Veranstaltungsarchiv

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  • Freitag, 11. März 2016 - 20:30
    Als in einem abgelegenen Tal in Island die Schafseuche ausbricht, sollen alle Tiere getötet werden. Das betrifft auch die Herden zweier eigenbrötlerischer Brüder, die seit 40 Jahren kein Wort miteinander gesprochen haben und auch jetzt noch auf jeweils eigene Weise mit der Bedrohung ihrer Existenz fertig werden wollen. Eine irrwitzige, von zarter Melancholie grundierte Tragikomödie über die Einsamkeit. Die Inszenierung mischt Poesie und Weltschmerz in die rauen Landschaftsbilder und rückt den sich aus der Ferne belauernden Brüder mit starren Tableaus und frontalen Porträts auf den Leib.
  • Freitag, 23. Januar 2015 - 20:30
    Als beim Skiurlaub in den französischen Alpen Lawinengefahr droht, ergreift ein Mann instinktiv die Flucht statt seiner Frau und seinen beiden Kindern beizustehen. Die familiäre Einheit bekommt dadurch tiefe Risse: Das Vertrauen der Ehefrau ist zerrüttet, die Position des Manns als Familienoberhaupt in Frage gestellt. Ein formal brillantes Drama als von satirischen Tönen durchdrungene Bestandsaufnahme der Kleinfamilie und ihrer Rollenbilder. Dabei hinterlässt die souveräne, allwissende Inszenierung durchaus ambivalente Gefühle, weil sie den Figuren kaum Eigenständigkeit zugesteht.
  • Freitag, 09. Januar 2015 - 20:30
    Dokumentarische Biografie des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado, in der sich Wim Wenders, mit Salgado über dessen Arbeit unterhält und Salgados Sohn Juliano Ribeiro Filmaufnahmen von gemeinsamen Expeditionen mit seinem Vater beisteuert. Das bildgewaltige Porträt zeichnet Salgados Karriere nach, die in sozialdokumentarischen Reportagen ihr Zentrum fand, bis sich Salgado nach einer seelischen Krise dem „Genesis“-Projekt zuwendete. Eine mit großer Sensibilität entfaltete Hommage, die in der hoffnungsvollen Zuwendung zur Biosphäre des Planeten die Schwermut angesichts der Bestialität des Menschengeschlechts überwindet. (Teils O.m.d.U.)
  • Freitag, 25. Oktober 2013 - 20:30
    Auch in seinem dritten Spielfilm trägt der junge Kanadier Xavier Dolan visuell verführerisch dick auf. Er jongliert mit knalligen Farben, lauter Musik, exzentrischen Kostümen, charismatischen Schauspielern sowie den Filmsprachen berühmter Regisseure. Inmitten dieser poppig-poetischen Bilderflut lieben sich ein Mann und eine Frau. Doch der Mann will eine Frau werden. Kann das funktionieren? Zehn Jahre lang kämpfen die beiden um ihre Liebe, um Anerkennung, um sich selbst. Ein Mahlstrom aus widerstreitenden Gefühlen, Gedanken und Handlungen, der in Dolans virtuosem "Gewand" bestens zur Geltung kommt.
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