  • Dienstag, 07. Februar 2017 - 15:30
    Stefan Zweig war zu seiner Zeit ein Starautor und gemeinsam mit Thomas Mann der meistübersetzte deutschsprachige Schriftsteller. Bereits 1934 verließ Zweig seine Heimat Österreich, um ins Exil zu gehen aus dem er nicht zurückkehrte. In ihrem ebenso stringenten wie sinnlich-opulenten Film zeigt Maria Schrader den weltberühmten Autor in sechs Episoden seines Lebens – von seinem ersten Aufenthalt in Brasilien und der Teilnahme am P.E.N.-Kongress in Buenos Aires 1936 über den Besuch New Yorks und seiner ersten Frau Friderike im Jahr 1941 bis zu seinem Tod 1942 in Petrópolis. Auf seinen Reisen wird der Exilant von vielen Seiten bedrängt, die Barbarei des Nazi-Regimes öffentlich zu verurteilen, was den überzeugten Pazifisten in einen Konflikt stürzt: Weder will er sich für einen Krieg aussprechen noch hält er eine Widerstandsgeste ohne persönliches Risiko für sinnvoll.
  • Donnerstag, 12. Januar 2017 - 19:30
    Nominiert für den Oscar 2017 als bester Dokumentarfilm. ------------------- Der Italiener Gianfranco Rosi wurde für sein Werk „Seefeuer“ mit dem Preis für den besten europäischen Dokumentarfilm ausgezeichnet. Rosis erschütternder Film über das Flüchtlingssterben im Mittelmeer hat in diesem Februar bereits den Goldenen Bären der Internationalen Filmfestspiele Berlin gewonnen. --------------------- Ein Jahr lang beobachtete Regisseur Gianfranco Rosi Leben und Alltag auf Lampedusa, der „Insel der Hoffnung“, die zur Anlaufstelle unzähliger Flüchtlinge wurde. Der bewegende Dokumentarfilm überzeugte auf der diesjährigen Berlinale Publikum wie Kritiker und gewann den Goldenen Bären als Bester Film. Jury-Präsidentin Meryl Streep bezeichnete "Seefeuer" als "das Herzstück der Berlinale".
  • Montag, 09. Januar 2017 - 19:00
    Sechs Angehörige der High Society planen ein Abendessen gehobener Klasse in elitärem Kreis. Doch das stilvolle Dinner muss aufgrund verschiedener Missverständnisse und Pannen dauernd verschoben werden. Ob die Gäste den Termin vergessen haben, ein toter Restaurantbesitzer im Nachbarzimmer den Appetit verdirbt, die Gastgeber über ihren Sextrieb das Menü vernachlässigen oder das Militär einmarschiert – das elegante Mahl scheint einfach nicht zustande zu kommen … Luis Buñuels grandiose, Oscar®-prämierte Satire über ein genusssüchtiges Großbürgertum, das an sinnlosen Ritualen und Etiketten festhält, stellt seinen Spott an dieser sozialen Schicht, welche sich durch Buñuels Lebenswerk zieht, in aller Skurrilität und Surrealität dar.
  • Dienstag, 03. Januar 2017 - 15:30
    Ein griesgrämiger Witwer mit großer Wohnung in Paris nimmt widerwillig eine Studentin als Untermieterin auf. Das Arrangement sorgt für Spannungen, da der Alte die finanzielle Not der jungen Frau ausnutzen will, um mit ihrer Hilfe die Ehe seines Sohns zu zerstören. Komödie vor dem Hintergrund der akuten Wohnungsnot in Großstädten, deren ungewöhnliche Wohngemeinschaft amüsante Szenen generiert.
  • Dienstag, 06. Dezember 2016 - 15:30
    Der Film basiert auf der wahren Geschichte von Alan Bennett, in dessen Londoner Auffahrt Miss Shepherd "vorübergehend" ihren Van parkte und für 15 Jahre wohnen blieb. Diese Begegnung, die als widerwillig gewährter Gefallen begann, entwickelte sich zu einer Beziehung, die die Leben der beiden nachhaltig veränderte.
  • Donnerstag, 17. November 2016 - 19:30
    In einem 40minütigem Dokumentarfilm erzählen geflüchtete Frauen aus dem Camp Bad Fallingbostel, wie es ihnen erging in ihrer alten Heimat, was sie auf ihrer Flucht erlebt haben, über ihr Leben im Camp und ihre Ängste und Wünsche für die Zukunft.
  • Montag, 07. November 2016 - 19:00
    Zweiter Weltkrieg: Die junge Französin Marie Latour (Isabelle Huppert) betätigt sich während der deutschen Besetzung Frankreichs als "Engelmacherin". Sie führt Abtreibungen bei Frauen durch, die in Abwesenheit ihrer Männer oder von deutschen Besatzungssoldaten schwanger geworden sind. Als ihr eigener Mann Paul (François Cluzet) aus deutscher Gefangenschaft zurückkehrt, wendet sie sich von ihm ab und beginnt ein Verhältnis mit einem jungen Kollaborateur. - Frankreich 1988, Regie: Claude Chabrol - Isabelle Huppert ist bei uns am 25./26. November in "Alles was kommt" zu sehen. François Cluzet ist bei uns am 18./19. November im "Landarzt von Chaussy" zu sehen.
  • Dienstag, 01. November 2016 - 15:30
    Ort: 29221 Celle, Deutschland Kategorien: 2016, Kooperation, Archiv, Seniorenkino, Filmreihe
    1903 gründete Emmeline Pankhurst in Großbritannien die "Women`s Social and Political Union", eine bürgerliche Frauenbewegung, die in den folgenden Jahren sowohl durch passiven Widerstand, als auch durch öffentliche Proteste bis hin zu Hungerstreiks auf sich aufmerksam machte. Neben dem Wahlrecht kämpften sie für die allgemeine Gleichstellung der Frau und für heute so selbstverständliche Dinge wie das Rauchen in der Öffentlichkeit. Die sogenannten "Suffragetten" waren teilweise gezwungen in den Untergrund zu gehen und ein gefährliches Katz und Maus-Spiel mit dem immer brutaler zugreifenden Staat zu führen. Es waren größtenteils Arbeiterfrauen, die festgestellt hatten, dass friedliche Proteste keinen Erfolg brachten. In ihrer Radikalisierung riskierten sie alles zu verlieren - ihre Jobs, ihr Heim, ihre Kinder und ihr Leben. Maud war eine dieser mutigen Frauen.
  • Donnerstag, 20. Oktober 2016 - 19:00
    Der Film erzählt die Geschichte des Nagelbombenanschlags vor einem türkischen Friseursalon in der Kölner Keupstraße am 9. Juni 2004. Er konzentriert sich dabei auf die Folgen für die Opfer und ihre Angehörigen, gegen die als Hauptverdächtige jahrelang ermittelt wurde. Der Film rekonstruiert die Ermittlungen der Polizei anhand der Verhörprotokolle und es wird deutlich, dass als Täter für die Polizei vor allem die Opfer in Frage kamen. Ein ausländerfeindliches Motiv wurde weitestgehend ausgeblendet. Erst Jahre später wurde der Anschlag dem sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zugeordnet.
  •   Donnerstag, 06. Oktober 2016 - 19:00 bis Donnerstag, 06. Oktober 2016 - 21:30
    Eine Filmdokumentation über den NSU-Prozess: Zehn Morde, zwei Bombenanschläge, 15 Banküberfälle: zehn Jahre rechter Terror, Versagen der Ermittler, Leid der Opfer. 205 Verhandlungstage haben bis Mitte Mai 2015 im Saal A 101 des Oberlandesgerichts München stattgefunden. Im dritten Jahr des Prozesses ging es vor allem um den Bombenanschlag in Köln, 15 Raubüberfälle, die Anfänge der rechten Terrorgruppe und die Frage: Was wussten die Geheimdienste? Wie schon in den Jahren zuvor dokumentiert das SZ-Magazin die Verhandlung mit Originaltönen, die gekürzt, aber sonst unverändert wiedergegeben werden.
