Der Junge im Bus - Theater im Bus

Donnerstag, 28. September 2017 - 18:00

Theater nicht nur für Kinder & Schüler
 
Ein Theaterstück von Suzanne van Lohuizen.
Theater für Kinder ab zehn Jahren
Spiel und Regie: Urusla Pehlke und Kerstin Wittstamm
Premiere 7. September 2017 in Platenlaase

Kerstin Wittstamm ist einem größeren Celler Publikum durch ihre Auftritte in der Halle 19 mit "Emmas Glück" bekannt.


Ort: im Bus vor dem Kino achteinhalb
Dauer: 45 Minuten
Beginn: 18 Uhr
Einlass: ab 17.30 Uhr

Eintritt: 15,- Euro
ermäßigt: 10,- Euro
Lehrer, die das Stück für ihre Schule sichten möchten, haben freien Eintritt.

 

FLYER zum Stück

 

Es gibt 30 Karten. Karten können über diese Webseite oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! reserviert werden und dann an der Abendkasse zwischen 17.15 Uhr und 17.45 Uhr abgeholt werden. Reservierungen verfallen nach 17.45 Uhr.

Text der Freien Bühne Wendland:

An seinem zwölften Geburtstag ging Wichards Mutter für immer fort und ließ ihn allein zurück. Seitdem ist ein Bus, ihr Abschiedsgeschenk an ihn, sein Zufluchtsort, sein Zuhause. Unterstützt wird er von Karolien, die mit ihm umherfährt und für ihn sorgt. Auch nach vielen Jahren durchlebt Wichard wieder und wieder die Konfliktemit seiner Mutter. Er ist „verrückt“, wie er selbst sagt, gefangen in einer unglücklichen Kindheit. Im Bus scheint die Zeit still zu stehen. Um dem Gefühl der Verlassenheit zuentkommen, lädt er sich gern Besucher ein. (zitiert nach Theater Rudolstadt)

In der Geschichte des schizoiden Jungen Wichard „Der Junge im Bus“ (de jongen inde bus) der Niederländerin Suzanne van Lohuizen wird die Fiktion des Theaters auf eine gerade beängstigende Weise aufgelöst: Das Sein ersetzt den Schein; die Zuschauer sollen glauben sie wohnen einem realen Vorgang bei. Die Auflösung der Fiktion beginnt schon damit, dass Wichard die jugendlichen Zuschauer des Stückes aus ihrem Klassenzimmer in seinen Bus lotst. Mit der Figur des Wichard untermauert Suzanne van Lohuizen noch den Realismus der Szene: sie gibt nicht vor, Wichard sei ein Junge, lässt also nicht einen erwachsenen Schauspieler einen Zwölfjährigen spielen, sondern nutzt gerade den Altersunterschied zwischen Schauspieler und Rolle, um damit die schizophrenen Regressionsschritte Wichards sichtbar zu machen. Die Autorin verlässt scheinbar völlig den Bereich der Fiktion, wenn die Jalousien vor den Fenstern des Busses hochgehen und die Zuschauer Wichards Mutter tatsächlich über die Straße weggehen sehen. Gleichzeitig aber leugnet das Stück die Gesetzte der Alltagsrealität: die ebenso angstbesetzten wie sehnsuchtsvollen Erinnerungen Wichards an seine Mutter werden szenische Realität – seine Mutter tritt auf. Gerade dadurch, dass diese Phantasieszenen eingebettet sind in Szenen größtmöglicher Illusion von Realität, erscheint auch sie als real, als wahr. Der Grundstein für ein Verständnis der Krankheit bei den Jugendlichen Zuschauern ist gelegt.

 

Pressetext:

Freie Bühne Wendland zeigt
Der Junge im Bus
von Suzanne van Lohuizen

"Der Junge im Bus" wohnt in einem Bus. Seine Mutter hat ihn verlassen, als er zwölf war und ihm als Abschiedsgeschenk den Bus dagelassen. Zugegeben, ziemlich schräg. Und jetzt meinen manche, Wichard sei nicht ganz richtig im Kopf. "Verrückt" wie er selbst sagt. Immer wieder taucht Wichards Mutter auf - die Mutter, mit der er viel zu selten reden konnte. Hilfe bekommt Wichard vor allem von Karolien, die Wichards Bus durch die Gegend fährt und auf ihn aufpasst.

Theater im Bus. Und auch wenn der Bus nicht losfährt - es beginnt eine abenteuerliche Reise durch Wichards Leben. Ein Zweipersonenstück, das trotz des ernsten Themas auch heitere Akzente setzt. Altersempfehlung: ab 10 Jahren

Spiel und Regie: Uschel Pehlke, Kerstin Wittstamm

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Ein Bus wird zum Theater

Es könnte der Traum vieler Kids sein: in einem riesigen Reisebus zu wohnen und damit nach Lust und Laune durch die Gegend zu fahren. Für Wichard ist es traurige Normalität, denn der Bus war das Abschiedsgeschenk seiner Mutter, die ihn verließ, als er gerade mal zwölf war. Klingt ziemlich schräg. Kein Wunder also, dass manche Leute meinen, Wichard sei nicht ganz richtig im Kopf. "Verrückt", wie er es selbst nennt.   

Das Theaterstück 'Der Junge im Bus' der Niederländerin Suzanne von Lohuizen gehört zu den Klassikern des modernen Kindertheaters. Die Freie Bühne Wendland bietet das Zwei-Personen-Stück nun als mobiles Schultheater an. Fahren Schüler normalerweise mit dem Bus ins Theater, so kommt das Theater diesmal zu ihnen auf den Schulhof.
Die Freie Bühne hat für ihre neue Produktion einen ausgemusterten Reisebus gekauft und entsprechend umgebaut.

Der Theaterbus fährt nicht wirklich los, aber kaum haben sich die Türen geschlossen, beginnt eine abenteuerliche Reise durch Wichards Leben. Obwohl längst erwachsen, durchlebt er immer wieder die traumatischen Momente seiner Kindheit. Im Spiel werden seine schrägen Fantasien real und seine sehnsuchtsvollen Erinnerungen schaffen Situationen, die ihm im echten Leben nicht vergönnt waren. Immer wieder taucht auch seine Mutter auf - die Mutter, mit der er viel zu selten reden konnte. Hilfe bekommt er von Karolien, die den Bus durch die Gegend fährt und auf ihn als "Verrückten" aufpasst.

Zugegeben, kein leichtes Thema, aber eins, mit dem sich auseinander zu setzen lohnt:  Wann ist ein Mensch verrückt? Obwohl die Übergänge fließend sind, geht es immer darum, ob jemand den gesellschaftlichen Verhaltensnormen entspricht. Wenn Wichard durch die Enge des Busses tobt, wird befreiend gelacht. Aber schon im nächsten Moment werden seine innere Zerrissenheit und seine Verzweiflung sichtbar.
Ein Zweipersonenstück, das trotz des ernsten Themas auch heitere Akzente setzt.

Es spielen: Uschel Pehlke, Kerstin Wittstamm. Regie führen die Schauspielerinnen.
Das Stück dauert eine knappe Stunde, auf Wunsch kann anschließend über das Stück diskutiert werden. Der Bus hat Platz für ca. dreißig Kinder. Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Infos und Kontaktaufnahme unter Telefon 0151 - 20 76 00 00 oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

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