Kedi - Von Katzen und Menschen

  Montag, 28. Dezember 1970 - 20:30 bis - 21:50
Treffer: 318

1182 Katzenportraits, alle zum Adoptieren freigegeben.

 

Eintritt: 5,00 €

Türkei 2016
Kinostart: 10. August 2017
79 Minuten
FSK: ab 0; f

Produktion: Ceyda Torun, Charlie Wuppermann
Regie & Drehbuch: Ceyda Torun
Kamera: Alp Korfali, Charlie Wuppermann
Musik: Kira Fontana
Schnitt: Mo Stoebe

Kritik auf Programmkino.de  
Kritik von Dirk Gieselmann in der Zeit: Einmal kräftig durchschnurren
Kritik von Michael Meyns in der taz: Auf Katzen-Augenhöhe
Kritik von Stella Donata Haag im Berliner Tagesspiegel: Katzen mögen keine Diktatoren

Interview mit Regisseurin Ceyda Torun in der Frankfurter Neuen Presse

Der Filmdienst ist seit Jahren die führende deutsche Kinofilmfachzeitschrift. Da die Kritiken des Filmdiensts nicht ohne weiteres zugänglich sind, drucken wir sie hier ab, unabhängig ob sie positiv oder negativ ausfallen. Unser Ehrgeiz ist es nicht, Interessierte mit hohlen Versprechungen oder plakativen Etikettierunen wie "Kunstfilm" oder "besonderer Film"  ins achteinhalb zu locken. Die wenigstens Filme erhalten vom Filmdienst eine positive Kritik. Es ist daher durchaus so, dass Filme, die dort nicht so positiv "wegkommen", ansonsten durchweg positive Kritiken erhalten haben und wir auch einige Filme "klasse" gefunden haben, die vom Filmdienst kritisch bewertet worden sind. Es ist halt eine Meinung unter mehreren, aber in der Regel eine fundierte. Die höchste Auszeichnung ist das Prädikat "sehenswert", die Altersempfehlung ist eine pädagogische.
Kurzkritik Filmdienst
Dokumentarfilm über wilde Katzen in Istanbul sowie über die Menschen, die sich um sie kümmern. Er folgt sieben Tieren „auf Katzenhöhe“ durch die verwinkelten Straßen und über die Märkte der Stadt und lässt jene Bewohner zu Wort kommen, die zu jeder Gelegenheit die unabhängigen Tiere füttern oder mit ihnen spielen. Dabei erfährt man durchaus einiges über die Atmosphäre und den „Groove“ der Metropole am Bosporus, auch wenn es vorrangig nur um eine filmische Liebeserklärung an die Tiere und ihre putzigen Gesichter in Großaufnahme geht. - Ab 10.
Alexandra Wach, FILMDIENST 2017/16

Trailer (125 Sekunden):



ausführliche Kritik Filmdienst
Es war nur eine Frage der Zeit, bis es die im Internet beliebten Katzen-Videos auch auf die große Leinwand schaffen. Die türkische Regisseurin Ceyda Torun hat sogar einen cleveren Dreh gefunden, um das Sujet nicht allzu platt ins andere Medium zu transferieren. Ihre Dokumentation spürt nicht etwa Haustieren nach, sondern Katzen, die in der Großstadt Istanbul zu Hause sind. Deren Einwohner haben offenbar eine Schwäche für die unabhängigen Tiere. Egal, ob alt oder jung, männlich oder weiblich: Alle nutzen jede sich bietende Gelegenheit, um die Streuner zu berühren, zu füttern oder mit ihnen zu spielen.

Der Film wählt sieben Exemplare mit unterschiedlichen Charaktereigenschaften aus und begleitet sie auf Katzenhöhe durchs Gewirr der Straßen. Nach und nach entspinnen sich amüsante Geschichten um die „Gaunerin“, den „Spieler“, den „Gentleman“ oder den „Rattenjäger“. Den Menschen, die sich um die Tiere kümmern, verschafft der Anblick der Samtpfoten sichtlich ein Entspannungsgefühl im hektischen Durcheinander aus Autoverkehr und Menschenmassen, das aus der Perspektive der Katzen noch verstörender wirkt. Natürlich erfährt man auch etwas über die Atmosphäre und den „Groove“ von Istanbul. Letztlich dient der beträchtliche Aufwand aber nur dazu, um möglichst oft die putzigen Gesichter der Katzen in Großaufnahme zu präsentieren. Sie sind die Stars dieser filmischen Liebeserklärung; das Umfeld darf lediglich assistieren. Für Liebhaber der eigenwilligen Majestäten geht die Rechnung auf. Der Rest sucht sich lieber woanders einen schnurrenden Partner.

Alexandra Wach, FILMDIENST 2017/16