  • Dienstag, 04. Oktober 2016 - 15:30
    10 Jahre Seniorenkino in Celle wird begangen mit freiem Eintritt und einer Einladung zu Kaffee und Kuchen. Gezeigt werden ausgewählte Kurzfilme der Kurzfilmagentur Hamburg. ========= Vor zehn Jahren erfolgte der Start mit der Komödie „Jetzt oder nie – Zeit ist Geld“. Die Besucherzahlen zeigen eine stetige Aufwärtsentwicklung von durchschnittlich 170 bis 200 Besuchern mit bis zu 250 Besuchern an Spitzentagen.
  • Dienstag, 06. September 2016 - 15:30
    Der bekannte Reiseschriftsteller Bill Bryson möchte sich nicht in ein langweiliges Rentnerleben verabschieden. Allen Warnungen seiner liebevollen Frau Cynthia und seiner Kinder zum Trotz will er sich ein letztes Mal in ein Abenteuer stürzen und zu Fuß den Appalachian Trail bezwingen, einen 3.500 Kilometer langen Wanderweg quer durch die USA. Die Probleme beginnen allerdings bereits bei der Suche nach einem geeigneten Wanderpartner. Der einzige, der sich mit ihm auf die Reise machen möchte, ist ausgerechnet sein schon lang entfremdeter Schulfreund Steven Katz, ein ehemaliger Alkoholiker, der für das gewagte Vorhaben neben einer schlechten Kondition auch zu viele Kilos mitbringt. Dennoch macht sich das ungleiche Gespann auf den Weg in die atemberaubende amerikanische Wildnis und findet hierbei nicht nur eine alte Freundschaft wieder sondern vor allem auch zu sich selbst.
  • Am Sonntag, 21. August 2016
    Das Kino achteinhalb zeigt im Rahmen des Sommerfests 20 Jahre CD-Kaserne von 12 Uhr bis 18 Uhr Kurzfilme für Kinder und Junggebliebene im achteinhalb.
  • Dienstag, 02. August 2016 - 19:30
    Eine süditalienische Großfamilie muss ihre bisherige Existenzgrundlage einer kleinen Textilfabrik aufgeben, weil sie der Konkurrenz aus Asien nicht länger trotzen kann. Ein verwilderter Olivenhain soll ihnen eine neue Zukunft in der Landwirtschaft sichern. Während die Großmutter gelassen auf die Schicksalsschläge reagiert, fällt es ihren Enkeln weit schwerer, sich mit der neuen Situation anzufreunden. Der liebenswürdige Film, dessen Figuren von Laien dargestellt werden, wandelt auf den Spuren des poetischen Realismus und erweist Land und Leuten seine Reverenz. (O.m.d.U.)
  • Dienstag, 26. Juli 2016 - 19:30
    Seit 2008 ist Norditalien Schauplatz ungewöhnlicher Ereignisse. Unternehmen, Politik und Medien nutzen den Kriseneinbruch, um die ohnehin schon bröckeln­den Arbeiter*innenrechte weiter auszuhöhlen; auf der anderen Seite formiert sich jedoch gerade am unters­ten Ende der Lohnskala ein lebendiger Widerstand.
  • Dienstag, 19. Juli 2016 - 19:30
    Porträt des italienischen Philosophen und Universitätsprofessors Antonio Negri, der durch seine Schriften in den 1970er-Jahren als theoretischer Wegbereiter des militanten Terrorismus galt, in Italien inhaftiert und unter Hausarrest gestellt wurde und später ins französische Exil floh. Heute gilt Negri, neben dem Strukturalisten Noam Chomsky, als Vordenker der Anti-Globalisierungsbewegung; seine Bücher werden als das "kommunistische Manifest des 21. Jahrhunderts" verortet. Der Film zeichnet Negris Lebensweg nach und porträtiert die Eckdaten seiner Biografie anhand von Archivmaterial und in Begegnungen mit Freunden, Weggefährten und Kritikern.
  • Dienstag, 12. Juli 2016 - 19:30
    Der restaurierte Film "12 dicembre" von Pier Paolo Pasolini zeigt wie kaum ein anderer die Stim­mung nach dem Be­ginn der "Strategie der Spannung" in den sechziger Jahren in Italien.
  • Dienstag, 05. Juli 2016 - 19:30
    Annita Malavasi war 22 Jahre alt, als deutsche Trup­pen 1943 das bis dato verbündete Italien besetzten. Als Partisanin „Laila“ überbrachte sie Informationen, transportierte Waffen, bewegte sich mit und zwischen den kämpfenden Einheiten und nahm selbst an Ge­fechten teil. Laila berichtet von ihrer Zeit in der Resistenza und ihrer Bedeutung für sie und viele andere Frauen.
  • Dienstag, 14. Juni 2016 - 19:30
    Dokumentarfilm über gesellschaftliche Projekte, die in Europa mit Ideen des Anarchismus gegen die Krise des kapitalistischen Systems angehen. Kooperativen, Vereine und Initiativen in Athen, Katalonien, Deutschland und der Schweiz entwickeln Alternativen kollektiven Handelns, in denen Geld keine dominierende Rolle spielt und der Einfluss des Staates zurückgedrängt wird. Die undogmatischen Aktionen zeigen pragmatische Wege auf, wie man dem Ideal einer herrschaftsfreien Gesellschaft unter den gegenwärtigen Bedingungen näher kommt.
  • Dienstag, 07. Juni 2016 - 15:30
    Im England des ausgehenden 19. Jahrhunderts übernimmt eine junge Frau nach einer Erbschaft entgegen den Konventionen ihrer Zeit die Führung des großväterlichen Gutshofs. In der Folge gerät ihr Unabhängigkeitsdrang mit diversen Ehe-Optionen in Konflikt. Die solide, geschmackvoll ausgestattete Verfilmung des Romans von Thomas Hardy bleibt dem romantischen Grundton der Vorlage treu und fügt dem Stoff keine allzu neuen Perspektiven hinzu. Wie bei Hardy lösen sich die proto-feministischen Ansätze der Frauenfigur am Ende in Konformität auf.
  • Dienstag, 03. Mai 2016 - 15:30
    Nach dem Tod seiner Mutter wird ein musikalisch hochbegabter Herumtreiber an einer renommierten Chorschule aufgenommen. Dort muss der Junge erst lernen, dass zum Erfolg auch harte Arbeit und Disziplin gehören. Das vorhersehbare Erbauungsstück zeichnet recht konventionell und vordergründig die Stationen eines Aufstiegs nach. Während renommierte Nebendarsteller den holzschnittartig gezeichneten Figuren wenigstens etwas Glaubwürdigkeit abringen, bleibt die Hauptfigur fremd und vermag ihre plötzliche Liebe zur klassischen Musik nicht zu vermitteln. So beeindrucken lediglich die klanglich ausgefeilten Darbietungen der Chorknaben.
  • Dienstag, 05. April 2016 - 15:30
    Obwohl eine ältere Haushälterin seit Ewigkeiten bei ihren reichen Arbeitsgebern wohnt und sie den Sohn des Hauses groß gezogen hat, sind die Sphären in der weitläufigen Villa in São Paulo streng getrennt. Die eingefahrenen Routinen und Hierarchien werden erst in Frage gestellt, als die Tochter der Angestellten sich zu Besuch anmeldet, um sich an der Universität für ein Architekturstudium einzuschreiben. Das warmherzige Drama inszeniert keinen schlichten Clash der Klassen, wahrt vielmehr mit viel Witz und überraschenden Wendungen eine bemerkenswerte Balance, wobei Humor und ein subtiler sozialkritischer Blick die überholten Verhaltensmuster der kolonialen Vergangenheit Brasiliens ad absurdum führen. -------- Der Sommer mit Mamã wurde auf der Berlinale 2015 mit dem Panorama Publikumspreis ausgezeichnet.
