Veranstaltungsarchiv

  • Freitag, 27. März 2020 - 20:30
    Louisa May Alcotts bereits vielfach verfilmtes Buch über vier Schwestern im Neuengland des 19. Jahrhunderts inszeniert Greta Gerwig liebevoll als so energetische wie stoffliche Coming-of-Age-Geschichte zwischen Träumen und gesellschaftlicher Realität, Romanfiktion und filmischer Erzählung. Visuell wundervoll, sagt jedes Bild, jede Konstellation und Farbe etwas über die Figuren, an deren Seite man hofft und bangt. ------------------- mit Saoirse Ronan, Emma Watson und Meryl Streep
  • Donnerstag, 19. März 2020 - 19:30
    Trompeter, Bandleader, Innovator. Elegant, intellektuell, genial und immer wieder auch kontrovers. Ein Mann, der für einen Sound steht, so wundervoll, dass er einem das Herz brechen kann. MILES DAVIS – BIRTH OF THE COOL erzählt von Leben und Karriere eines musikalischen Ausnahmetalents und einer kulturellen Ikone. Ein wahrer Visionär, der in kein Schema passt und dabei eines absolut verkörperte: Coolness. Regisseur Stanley Nelson („The Black Panthers: Vanguard of the Revolution“, Emmy®-Award-Gewinner für „Freedom Riders“), einer der führenden Chronisten afro-amerikanischer Geschichte, schuf mit MILES DAVIS – BIRTH OF THE COOL eine Dokumentation, die den Zuschauer hautnah am Sound und an der Persönlichkeit eines der einflussreichsten Jazzmusiker des 20. Jahrhunderts teilhaben lässt – dank bisher unveröffentlichter Archivaufnahmen, Studio Outtakes und seltenen Fotomaterials. Interviews mit Musikern wie u.a. Wayne Shorter, Quincy Jones, Juliette Gréco, Carlos Santana, Marcus Miller und Herbie Hancock geben weitere spannende Einblicke in das Leben und Wirken von Miles Davis.
  • Freitag, 13. März 2020 - 20:30
    Als Solistin gescheitert, nun zerfressen von Ehrgeiz: Regisseurin Ina Weisse porträtiert so subtil wie aufwühlend eine Geigenlehrerin, die ihren Schüler mit ihren Ambitionen überfordert – Nina Hoss spielt die Hauptrolle fulminant. - mit Nina Hoss und Sophie Rois
  •   Mittwoch, 11. März 2020 - 20:00 bis - 22:00
    Ort: Nordwall 46, 29221 Celle, Deutschland Kategorien: Jan/Tine, Kooperation, oeffentliche Veranstaltung, Archiv, Kunst & Buehne, Cinespanol, Musik, 2020
    Jan und Tine von unserem CinEspanol, beide waren mehrmals für längere Zeit in Argentinien, organisieren einen Gastauftritt der Band "A Love Electric" (ALE) in KUNST & BÜHNE.
  • Montag, 09. März 2020 - 19:30
    Links, rechts, militant, staatszerstörend, chaotisch – das Bild der „Gilets jaunes“ in der Presse ist diffus, aber oft negativ. Jeder stellt die „Gelbwesten“ in eine andere Ecke. Die Verwirrung ist groß. Aber niemand kann die Geschichte glaubhafter erzählen als die Aktivist*innen selbst. Jetzt gibt es Gelegenheit, den Film zu sehen, in dem sich die Gelbwesten selbst portraitieren. Ein Film, der bereits über 175.000 Zuschauer in Frankreich durch seine Menschlichkeit, Genauigkeit und Sensibilität begeistert hat! "J'veux du soleil" (dt: 'Ich möchte in der Sonne stehen') Dokumentarfilm von Francois Ruffin über die französischen Gelbwesten.
