Unser aktuelles Programm
- Donnerstag, 21. Mai 2026 - 19:30Kategorien: Cesar-Filmpreis, Kooperation, Dokumentarfilm, Prix Lumieres, Frankreich, Filmagentin, NABU Celle, BUND – Kreisgruppe Celle, NABU-ArtenschutzzentrumGeduld ist die wichtigste Eigenschaft, die Michel Munier auf seinen Streifzügen tief in die alten, moosbedeckten Wälder der Vogesen mitbringen muss. Ausgerüstet mit einem Rucksack auf dem Rücken, einem Stock in der Hand und einer warmen, schweren Jacke über den Schultern begleiten wir ihn auf seinem Weg zu seinem Versteck, das er zielsicher ansteuert: eine Tanne. Unter ihren niedrigen Ästen scheint der alte Mann zu verschwinden, sein Atem wird eins mit dem Rhythmus der Natur und der Welt der Tiere. Über achthundert Nächte hat er dort verbracht, mit seinem Fernglas immer auf der Suche nach Füchsen, Rehen, Hirschen, Luchsen und dem König der Wälder: dem Auerhahn. Sein Sohn Vincent teilt die Faszination des Vaters seit seinem zwölften Lebensjahr. Von ihm hat er gelernt, die Spuren der Tiere zu lesen, kennt die Plätze, an denen sie fressen, wo sie jagen, ihre Nester bauen und schlafen. Gemeinsam mit Vincents Sohn Simon begibt sich das Familien-Trio in DAS FLÜSTERN DER WÄLDER auf eine Reise in die atemberaubende Schönheit und Vielfalt der Natur. Es erwarten sie Nächte voller seltener Tierbeobachtungen und faszinierender Klänge. Nach der mit einem César ausgezeichneten Natur-Doku DER SCHNEELEOPARD gelingt es dem französischen Wildtierfotograf und Dokumentarfilmer Vincent Munier mit DAS FLÜSTERN DER WÄLDER, nicht nur die visuelle Pracht, sondern auch die poetischen Klänge des Waldes einzufangen. Sein Film ist ein filmisches Naturgedicht – und zugleich eine innige Liebeserklärung an seinen Vater und seinen Sohn, der generationenübergreifend die tiefe Verbundenheit der beiden zur Natur teilt.
- Freitag, 22. Mai 2026 - 20:30Kategorien: Krimi, Komoedie, Frankreich, Central, ScopeEine Pariser Psychoanalytikerin (Jodie Foster) wird durch den plötzlichen Tod einer ihrer Patientinnen ( Virginie Efira) aufgeschreckt. Da die Umstände des Todes fragwürdig erscheinen, forscht die Psychoanalytikerin nach, zumal sie auch eigenes Fehlverhalten nicht ausschließen kann. Da sie sich für die Ermittlungen die Hilfe ihres Exmanns (Daniel Auteuil) sichert, kommen sich die beiden nach Jahren der Trennung allmählich wieder näher. Ein sich eigenwillig zwischen Krimi, Komödie und Mystery verordnender Film.