  • Dienstag, 01. März 2016 - 15:30
    Ein rüstiger 70-Jähriger fühlt sich im Ruhestand nicht wohl und heuert als Senior-Praktikant bei der jungen Chefin eines aufstrebenden New Yorker Unternehmens an, das Mode im Internet vertreibt. Anfangs wird der Neuzugang belächelt, doch dank seiner charmanten Art findet er bei den Kollegen schnell Anklang und steht auch der überforderten Geschäftsführerin mit Rat und Tat zur Seite. Prominent besetzter Nostalgie-Film, der geschickt mit den Versatzstücken der romantischen Komödie jongliert. Er unterhält mit kurzweiligem Wortwitz und virtuoser Situationskomik, während er zugleich über das Aufeinanderprallen der Generationen nachdenkt.
  • Mittwoch, 24. Februar 2016 - 19:00
    Der Lebenszyklus für Kleidung und Mode hat sich in den westlichen Ländern in den Jahren dramatisch beschleunigt, was neben einer geänderten Wertschätzung auch mit der Verlagerung der Produktion in Billiglohnländer zu hat. Der aufklärerische Dokumentarfilm reiht eindringliche Momentaufnahmen der erbärmlichen Produktionsstätten in Bangladesch oder Indien bis zu den glitzernden Laufstegen und Fashion-Weeks aneinander und lässt Experten zu Wort kommen. Trotz der überbordenden, zunehmend beschleunigten Fülle an Bildern erörtert er eindringlich die zerstörerischen Mechanismen und fordert den Zuschauer eindringlich zum Umdenken auf.
  • Dienstag, 02. Februar 2016 - 15:30
    Auf dem traditionellen Jakobsweg nach Santiago de Compostela, auf dem religiöse Pilger mittlerweile die Ausnahme geworden sind, folgt der Dokumentarfilm Wanderern durch Frankreich und Spanien. Dabei kommen am Wegesrand weit mehr als 50 Protagonisten zu Wort, deren knappe Statements belanglose Momentaufnahmen bleiben. Die Vielfalt der Motivationen, auf dem Jakobsweg zu wandern, kommt dabei ebenso zu kurz wie eine kritische Analyse dieser Modeerscheinung, während dazwischen geschnittene, pittoreske Landschaftsaufnahmen jegliche Inspiration vermissen lassen.
  • Dienstag, 05. Januar 2016 - 15:30
    Eine als junge Frau vor den Nazis aus Wien in die USA geflüchtete Jüdin macht mit Hilfe eines jungen Anwalts vor dem Obersten Gerichtshof ihre Ansprüche auf ein wertvolles Gustav-Klimt-Gemälde geltend. Die sachkundige Haltung des Films und die Kritik an den reparationsunwilligen österreichischen Behörden werden zwar gelegentlich durch sentimentalisierte Rückblenden in die Zeit der Judenverfolgung verwässert; jedoch geht das Thema der Zwangsenteignung jüdischen Eigentums nie verloren und bleibt dank glaubhafter Darsteller Zentrum des Films.
  •   Montag, 02. November 2015 - 19:00 bis Montag, 02. November 2015 - 22:00
    Ort: Hannoversche Straße 30E, 29221 Celle, Deutschland (nicht Postanschrift!) Kategorien: 2015, Kooperation, Spielfilm, Ev.-luth. Kirchenkreis Celle, Kirche trifft Kino, europaeischer Film
  • Donnerstag, 27. August 2015 - 19:30
    Beobachtungen in einem selbstverwalteten, genossenschaftlich organisierten Ökodorf in der Altmark, dessen Bewohner sich einer alternativen Lebensführung verschrieben haben. Der kommentarlose Dokumentarfilm wird von der Sympathie für die Porträtierten getragen, stellt deren Lebensentwürfe aber nur unzureichend dar, sodass sich die Informationsausschnitte nicht zu einem Überblick zusammenfügen. Gleichwohl liefert der Film sinnvolle, bedenkens- und nachahmenswerte Anregungen.
  • Donnerstag, 20. August 2015 - 19:30
    Was hat South Park bitteschön mit Philosophie zu tun? Ein Professor für Philosophie – Richard Hanley – behauptet: „South Park is one of the most philosophically important shows on television.” Wirklich? Und wenn ja, wie lässt sich solch eine Behauptung begründen? Hanley tut es wie folgt: „Parker and Stone spotlight the bullshit wherever they find it, calling us on it. That’s what good philosophy does […].” Philosophie als „bullshit-Detektor“? Ein frischer Southpark-Fan wird versuchen, uns von der „Wahrheit“ dieser These zu überzeugen. Als Diskussionsgrundlage dienen uns dabei ausgewählte Folgen von South Park. Es wird sich zeigen, wieviel bullshit dabei zu Tage gefördert wird.
  • Donnerstag, 13. August 2015 - 19:30
    Die Doku-Fiktion (Untertitel: "Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral") kritisiert Arbeit als westlich-kapitalistische Ersatzreligion und proklamiert den Müßiggang. Die tiefgründige dokumentarische Analyse, die sich primär auf Gespräche und Interviews stützt, wird durch fiktionale Sequenzen ergänzt. Trotz deren eher simpler Machart entwickelt sich d
  • Donnerstag, 06. August 2015 - 19:30
    Porträt des französischen Philosophen und Medienkritikers Paul Virilio, der sich vehement gegen die Diktatur der Geschwindigkeit ausspricht, die mittlerweile alle Bereiche des Lebens erfasst, was dazu geführt hat, dass erstmals in der Geschichte der Menschheit menschliche und technologische Zeit auseinander klaffen. Der Film versteht sich als Hilfsmittel der Entschleunigung und veranlasst, über den Sinn von Zeit und Tempo nachzudenken.
  • Donnerstag, 09. Juli 2015 - 19:00
    Eine Filmdokumentation über den NSU-Prozess: Zehn Morde, zwei Bombenanschläge, 15 Banküberfälle: zehn Jahre rechter Terror, Versagen der Ermittler, Leid der Opfer.
  • Freitag, 03. Juli 2015 - 20:30
    Engagiert-kritischer Dokumentarfilm, der sich auf eine Reise um die Welt begibt, um die Frage zu beantworten, wie die Ernährung der Menschheit noch möglich sein soll, wenn die Weltbevölkerung in absehbarer Zeit auf zehn Milliarden Menschen angestiegen sein wird. Dabei stellt er Konzerne und Großgrundbesitzer den Methoden von Klein- und Bio-Bauern gegenüber, denen seine Sympathie gilt. Indem er sein Plädoyer für eine regionale Vermarktung von Produkten mit überzeugenden Argumentationen untermauert, trägt er ebenso sachlich wie unterhaltsam zur Erhellung komplexer globaler Zusammenhänge bei.
  • Donnerstag, 02. Juli 2015 - 19:00
    Drei Jahre nach dem Anschlag auf das Münchner Oktoberfest am 26. September 1980 recherchiert ein Redakteur des Bayrischen Rundfunks die Hintergründe der Tat. Er kommt zu dem Schluss, dass der mutmaßliche Einzeltäter nur im Auftrag einer rechtsterroristischen Gruppe gehandelt haben kann. Spannender, engagierter und gut gespielter Politthriller, der ohne Spekulation auf der Basis unanfechtbarer Fakten argumentiert, auch wenn die wahren Drahtzieher – ganz im Sinne eines Verschwörungsthrillers – nicht benannt werden können. Dabei ziehen die Filmemacher auch eine Parallele zum aktuellen NSU-Prozess. ============== Der Journalist Ulrich Chaussy (Drehbuchautor und Protagonist des Films) steht nach der Filmvorführung dem Publikum für Fragen und zur Diskussion zur Verfügung.
  • Mittwoch, 20. Mai 2015 - 19:30
    Ort: Hannoversche Straße 30E, 29221 Celle, Deutschland (nicht Postanschrift!) Kategorien: Eintritt frei, 2015, Kooperation, oeffentliche Veranstaltung, Archiv, Rosa-Luxemburg-Club Celle, Vortrag, Diskussion, Moderation
    Vortrag und Diskussion mit Dr. Gregor Kritidis (Hannover)
  • Montag, 11. Mai 2015 - 19:30
    Eine 23-jährige Frau und Mutter zweier Kinder erfährt, dass sie nur noch kurze Zeit zu leben hat. Sie nutzt die verbleibende Spanne, um das Leben ihrer Familie für die Zeit nach ihrem Tod zu ordnen, das Verhältnis zu ihren eigenen Eltern ins Reine zu bringen und sich noch einmal zu verlieben. Trotz des herausfordernden Themas kein Melodram, sondern das Porträt einer Frau, die in einer ausweglosen Situation nicht den Lebensmut verliert und die antizipierte Trauer ihrer Umgebung über die eigene Verzweiflung stellt. Ein ernster, emotionaler Film, der letztlich Fragen nach den Grundlagen des Lebens stellt.
