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Kino & Kultur e.V.
Termin | Uhrzeit | Filmtitel | 11.02.10 | 20.30 Uhr | Als die (Film-) Bilder auf uns kamen oder Der ungleiche Kampf 1945 ff: NS-Propaganda gegen Wahrheit. Eintritt frei in Kooperation mit dem Stadtarchiv Celle, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Celle und der jüdischen Gemeinde Celle Zehn Tage nach der Befreiung von Bergen-Belsen werden Repräsentanten von Celle in das Lager zitiert, an den Rand einer riesigen Grube mit toten Häftlingen gestellt. Links von ihnen stehen Männer, die als ehemalige Aufseher des Lagers zu identifizieren sind, rechts steht ein Fahrzeug, vor dem ein britischer Offizier sitzend in ein Mikrofon spricht: "Die, die sie die Väter und Brüder der deutschen Jugend darstellen, sehen vor ihren Augen einige der Söhne und Töchter, die einen kleinen Teil der direkten Verantwortlichkeit für diese Verbrechen tragen. Ein kleiner Teil nur, und doch schwerer zu ertragen als es der Menschenseele möglich ist. Aber wer trägt die wirkliche Verantwortung? Sie, die sie ihrem Führer erlaubt haben, diesen himmelschreienden Wahnsinn auszuführen." Ein Foto dieser Szene ist bekannt, doch die Filmaufnahmen erreichen die Weltöffentlichkeit nur auf Umwegen. Die Wochenschauaufnahmen der Ausgaben vom 30. April 1945 enthalten die Szene nicht. Diese Wochenschau wird in Minden und Burgsteinfurt der Bevölkerung im Mai 1945 gezeigt, auch in Celle? Deutsche Kriegsgefangene in den USA sehen die o.a. Aufnahmen ab September 1945. Aufnahmen von Bergen-Belsen werden in der amerikanischen und französischen Zone verbreitet, ein britischer Dokumentarfilm wird nicht fertiggestellt. Stattdessen wird ein amerikanischer Film gezeigt, ab 1946. Auch in Celle? In unserer Veranstaltung werden die o.a. Filme und Filmbilder gezeigt und besprochen. Vorgestellt werden sie von Heiner Roß (Hamburg, Jahrgang 42), der seit den 90er Jahren diesen Filmen und deren Aufführungsgeschichte nachspürt. | | | | 12.02.10 13.02.10 | 20.30 Uhr | (500) DAYS OF SUMMER (18.1.) USA 2009, 95 Minuten, Filmhomepage (22.10.09), WIKIPEDIA Ein junger Mann schaut auf seine turbulente Beziehung mit einer schönen, eigenwilligen Frau zurück. Aus der Perspektive der männlichen Hauptfigur erzählt, geht es dabei weniger um eine klassische Liebesgeschichte als vielmehr um die Durchleuchtung der bittersüßen Gefühlsachterbahn, die der erklärte Romantiker während seines "Liebessommers" durchmacht. Der Film überzeugt durch seine guten Darsteller und die sorgfältige, einfallsreiche Inszenierung, die vom Split Screen bis zur Musical-Einlage die filmischen Mittel geschickt nutzt, ohne dass diese zum Selbstzweck geraten. (7W 128) | 18.2.-BKF | | | 19.02.10 20.02.10 | 20.30 Uhr | DER INFORMANT! USA 2009, 108 Minuten, Filmhomepage (5.11.09), WIKIPEDIA Regie: Steven Soderbergh mit Matt Damon Ein leitender Angestellter eines großen Agrar-Konzerns in den USA macht in den 1990er-Jahren das FBI auf kriminelle Preisabsprachen seines Unternehmens aufmerksam und bietet sich als Informant an. Steven Soderbergh entwickelt aus diesem Stoff ein schillerndes, vorzüglich gespieltes Porträt, das Ansätze einer Agentenfilm-Parodie zeigt und auf einschlägige "Corporate Crime"-Thriller verweist, dabei aber geschickt alle Genremuster unterläuft. Die elliptische Erzählweise, kontrapunktisch eingesetzte Stilmittel und Anachronismen verblüffen ebenso wie sie bestens unterhalten. (10W 57)