  • Freitag, 06. März 2020 - 20:30
    „So kann es mit den Eltern einfach nicht weitergehen!“, denkt sich Maxime (Michaël Cohen). Sein Vater Victor (Daniel Auteuil) wird zunehmend zu einer Nervensäge, die mit sich, der Welt und dem Alter über Kreuz liegt. Seine Frau Marianne (Fanny Ardant) ist das genaue Gegenteil. Victors ewige schlechte Laune wird ihr schließlich zu viel. Sie setzt ihn kurzerhand vor die Tür. Victor braucht definitiv Hilfe! Und Maxime hat eine Idee. Sein Freund Antoine (Guillaume Canet) hat eine Firma, „Time Travellers“, die gut betuchten Kunden ermöglicht, in einem raffiniert eingerichteten Filmstudio in eine Zeit ihrer Wahl zu reisen. Victor willigt ein. Er entscheidet sich für das Jahr 1974, den exakten Tag, an dem er sich in seine Frau Marianne verliebt hatte. Anfangs skeptisch, lässt er sich immer mehr in den Bann der Erinnerungen ziehen. Und die Kulisse aus Neonlichtern, Schlaghosen und Zigarettenrauch wird zu einer Reise, in der die betörende Schauspielerin Margot (Doria Tillier) die Grenze zwischen damals und heute verschwimmen lässt …
  • Donnerstag, 05. März 2020 - 19:30
    Zwei Männer, ein Leuchtturm, Einsamkeit und Wahnsinn: Robert Eggers' atmosphärisches Kammerspiel verbindet Motive des Gruselkinos, des metaphysischen Melodrams und der Komödie zu einem eigenwilligen, kaum klassifizierbaren Filmwerk. Eine Liga für sich: die beiden Darsteller Unheimlich oder unheimlich komisch? In Robert Eggersʼ neuem Film nach »The Witch« (2015) treiben sich Willem Dafoe und Robert Pattinson als Leuchtturmwärter gegenseitig in den Wahnsinn. Und Eggers zeigt erneut stilistisch großen Eigenwillen Fantasy-Horrorfilm um einen älteren Leuchtturmwächter und seinen jungen Gehilfen, die sich Ende des 19. Jahrhunderts auf einer winzigen Insel vor der Küste Maines gegenseitig beharken, weil die lange Isolation an ihrer mentalen Verfassung rüttelt. Ende des 19. Jahrhunderts setzt ein junger Mann an der Küste Neuenglands auf eine einsame Insel über, um als Gehilfe eines Älteren den Leuchtturm zu warten. Lange Zeit sprechen die Männer nicht miteinander, bis ein Sturm tagelang verhindert, dass ein Versorgungsschiff anlegt, um Lebensmittel zu bringen und den verzweifelten Assistenten abzulösen. Das verstörende Drama ist in Schwarz-weiß und in einem fast quadratischen Format gedreht, was die klaustrophobische, durch tiefe Kontrabass-Streicher ins Unheimliche tendierende Atmosphäre verstärkt. Die Darsteller hingegen liefern sich in ausgefeilten, mitunter komischen Dialogen ein immer stärker eskalierendes Duell. ---- mit Willem Dafoe und Robert Pattinson
  • Dienstag, 03. März 2020 - 15:30
    Das Musical des 31-jährigen Regisseurs Damien Chazelle mit dem selbstironischen Bezug "La La Land" im Titel gewann 241 Filmpreise und wurde für 276 weitere nominiert. Bei der "Golden Globe"-Verleihung 2017 brach "La La Land" mit 7 Golden Globes den bisherigen Rekord von "Einer flog über das Kuckucksnest" (1976 - 6 Golden Globes).
  • Sonntag, 01. März 2020 - 16:00
    Die Tiere der Mossy Bottom Farm um das aufgeweckte kleine Schaf Shaun werden von einem kleinen außerirdischen Mädchen besucht, dessen Raumschiff in der Nähe abgestürzt ist. Die Begegnung mit dem Alien führt zu einer Reihe von Abenteuern, doch müssen die Schafe und ihr Hütehund schließlich darauf hinarbeiten, ihre Besucherin wieder auf dem Weg nach Hause zu helfen. Aus einer Reihe von Sketchen geformter Knetanimationsfilm im klassischen Stil der Aardman-Studios als zweites Kinoabenteuer von Shaun, dem Schaf. Mit unbändigem Detailreichtum und etlichen einfallsreichen Zitaten erzählt der charmante Film aus kindlicher Perspektive von Solidarität und Freundschaft. – Sehenswert ab 8.