  • Donnerstag, 16. April 2015 - 19:30
    Dokumentation über die Auseinandersetzungen um die Bebauung des Helios-Geländes in Köln, die alle Seiten zu Wort kommen lässt und sich sehr bewusst darauf beschränkt, die Abläufe zu beobachten und zu dokumentieren. Der Verzicht auf Wertung oder Parteinahme führt dazu, dass sich viele wichtige Fragen auftun, die für zivilgesellschaftliche Entscheidungsprozesse von hoher Relevanz sind.
  • Sonnabend, 07. März 2015 - 20:30
    Im Juni 2013 treffen sich die Filmemacherin Laura Poitras und der Journalist Glenn Greenwald in Hongkong mit dem US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden, der ihnen via Mail-Verkehr Beweise für die Massenüberwachung und Massenausspähung normaler Bürger durch den US-amerikanischen Geheimdienst NSA in Aussicht gestellt hat. Poitras dokumentierte die Treffen mit der Kamera, was die Basis für einen faszinierenden Dokumentarfilm über die Snowden-Affäre bis zu seinem Asyl in Russland und die politische Sprengkraft seiner Enthüllungen liefert. Zwar bringt er dabei kaum neue Erkenntnisse und bleibt zwangsläufig einseitig im Ansatz, beeindruckt aber als engagierte und spannende Aufarbeitung eines weltweit Kreise ziehenden Skandals.
  • Mittwoch, 18. Februar 2015 - 19:30
    Im Juni 2013 treffen sich die Filmemacherin Laura Poitras und der Journalist Glenn Greenwald in Hongkong mit dem US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden, der ihnen via Mail-Verkehr Beweise für die Massenüberwachung und Massenausspähung normaler Bürger durch den US-amerikanischen Geheimdienst NSA in Aussicht gestellt hat. Poitras dokumentierte die Treffen mit der Kamera, was die Basis für einen faszinierenden Dokumentarfilm über die Snowden-Affäre bis zu seinem Asyl in Russland und die politische Sprengkraft seiner Enthüllungen liefert. Zwar bringt er dabei kaum neue Erkenntnisse und bleibt zwangsläufig einseitig im Ansatz, beeindruckt aber als engagierte und spannende Aufarbeitung eines weltweit Kreise ziehenden Skandals.
  • Mittwoch, 11. Februar 2015 - 19:30
    Nach "Wasser unterm Hammer" (2005) "Bahn unter dem Hammer" (2007) und "Water makes money"(2010) ist dies der vierte Film von Leslie Franke & Herdolor Lorenz, der im achteinhalb in Kooperation mit dem RLC Celle und attac Celle läuft. ------------- Die moderne Finanzwirtschaft hat sich zum Billionen-Geschäft für Kapitalgeber entwickelt, was darauf hinausläuft, dass die Gesellschaften sich vom europäischen Sozialmodell verabschieden. Der dokumentarische Kampagnenfilm zeichnet den Prozess der Machtübernahme durch transnationale Finanzkonzerne nach und stellt praktische Formen solidarischen Handelns vor, die in der Krise nach praktischen wie politischen Alternativen suchen. Ebenso informativ wie aufrüttelnd, lehrt er, die Gegenwart mit anderen Augen zu sehen,
  • Dienstag, 18. November 2014 - 19:30
    Ort: Hannoversche Straße 30E, 29221 Celle, Deutschland (nicht Postanschrift!) Kategorien: 2014, Kooperation, oeffentliche Veranstaltung, Archiv, Rosa-Luxemburg-Club Celle, Vortrag, Diskussion, Moderation
    Referent Dr. Vadim Damier (Sozial- und Politikwissenschaftler, Moskau) wird in seinem Vortrag ausführen, welche Einflüsse und Allianzen es auf den unterschiedlichen Seiten gibt und welche Bedeutung und Folgen die Internationalisierung des Konfliktes haben. Er wird auch einen Blick auf die Situation in den Nachbarländern werfen.
  • Montag, 10. November 2014 - 19:30
    Erstaufführung (und bisher einzige im TV): 1.8.2007 arte (Wir danken dem ZDF für die Überlassung einer Filmkopie ohne ZDF-Logo und synchronisiert.) ====================== 14 Jahre nachdem die Freundschaft zwischen Simon und Camiel zerbrach, treffen sich die beiden wieder. Simon leidet mittlerweile unheilbar an einem Gehirntumor; Camiel begleitet Simon bis zu seiner Sterbestunde. Der kunstvoll inszenierte und von brillanten Darstellern getragene Film spricht Themen wie Schwulen-Ehe, Drogenkonsum, Krebs und Sterbehilfe an und wirkt dabei wie aus einem Guss. Ein Drama der großen Gefühle, das Mut macht, soziale, kulturelle und psychologische Grenzen zu überwinden.
  • Mittwoch, 29. Oktober 2014 - 19:30
    Der Alltag einer mit ihrem achtjährigen Sohn illegal in Belgien lebenden Russin wird von der ständigen Angst vor dem Entdecktwerden überschattet. Als sie in eine Polizeikontrolle gerät und in Abschiebehaft genommen wird, findet ihr Sohn Unterschlupf bei einer Freundin. In der Haft wird sie Opfer von Schikanen und Misshandlungen durch das Personal und erlebt den Selbstmord einer Leidensgenossin. Als sie in ihrer Verzweiflung den Behörden eine falsche Identität angibt, führt das zu ihrer versehentlichen Abschiebung nach Polen. Packend gespieltes Drama über die prekäre Lage so genannter Wohlstandflüchtlinge in den reichen Ländern der "Festung Europa". (O.m.d.U.)
  • Mittwoch, 22. Oktober 2014 - 19:30
    Porträt dreier arabischstämmiger Geschwister, die im Berliner Bezirk Neukölln einen Alltag zwischen Abschiebungsangst, Existenzsicherung und HipHop-Karriere verbringen. Unterlegt mit mitreißenden Aufnahmen von Breakdance-Shows, wird in Form einer Quasi-Langzeitbeobachtung ein ständiger Überlebenskampf gegen die traumatisierende Abschiebungsangst protokolliert. Dabei wird die Diskussion über Parallelgesellschaften um die differenzierten Innenperspektiven betroffener Jugendlicher erweitert.
  • Mittwoch, 15. Oktober 2014 - 19:30
    Zwei Brüder aus dem Niger und eine junge Frau aus Mali wollen ihr Glück in Europa suchen und setzen sich einer mörderischen Gewalttour quer durch die Sahara aus. Halbdokumentarisches Flüchtlingsdrama, dessen episodenhafte Struktur mehr an exemplarischen Situationen als an einer physisch-psychisch entfalteten Handlung interessiert ist. Mit Humor und selbstironischen Anklängen entfaltet sich ein "afrikanischer" Blickwinkel auf die Völkerwanderung in den Norden, der im Spiegel einer extremen Natur von unmenschlicher Erschöpfung handelt. (O.m.d.U.)
  • Montag, 13. Oktober 2014 - 19:00
    Im Sommer 1992 wurden an der deutsch-polnischen Grenze zwei rumänische Staatsbürger erschossen. Die Täter hatten sie angeblich mit Wildschweinen verwechselt. Zwei Jahrzehnte später rollt der Dokumentarfilm mit hoher investigativer Energie den juristisch abgeschlossenen Fall wieder auf und unterzieht ihn einer filmischen Revision. In geduldigen Zeugenaussagen und Interviews entschlüsselt sich die menschlich-familiäre Tragödie als extrem vielschichtiges Konglomerat, zu dem auch Fremdenfeindlichkeit, Ausländerhass und westliche Arroganz erheblich beigetragen haben. Der hoch reflektierte Umgang mit Bildern, Tönen und Zeugnissen sensibilisiert für eine strukturelle Lesart historisch-politisch-gesellschaftlicher Fakten, vermittelt durch seine beklemmende Dichte aber auch Anteilnahme und Mitgefühl.
