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Neue Visionen
- August 1526
- Dienstag, 31. August 1526 - 20:30Kategorien: romantische Liebeskomoedie , Frankreich, Neue VisionenEin menschenfeindlicher Erfinder vertreibt jeden Mieter, der nebenan einziehen will. Eine junge Pianistin lässt sich von seinen Psychotricks aber nicht beeindrucken. Nach anfänglichem Schlagabtausch kommt es sogar zur Verständigung. Während sie weiter nur durch die Wand miteinander kommunizieren, entwickeln sich bald tiefere Gefühle. Die romantische Komödie überrascht trotz ihres vorhersehbaren Verlaufs durch originelle, liebevoll arrangierte Details. Ein sympathischer Unterhaltungsfilm, der unterschwellig für Entschleunigung und Privatsphäre auch im digitalen Zeitalter plädiert.
- Dienstag, 31. August 1526 - 20:30Kategorien: Komoedie, Frankreich, Neue Visionen, ScopeEin einzelgängerischer Busfahrer in den Fünfzigern beschließt nach einem Herzinfarkt, den Kontakt zu seiner Tochter zu suchen, die er zuletzt als Kind gesehen hat. Da es ihm schwerfällt, sich ihr zu offenbaren, will er an einem Kurs der Tanzlehrerin teilnehmen, muss dafür allerdings erst einmal die Grundlagen des Gesellschaftstanzes lernen. Eine sympathische, gut gespielte Komödie um den Versuch, in der zweiten Hälfte des Lebens die Fehler der ersten auszubügeln. Die Furcht vor Ablehnung und Einsamkeit nimmt der Film ernsthaft, wenngleich auch mit satirischem Biss auf, während vor allem das Verstellungsspiel eines tanzenden Tanzverächters für originelle Pointen sorgt. ====================================== Eigentlich müsste diese melancholische Komödie um einen aus der Zeit gefallenen Macho, der spät väterliche Gefühle entwickelt, ein Starvehikel für Frank Dubosc sein. Aber der Hauptdarsteller, Regisseur und Autor überlässt die trefflichsten Gags seinen Leinwandpartnern; namentlich dem Schriftsteller Michel Houellebecq, der in der Rolle eines Kardiologen als vergnügter Schwarzmaler glänzt.
- Dienstag, 31. August 1526 - 20:30Kategorien: Komoedie, Screwball-Komoedie, Frankreich, Neue Visionen, ScopeAls François herausfindet, dass seine Frau ihn vor 40 Jahren betrogen hat, will er ihren ehemaligen Liebhaber, der jetzt in Nizza lebt, zur Rede stellen. „Liebesbriefe aus Nizza“ ist eine leichte Komödie über schmerzhafte Lebensschicksale und erzählt, wie man nach 50 Jahren Ehe mit Enttäuschungen und verpassten Chancen umgeht. (Rüdiger Suchsland) ============================================ LIEBESBRIEFE AUS NIZZA ist eine umwerfende Sommerkomödie über eine so wilde wie wahnwitzige Vendetta an der Côte d'Azur. Mit herrlichen Pointen entfaltet Regisseur Ivan Calbérac („Frühstück bei Monsieur Henri“) eine grandiose und sehr romantische Screwball-Komödie über den dritten und den vierten Frühling im Leben. Eine Revanche à trois voller Situationskomik, die mit viel Humor zeigt, dass kein Alter vor frischer Verliebtheit und später Rache schützt.
