Veranstaltungsarchiv

  • Donnerstag, 06. November 2025 - 19:30
    In einem Haus am Ufer eines idyllischen Sees, umgeben von dichten Wäldern, arbeiten drei Erzieher:innen im Schichtdienst in einer Wohngruppe. Die Kinder nennen sie Herr Wagner, Frau Wagner und Herr Gerecke. Kochen, waschen, einkaufen und die Kinder mit dem Kleintransporter zur Schule und Freizeitaktivitäten zu bringen, gehört ebenso zu ihrem Alltag, wie zuhören, trösten, auf dem Sofa kuscheln, Filmabende und Gute-Nacht-Geschichten vorlesen. Die Betreuer:innen wollen keine Ersatzeltern sein, und dennoch zeigen, wie sich ein familiäres Miteinander anfühlen kann. Alle fünf Kinder, die hier leben, vereint vor allem eines: der Wunsch, eines Tages nach Hause zurückzukehren. Dafür setzen sich die Erzieher:innen unermüdlich ein: sie sprechen mit Vormund, Eltern und Jugendamt, dokumentieren, organisieren, setzen gemeinsam Ziele und treffen Verabredungen – und sind nicht selten darüber enttäuscht, dass diese nicht eingehalten werden. Das erinnert an einen Kampf gegen Windmühlen, an den Grenzen eines überforderten Systems. Was früher das Dorf war, ist heute der komplexe Apparat der Kinder- und Jugendhilfe. Spätestens seit der Pandemie gilt das Berufsfeld als systemrelevant, und dennoch bleibt die besondere wie herausfordernde Arbeit der Fachkräfte, ihr engagierter Einsatz zum Wohl der Kinder, meist unsichtbar. IM PRINZIP FAMILIE gewährt über ein Jahr lang einen intimen Einblick in den Alltag der Kinder- und Jugendhilfe und richtet den Fokus auf die Menschen im Hintergrund, die Tag für Tag daran arbeiten, den Kindern das zu geben, was sie am meisten brauchen: Geborgenheit und jemanden, der auf ihrer Seite steht.
  • Freitag, 06. Dezember 2024 - 20:30
    Anfang des 20. Jahrhunderts lernt die Malerin Gabriele Münter ihren älteren Kollegen Wassily Kandinsky kennen, gemeinsam reisen sie durch Europa und sind 1911 Mitgründer der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“. Das biographische Filmdrama konzentriert sich auf die Jahre 1908 bis 1914, als die beiden in ihrem Refugium in Oberbayern eine turbulente Beziehung führten und mit Gleichgesinnten ihre expressionistischen Malstile entwickelten. Dabei bemüht sich der Film um authentisches Flair und besitzt eine charismatische Hauptdarstellerin. ================================================= Fazit: In herrlichen Landschaftsaufnahmen und mit vielen akribisch komponierten Bildern schafft Regisseur Marcus O. Rosenmüller eine Atmosphäre, in der sich manchmal Kunst und Wirklichkeit treffen, bis sich die Wirklichkeit in Licht und Farben auflöst, so wie in den Detailaufnahmen der gerade entstehenden Gemälde. Und Vanessa Loibl als Gabriele Münter zeigt die Ecken und Kanten einer komplexen, affektgesteuerten Persönlichkeit, die es sich niemals leichtgemacht hat: meist schmallippig, aber entschlossen, selten lächelnd. Und immer schön an den Schubladen vorbei. (Gaby Sikorski)
  • Freitag, 11. November 2022 - 20:30
    Kategorien: Archiv, Frankreich, Camino, 2022
    Eine erfolgreiche Pariser Verlegerin um die 60 begegnet nach langer Zeit ihrer ersten großen Liebe wieder. In melancholischen Erinnerungen versunken, kreisen ihre Gedanken fortan um die zahlreichen Enttäuschungen ihres Lebens. Dabei taucht immer wieder die Ahnung eines traumatischen Verlusts auf, der aber zu schmerzhaft ist, um ihn sich einzugestehen. Es obliegt primär der Präsenz der überzeugenden Hauptdarstellerin, ein pittoresk ausgestattetes Spiegelkabinett voller verdrängter Erinnerungen zusammenzuhalten, dessen nicht immer zuverlässige Fragmente wechselhafte Schlaglichter auf ihr Leben werfen. - Ab 14. ========================================== Isabelle Huppert und Lars Eidinger spielen ein Liebespaar im wunderbar melancholischen, versponnenen Film "Die Zeit, die wir teilen". (Süddeutsche Zeitung)
  • Montag, 24. Oktober 2022 - 19:30
    Wer glaubt, dass man das Thema der sozialen Ghettos in Deutschland nicht mehr variieren kann, sollte sich diesen Film ansehen, der eine queere Thematik ohne jede Verrenkung damit verbindet. (EPD-Film) =================== Sehr lässig, sehr komisch – und damit ein seltenes Ereignis im deutschen Kino: Das Debüt des Regisseurs Florian Dietrich zeigt einen jungen Mann, der seine Freiheit gegen deutsche Behörden behaupten muss. (DER SPIEGEL 38/2021) =================== Nominierung Deutscher Filmpreis für Farba Dieng in der Katgorie "Beste männliche Hauptrolle"
  • Freitag, 26. November 2021 - 20:30
    Wer glaubt, dass man das Thema der sozialen Ghettos in Deutschland nicht mehr variieren kann, sollte sich diesen Film ansehen, der eine queere Thematik ohne jede Verrenkung damit verbindet. (EPD-Film) ------------------ Sehr lässig, sehr komisch – und damit ein seltenes Ereignis im deutschen Kino: Das Debüt des Regisseurs Florian Dietrich zeigt einen jungen Mann, der seine Freiheit gegen deutsche Behörden behaupten muss. (DER SPIEGEL 38/2021)
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