  • Sonnabend, 11. Oktober 2014 - 14:30
    Ein zwölfjähriges Mädchen erlebt während des norwegischen Sommers trotz seiner anfänglichen Skepsis gegenüber romantischen Gefühlen die erste Liebe. Während es ein Freund still, aber hartnäckig umwirbt, schwärmt es für einen wesentlich älteren Jungen, der ihm ein Rätsel aufgibt: Welche Farbe hat Milch in ihrem Inneren? Die stimmungsreiche, mal amüsante, mal leicht melancholische, nie aber verniedlichende Adaption eines Kinderbuchs, die sich offensiv und unverblümt dem kindlichen Umgang mit Gefühlen und essenziellen Themen wie Liebe, Sexualität und Tod widmet.
  • Mittwoch, 08. Oktober 2014 - 19:30
    Eine deutsche Touristin macht Urlaub auf den Kanaren, als am Strand afrikanische Flüchtlinge angespült werden. Viele sind tot; Überlebende werden von der Polizei in ein Lager gebracht. Die Urlauberin will einem der Afrikaner helfen, während ein spanischer Grenzpolizist für die Abschiebungen sorgt. Ein mitunter konstruiertes, gleichwohl spannendes Drama, das drei Schicksale verbindet, die unterschiedliche Perspektiven auf die Flüchtlingsthematik eröffnen. Der komplexe globale Kontext bleibt durch die Fokussierung auf Einzelschicksale ausgespart.
  • Mittwoch, 01. Oktober 2014 - 19:30
    Ein Iraner kehrt nach Paris zurück, um vor Gericht seine Ehe mit einer Französin offiziell aufzulösen. Während seine Noch-Ehefrau etwas überstürzt die Zukunft mit einer neuen Familie vorantreibt, wirft die Vergangenheit noch manchen Schatten. Ein facettenreiches Familien-, Ehe, Beziehungs- und Migrationsdrama, das von Übergangsphasen und -räumen sowie den Schwierigkeiten der Ablösung handelt. Ein sorgfältig inszenierter, kunstvoll austarierter Film, der gegen Ende zwar dramaturgisch ausfranst, aber mit großer Meisterschaft ein Netz von Beziehungen zwischen den Figuren spannt, in dem sich die Verhältnisse von Anziehung, Verwerfung, Vertrautheit und Befremden ständig neu sortieren.
  • Mittwoch, 24. September 2014 - 19:30
    Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende ist zu Gast und wird das Filmfestival eröffnen. =================================================== Dokumentarfilm über afrikanische Migranten, die in der mauretanischen Hafenstadt Nouadhibou teilweise jahrelang darauf warten, einen Weg über die Kanaren nach Europa zu finden. Man begegnet Menschen, die sich trotz vieler desillusionierender Erfahrungen an ihren Träumen wie an Rettungsankern festklammern. Ein stiller, aufmerksamer Film voller eigenwilliger Schönheit, der die Vorläufigkeit einer Existenz "auf dem Sprung" in ein facettenreiches Mosaik aus beiläufigen Bildern und Tönen übersetzt. (O.m.d.U.)
  • Am Mittwoch, 24. September 2014
    Vom 24. September 2014 bis zu den Herbstferien bietet Kino achteinhalb im Rahmen des Filmfestivals „Migration im Film“ Schulkino an. Schulklassen sind eingeladen, vor- oder nachmittags einen thematisch eingebunden Film zu sehen und anschließend im achteinhalb eine erste Filmdiskussion zu führen.
  • Am Dienstag, 23. September 2014
    Vom 24. September bis zum 22. Oktober 2014 veranstaltet das Kino achteinhalb ein Filmfestival zu „Migration im Film“. Das Festival korrespondiert zeitlich mit der interkulturellen Woche und dem Tag des Flüchtlings (26. September 2014).
  • Sonnabend, 09. August 2014 - 20:00
    Die Schüler einer Bremer Schule versuchen, die Schule zu "demokratisieren", und fordern gegensätzliche Stellungnahmen bei Konservativen und fortschrittlichen Lehrern heraus. Stilsicher gefaßte Zeitkritik, die die allgemeinen Standpunktsuche zwischen den extremen Positionen von Autoritätsbeharren und sozialrevolutionärem Bewußtsein und die damit verbundenen Identitätskrisen, teils mit schockierenden Mitteln, zu spiegeln versucht.
  • Donnerstag, 07. August 2014 - 19:00
    Der Celler Rosa Luxemburg Club veranstaltet in Kooperation mit dem Kino achteinhalb auch in diesem Sommer wieder eine kleine politische Dokumentarfilmreihe. Diesmal steht „1968“ im Zentrum und es geht von Deutschland und Frankreich über die USA nach Italien. Das Thema: Die Revolte und ihre Bekämpfung. Den Abschluss der Reihe bildet am Samstag, den 9. August, der Spielfilm "Ich bin ein Elefant, Madame". Der Eintritt zu den Filmen aus der Reihe der „Bibliothek des Widerstands “ des Laika-Verlags ist frei.
  • Donnerstag, 31. Juli 2014 - 19:00
    Der Celler Rosa Luxemburg Club veranstaltet in Kooperation mit dem Kino achteinhalb auch in diesem Sommer wieder eine kleine politische Dokumentarfilmreihe. Diesmal steht „1968“ im Zentrum und es geht von Deutschland und Frankreich über die USA nach Italien. Das Thema: Die Revolte und ihre Bekämpfung. Den Abschluss der Reihe bildet am Samstag, den 9. August, der Spielfilm "Ich bin ein Elefant, Madame". Der Eintritt zu den Filmen aus der Reihe der „Bibliothek des Widerstands “ des Laika-Verlags ist frei.
  • Donnerstag, 24. Juli 2014 - 19:00
    Der Celler Rosa Luxemburg Club veranstaltet in Kooperation mit dem Kino achteinhalb auch in diesem Sommer wieder eine kleine politische Dokumentarfilmreihe. Diesmal steht „1968“ im Zentrum und es geht von Deutschland und Frankreich über die USA nach Italien. Das Thema: Die Revolte und ihre Bekämpfung. Den Abschluss der Reihe bildet am Samstag, den 9. August, der Spielfilm "Ich bin ein Elefant, Madame". Der Eintritt zu den Filmen aus der Reihe der „Bibliothek des Widerstands “ des Laika-Verlags ist frei.
  • Donnerstag, 17. Juli 2014 - 19:00
    Der Celler Rosa Luxemburg Club veranstaltet in Kooperation mit dem Kino achteinhalb auch in diesem Sommer wieder eine kleine politische Dokumentarfilmreihe. Diesmal steht „1968“ im Zentrum und es geht von Deutschland und Frankreich über die USA nach Italien. Das Thema: Die Revolte und ihre Bekämpfung. Den Abschluss der Reihe bildet am Samstag, den 9. August, der Spielfilm "Ich bin ein Elefant, Madame". Der Eintritt zu den Filmen aus der Reihe der „Bibliothek des Widerstands “ des Laika-Verlags ist frei.
  • Mittwoch, 18. Juni 2014 - 19:00
    Nach der Ermordung ihrer Eltern durch Angehörige einer paramilitärischen Spezialeinheit müssen sich eine Zehnjährige und ihr kleiner Bruder allein durch ihre Heimatstadt Diyarbakir schlagen. Eine minimalistisch inszenierte, atmosphärisch dichte Studie, die von überzeugend geführten minderjährigen Laiendarstellern getragen wird und auf die Notwendigkeit der Vergangenheitsbewältigung verweist, wobei der Film geschickt die Schemata eines Kompilationsfilms umgeht.
  • Dienstag, 10. Juni 2014 - 19:30
    Die Wirtschaft Afrikas boomt seit Jahren. Um deren Energiehunger zu stillen, setzen immer mehr afrikanische Regierungen auf Atomkraft. Zwei Jahre lang reiste Filmemacher Marcel Kolvenbach für Recherchen zur Atompolitik quer durch den schwarzen Kontinent. Sein Road-Movie „Atomic Africa“ zeigt die daraus entstandenen Konflikte und unmittelbaren Folgen für Mensch und Umwelt.