  • Freitag, 28. Februar 2020 - 20:30
    Ladj Ly schickt in seinem Spielfilmdebüt einen Provinzpolizisten in den sozialen Brennpunkt einer Pariser Vorstadt, wo er unmittelbar Ausschreitungen und den Machtkampf zwischen Gangs und Staatsgewalt erlebt. Packendes, authentisches Drama und Frankreichs Oscar-Kandidat: »Les Misérables« - Frankreichs Oscarkandidat über die Gewalt zwischen Gangs und Polizei in einem Pariser Vorort spielt gekonnt mit Bezügen auf Victor Hugos »Les Misérables«
  • Dienstag, 25. Februar 2020 - 19:30
    Ort: Hannoversche Straße 30E, 29221 Celle, Deutschland (nicht Postanschrift!) Kategorien: Eintritt frei, Kooperation, oeffentliche Veranstaltung, Archiv, Rosa-Luxemburg-Club Celle, Vortrag, Diskussion, 2020
    BlackRock, Vanguard und State Street – allein die drei größten Finanzkonzerne verwalten Finanzvermögen im Wert von 15 Billionen US-Dollar (Das sind rund 2.000 US-Dollar pro Kopf der Weltbevölkerung – vom Neugeborenen in Ruanda bis zur Greisin in Japan.). Mit Anteilen an fast allen großen Unternehmen und dem Kapital für politisches Lobbying über Partei- und Ländergrenzen hinweg haben sie eine bisher ungekannte Machtfülle. Jens Berger (NachDenkSeiten) hat ein neues Buch geschrieben und fragt: Welche Folgen hat es, wenn ganze Industrien von wenigen Finanzinstituten dominiert werden? Bringt die Finanzlobby unser ohnehin schon kaputtgespartes Rentensystem zum Kollaps? Welche Rolle spielen BlackRock-Gründer Larry Fink und sein deutscher Chef-Lobbyist Friedrich Merz? Berger wirft ein Schlaglicht auf die heimliche Herrschaft der Finanzeliten und ihre beflissenen Gehilfen in Wirtschaft und Politik – und er zeigt, was jetzt getan werden muss, um das Schlimmste vielleicht noch zu verhindern.
  • Freitag, 21. Februar 2020 - 20:30
    Immer wieder zieht Joseph die Notbremse. Und immer wieder sagen sie ihm, er solle das lassen. Die Sozialarbeiter Bruno und Malik (Vincent Cassel, Reda Kateb) bringen viel Geduld auf für jugendliche Autisten, für Verweigerer, Problemfälle und Notbremsenzieher. Doch in Zeiten von Rationalisierung und Effizienz finden sie dafür immer weniger Verständnis. Ein sozialkritisches Lehrstück ist der neue Film des "Ziemlich beste Freunde"-Duos Olivier Nakache und Éric Toledano zum Glück aber nicht, dafür macht er zu viel Spaß, ist gefühlvoll und mitreißend. (Josef Grübl - Süddeutsche Zeitung)
  • Donnerstag, 20. Februar 2020 - 19:00
    Passiver Widerstand: Weil er den NS-Kriegsdienst aus Glaubensgründen verweigerte, wurde der österreichische Bauer Franz Jägerstätter 1943 hingerichtet. Sein Schicksal verfilmt Regisseur Terrence Malick als brillante Reflexion über Prinzipientreue. (Renée-Maria Richter auf Kunst und Film) ––––– mit August Diehl + Valerie Pachner + Tobias Moretti + Bruno Ganz + Ulrich Matthes + Martin Wuttke + Alexander Fehling + Franz Rogowski + Sophie Rois + Maria Simon
  • Am Montag, 17. Februar 2020
    Ort: Hannoversche Straße 30E, 29221 Celle, Deutschland (nicht Postanschrift!) Kategorien: Film, Archiv, Schulkino, 2020
    Jede Schule kann aus über 100 Filmen (siehe Katalog), denjenigen auswählen, den sie sehen möchte. Die Anfangszeiten sind mit dem Kino achteinhalb frei vereinbar. Buchungen sowie Tausch der Filmtitel sind bis zum 7. Februar möglich. Der Eintritt beträgt 4 Euro.Jede Schule kann aus dem Katalog über 100 Filmen, denjenigen auswählen, den sie sehen möchte. Buchungen sind bis Ende der ersten Februar Woche möglich. Der Eintritt beträgt 4 Euro.