| | | | 26.02.10 27.02.10 | 20.30 Uhr | WHISKY MIT WODKA Deutschland 2009, 104 Minuten, Filmhomepage (3.9.09), WIKIPEDIA Regie: Andreas Dresen mit Henry Hübchen, Corinna Harfouch Während Dreharbeiten trifft ein populärer und lebenslustiger Schauspieler auf eine Filmpartnerin, die einst seine Geliebte war und nun die Frau des Regisseurs ist. Irritiert sucht er sein Heil im Alkohol, wodurch die Produktion in dem Star ein Risiko sieht und einen Ersatz-Darsteller engagiert, was wiederum zu Eifersüchteleien und Hahnenkämpfen führt. Melancholische Tragikomödie mit einem grandiosen Schauspieler-Ensemble und punktgenauen Dialogen über die Vergänglichkeit von Träumen, große und kleine Lebenslügen sowie die Liebe zum Filmemachen. (15W 174)
| | | | 01.03.10 03.03.10 | 08.30 /11.00 Uhr 08.30 /11.00 Uhr
| MEER IS NICHT im Rahmen der 6. SchulKinoWochen Niedersachsen | | | | 05.03.10 06.03.10 | 20.30 Uhr | WHATEVER WORKS - Liebe sich wer kann USA 2009, 92 Minuten, Filmhomepage (3.12.09), WIKIPEDIA Regie/Buch: Woody Allen mit Larry David Ein alternder Misanthrop gerät an eine naive Landpomeranze, die sein Leben gründlich umkrempelt. Für ihn wie für diverse andere Figuren eröffnet sich im Schmelztiegel New York eine unerwartete Chance auf Glück. Zurückhaltend inszenierte und ganz auf temporeichen Dialogwitz sowie lustvoll überzeichnete Charaktere setzende Komödie von Woody Allen, der im Rekurs auf seine Klassiker wie "Der Stadtneurotiker" beim Streifzug durch den urbanen Gefühlsdschungel den Pessimismus seiner Hauptfigur auf die Schippe nimmt und in der pragmatisch-positiven Philosophie des "Whatever Works" auflöst. (W9 212)
| | | | 06.03.10 | 15.00 Uhr | KINDERKINO: OH, WIE SCHÖN IST PANAMA (Eintritt 2 Euro, Einlass ab 14.30 Uhr) | | | | 12.03.10 13.03.10 | 20.30 Uhr | WENDY UND LUCY USA 2009, 80 Minuten, Regie/Buch/Schnitt: Kelly Reichardt, Filmhomepage (22.10.09); WIKIPEDIA Eine junge Frau strandet auf ihrem Weg nach Alaska in einer Stadt in Oregon. Als sie wegen Ladendiebstahls verhaftet wird, geht ihre geliebte Hündin verloren, und sie beginnt, wieder auf freiem Fuß, eine verzweifelte Suche. Ein leises Drama, dessen zurückhaltende, realistische Inszenierung weder um Mitleid für ihre Figur buhlt noch aufdringlich als sozialer Appell daherkommt. Vielmehr entwirft der meisterlich inszenierte Film glaubwürdig und intensiv die Tragödie einer Frau, die aus sozialen und zwischenmenschlichen Netzen herauszufallen droht. Indirekt wirft er dabei auch Fragen nach gegenseitiger Verantwortung auf. (O.m.d.U.) | 19.3.-6.4. Osterferien
| | | 16.03.10 | 20.30 Uhr | HÜHNER FÜR AFRIKA in Kooperation mit attac Celle Eintritt frei | | | | 19.03.10 20.03.10 | 20.30 Uhr | BRAND UPON THE BRAIN! Kanada 2006, 95 Minuten, Filmhomepage (17.12.09) Regie: Guy Maddin Ein Mann kehrt nach mehr als 30 Jahren auf die Insel zurück, auf der er als Kind aufwuchs, und taucht in eine von unheimlich-rätselhaften Ereignissen überschattete Vergangenheit ein. In grobkörnigen Schwarz-Weiß-Bildern, mit bewegter Kamera und rasanter Montage entwirft der faszinierende Film eine grotesk-gruselige Reise in ein Reich pubertärer Fantasien, ohne dabei je die Bodenhaftung auf dem Grund realer kindlicher Lebenserfahrungen zu verlieren. Zugleich geht es immer auch um die Reflexion des Kinos als eine Traum- und Albtraum-Maschinerie. (O.m.d.U.)