  • Donnerstag, 24. April 2014 - 19:30
    Im Jahre 2010, 24 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl scheint die Natur in die Sperrzone zurückgekehrt zu sein. Dabei ist die Radioaktivität in Tschernobyl stellenweise mehrere tausend Mal höher als die natürliche Strahlung. Für Menschen ist der Zutritt immer noch streng verboten, nur manche Tiere leben hier völlig unbeeinträchtigt durch die Strahlung.
  • Dienstag, 25. Februar 2014 - 19:30
    Eine Einladung zum North Sea Jazz Festival beschert der „Peace Hotel Jazz Band“ aus Shanghai ihren ersten Auslandsauftritt. Die Dokumentation begleitet die älteste Jazzband der Welt, die ihre Kunst seit der Nachkriegszeit zelebriert, bei den Reise- und Auftrittsvorbereitungen und versammelt biografische Impressionen. (O.m.d.U.)
  • Dienstag, 21. Januar 2014 - 19:30
    Frank Farenski stellt in seinem Film „Leben mit der Energiewende“ die aktuelle Entwicklung der Energiewende in Deutschland dar. An Beispielen werden technische Lösungsmöglichkeiten zur regenerativen Energieversorgung sowie der Energiespeicherung gezeigt und auf die Frage eingegangen, wie auch ohne Kohle- und Atomstrom Netzstabilität und eine sichere Energieversorgung gewährleistet werden kann!
  •   Donnerstag, 14. November 2013 - 19:00 bis - 21:30
    Bereits kurz nach Ende des 2. Weltkriegs begann der Kalte Krieg. Vor diesem Hintergrund plante die Bundesregierung unter Kanzler Adenauer schon 1950 den Aufbau einer Armee. Gegen dieses Vorhaben gab es in der Bevölkerung große Proteste. Die Regierung Adenauer reagierte schnell. Innerhalb weniger Wochen wurde ein politisches Strafrecht eingeführt, das seine Wurzeln im Strafrecht der Nazizeit hatte. Alle BürgerInnen, die gegen die Wiederbewaffnung oder für die Wiedervereinigung waren, galten nun als StaatsfeindInnen.
  • Dienstag, 05. November 2013 - 15:30
    Eine Friseurin, die an Brustkrebs erkrankt ist und eine harte Chemotherapie hinter sich hat, ertappt ihren Mann beim Seitensprung und verlässt ihn. Bei der Hochzeit ihrer Tochter an der sonnigen Amalfi-Küste begegnet sie nicht nur dem Untreuen und seiner dümmlichen Geliebten, sondern auch dem zukünftigen Schwiegervater ihrer Tochter, einem Geschäftsmann, der für die vom Schicksal gebeutelte Friseurin langsam auftaut. Romantische Komödie mit pittoreskem Schauplatz und einer überzeugenden Hauptdarstellerin.
  • Freitag, 11. Oktober 2013 - 14:30
    Eine temperamentvolle, unangepasste Zehnjährige verliebt sich in einen neuen Mitschüler, wobei es ihr schwer fällt, mit den neuen Empfindungen umzugehen. Hin- und hergerissen zwischen Schwärmerei und Eifersucht handelt sie impulsiv, aber auch verletzend und verstrickt sich in manche Lüge sowie in eine Intrige. Eine ebenso temperamentvolle wie einfühlsame (Kinder-)Liebesgeschichte, die mitunter am Rand einer Katastrophe entlang schrammt, bevor am Ende alles gut wird. Vorzüglich inszeniert und gespielt, begegnet der Film seiner fantasiebegabten Protagonistin stets auf Augenhöhe und nimmt ihre Gefühle und Fantasien, Sorgen und Ängste jederzeit ernst.
  • Dienstag, 01. Oktober 2013 - 19:30
    Im Film, „Der Staatsstreich“, der am 11.9. gezeigte wurde, standen die aktuellen Ereignisse beim Militärputsch in Chile im Mittelpunkt. Im Vortrag finden Hintergründe, Folgen und internationale Bedeutung breiteren Raum.
  • Dienstag, 01. Oktober 2013 - 15:30
    Der Filmemacher David Sieveking dokumentiert die fortschreitende Demenz seiner Mutter, die Auswirkungen die Krankheit auf die Patientin, aber auch auf den Familienverband. Die der Mutter verloren gehenden Erinnerungen werden mit filmischen Mitteln "gerettet", indem über Fotos, Filmaufnahmen und Interviews die Vergangenheit rekapituliert wird, sodass sich über die Auseinandersetzung mit Demenz hinaus das Bild eines Lebens ergibt. Sensibel hält der Film die Balance zwischen Betroffenheit und notwendiger Distanz. Obwohl er sich mit Alter, Tod und dem Schrecken des Vergessens durch die Demenz auseinandersetzt, feiert er vor allem auch die Kostbarkeit des Lebens und geteilter Lebenszeit.
  • Sonntag, 29. September 2013 - 18:00
    An Einsamkeit und gesellschaftlicher Isolierung entzündet sich die Beziehung zwischen einer Witwe und einem 20 Jahre jüngeren marokkanischen Gastarbeiter. Ihre wahre Belastungsprobe aber erlebt die Verbindung erst, als sie in Form einer bürgerlichen Ehe institutionalisiert werden soll. Melodram, das mit kühler Brillanz die Mißachtung von Minderheiten und die Mechanismen sozialer Unterdrückung analysiert. Zugleich populär und bitter-ironisch erzählend, sucht Fassbinder ein breites Publikum, ohne persönliche Obsessionen zu verleugnen und ohne an kritischer Schärfe zu verlieren.
  • Sonntag, 29. September 2013 - 15:00
    Die Sitten und Gebräuche der in Oberösterreich ansässigen „Ureinwohner“ werden von schwarzafrikanischen Forschungsreisenden im Stil europäischer Forschungsreisender beschrieben. Sie stoßen dabei auf völlig neue Kulturphänomene. Wippersberg dreht dabei im Sinne von "Weißsein" das von europäischen Forschern angewandte Forschungsprinzip um, zuerst ethnologische Studien zu betreiben und das dann in Form eines Dokumentarfilmes der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
  • Dienstag, 24. September 2013 - 19:30
    Ein älterer Universitätsprofessor, der sich nach dem Tod seiner Frau von der Welt zurückgezogen und sich von Freunden und Kollegen abgeschottet hat, erlebt bei der unerwarteten Begegnung mit einem temperamentvollen syrischen Immigranten in New York ein schrittweises Erwachen seiner verschütteten Menschlichkeit. Eine hervorragend inszenierte und gespielte Charakterstudie, die durch den klugen Einbezug der politischen Situation nach dem Attentat vom 11. September 2001 zusätzliches Gewicht erhält.
  • Dienstag, 17. September 2013 - 19:30
    Eine Hand voll Flüchtlinge aus Irak und Iran strandet in einem schäbigen Hotel in Ankara. Das Warten auf die Ausreise nach Europa zermürbt die Menschen, auch wenn sie in der Türkei die schlimmste Repression hinter sich gelassen haben. Der feinfühlig inszenierte Film zeichnet lebensnahe, zum Großteil von Laiendarstellern gespielte Figuren, wobei sich tragische und humorvolle Szenen die Waage halten. Ein eigenwilliges Drama als exemplarischer Spiegel dessen, was sich an den Grenzen zur Europäischen Union abspielt. (O.m.d.U.)
  • Mittwoch, 11. September 2013 - 19:30
    In seiner dreiteiligen Dokumentation zeichnet Patricio Guzmán die Endphase der Regierungszeit von Salvador Allende nach. Der Film besteht nicht aus Archivmaterial, Guzmán und sein Team drehten kontinuierlich zwischen 1972 und 1979. Chiles bedeutendstem Dokumentarfilmer gelang es, das Rohmaterial ins kubanische Exil zu retten und dort sein monumentales Zeugnis des "Kampfes eines unbewaffneten Volkes" – so der Untertitel des Films – zu gestalten. In Chile unterliegt "Die Schlacht um Chile" der Zensur und wurde nie vom staatlichen Fernsehen ausgestrahlt.