  • Sonntag, 16. Februar 2020 - 17:00
    Der Dokumentarfilm begibt sich in Indien auf Spurensuche nach den Ursprüngen des modernen Yoga und seines "Vaters" T. Krishnamacharya (1890-1989), der aus überlieferten Praktiken das entwickelte, was bis heute als Yoga praktiziert wird. Eine vielschichtige Annäherung an den Guru, sein Leben und seine spirituelle Philosophie, die durch ihr Bemühen um Verständnis und eine kluge Montage besticht. Über das Thema "Yoga" hinaus entwirft der Film ein nuanciertes, facettenreiches Bild des modernen Indien. (Teils O.m.d.U.) - Ab 14.
  • Sonnabend, 15. Februar 2020 - 18:00
    Ort: Hannoversche Straße 30E, 29221 Celle, Deutschland (nicht Postanschrift!) Kategorien: deutscher Film, Tragikomoedie, oeffentliche Veranstaltung, Archiv, 2020
    Am Freitag, den 20. Januar, 1995 lief unsere erste öffentliche Filmvorführung (damals noch in Altenhagen). Diesen Samstag möchten wir mit unserem Publikum auf das fünfunfzwanzigjährige Bestehen des „achteinhalb – Kino & Kultur e.V.“ anstoßen. Kulinarisch laden wir Sie/Euch zu Fingerfood & Sekt und Kaffee & Kuchen ein, cineastisch zu Kurzfilmen, die wir bei der Kurzfilmagentur HH geliehen haben.
  • Freitag, 14. Februar 2020 - 19:30
    Polizeihauptmeister Karl Simon leitet ein SEK in Düsseldorf. Bei einem Einsatz gegen die Mafia entkommt ein Verdächtiger. Doch Simon hat seinen ehemaligen Kollegen Heinz Schaefer wiedererkannt. Dieser soll vor Jahren Selbstmord begangen haben, nachdem er in einer Verzweiflungstat sein behindertes Kind getötet hatte. Die Suche nach dem „Phantom“ erweist sich für Simon und seine Kollegen als lebensgefährlich. Denn mit aller Macht versuchen die Verantwortlichen, ein Komplott von Politik und organisiertem Verbrechen zu vertuschen … Vor 25 Jahren erlebte die deutsche Spielart des italienischen Giallos ihre Erstaufführung. Für den Director’s Cut hat Dominik Graf seinen harten Polizei-Thriller nun um drei Szenen ergänzt. Das Restaurierungsteam der Bavaria Film fügte diese Szenen, die nicht mehr auf 35-mm-Material zur Verfügung standen, aus der Magnetbandaufzeichnung der Rohschnittfassung in die ursprüngliche Kinofassung ein. Dabei mussten sie an das hochwertige, digital bearbeitete 4K-Material angeglichen werden. Insbesondere die Tonbearbeitung der bisher nie gemischten Szenen verlangte viel Aufmerksamkeit.
  • Donnerstag, 13. Februar 2020 - 19:00
    Der Name achteinhalb ist inspiriert von dem gleichnamigen Film Federico Fellinis aus dem Jahre 1962. „Otto e mezzo (achteinhalb)“ handelt über die Schaffenskrise eines Filmregisseurs. Es war der 8 ½ Film des Regisseurs Fellini (einen seiner vorherigen Filme hatte er in Co-Regie produziert). Auch Fellini musste für sein Filmprojekt einen Namen finden. Der Arbeitstitel des Films während der Produktion hieß „la bella confusione“; der französische Filmtheoretiker Christian Metz schrieb: „8½ ist der Film, in dem 8½ entsteht“. All dies passte gut zum Celler Kinoprojekt: Wir waren ursprünglich acht Aktivisten (und mindestens ein halber, der unterstützte, war stets im Hintergrund dabei), wir verfügten über kein programmatisches Konzept oder andere inhaltliche Zielvorstellungen, sondern alles war „work in progress“, war improvisiert – und wir fingen erst mal an, Filme zu zeigen und zu sehen, was sich entwickelt. Der Name sollte daher nicht vorgeben, was man vorhat, sondern das, was man tut, sollte dem Namen seinen Inhalt verleihen. Der Beginn der Kinoabende wurde folgerichtig auf 20.30 Uhr gelegt, der Eintritt betrug seinerzeit 8,50 DM (was laut Inflationsrechner heutzutage ca. 7,50 Euro entsprechen würde).
