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  • Dienstag, 07. April 2020 - 15:30
    Der Bürgermeister eines von der Agrarkrise hart getroffenen normannischen Dorfes wittert eine Gelegenheit für mediale Aufmerksamkeit, als ein berühmter amerikanischer Fotograf ein Feld des Ortes als Motiv auswählt. Da er stets mit Nackten als Foto-Modellen arbeitet, gilt es, die eigensinnigen Dorfbewohner vom Nutzen der Aktion zu überzeugen. Dabei stößt der Bürgermeister jedoch auf breiten Widerstand. Eine von viel Sympathie für die Notlagen der französischen Bauern getragene Tragikomödie, deren Humor etwas zahm ausfällt. Recht gemächlich inszeniert, vermag der Film vor allem durch seine überwiegend gut getroffenen Dorfcharaktere zu unterhalten und auch zu berühren.
  • Dienstag, 05. Mai 2020 - 15:30
    Ost-Berlin, im Jahr 1989. Die junge, schwangere Anne ist fest entschlossen, durch einen Trick illegal, aber trotzdem ganz "offiziell" aus der DDR auszureisen: Ein gefälschter West-Pass soll ihr das Tor in die Bundesrepublik öffnen. Zu diesem Zweck reist sie mit ihrem rebellischen Freund August zur Montagsdemonstration nach Leipzig – sehr zum Unmut ihres Vaters Otto, seines Zeichens ein berühmter DDR-Staatsschauspieler. Als Otto erfährt, dass dieses Mal Soldaten mit Gewalt gegen die Proteste vorgehen sollen, will er das Schlimmste verhindern. Da er ein begnadeter Erich-Honecker-Imitator ist, verkleidet er sich kurz entschlossen als Regierungschef Honecker und will ins Zentralkomitee spazieren, um den Schießbefehl zurückzunehmen. Aber es kommt anders: Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände landet er in Wandlitz bei Margot Honecker. Zwar gelingt es ihm, mit seiner Maskerade sogar die Honecker-Gattin zu täuschen, allerdings muss er nun schleunigst einen Weg finden, um aus der Sache wieder herauszukommen.
  • Freitag, 08. Mai 2020 - 20:00
    Friedensfilmpreis FF Osnabrück – Jury Statement: Eine niedersächsische Bundesstraße, trist und nebelig, alle paar hundert Meter blinken Neonlichter. In den bunt beleuchteten Wohnwagen warten Sexarbeiterinnen auf ihre Freier. Die Regisseurin Elke Margarete Lehrenkrauss portraitiert drei Frauen, die hier direkt vor unserer Haustür in diesem abgeschiedenen Mikrokosmos leben. Der Film schafft eine Nähe zu seinen Protagonistinnen, die von Vertrauen und einem respektvollen Umgang zeugt und eine lange und geduldige Annäherung und Recherche der Regisseurin an das Milieu und seine Frauen erahnen lässt. Dem Film gelingt hierbei eine inhaltlich-formale Gratwanderung: er arbeitet mit starken, sorgfältig komponierten Bildern und einer atmosphärischen Verdichtung, welche die klaustrophobische Mise en Scene, die Isolation, die Kälte, die Langeweile, und das Ausgeliefertsein förmlich körperlich spüren lässt. Und obwohl der Film mitunter ästhetisierend anmutet, nimmt er die Protagonistinnen ernst, zeigt sie fernab eines exploitativen Voyeurismus, und kommentiert dergestalt zugleich konventionelle Repräsentationen von Weiblichkeit in einem weitreichenden sozialen Kontext von Globalisierung, Ungleichheit und Machtverhältnissen. Beeindruckend gelingt es Elke Margarete Lehrenkrauss jenen Frauen, die aufgrund ökonomischer Zwänge in diese entmenschlichte und funktionale Existenz gedrängt wurden, durch komplexe Portraits ihre Menschlichkeit zurückzugeben, indem sie von ihren individuellen Geschichten, Wünschen und Hoffnungen würdevoll und empathisch erzählt. Wir sind froh, Lovemobil als zutiefst humanen Film mit dem Friedensfilmpreis Osnabrück auszeichnen zu dürfen! Jury: Masha Matzke, Mike Beilfuß, Wiebke Thomsen
  • Sonnabend, 09. Mai 2020 - 20:30
  • Sonntag, 10. Mai 2020 - 17:00
  • Donnerstag, 21. Mai 2020 - 19:00
    Der Film „Die sichere Geburt – Wozu Hebammen?“ folgt der Spur der natürlichen Geburt. Er zeigt, wie komplex die Geburt ab dem Moment abläuft, ab dem das Kind das Signal gibt, geboren zu werden und durch was alles die Geburt gestört werden kann. Er zeigt, wie eine natürliche Geburt aus einer gesunden Schwangerschaft resultiert, wenn die Frau selbstbestimmt gebären kann und so wenig wie nötig eingegriffen wird. Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen wird der Film zeigen, dass wir Hebammen brauchen und zwar sehr viel mehr, als wir heute noch haben für Vorsorge, Geburtsvorbereitung, Geburtsbegleitung, Nachsorge und als Familienhebammen.
  • Dienstag, 02. Juni 2020 - 15:30
    Die Geschichte eines alten Ganoven im ländlichen Texas der 1980er-Jahre, der nonchalant und nicht ohne Mitgefühl für seine Opfer Banken ausraubt und 17 Mal aus Gefängnissen ausgebrochen ist. In seinem angeblich letzten Film entwirft der US-Schauspieler Robert Redford das facettenreiche Porträt eines charismatischen Gauners, dem sogar die von ihm Bestohlenen zugestehen, dass er immer ein Gentleman gewesen sein. Ein zwischen hintersinniger Komik und lyrisch akzentuiertem Realismus schwebendes Alterswerk, das sehr gelungen den Redford-Mythos vom Sundance Kid in einer seinem Alter und der Zeit angepassten Form wiederbelebt. (von Franz Everschor – Filmdienst) –––––––––––––––––––––––––––– Eine Geschichte, die man nicht erfinden könnte. Tatsächlich ist sie in den Achtzigerjahren ungefähr so auch passiert: Forrest Tucker (Robert Redford) ist ein Bankräuber, und nicht einmal, als er sich in Jewel (Sissy Spacek) verliebt, kann er den Kreislauf seines Lebens durchbrechen - Banken ausrauben, geschnappt werden, aus dem Knast ausbrechen. David Lowerys leise, nostalgische Komödie lebt vom charmanten, minimalistischen Spiel Robert Redfords, der schon angekündigt hat, dies werde sein sein letzter Auftritt auf der Leinwand sein. (von Susan Vahabzadeh – Süddeutsche Zeitung)
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