  • Dienstag, 10. September 2013 - 19:30
    Eine Gruppe afrikanischer Flüchtlinge versucht wie unzählige Menschen vor ihr mit einem einfachen Fischerboot die Kanarischen Inseln zu erreichen. Bewegendes Drama, das mit dokumentarischem Gestus die komplizierte Vielfalt der Emigranten und ihrer Träume einfängt. Die Inszenierung konzentriert sich dabei weitgehend auf exemplarische Begebenheiten. (O.m.d.U.)
  • Dienstag, 03. September 2013 - 19:30
    Zweite Veranstaltung im Rahmen des Festivals „Migration im Film“ vom 27. August bis 29. September 2013, zu der die Berliner Regisseurin Martina Priessner nach Celle kommt. =============== Dokumentarfilm über vier in Deutschland aufgewachsene Call-Center-Agenten, die für wenig Geld in Istanbul für deutsche Firmen arbeiten. Eine von ihnen hat sich freiwillig für die Türkei als Wahlheimat entschieden, zwei wurden als Jugendliche von ihren Eltern mit "zurück" genommen, einer wurde abgeschoben. Der Film porträtiert Menschen, die in ihrer "Heimat" nicht angekommen sind, sich ein "Ersatz-Deutschland" aufgebaut haben oder weiterhin auf die Rückkehr nach Deutschland hoffen. Ein berührender und spannender Einblick in eine "Parallelgesellschaft" mitten in der türkischen Metropole.
  • Dienstag, 03. September 2013 - 15:30
    Der verbitterte Bewohner eines Seniorenpflegeheims entführt während eines Rundflugs seine alten Mitbewohner, eine junge Pflegeschwester sowie die beiden Piloten, um dem lieb- und perspektivlosen Verwaltet-Werden im Alter mit einem "Ausflug" ans Mittelmeer zu begegnen. Liebenswürdige, hochkarätig besetzte "Senioren-Komödie", die sich mit Skurrilität, einigem makabrem Dialogwitz sowie einer guten Portion Galgenhumor angesichts der lieblosen Daseinsverhältnisse und der Alltagswehwehchen der Protagonisten auf eher besinnliche Weise für die Rechte alter Menschen stark macht.
  • Dienstag, 27. August 2013 - 19:30
    Auftakt des Festivals „Migration im Film“ vom 24. September bis 2. Oktober 2013, zu dem die Berliner Regisseurin Julia Oelkers nach Celle kommt.
  • Am Dienstag, 27. August 2013
    Vom 27. August bis 29 September 2013 bietet Kino achteinhalb im Rahmen des Filmfestivals „Migration im Film“ Schulkino an. Schulklassen sind eingeladen, vor- oder nachmittags einen thematisch eingebunden Film zu sehen und anschließend im achteinhalb eine erste Filmdiskussion zu führen.
  • Am Montag, 26. August 2013
    Vom 27. August bis 29 September 2013 veranstaltet das Kino achteinhalb ein Filmfestival zu „Migration im Film“. Das Festival korrespondiert zeitlich mit der interkulturellen Woche und dem Tag des Flüchtlings.
  • Donnerstag, 01. August 2013 - 19:30
    Mumia Abu-Jamal (* als Wesley Cook am 24. April 1954 in Philadelphia, Pennsylvania) ist ein farbiger US-amerikanischer Journalist, Autor und Bürgerrechtler. Er ist 1982 in Zusammenhang mit der Ermordung des Polizisten Daniel Faulkner schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt worden. Die Todesstrafe ist mittlerweile aufgehoben und in lebenslange Haft ohne Revisionsmöglichkeit umgewandelt worden. Er war zuvor gelegentlich als Taxifahrer und als Sprecher beim Radiosender WHYY-FM in Philadelphia beschäftigt gewesen und unter anderem als Aktivist der Black Panther Party-Bewegung aufgetreten. Die Tat- und Prozessumstände, in der Haft verfasste Artikel, Redebeiträge und Buchveröffentlichungen und ein weltweites Netzwerk von Unterstützern haben international Aufsehen erregt. Der Fall wurde zu einer Cause célèbre, Abu-Jamal beziehungsweise Mumia eine kontrovers betrachtete Kultfigur. Er befindet sich seit 1982 in Haft. Von 1995 bis Dezember 2011 war er im Hochsicherheitsgefängnis SCI-Greene bei Waynesburg (Pennsylvania), seitdem im regulären Strafvollzug im Gefängnis von Frackville.
  • Donnerstag, 25. Juli 2013 - 19:30
    Der Film "Viva Portugal" dokumentiert das erste Jahr der portugiesischen Revolution. Er thematisiert die Not der Landarbeiter, die Macht einer antikommunistischen Kirche, die immer mit der Oberschicht verbunden war, das Scheitern des Gegenputsches vom März 1975, weil Soldaten die Befehle ihrer Offiziere verweigerten und sich gegenseitig verständigten. Der Film zeigt die verändernde Wirkung der Revolution auf die Menschen und zählt zu den wichtigsten filmischen Dokumenten aus dieser Zeit.
  •   Donnerstag, 18. Juli 2013 - 19:30 bis Donnerstag, 18. Juli 2013 - 22:30
    ...dass du zwei Tage schweigst unter der Folter! =========== Elisabeth Käsemann studierte am Otto-Suhr-Institut der FU Soziologie. Ende September 1968 ging sie für ein Praktikum nach Bolivien und entschied sich, in Lateinamerika zu bleiben. Seit 1971 lebte sie in Buenos Aires und arbeitete gemeinsam mit der britischen Theologiestudentin Diane Austin in einem Sozialprojekt in den Slums der Metropole. Ab 1974 studierte sie daneben noch Volkswirtschaft. In der Nacht vom 8. Auf den 9. März 1977 wurde Käsemann vom Militärgeheimdienst verhaftet.
  • Donnerstag, 11. Juli 2013 - 19:30
    Mirjam Quintes Film macht sich auf die Spurensuche von Phoolan Devi und erzählt die Geschichte einer indischen Sozialrebellin, die sich über die bewaffnete Rebellion ihre gesellschaftliche Integrität und Anerkennung erkämpft, die ihr qua Geburt aberkannt war. Ihr Film zeigt die Frau hinter der Legende, eine Frau, die sich zur Wehr setzt und Rache nimmt - für sich, aber auch stellvertretend für viele ungenannte Frauen.
  • Donnerstag, 04. Juli 2013 - 19:30
    Eine Dokumentation über den Lebensweg der afroamerikanischen Frau, die für die USA eine Zeit lang Staatsfeindin Nr. 1 war, die in Berkeley bei Herbert Marcuse und in Frankfurt am Main bei Max Horkheimer und Theodor W. Adorno studierte. Sie war eine zentrale Persönlichkeit und Aktivistin in der Black Panther Party, Wissenschaftlerin mit den Schwerpunkten Feminismus und afroamerikanische Politik und Kultur und ist immer noch politisch aktiv, zum Beispiel in der Kampagne zur Freilassung von Mumia Abu Jamal. ================ Filmsprache: amerikanisches Englisch, Deutsch - Untertitel: keine
  • Am Donnerstag, 04. Juli 2013
    In Kooperation mit dem Celler Rosa-Luxemburg-Club zeigen wir währender der Sommerpause fünf Dokumentarfilme, die sich mit widerständigen Menschen und Bewegungen rund um die Erdkugel beschäftigen. Die Filme werden jeweils donnerstags um 19.30 Uhr gezeigt, der Eintritt ist frei.