- Sonnabend, 23. Mai 2026 - 20:30Kategorien: Christine/Diether, Krimi, Komoedie, Frankreich
- Sonntag, 24. Mai 2026 - 17:30Kategorien: Andreas/Petra, Krimi, Komoedie, Frankreich
- Donnerstag, 28. Mai 2026 - 19:30Kategorien: Andreas/Petra, Berlinale-Baer, Oesterreich, Piffl, FlatIn den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat (Sandra Hüller) in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf. Schweigsam, schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt. Der Fremde behauptet, Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein, und kann ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinde. Allerdings setzt der Fremde alles daran, hier sein Glück zu finden. Sein Streben nach Anerkennung und Akzeptanz werden aber durch sein Geheimnis erschwert: Unter falscher Identität, unter falschem Namen und unter Vortäuschung eines falschen Geschlechts hat der Soldat seinen Weg in das Dorf genommen. Doch um seine Ziele zu erreichen, wird er auch nicht vor der Unmöglichkeit einer arrangierten Ehe mit der Tochter eines Großbauern zurückschrecken. Denn wer so weit gekommen ist, hält bald alles für möglich. ROSE – die wahrhaftige Beschreibung einer Land- und Leutebetrügerin, die, obwohl als eine Weibs-Person geboren dem zum Trotz unter falschem Nam als Manns-Bild sich betragen, und viel üble Schandtat hat getrieben. ================================= Soldat Rose (Sandra Hüller) taucht mitten im 30-jähigen Krieg in einem protestantischen Dorf auf und schickt sich an, einen vergessenen Gutshof sein eigen zu nennen, indem er vorgibt, der rechtmäßige Erbe zu sein. Das klingt überzeugend - auch wenn es viel Misstrauen gibt. Der Druck erhöht sich auch durch die Tatsache, dass Rose eigentlich jemand anderes ist und neben seiner neuen Identität sogar das männliche Geschlecht angenommen hat. Diese Päckchen wiegen schwer - was seine Bestrebungen nach Anerkennung und Zugehörigkeit erschwert. Wie weit wird Rose gehen, um endlich ihren Frieden zu finden? (Filmdienst) ================================= Fazit: Mit Rose gelingt Markus Schleinzer der Höhepunkt seines bisherigen filmischen Schaffens und ganz gewiss auch eines der Highlights der diesjährigen Berlinale. Ein starker Film, geprägt von großem Stilwillen und fantastischen Bildern, von denen man sich viele am liebsten ausdrucken und an die Wand hängen würde. Ein Film, der gekommen ist, um zu bleiben. (Joachim Kurz) ================================= Fazit: „Rose“ brilliert nicht nur mit einer zeitlosen Optik und den herausragenden Protagonistinnen, sondern wesentlich durch die traurige, gegenwärtige Präsenz seiner Aussagen. Trotz etlicher Fortschritte in den letzten knapp 100 Jahren steckt auch im ach so progressiven Westen in der Hose immer noch mehr Freiheit. Ein wichtiger, zeitloser Film, der genau zur richtigen Zeit erscheint. ( Elias Schäfer) ================================= Fazit: Wann war Sandra Hüller eigentlich das letzte Mal nicht großartig? – In seinem lose auf historischen Fakten basierenden Drama „Rose“ erzählt Markus Schleinzer in stilisierten Schwarz-weiß-Bildern und mit einer perfekt besetzten Sandra Hüller von einer Frau, die sich als Mann ausgibt. Die zwar lügt und betrügt, dies aber nicht aus niederen Instinkten, sondern um ein Maß an Freiheit zu gewinnen, dass die Welt, in der sie lebt, ihrem Geschlecht ansonsten verwehrt. (Michael Meyns)
- Am Sonnabend, 30. Mai 2026Ort: Kino achteinhalb Kategorien: Ganz großes Kino in Celle, Buntes Haus
- Am Sonnabend, 30. Mai 2026Ort: Kino achteinhalb Kategorien: Filmpreis, Ganz großes Kino in Celle, Deutscher Filmpreis - Lola"Unsere" acht Filme (Das Verschwinden des Josef Mengele, In die Sonne schauen Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke, Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße, Gelbe Briefe, Im Prinzip Familie, Siri Hustvedt – Dance Around the Self, Soldaten des Lichts) erhielten zusammen 41 Nominierungen.
- Donnerstag, 04. Juni 2026 - 19:00Kategorien: Eintritt frei, Kooperation, Dokumentarfilm, Diskussion, Moderation, Gedenkstaette Bergen Belsen, Stiftung niedersaechsische Gedenkstaetten, OesterreichAusgehend von einem Exklusivinterview mit dem 97-jährigen Abba Naor, der als Jugendlicher das KZ Dachau überlebte, seit Jahrzehnten als Zeitzeuge Schülern in Bayern seine Geschichte erzählt, seine eigenen Kinder in Israel damit jedoch lange verschonte, widmet sich der Film dem Erinnern und Schweigen der Überlebenden der Konzentrationslager. Was bedeutet “erinnern”, wenn diejenigen, die vom unvorstellbaren Schrecken der NS-Konzentrations- und Vernichtungslager erzählen können, bald nicht mehr da sein werden?