- Dienstag, 31. August 1526 - 20:30Kategorien: Komoedie, Frankreich, Neue Visionen, ScopeEin Familien-Idyll im Frankreich der 1950er Jahre: Michel (Didier Bourdon), mittelmäßig, ist Bankangestellter und Ernährer, seine “bessere Hälfte” Hélène (Elsa Zylberstein), mit Dauerwelle, aber aufsässig, kümmert sich um Haushalt und Kinder. Das patriarchale Paradies scheint perfekt, bis ein Kurzschluss der gerade eingezogenen Waschmaschine die beiden ins Jahr 2025 katapultiert. Plötzlich sind die Rollen neu verteilt. Während sich Hélène aller Ahnungslosigkeit zum Trotz erstaunlich gut als karriere-intensive Powerfrau schlägt, muss sich Michel als Hausmann im Smart-Home abmühen. Statt Unterwerfungsrhetorik braucht Michel nun Empowerment, Hélène genießt die Freiheit der Emanzipation. Doch die schöne neue Welt hat so ihre Tücken: der virtuelle Sprachassistent ist ein sturer Bock, die Möbel muss man sich selbst zusammenschrauben, der Hundekot wird vom Boden aufgehoben und die eigene Tochter möchte ihre Freundin heiraten. Fazit: Angesichts konservativer Kräfte, die am liebsten zu einem Leben wie in den 1950er-Jahren zurückkehren möchten, kommt dieser Film gerade richtig. Die französische Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin Vinciane Millereau liefert mit ihrem Langfilmdebüt "Die progressiven Nostalgiker" eine boulevardeske Gesellschaftskomödie ab, die vermittels einer Zeitreise die Rollen der Geschlechter hinterfragt, ohne dabei zu ernst und schwerfällig zu geraten. Auch wenn der Film nur an der Oberfläche kratzt, ist er vor allem dank der blendend aufgelegten Hauptdarstellern unterhaltsam. Jetzt reicht es dem entmachteten Familienoberhaupt. Es geht zurück in die gute alte Zeit und zwar sofort! Wenn er nur wüsste, wie man die smarte Waschmaschine auf Zeitrückreise programmiert... In DIE PROGRESSIVEN NOSTALGIKER ist die Freiheit immer nur einen Flügelschlag von der guten alten Zeit entfernt. Regisseurin Vinciane Millereau beweist ein großartiges Gespür für die Absurditäten unserer Zeit. Mit rotzfrechem Humor, präzisem Sarkasmus und herrlicher Situationskomik nimmt DIE PROGRESSIVEN NOSTALGIKER die Heilsversprechen unserer Gegenwart aufs Korn und erzählt von der wunderbaren Relativität der Geschichte. ========================================= Fazit: Früher war vielleicht mehr Lametta, aber es war keinesfalls alles besser. Die unterhaltsame Komödie über ein Ehepaar, das aus dem Jahr 1958 ins Heute katapultiert wird, kombiniert Witz und Nostalgie mit viel freundlichem Boulevard-Humor. Tatsächlich entpuppt sie sich immer mehr als zwar überaus vergnügliche, aber nebenbei durchaus nachdenkenswerte Betrachtung über den unaufhaltsamen Wandel, über das, was wirklich zählt … und natürlich karierte Caprihosen. (Gaby Sikorski) ========================================= Fazit In „Die progressiven Nostalgiker“ landet ein Paar aus den 50ern in der Gegenwart und tut sich mit der sich gewandelten Welt schwer. Das Aufeinandertreffen von konservativen und fortschrittlichen Weltsichten mag nicht sonderlich subtil sein. Spaß macht die Komödie aber schon und ist dabei schön anzusehen. (Oliver Armknecht) ========================================= Getragen wird die amüsante Inszenierung vor allem vom Hauptdarstellerduo Didier Bourdon und Elsa Zylberstein. Es ist ein Vergnügen, diesem eingespielten Team zuzusehen, das angesichts des erlittenen Kulturschocks mit bestechender Spielfreude agiert. Dass eine unbedarfte Hausfrau als Bankchefin ohne jede Fachkompetenz sogleich befördert wird, ist zwar ebenso wenig plausibel wie die Behauptung, dass ein erzkonservativer Macho ohne jeden Anflug von Widerspruch und ohne jede Anleitung einen modernen Haushalt managen kann. Angesichts der schauspielerischen Leistungen lassen sich einige Glaubwürdigkeitsmängel in der Figurenzeichnung jedoch leicht verschmerzen. (Reinhard Kleber) ========================================= Fazit: Angesichts konservativer Kräfte, die am liebsten zu einem Leben wie in den 1950er-Jahren zurückkehren möchten, kommt dieser Film gerade richtig. Die französische Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin Vinciane Millereau liefert mit ihrem Langfilmdebüt "Die progressiven Nostalgiker" eine boulevardeske Gesellschaftskomödie ab, die vermittels einer Zeitreise die Rollen der Geschlechter hinterfragt, ohne dabei zu ernst und schwerfällig zu geraten. Auch