  • Sonntag, 09. Juni 2013 - 17:00
    Eine von Schleppern in die USA eingeschmuggelte Mexikanerin findet bei der Familie ihrer Schwester in Los Angeles Unterschlupf und einen Job in einer Reinigungsfirma. Dort schließt sie sich einem jungen Gewerkschaftler an und hilft, die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen abzuschaffen, ehe sie wegen eines Diebstahls abgeschoben wird. Eine in dokumentarischem Handkamera-Stil gedrehte hoffnungsvolle Utopie über die Kraft des Einzelnen und die Solidarität mit Entrechteten, authentisch gespielt von professionellen wie von Laiendarstellern. Auf den ersten Blick "altmodisch", trifft der Film genau die Balance zwischen engagiertem Thesenstück und unterhaltsamem Politkino.======- Anschließend Diskussion über gewerkschaftliche Organisierung im Reinigungsgewerbe der USA
  • Donnerstag, 11. April 2013 - 19:30
    Am Beispiel Frankreichs stellt der kritische Dokumentarfilm die Probleme der privaten (Trink-)Wasserwirtschaft dar, die von den Konzernen Veolla und Suez kontrolliert wird, deren Profitorientierung aber oft genug nicht mit den Wünschen und Ansprüchen der Kunden und Verbraucher in Einklang zu bringen ist. Das Geschäft mit einer der wichtigsten Ressourcen soll nach dem Willen der Politik und der Kunden wieder in die Hände der Kommunen übergehen. ========== Anschließend: Diskussion mit Peter Rosenbaum (Braunschweig) von der BIBS-Ratsfraktion zur Abwasserprivatisierung in Braunschweig.
  • Montag, 08. April 2013 - 20:00
    Winter 1945: Russische Offiziere aus dem Konzentrationslager Mauthausen wagen die Flucht. Während die meisten von ihnen bereits zu Beginn den Tod finden und andere bei einer gnadenlosen Treibjagd sterben, gelangen einige in die Freiheit und überleben dank der Hilfe der einheimischen Bevölkerung. Ein nach authentischen Fakten gestalteter Spielfilm, der für das Grauen augenfällige Bilder findet, ohne sich in Gewaltorgien zu ergehen. Ein respektabler Versuch der Vergangenheitsbewältigung, der zum Nachdenken und zur Diskussion anregt. =========== Einführung und Diskussion mit Reinhard Rohde
  • Freitag, 08. März 2013 - 20:30
    Bienenvölker spielen weltweit als Honiglieferanten, aber auch als Bestäuber von Pflanzen eine unverzichtbare Rolle. Seit Jahren sorgt deshalb das rätselhafte Bienensterben für beträchtliche Unruhe. Der Dokumentarfilm spürt diesem Phänomen von Kalifornien bis China nach und besucht Imker, die sehr unterschiedliche Haltungen zu ihrem Beruf und den Bienen einnehmen. Mit einem sehr persönlichen Off-Kommentar sowie einer beeindruckenden Bildsprache huldigt er den Bienen und ihrer Rolle für Natur und Mensch, wobei auch kritische Fragen nach dem Umgang des Menschen mit ihnen gestellt werden. =========== Referent an beiden Abenden: Dr. Werner von der Ohe (Leiter des Instituts für Bienenkunde Celle)
  • Sonntag, 29. August 2010 - 19:00
    Nach der Ermordung ihrer Eltern durch Angehörige einer paramilitärischen Spezialeinheit müssen sich eine Zehnjährige und ihr kleiner Bruder allein durch ihre Heimatstadt Diyarbakir schlagen. Eine minimalistisch inszenierte, atmosphärisch dichte Studie, die von überzeugend geführten minderjährigen Laiendarstellern getragen wird und auf die Notwendigkeit der Vergangenheitsbewältigung verweist, wobei der Film geschickt die Schemata eines Kompilationsfilms umgeht.
  • Freitag, 05. Februar 1999 - 19:00
    Satirische Komödie über polnische Schauspieler, die ihre für ein Antinazistück hergestellten Uniformen für die Arbeit in der Widerstandsbewegung benutzen. Der Komik mit Grauen stilvoll verquickende Film ist eine immer noch nützliche Abrechnung mit dem Führerkult und seinen Begleiterscheinungen. Einer der besten Filme von Ernst Lubitsch, der als ätzende Satire die Schergen des Nationalsozialismus als Schmierendarsteller beschreibt und die Schauspielertruppe als tragikomische Helden ehrt. Sehenswert ab 14.
  • Dienstag, 17. Oktober 1724 - 19:30
    Die Handlung von FÜHRER UND VERFÜHRER spannt einen Bogen von März 1938 bis Mai 1945. Im Jahr 1938 ist Goebbels auf dem vorläufigen Höhepunkt seiner Macht, die Zustimmung zur Politik Hitlers erreicht bis dahin nicht gekannte Ausmaße. Der Diktator marschiert nun entschlossen in Richtung Krieg. Doch die Propaganda hat das Thema Frieden stark strapaziert, so dass ein plötzliches Umsteuern so schnell nicht möglich ist. Goebbels´ Arbeit gerät in heftige Kritik seines Führers, er versucht alles, sein Ansehen wieder zu gewinnen und die Begeisterung der Bevölkerung für den Krieg anzuheizen. Er löst das Pogrom vom 9. November 1938 aus und plant die antisemitischen Filme JUD SÜSS und DER EWIGE JUDE bei deren Realisierung Hitler bis ins Detail eingreift. Die mediale Mobilmachung kommt auf Touren, Propaganda-Kompanien werden gegründet. Insbesondere im Zusammenhang mit großen Massenveranstaltungen gelingt eine fast perfekte und kontrollierte Inszenierung. Den Höhepunkt bildet die bis ins Detail geplante Siegesparade nach der Kapitulation Frankreichs. Im Jahr 1941 ist Goebbels bei Hitler wieder obenauf. Mit dem „Russlandfeldzug“ beginnt für Hitler der Krieg nun erst richtig und die Massenmorde erreichen ihren Höhepunkt. Nach der Niederlage von Stalingrad holt Goebbels zum Gegenschlag aus, er ruft zum „totalen Krieg“ auf. Seine Sportpalastrede feiert er als sein Meisterstück der Propaganda. Immer wieder fordert er eine härtere Gangart und drängt seinen Führer stärker in der Öffentlichkeit aufzutreten. Doch die Lage wird immer aussichtsloser. Spätestens Ende 1944 wird angesichts der katastrophalen Lage deutlich, dass Hitler keinen Alternativplan hat. Mit seiner Propaganda geht es Goebbels jetzt mehr und mehr darum, der Nachwelt sein Bild des Dritten Reiches zu hinterlassen. Dazu gehört auch der Untergang. Nach dem Selbstmord Hitlers vollzieht Goebbels mit dem Mord an seiner Familie und dem Selbstmord den radikalsten ihm noch möglichen Propaganda-Akt. =============================== Der Aufstieg Joseph Goebbels' als Propagandachef des Dritten Reichs, erzählt als Mischung aus Dokumentarfilm und fiktionalem Re-Enactment. Ein fundiert aufbereiteter Film, der seine schwierige Erzählperspektive klug und mit Feingefühl in den richtigen Kontext bettet. Joseph Goebbels war bei den Nationalsozialisten Reichspropagandaleiter unter Adolf Hitler. Er war es, der den Diktator als Führerfigur, als charismatischen Redner und scheinbaren Held inszenierte, er war es, der für die Wirkung der Bilder in allen Medien sorgte, der die Menschen in Deutschland manipulierte und der den antisemitischen Hass durch demagogische Reden befeuerte. Über seine Zeit an der Seite Adolf Hitlers, im Zentrum der Nazi-Macht, führte Goebbels penibelst Tagebuch. Bis zu dem Tag, an dem er sich, seine Frau und seine sechs Kinder tötete – als letztes Opfer für eine größenwahnsinnige, menschenverachtende und machthungrige Idee, der Millionen von Menschen zum Opfer fielen. FÜHRER UND VERFÜHRER arbeitet die Thematik des Aufstiegs des nationalsozialistischen Terrorregimes durch die Planung des Propagandaleiters Goebbels historisch genau, wissenschaftlich fundiert und mit klugem Gespür für Zwischentöne auf. Das macht ihn zu einem wichtigen Film zur rechten Zeit, der mahnt, aus dem, was geschehen ist, für die Gegenwart zu lernen. (Text: FBW) Von Regisseur Joachim Lang ("Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm"), mit Robert Stadlober, Franziska Weisz u.a.
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