- Freitag, 05. Juni 2026 - 20:30Kategorien: Gilde-Filmpreis, Berlinale-Baer, Nominierung Deutscher Filmpreis - Lola, Filmagentin, ScopeDerya und Aziz, ein gefeiertes Künstlerehepaar aus Ankara, führen mit ihrer 13-jährigen Tochter Ezgi ein erfülltes Leben – bis ein Vorfall bei der Premiere ihres neuen Theaterstücks alles verändert. Über Nacht geraten sie ins Visier des Staates und verlieren ihre Arbeit und ihre Wohnung. Sie gehen nach Istanbul, wo sie vorläufig bei der Mutter von Aziz unterkommen. Während sich Aziz mit Gelegenheitsjobs durchschlägt und an seinen Überzeugungen festhält, sucht Derya nach einem Ausweg, der sie finanziell unabhängig macht. Nach und nach vergrößert sich die Distanz zwischen ihnen und ihrer Tochter, bis sie sich zwischen ihren Wertvorstellungen und der gemeinsamen Zukunft als Familie entscheiden müssen. Nach dem international gefeierten und preisgekrönten Film DAS LEHRERZIMMER legt der Oscar®-nominierte Regisseur İlker Çatak mit GELBE BRIEFE erneut ein brisantes und packendes Meisterwerk vor. Im Mittelpunkt steht ein Paar, das durch die Willkür eines autoritären politischen Systems unter Druck gerät und sich zwischen seinen Idealen und Anpassung entscheiden muss. Eindrucksvoll getragen von den türkischen Schauspielstars Özgü Namal und Tansu Biçer schafft İlker Çatak ein intensives und brandaktuelles Drama über Mut und Macht, das die universellen, großen gesellschaftspolitischen Fragen unserer Zeit in den Fokus nimmt. Gewinner des Goldenen Bären als bester Film bei der Berlinale 2026. Gilde-Filmpreis des Arthouse-Kinoverbands AG Kino – Gilde e.V.
- Sonnabend, 06. Juni 2026 - 20:30
- Mittwoch, 10. Juni 2026 - 19:30
- Donnerstag, 11. Juni 2026 - 19:30Kategorien: Dokumentarfilm, Nominierung Deutscher Filmpreis - Lola, WarnerJung, neugierig und voller Tatendrang verlässt Siri Hustvedt ihre Heimat Minnesota und stürzt sich mitten hinein ins pulsierende New York. Auf der Suche nach der Hauptfigur ihres ersten Romans beginnt eine Reise, die sie nicht nur zur Schriftstellerin macht, sondern zu einer der wichtigsten Stimmen der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Der Film öffnet einen Blick weit über Siri Hustvedt hinaus und feiert die kämpferische Kreativität von Künstlerinnen, denen die Autorin sich verbunden fühlt. Zugleich erzählt SIRI HUSTVEDT – DANCE AROUND THE SELF die einzigartige Liebesgeschichte des legendären Autorenpaares aus Brooklyn: Siri Hustvedt und Paul Auster. Doch während die beiden über Sprache, Identität und die Kraft der Worte nachdenken, bricht das Leben herein: Paul Auster wird schwer krank. Auch nach seinem Tod endet die gemeinsame Geschichte nicht: Siri Hustvedt beginnt den Verlust ihres „Lebensmenschen“ im Buch „Ghost Stories: Ein Buch der Erinnerung“ literarisch zu verarbeiten. Vier Jahre lang folgt Sabine Lidl den Gedanken und Geschichten, die Siri Hustvedt zu einer der wichtigsten intellektuellen und feministischen Stimmen der amerikanischen Literatur gemacht haben. Gemeinsam sind sie immer in Bewegung, durch Zeit und Raum, imaginär zwischen den Disziplinen, deren Grenzen Siri Hustvedt nicht gelten lässt. Dabei hält der Film auch einen der verletzlichsten Momente fest, als Siri Hustvedt und Paul Auster mit der Diagnose seiner Krebserkrankung konfrontiert werden. “Es ist ein intensives, eindringliches, einfühlsames Porträt einer außergewöhnlichen Frau.” (epd-film.de)
