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experimenteller Dokumentarfilm

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  • Donnerstag, 19. November 2026 - 19:30
    Mehr als 3.000 Spielfilme und Serien hat Regisseur Michal Kosakowski untersucht und daraus einen Film über die Bilder montiert, mit denen das Kino den Holocaust immer wieder dargestellt hat. Züge, Uniformen, Verfolgung, Deportationen, Lager – viele dieser Bilder kennen wir, auch wenn wir uns nicht erinnern können, aus welchem Film sie stammen. „Holofiction“ macht sichtbar, wie sich solche Motive über Jahrzehnte wiederholen und dabei unser Bild von Geschichte prägen. Ein ungewöhnlicher Filmessay über das Gedächtnis des Kinos – und über die Macht der Bilder. ======================================== Aus dem Fundus von 3000 Filmen untersucht der Dokumentarfilmer Michal Kosakowski, wie fiktionale Darstellungen in Filmen und Serien das kollektive Bild-Gedächtnis des Holocaust geprägt haben. Mit eindrücklichen Beispielen wie verblüffenden Montagesequenzen wiederkehrender Motive und Symbole breitet der brillant recherchierte Filmessay das visuelle Reservoir aus, auf das Filmemacher immer wieder zurückgreifen. Mit ästhetischen Eingriffen ins historische Material reflektiert der Film zudem seine eigene Machart und sensibilisiert nachhaltig für einen geschärften Blick auf die Bebilderung des Holocaust in Filmen und Serien. – Sehenswert ab 16 (Ulrich Kriest für den Filmdienst) =============================================== HOLOFICTION ist ein Experimentalfilm, der die visuelle Repräsentation des Holocaust anhand einer Montage von Tausenden von Ausschnitten aus fiktiven Filmen und Fernsehserien untersucht, die zwischen 1938 und der Gegenwart produziert wurden. Der Film stützt sich auf ein umfangreiches Archiv von über 3.000 Erzählwerken und untersucht kritisch, wie Holocaust-Bilder im Kino über Jahrzehnte hinweg kodifiziert und reproduziert wurden. HOLOFICTION enthüllt wiederkehrende visuelle Motive und Erzählmuster, die in der Darstellung des Holocaust zu Ikonen geworden sind. Inspiriert von Claude Lanzmanns Skepsis gegenüber visuellen Darstellungen historischer Traumata, hinterfragt der Film die Möglichkeit und Implikationen der Darstellung einer solchen Gräueltat im fiktiven Kino. Durch seinen essayistischen Ansatz lädt HOLOFICTION das Publikum ein, über die Ethik und Verantwortung des filmischen Geschichtenerzählens nachzudenken, und drängt auf ein tieferes Verständnis dafür, wie diese Repräsentationen das kollektive Gedächtnis und die historische Wahrnehmung prägen. — Regisseur Michal Kosakowski
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