21. August: Offizieller deutscher Beitrag für die Oscar-Nominierung 2026

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IN DIE SONNE SCHAUEN wurde als offizieller deutscher Beitrag für den Oscar® 2026 ausgewählt und geht damit ins Rennen um eine Nominierung! Die „Shortlist“ der 15 Filme, die von den verschiedenen Ländern für den Oscar in der Kategorie „Bester internationaler Spielfilm“ eingereicht wurden, wird am 16. Dezember 2025 bekannt gegeben. Die fünf nominierten Filme, die schließlich ins Rennen gehen, werden am 22. Januar 2026 veröffentlicht. Die Oscar®-Verleihung findet am 15. März 2026 statt. 

Am 20. und 21. August traf sich die nationale Auswahljury in München zur Sichtung der fünf deutschen Kandidaten für das Oscar-Rennen 2026. Die Wetten standen hoch für den in Cannes gefeierten und ausgezeichneten deutschen Beitrag IN DIE SONNE SCHAUEN von Mascha Schilinski. Die Jury ist davon überzeugt, dass dieser kunstvolle Film mit seiner besonderen Erzählstruktur der Richtige ist, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen.

IN DIE SONNE SCHAUEN beschreibt mit diversen Zeitsprüngen einen assoziativen Erinnerungsstrom aus dem Leben von vier Mädchen, die über einen Zeitraum von circa 100 Jahren bis in die Gegenwart auf einem altmärkischen Bauernhof leben beziehungsweise gelebt haben. Im Laufe der Handlung verschwimmen die Grenzen zwischen den Figuren, so dass der Film auch bei mehrfachem Sehen immer wieder neue Aspekte offenbart.

 

German Films organisiert jede Jahr die Wahl des deutschen Films, der in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ für den Oscar kandidiert.
Hier die Bekanntgabe von German Films:

Mascha Schilinskis Spielfilm SOUND OF FALLING wird Deutschland in der Kategorie „Bester internationaler Spielfilm“ bei der 98. Oscarverleihung vertreten. Diese Entscheidung traf eine unabhängige Expertenjury, die von German Films eingesetzt wurde. Insgesamt wurden fünf Filme zur Auswahl eingereicht.

Nach der Sichtung aller eingereichten Filme am 20. und 21. August in München wählte die neunköpfige Jury das von Studio Zentral produzierte Generationendrama SOUND OF FALLING als deutschen Oscar®-Kandidaten aus.

Die Begründung der Jury lautet wie folgt:
„SOUND OF FALLING ist formal kompromisslos, emotional existentiell und künstlerisch einzigartig – ohne Parallele im deutschen und internationalen Kino. Über ein Jahrhundert hinweg verwebt der Film die Leben von vier Frauen, die gegen Eingrenzung, Gewalt und gesellschaftliche Zwänge kämpfen. Als Werk von seltener Dringlichkeit, meisterhaft inszeniert, poetisch, universell und mutig, ist SOUND OF FALLING eine körperliche Erfahrung, die nachhallt und sich in das Gedächtnis einbrennt.“

Regisseurin Mascha Schilinski über die Entscheidung:
„Im Namen des gesamten Teams möchte ich unsere Dankbarkeit dafür zum Ausdruck bringen, dass SOUND OF FALLING die große Ehre zuteilwurde, Deutschland bei den Oscars® zu vertreten. Die bisherige Reise des Films – vom Gewinn des Jurypreises beim diesjährigen Festival de Cannes bis hin zur Freude, nun auch Deutschland bei den Oscars® zu vertreten – zeigt uns, dass es sich lohnt, an seine künstlerische Vision zu glauben. Und dass man sich selbst treu bleiben kann – wenn man die richtigen Begleiter findet, die einen auf diesem Weg begleiten. Wir freuen uns sehr über die Anerkennung und Ermutigung, die wir derzeit für unseren Film erhalten. Wir hoffen, dass die Sichtbarkeit dieses Films dazu führt, dass Filmemacher mehr Offenheit und Unterstützung erfahren, wenn sie sich bemühen, neue narrative Wege zu beschreiten.“

Über den Film:
Ein abgelegenes vierseitiges Gehöft in der Altmark. Seit über einem Jahrhundert atmen die Mauern das Leben der Menschen, die hier leben, ihren Geschmack, ihre Existenz in der Zeit. SOUND OF FALLING erzählt die Geschichte von vier Frauen aus verschiedenen Epochen – Alma (1910er Jahre), Erika (1940er Jahre), Angelika (1980er Jahre) und Nelly (2020er Jahre) –, deren Leben auf unheimliche Weise miteinander verflochten sind. Jede von ihnen erlebt ihre Kindheit oder Jugend auf diesem Bauernhof, aber während sie durch ihre eigene Gegenwart streifen, offenbaren sich ihnen Spuren der Vergangenheit – unausgesprochene Ängste, verdrängte Traumata, vergrabene Geheimnisse. Alma entdeckt, dass sie nach ihrer verstorbenen Schwester benannt wurde und glaubt, dass sie dem gleichen Schicksal folgen muss. Erika verliert sich in einer gefährlichen Faszination für ihren behinderten Onkel. Angelika balanciert zwischen Todessehnsucht und Lebenslust, gefangen in einem fragilen Familiensystem. Und schließlich ist da noch Nelly, die in scheinbarer Sicherheit aufwächst, aber von intensiven Träumen und der unbewussten Last der Vergangenheit heimgesucht wird. Als sich ein tragisches Ereignis auf dem Bauernhof wiederholt, beginnen die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu verschwimmen.

 

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ARD-Mediathek (70 Sekunden) zur Nominierung

Die Süddeutsche Zeitung zur Nominierung

DIe FAZ zur Nominierung 

Der Stern zur Nominierung