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Schwarz-Weiß-Film

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  • Donnerstag, 22. Oktober 2026 - 19:30
    Hiddensee hat eine lange Geschichte als Künstler- und Sehnsuchtsort. Ein wenig erinnert das an Worpswede – nur liegt diese Künstlerinsel mitten in der Ostsee. Schon in den 1920er-Jahren kamen Schriftsteller, Schauspieler und Künstler nach Hiddensee; später wurde die Insel in der DDR zum Rückzugsort für Künstler, Aussteiger und unangepasste Menschen. Auch die Punks von Feeling B entdeckten sie für sich. Annekatrin Hendel, die selbst in den 1980er-Jahren zur Hiddensee-Szene gehörte, erzählt in ihrem ungewöhnlichen Dokumentarfilm von einem Jahrhundert Inselgeschichte – von Gerhart Hauptmann und Asta Nielsen über DDR-Punks bis zu den Konflikten der Gegenwart. Historische Aufnahmen, heutige Bilder, Schwarz-Weiß-Fotografie, Musik und Marionetten verbinden sich zu einem atmosphärischen Film über einen Ort, an dem Freiheit und Ausgrenzung, Kunst und Politik, Sehnsucht und Realität immer wieder aufeinanderstoßen. Die FAZ hat Hiddensee ein „Deutschland en miniature“ genannt. Ursula Kähler (Cicero) ist mit dieser großen Deutschland-Parabel vorsichtiger und sieht die Insel eher als einen eigenwilligen Resonanzraum, in dem sich deutsche Geschichte und Gegenwart auf besondere Weise brechen. Vielleicht muss man sich gar nicht entscheiden. Hiddensee ist vor allem eines: ein faszinierender Ort mit einer erstaunlich widersprüchlichen Geschichte.
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