- Freitag, 12. Juni 2026 - 15:30
- Freitag, 12. Juni 2026 - 20:30Eine Komödie über digitale Ermüdung, zwischenmenschliche Mikrokatastrophen – und über das Kino selbst. Eigentlich wollen Florian und Marie einen gemütlichen Abend auf dem Sofa verbringen und einen Film schauen. Doch das ist schwieriger als erwartet: Die beiden navigieren durch eine digitale Welt voller Streamingportale, Gutscheincodes, Lieferservice-Apps und kaputter Fernbedienungen und stolpern dabei immer wieder über sich selbst. ==================================== Fazit: Wer immer schonmal wissen wollte, welche Gefahren es birgt, seinen Filmkonsum lediglich per Streaming zu bestreiten, der kann durchaus einiges lernen im neuen, als No-Budget-Produktion jenseits des deutschen Filmfördersystems gedrehten Film von Dietrich Brüggemann. Neben Netzproblemen und dem ewigen Zwang zum Weiterklicken werden allerdings auch Dating-Apps, Lieferdienste und pflichtbewusst aufgesagte Merksätze von Klimaaktivismus bis hin zu nachhaltiger Elternschaft zur Zielscheibe für Brüggemanns Spott – alles hineingestopft in eine mit 85 Minuten Laufzeit erfreulich dicht und rasant erzählte digitale Beziehungskomödie. (Jochen Werner)
- Freitag, 19. Juni 2026 - 20:30Kategorien: Biopic, Historienfilm, Literaturverfilmung, Musikfilm, Italien, WarnerIm Venedig des 18. Jahrhunderts wächst die talentierte Violinistin Cecilia (Tecla Insolia) im Ospedale della Pietà auf – einem Heim für verwaiste Mädchen, das die dort lebenden Kinder in das Studium der Musik einführt und dessen Orchester weltweit angesehen ist. Bei ihren Auftritten für wohlhabende Gönner bleibt Cecilia stets hinter einer Maske verborgen: Sie soll nicht als eigenständige Person gesehen werden. Doch mit der Ankunft eines neuen Lehrers bekommt sie erstmals die Chance, der Enge ihres bisherigen Lebens und der Aussicht einer arrangierten Ehe zu entkommen. Antonio Vivaldi (Michele Riondino), der neue Leiter des Orchesters, ermutigt sie, ihren eigenen Weg zu gehen. Vorbei an den strengen gesellschaftlichen Regeln und mit der befreienden Kraft der Musik kämpft Cecilia um ihr Schicksal und ein Leben jenseits vorgezeichneter Rollen. VIVALDI UND ICH (OT: Primavera) erzählt eine wundervolle Geschichte weiblicher Selbstbestimmung, eingebettet in die atmosphärische Kulisse des barocken Venedigs und getragen von der Musik Antonio Vivaldis – dem Schöpfer der Vier Jahreszeiten. Der preisgekrönte Theater- und Opernregisseur Damiano Michieletto verwebt in seinem Spielfilmdebüt die Biografie des weltberühmten Komponisten, der zu seiner Zeit unterschätzt wurde, mit dem Schicksal einer jungen Waise, die in der Musik die Inspiration findet, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Dabei stellt der gefeierte Opernregisseur unter Beweis, dass er die Magie von Vivaldis Musik auch auf der großen Leinwand zur vollen Wirkung bringen kann. “Das Drama ist nicht nur klug ausgedacht und mit teils wunderschönen Bildern aus dem alten Venedig in Szene gesetzt, sondern es erzählt auch eine Geschichte, die Ihren Reiz immer stärker durch das Zusammenwirken von Handlung und Musik entfaltet.” (programmkino.de)
