Veranstaltungen von Montag, 31. August 2026 bis Sonntag, 06. September 2026

  • Ort: Hannoversche Straße 30E, 29221 Celle, Deutschland (nicht Postanschrift!) Kategorien: Ganz großes Kino in Celle
  • Donnerstag, 03. September 2026 - 19:30
    Kategorien: Dokumentarfilm, Central
    WAS HABEN WIR GELACHT erzählt die Geschichte des Unterhaltungsfernsehens der 90er Jahre erstmals aus Frauenperspektive. Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins blicken zurück auf ihr Werk und eine Zeit, in der Frauen im Fernsehen vor allem Beiwerk waren, als Pointen dienten und weiblicher Humor als Quotenkiller galt. Eine ganze Generation wurde so vor allem durch männliche Unterhalter sozialisiert – durch „Wetten, dass…?”, die „Harald Schmidt Show” und später “TV total”. Wie hat uns diese Zeit geprägt? Und was hat Witzigsein mit Macht und Gleichberechtigung zu tun? Dieser Film ist eine Zeitreise zurück zu den Lachern der 90er. ‘Was haben wir gelacht’ – oder vielleicht auch nicht? ======================================== Ein kluges Stück Mediengeschichte Ähnlich wie „Die Unbeugsamen“ die Politik über das Thema der Frauenbeteiligung neu vermessen hat, wird dieser Dokumentarfilm zu einer klugen Archäologie des Gelächters im deutschen Fernsehen und fragt nach den Machtverhältnissen hinter dem Humor. Ein unterhaltsames, politisches Stück Mediengeschichte, bei dem einem das Lachen immer wieder im Hals stecken bleibt – und das am Ende die beunruhigende Frage stellt: Übersehen wir heute vielleicht genauso viel wie damals? (Rüdiger Suchsland) ======================================== Jede Generation hält sich für die erste moralisch aufgeklärte Generation der Geschichte. Keine hatte damit bisher Recht. Die eigentliche Lehre aus solchen Rückblicken sollte nicht nur lauten, dass vergangene Generationen blinde Flecken hatten. Denn jede Generation hat blinde Flecken. Und moralische Arroganz ist kein Fehler einer bestimmten Epoche, sondern ein menschliches Grundmuster. .... Denn man unterschätzt in diesem retrospektiven Denken unsere eigene gesellschaftliche Kurzsichtigkeit. In einem seiner bekanntesten Sketche der 1980er Jahre übersetzt Otto englische Begriffe ins Deutsche und nutzt dabei völlig ungeniert Vokabeln (unter anderem das N-Wort), die wir heute zu Recht als rassistisch ächten. Heute könnte Otto seine Karriere beenden. Damals lachte ein Millionenpublikum. Der entscheidende Punkt ist dabei nicht, ob dieser Humor damals harmlos war (für Betroffene war er das wohl nicht). Das eigentlich Erschreckende ist die kollektive Selbstverständlichkeit, mit der eine ganze Gesellschaft glaubte, völlig im Recht zu sein. Genau diese absolute Gewissheit, auf der richtigen Seite zu stehen, sehen wir heute wieder, und wer Otto heute aburteilt, vergisst die eigentliche Lektion: Auch wir klatschen heute Beifall für Dinge, für die sich unsere Enkel in dreißig Jahren in Grund und Boden schämen könnten. ... Worüber werden die Menschen in den 2050ern den Kopf schütteln, wenn sie auf uns zurückblicken? Was, wenn unsere Enkel uns nicht für unsere Fehler kritisieren, sondern für unsere Gewissheiten? (Henning Beck)
  • Freitag, 04. September 2026 - 20:30
    Dass ein unkontrollierbares „Problemkind“ mal mit dem Orden des British Empire ausgezeichnet werden würde, damit hätte wohl niemand gerechnet, am allerwenigsten John Davidson selbst. In den frühen 1980er Jahren wächst John (Scott Ellis Watson) in einer schottischen Kleinstadt auf, als er im Alter von 12 Jahren beginnt unter heftigen Nerventicks zu leiden. Mit dem Ausbruch einer erst Jahre später als Tourette-Syndrom diagnostizierten Erkrankung wird sein Leben zu einem endlosen Spießrutenlauf. Weder in der Schule noch Zuhause werden seine Ticks und spontan ausgestoßenen Flüche als Symptome gesehen, sondern er wird ermahnt, gehänselt und sogar bestraft. Fast 15 Jahre später lebt John (Robert Aramayo) mit Mitte 20 noch bei seiner Mutter (Shirley Henderson). Er nimmt so starke Medikamente, dass ihm die Nebenwirkungen fast jeden Lebensmut rauben. Die zufällige Begegnung mit seinem Schulfreund Murray und dessen Mutter Dottie (Maxine Peak) bringt endlich eine Wendung. Dottie ist Krankenschwester und akzeptiert John, wie er ist. Sie nimmt ihn in ihrer Familie auf und findet sogar einen Job für ihn als Assistent des Gemeindezentrum-Hausmeisters Tommy (Peter Mullan). Ein aberwitziges Vorstellungsgespräch, bei dem Tommy wie kein anderer auf Johns Ticks und Flüche reagiert, legt den Grundstein für eine innige Freundschaft zwischen den beiden. Und langsam findet John den Mut und die Zuversicht, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und erkennt, wie wertvoll seine Erfahrungen auch für andere sind. “Das Außenseiter-Drama kommt (fast) ohne Kitsch und falsche Töne aus. Statt Sentimentalitäten beherrschen Wahrhaftigkeit und feiner britischer Humor das exzellent gespielte, sehr bewegende Aufklärungsstück. Nicht nur ein Feel-Good-, sondern ein Feel-Better-Movie! Für Arthaus-Kinos ist dieser smarte Crowdpleaser wie ein Sechser im Lotto!” (programmkino.de)
  • Sonnabend, 05. September 2026 - 20:30
    Kategorien: Komoedie, Biopic, England
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