| | | | 26.03.10 27.03.10 | 20.30 Uhr | Ein Sommer in New York - The Visitor USA 2008, 108 Minuten, Kinostart: 14. Januar 2010, Filmehompage, WIKIPEDIA mit Richard Jenkins Ein Universitätsprofessor, der sich nach dem Tod seiner Frau von der Welt zurückgezogen und von Freunden und Kollegen abgeschottet hat, erlebt bei der unerwarteten Begegnung mit einem temperamentvollen syrischen Immigranten ein schrittweises Erwachen seiner verschütteten Menschlichkeit. Eine hervorragend inszenierte und gespielte Charakterstudie, die durch den klugen Einbezug der politischen Situation nach dem Attentat vom 11. September 2001 zusätzliches Gewicht erhält. - Sehenswert ab 14. | Karfreitag | | | 30.03.10 | 14.00 Uhr | Gegen jede Regel Veranstalter: CD-Kaserne | | | | 02.04.10 03.04.10 | 20.30 Uhr | GANZ NAH BEI DIR (5.4.) Deutschland 2009, 91 Minuten, Filmhomepage (12.11.09) Regie: Almut Getto Ein verschrobener Bankangestellter, der sich aus Angst vor möglichen Enttäuschungen ganz in sich, seine Marotten und Extravaganzen zurückgezogen hat und seine einzig gute Beziehung zu seiner Schildkröte unterhält, begegnet einer jungen blinden Cellistin, die ihn in ihrem strahlenden Lebensmut aus der Bahn wirft. Charmante, von zwei überzeugenden Hauptdarstellern getragene Komödie, die die trivialen Fallstricke des populären Sujets weitgehend umschifft. Stille Momente, in denen die Protagonisten ihre Einsamkeit und ihre Suche nach Identität und Lebenssinn offen legen, verleihen der amüsanten Liebesgeschichte Substanz und Glaubwürdigkeit. (W11 15)
| | | | 03.04.10 | 15.00 Uhr | KINDERKINO: HÄNDE WEG VON MISSISSIPPI (Eintritt 2 Euro, Einlass ab 14.30 Uhr) | | | | 09.04.10 | 20.30 Uhr | DER PUPPENSPIELER VON HAVANNA El Titiritero de La Habana in Spanisch mit deutschen Untertiteln Kuba/Deutschland 2009, 114 Minuten, Filmhomepage Der Regisseur Wolf Hermsen ist bei der Vorführung anwesend. Der Film erzählt auf dramatische Weise vom Leben des kubanischen Puppenspielers Roberto. Dessen innigster Wunsch ist es, mit seinen Marionetten bei einem Puppentheaterfestival in Oslo aufzutreten. Leider hat sich der norwegische Festivalmanager seit Jahren nicht mehr in Kuba sehen lassen. Und so wird Robertos Traum zu einer fixen Idee, die darin gipfelt, dass er den Norweger in seiner Fantasie an jeder Ecke stehen sieht. Was seine Familienmitglieder nicht wissen, ist, dass Roberto in einem verfallenen Hinterhof einen weiteren Satz Marionetten versteckt hält. In die hatte er einst die Haare und das Blut seiner verstorbenen Frau Olga eingearbeitet. Roberto arbeitet wie besessen an seinen Stücken. Da bemerkt er, dass die Botschaften, die er regelmässig von einem Hotelportier gegen Geld an den Norweger schicken lässt, nie abgesandt wurden...
Der Hamburger Regisseur Wolf Hermsen drehte den Film mit kubanischen Schauspielern unter tropischer Hitze und abenteuerlichen Bedingungen. Er meint: "In einer Künstlerpersönlichkeit lassen sich menschliche Träume und Ideen gut darstellen, weil ein Künstler in seiner Arbeit ständig mit ihnen zu tun hat. Damit meine ich ausdrücklich auch Illusionen, die nie Wirklichkeit werden. Jemand kann nach materiellen Maßstäben ein Verlierer sein, dafür nach geistigen ein Gewinner".
| 10.04.109 | 20.30 Uhr | OB IHR WOLLT ODER NICHT! Deutschland 2008, 110 Minuten, Filmhomepage (30.4.09) u.a. mit Senta Berger und Christiane Paul Der Eintritt wird der Hospiz-Bewegung Celle gespendet. Eine junge Frau ist an Krebs erkrankt. Als bei ihr die Chemotherapie nicht anschlägt, kehrt sie in den Schoß der Familie zurück und versucht eine Wiederannäherung nicht zuletzt an ihre Schwestern. Zwar schwächelt der Film an der Dramaturgie absurder Verwicklungen; dank des hervorragend harmonierenden Schauspielerensembles gelingt es ihm dennoch, das schwierige Thema der Sterbebegleitung erfrischend leichtherzig aufzugreifen. | | | | 16.04.10 17.04.10 | 20.30 Uhr | | | | | 23.04.10 24.04.10
| 20.30 Uhr | | | | | 28.04.10 | 20.00 Uhr | AN DER SCHWELLE ZUM JENSEITS - Nahtoderlebnisse | | | | 30.04.10 01.05.10 | 20.30 Uhr | | 1. Mai | | | 01.05.10 | 15.00 Uhr | KINDERKINO: TOBIAS TOTZ UND SEIN LÖWE (Eintritt 2 Euro, Einlass ab 14.30 Uhr) | | | | 07.05.10 08.05.10 | 20.30 Uhr | | 13.5.-14.5. | | | 14.05.10 15.05.10 | 20.30 Uhr | | | | | 21.05.10 22.05.10 | 20.30 Uhr | | 24.5.-25.5. | | | 28.05.10 29.05.10 | 20.30 Uhr | | | | | 04.06.10 05.06.10 | 20.30 Uhr | | | | | 05.06.10 | 15.00 Uhr | KINDERKINO: DIE WILDEN HÜHNER UND DIE LIEBE (Eintritt 2 Euro, Einlass ab 14.30 Uhr)
| 24.6.-4.8. | | | 11.6.-11.7. | | WM........ | August | | Open Air? | 03.09.10 04.09.10 | 20.30 Uhr | |
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