- Sonnabend, 20. Juni 2026 - 20:30Kategorien: Biopic, Historienfilm, Literaturverfilmung, Musikfilm, Italien
- Mittwoch, 24. Juni 2026 - 19:30Kategorien: Biopic, Historienfilm, Literaturverfilmung, Musikfilm, Italien
- Freitag, 26. Juni 2026 - 20:30Schäfer George (HUGH JACKMAN) liest seinen geliebten Schafen jeden Abend Krimis vor und nimmt an, dass sie kein Wort davon verstehen. Doch als ein mysteriöser Vorfall das friedliche Leben auf der Farm durchbricht, wird den Schafen bewusst, dass sie selbst nun die Ermittlungen übernehmen müssen. Also folgen sie der Spur der Beweise und machen menschliche Verdächtige ausfindig. Dabei beweisen sie, dass auch Schafe brillant darin sein können, Verbrechen aufzuklären. Ein neuer, geistreicher Krimi der etwas anderen Art! Die Hauptrollen in dieser überaus charmanten und amüsanten Krimi-Komödie spielen Hugh Jackman, Nicholas Braun, Nicholas Galitzine, Molly Gordon sowie Hong Chau und Emma Thompson. In der englischen Originalfassung sind außerdem Julia Louis-Dreyfus, Bryan Cranston, Chris O’Dowd, Regina Hall, Patrick Stewart, Bella Ramsey, Brett Goldstein und Rhys Darby zu hören. Regie führte Kyle Balda. Das Drehbuch schrieb Craig Mazin, von dem auch die Screen Story stammt, basierend auf dem Roman „Glennkill: Ein Schafskrimi“ von Leonie Swann. Der Film wurde produziert von Lindsay Doran, Tim Bevan und Eric Fellner. Executive Producers sind Sarah-Jane Wright, Amelia Granger, Aditya Sood, Tyson Hesse, Phil Lord, Christopher Miller und Tim Wellspring. In der deutschen Fassung leihen Anke Engelke Schaf Lily und Bastian Pastewka Schaf Mopple ihre prägnanten Stimmen. GLENNKILL: EIN SCHAFSKRIMI wird präsentiert von AMAZON MGM STUDIOS, Working Title Films und Three Strange Angels, im Verleih von Sony Pictures Entertainment.
- Sonnabend, 27. Juni 2026 - 20:30Kategorien: Krimi, Komoedie, Literaturverfilmung, England
- Mittwoch, 01. Juli 2026 - 19:30Kategorien: Krimi, Komoedie, Literaturverfilmung, England
- Donnerstag, 02. Juli 2026 - 19:30Kategorien: Dokumentarfilm, WeltkinoIn einer poetischen Spurensuche lässt Regisseurin Regina Schilling das Publikum am Entstehen von Kunst teilhaben: Schauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag und verleiht ihren Worten eine eindringliche Präsenz. Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom. Der Weg ist gezeichnet von ihren komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen. Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann gelingt Regina Schilling eine so sinnliche wie intellektuelle Annäherung an eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Durch die kraftvolle Interpretation von Sandra Hüller und meisterhafte Archivmontagen wird Bachmanns Sprachgewalt im Kino unmittelbar erfahrbar. INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR ist ein filmisches Porträt, das die Zerbrechlichkeit und Kraft einer Künstlerin feiert, die sich jeder Vereinnahmung entzog und deren Werk bis heute eine visionäre Wucht besitzt.
- Freitag, 03. Juli 2026 - 20:30Kategorien: Dokumentarfilm, Weltkino
- Sonnabend, 04. Juli 2026 - 20:30Kategorien: Dokumentarfilm, Weltkino
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