wenn der Film nur an der Oberfläche kratzt, ist er vor allem dank der blendend aufgelegten Hauptdarstellern unterhaltsam. (Falk Straub) ========================================= Die progressiven Nostalgiker sind keine subtile Gesellschaftssatire, sondern eine offensive, manchmal schrille, oft sehr komische Abrechnung mit Patriarchat und Nationalismus. Der Film will lachen lassen, er will provozieren, er will Haltung zeigen und macht all das mit einer Lust am Unsinn, die im europäischen Mainstreamkino eher selten geworden ist. (Axel Timo Purr) ========================================= Und die Zeitreise der französischen Ehepaares hat für heutige Zuschauer tatsächlich auch einen progressiv nostalgischen Effekt: Man ertappt sich dabei, wie man sich zwischendurch mal – nur sehr kurz, aber immerhin – in die Ruhe der 50er Jahre zurücksehnt, in eine Zeit, die wir gar nicht erlebt haben. Walter Benjamin nannte das eine rückwärtsgewandte Utopie. Ein unterhaltsames ungewöhnliches Filmerlebnis! (Rüdiger Suchsland)
- Dienstag, 31. August 1526 - 20:30Kategorien: Komoedie, romantische Liebeskomoedie , Frankreich, Neue Visionen, Scope
- Januar 1625
- Freitag, 10. Januar 1625 - 20:30Kategorien: Komoedie, Archiv, Frankreich, Neue Visionen, Scope, FRDE, 30 Jahre achteinhalb, Jubiläumswoche, 2025Thibaut ist ein berühmter Dirigent, der die Konzertsäle der ganzen Welt bereist. In der Mitte seines Lebens erfährt er, dass er adoptiert wurde und dass er auch einen jüngeren Bruder hat, Jimmy, der in einer Schulküche arbeitet und Posaune in der Blaskapelle einer Arbeiterstadt spielt. Die beiden Brüder könnten unterschiedlicher nicht sein. Nur in einer Sache sind sie sich einig: ihrer Liebe zur Musik. Thibaut ist beeindruckt vom musikalischen Talent seines Bruders. Er will die Ungerechtigkeit ihres Schicksals begleichen, seinem Bruder die eine Chance geben, die er nie hatte: sein Talent zu entfalten, seinem Herzen zu folgen und mit dem kleinen Orchester einen nationalen Wettbewerb zu gewinnen. Jimmy beginnt, von einem ganz anderen Leben zu träumen... Ein Kino der Superlative hat Regisseur Emmanuel Courcol mit diesem Film geschaffen: eine Geschichte, die sowohl im Kleinen als auch im Großen, im Privaten wie im Politischen überwältigt, berührt und vor allem unterhält. Benjamin Lavernhe (BIRNENKUCHEN MIT LAVENDEL) und Pierre Lottin (EIN TRIUMPH) sind brillant in dieser großen filmischen Erzählung von zwei Männern, die Brüder werden, und erst dadurch die Welt verstehen. ===================================== Publikumspreise zuhauf für den jüngsten Filmhit aus Frankreich: Das Publikum, besonders auch in Deutschland, liebt diesen Film. Auf Festivals und Filmtagen konnte Courcols Werk bereits zahlreiche Publikumspreise abräumen. Dieser Erfolg ist verdient und beweist, wie sehr das Arthousepublikum zeitgenössische Stoffe mag, die etwas über das Leben erzählen, wie es wirklich ist, und damit zugleich die Gefühle ansprechen. (Bianka Piringer)
- Juli 1626
- Freitag, 17. Juli 1626 - 20:30Kategorien: Komoedie, Liebesfilm, Frankreich, Neue Visionen, ScopeEin Film, der glücklich macht! Wie ein frischer Frühlingswind trägt diese französische Komödie Leichtigkeit und gute Laune ins Kino. Mit Herz, Humor und Verstand präsentiert Éric Besnard (Buch und Regie) ein Stück feiner Filmkunst. Er erzählt die Geschichte einer Frau in Nöten, die einem hochintelligenten Mann mit Asperger-Syndrom begegnet. Eine romantische Komödie der besonderen Art vor einer überwältigend schönen Naturkulisse. (Gaby Sikorski für die Gilde deutscher Filmkunsttheater) ============================= Mit Benjamin Lavernhe bekannt u.a. aus "Die leisen und die großen Töne"
- November 1724
- Mittwoch, 08. November 1724 - 19:30Kategorien: Komoedie, Culture-Clash-Komoedie, Oesterreich, Neue Visionen, Scope, 2024Die Tochter einer atheistischen Feministin (Caroline Peters) aus Wien konvertiert zum Islam und stellt den familiären Patchwork-Haushalt durch radikale Speisevorschriften und Alltagsregeln auf den Kopf. Mit Situationskomik und viel schwarzem Humor spießt die satirische Komödie die ambivalenten Reaktionen der Umwelt auf, hält sich aber auch nicht mit bissigen Karikaturen des Islamismus zurück. Pointierte Dialoge und gut aufgelegte Darsteller ermöglichen einen humoristischen Lichtblick im Dschungel allzu bierernster Debatten um Identität und Religion. .... 22/103813