Veranstaltungsarchiv

  • Freitag, 21. April 2023 - 20:30
    Kategorien: Archiv, Constantin, 2023
    Drei heranwachsende Jungs leben Anfang der 2000er-Jahre in Gropiusstadt, einem sozialen Brennpunkt in Berlin-Neukölln. Die Teenager stammen aus zerrütteten Familien und bekommen früh die erbarmungslosen Gesetze der Straße zu spüren. Zwischen Abhängen, (erfolgloser) Anmache von Mädchen, aber auch Schutzgelderpressung durch Drogendealer versuchen sie sich zu behaupten. Das Sozialdrama basiert auf der autofiktionalen Vorlage des Autors Felix Lobrecht und wartet mit Spannung, viel Tempo und Lokalkolorit auf.
  • Freitag, 10. September 2021 - 20:30
    Siebter Teil der Filmreihe um den niederbayerischen Dorfpolizisten Franz Eberhofer, bei dem die kriminalistische Handlung – der Mord an einem lokalen Erotik-Webcam-Girl – erneut nur eine untergeordnete Rolle spielt. Im Zentrum stehen die Irrungen und Wirrungen im Leben des tiefenentspannten Ermittlers, die einmal mehr durch Freunde und Familie munter vorangetrieben werden. Der vergnügliche Film ist ein Glanzstück in der Reihe nach den Kriminalromanen von Rita Falk. Neben dem pointensicheren Drehbuch und der flotten Inszenierung überzeugt einmal mehr das hervorragend aufeinander eingespielte Ensemble. – Sehenswert ab 14.
  • Freitag, 06. März 2020 - 20:30
    Pressetext der Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) zur Vergabe des Prädikats "besonders wertvoll": "Der Film von Nicolas Bedos mit Daniel Auteuil und Fanny Ardant erzählt auf romantisch-irrwitzige Weise von einem Mann, der mit Hilfe einer Eventagentur in die Vergangenheit zurückreist, um die Geschichte seiner großen Liebe noch einmal zu erleben. --- Victor fühlt sich alt. Immer weniger findet er sich in dieser schnelllebigen digitalen Welt mit den sozialen Netzwerken und den automatisierten Vorgängen zurecht. Eines Tages ist seine Frau Marianne so sehr genervt von den ewigen Nörgeleien, dass sie ihn aus der gemeinsamen Wohnung wirft. In seiner Verzweiflung greift er zu einem Gutschein, den sein Sohn ihm geschenkt hat. Dessen bester Freund Antoine erfüllt Menschen Herzenswünsche, indem er sie in eine Zeit ihrer Wahl zurückschickt. Man kann in jede Epoche reisen, die Kostüme, das Setting und natürlich die Figuren werden von Antoine und seinem Team detailgetreu nachinszeniert. Victor entscheidet sich für eine ganz besondere „Zeitreise“: Er will zurück ins Jahr 1974, als er das schönste, aufregendste und liebenswerteste Geschöpf traf, in das er sich sofort unsterblich verliebte: Marianne. Schnell findet Victor heraus, dass man sich an große Gefühle nicht nur erinnern kann – man kann sie auch wieder und wieder empfinden. Die Ausgangsidee der französischen Komödie DIE SCHÖNSTE ZEIT UNSERES LEBENS könnte origineller und irrwitziger nicht sein. Und Regisseur und Drehbuchautor Nicolas Bedos setzt sie mit großer Verspieltheit um. Dabei zeigt er nicht nur die Welt der Illusion, in die sich Victor begibt, sondern offenbart mit klugem und scharfem Blick auch die Welt dahinter. Wenn sich hinter den erleuchteten Spiegeln im verträumten Café das Team versteckt und den Schauspielern per Ohrknopf Anweisungen gibt oder die Musik über einer Szene per Regler die richtige Emotion verleiht, dann wird der Film zu einer gewitzten Satire über die verführerische Kraft einer medialen Inszenierung. Dazu passen die herrlich pointierten Dialoge, die sich das spielfreudige Ensemble an den Kopf wirft. Immer wieder jedoch kehrt der Film zu seinem Kern zurück und erzählt eine warmherzige, authentische und inspirierende Geschichte über die Liebe und das Älterwerden. Das Paar, das sich im Laufe der Zeit im Alltag verloren hat, wird verkörpert von Daniel Auteuil und Fanny Ardant, die unter Beweis stellen, warum sie zu den Großen ihres Fachs gehören. Daniel Auteuil spielt Victor mit so viel Wärme und Wahrhaftigkeit, dass man seine Sehnsucht nach dem, was war, förmlich spüren kann. Und Fanny Ardant sprüht nicht nur vor Lebenslust, Charme und Charisma, sondern lässt hinter der scheinbar gefühllosen Fassade immer auch Sanftheit und Verletzlichkeit erkennen. Diese Ambivalenz der Emotionen macht alle Figuren authentisch und lebensecht. DIE SCHÖNSTE ZEIT UNSERES LEBENS ist romantisch, skurril, berührend und komisch. Französisches Kino zum Verlieben." (FBW – Prädikat besonders wertvoll) ============================================ Fazit: Daniel Auteuil begeistert in einem ebenso pfiffig wie klug geschriebenen und ins Bild gesetzten, romantischen Nostalgie-Trip mit aktuellem Appeal. (Antje Wessels) ============================================ Fazit: Echt und falsch, nostalgisch und up to date, bissig und warmherzig – mit leichter Hand und viel Verve verwirbelt Nicolas Bedos die scheinbaren Gegensätze und schafft einen mitreißenden Feelgood-Trip, der sicher nicht nur Best Ager in Champagnerlaune versetzt. (Karin Jirsak) ============================================ Mit Sicherheit kein Film für die Ewigkeit, aber eine verdammt unterhaltsame Komödie, die prickelt, funkelt und anregt – das ist schon einiges mehr, als man heute im Arthouse-Kino erwarten kann (Joachim Kurz ============================================ In „Die schönste Zeit unseres Lebens“ rekonstruiert eine Firma gegen Geld erlebte Situationen und Erinnerungen. Hört sich komisch an, ist es teilweise auch. Gleichzeitig geht die französische Tragikomödie aber auch zu Herzen, lässt uns über Themen wie Vergänglichkeit nachdenken und macht zugleich Mut, das Leben und die Welt immer wieder neu zu entdecken. (Oliver Armknecht) ============================================ Was ist so französisch an „Die schönste Zeit unseres Lebens“? Alles: die Cleverness, die Routine und die Ironie, der Glanz der Schauspieler und des Dekors, die Selbstverliebtheit und der Ernst, der sie überwindet. Das deutsche Äquivalent zu Bedos’ Film hieß „Traumfabrik“, ein schwerfälliges, pompöses Melodram vor dem Hintergrund des Mauerbaus, das im Juni in die Kinos kam und bald wieder daraus verschwand. In Frankreich hatte „Die schönste Zeit“ ein Millionenpublikum. Alles ist gut. (FAZ)
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