Kaiserwetter - Nachrichten aus einer Welt von Gestern

Dienstag, 29. Juli 2014 - 20:00

Ort: Kunst & Bühne, Nordwall 46
Beginn 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr
Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro
Reservierung nach Registrierung über diese Internetseite
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KAISERWETTER - Nachrichten aus einer Welt von Gestern
Ein Kaleidoskop zeitgenössischer Stimmen

Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg. achteinhalb – Kino und Kultur e.V. veranstaltet in Kooperation mit dem Rosa Luxemburg Club Celle aus diesem Anlass am Dienstag, den 29. Juli, um 20 Uhr in Kunst und Bühne (Nordwall 46) eine szenische Lesung unter dem Titel „Kaiserwetter – Nachrichten aus einer Welt von gestern“. Der Autor Wolfgang Griep hat ein Kaleidoskop von Stimmen zeitgenössischer Künstler zusammengestellt, denen von den u. a. von der Bremer Shakespeare Company bekannten Schauspielern Christian Dieterle, Franziska Mencz und Christian Kaiser Leben eingehaucht wird. Franziska Mencz und Christian Kaiser sind dem Celler Publikum bereits bekannt durch ihre Brechtlesung aus Dezember 2012.

Wie war es in diesem Sommer kurz vor Kriegsausbruch? Das Wetter im Frühsommer 1914 war ungewöhnlich warm und sonnig, „Kaiserwetter“, wie man damals sagte. Die Menschen taten, was sie immer tun: Sie lebten und liebten, arbeiteten und trauerten, waren vergnügt und sorgenfrei, sorgten sich und wollten mehr. Worüber sprachen sie? Ahnten sie etwas von dem, was kommen würde? Carl Hauptmann schreibt bereits seinen »Krieg. Ein Tedeum«. Gottfried Benn sinniert über Lächerlichkeit und seine Karriere, Franz Kafka will sich endlich verloben, aber weiß nicht wie. Erich Kästner fährt an die See, Erik Hanussen versucht sich als Varietékünstler, Oskar Kokoschka trennt sich im Zorn von Alma und kann sich doch nicht trennen, Walter Gropius baut seine modernste Fabrik, Joseph Roth trinkt und hat Angst vor Stefan Zweig. Noch viele andere kommen zu Wort in dieser Collage aus Texten und Szenen: Berühmte und Unbekannte, Musiker und Dichter, Maler und Journalisten, Militärs und Hochstapler, Arbeiter und Philosophen. Sie hoffen, glauben und fürchten, aber sie wissen nicht, wie schnell ihre Welt untergehen wird.

Homepage von Franziska Mencz , Franziska Mencz auf der Seite der Agentur pure: Fotos und Video, Franziskas Visitenkarte