  • Freitag, 07. Februar 2020 - 20:30
    Wie eine Agatha-Christie-Verfilmung auf Speed – „Knives Out“ ist eine phänomenal besetzte Krimifarce, die das Genre zu gleichen Teilen bedient und ad absurdum führt. Das macht Spaß, lädt zum Mitraten ein und wird von Rian Johnson obendrein in hochelegante Bilder gekleidet, in der nicht nur der fantastische Cast bestens zur Geltung kommt, sondern auch die vielen Twists und Wendungen in einem perfekten Licht erstrahlen. (Antje Wessels) ––––––– Krimis sind enorm beliebt, nur im Kino gibt es sie kaum. «Knives Out» ist die brillante Ausnahme. (Denise Bucher – Neue Züricher Zeitung)
  • Dienstag, 04. Februar 2020 - 15:30
    Eigener Text Kino achteinhalb: Der gebürtige Engländer Stan Laurel (1895 – 1965) und der US-Amerikaner Oliver Hardy (1892 – 1957) bildeten in den dreißiger Jahren das beliebteste Komiker-Duo der Welt. Ihren letzten Film drehten sie 1951 – ihren vorletzten 1945. Sechzig Jahre alt und weitestgehend in Vergessenheit geraten begeben sie sich 1953 auf eine strapaziöse, achtmonatige Tour durch Großbritannien, in der sie ihre Sketche live auf der Bühne spielen und versuchen, an alte Erfolge anzuknüpfen. Zu Beginn ihrer Tour kreuz und quer durchs Land sind die Zuschauerräume enttäuschend leer. Doch nach einigen Wochen beginnt der Funke auf ihr Publikum überzuspringen. Es gelingt ihnen durch den Charme und die Brillanz ihrer Aufführungen, alte Fans zurückzugewinnen und neue zu begeistern: Die Tour wird zu einem Riesenerfolg vor ausverkauften Sälen in den renommiertesten Theatern des Landes. Doch gesundheitliche Probleme und jahrelang unausgesprochene Kränkungen belasten den weiteren Verlauf der Tour. – Ein im besten Sinne anrührender Film, der einem die besondere Komik des Duos nahebringt und in dem Steve Coogan und John C. Reilly als Stan & Ollie brillieren. ––––––– Manch einer verwechselt den Humor von Stan & Ollie mit Slapstick. Zu Beginn des Stummfilms betätigten sich viele Leinwandkomiker im Slapstick. Dort wurde eine brachiale, körperbetonte (Prügeleien, Verfolgungsjagden, Tortenschlachten) aber auch anarchistische Komik zelebriert – wobei nicht wenige Lacher aus Schadenfreude resultierten. Dieser körperbetonte Humor war aber nicht der von Stan & Ollie. Klassisch für Laurel & Hardy ist z. B. "Wie du mir, so ich dir": Das im Original "Tit for tat" genannte Stilmittel wird immer wieder neu variiert, indem die beiden sich gegenseitig Schaden zufügen und dieses jeweils mit einer stoischen Fassung über sich ergehen lassen, bevor sie zum Gegenschlag ausholen. ––––––– Die meisten kennen "Stan & Ollie" sicherlich als "Dick & Doof": 1973 bis 1986 lief im ZDF "Väter der Klamotte" und von 1975 bis 1979 "Männer ohne Nerven". In beiden Formaten wurden Kurzfilme aus dem Genre Slapstick präsentiert – das Ganze lebte vor allem von den eingesprochenen Kommentaren des großartigen Kabarettisten Hans Dieter Hüsch. Dort wurden die beiden als "Dick & Doof" präsentiert. –––– In dem Zusammenhang möchten wir an ein weiteres Komikerduo erinnern, das zu dieser Zeit auch seinen festen Sendeplatz im ZDF hatte und ebenfalls von Hans Dieter Hüsch kommentiert wurde: die beiden Dänen Pat & Patachon. Pat (Carl Schenenstrom) und Patachon (Harald Madsen) waren zwischen 1921 und 1940 Europas beliebtestes Komikerpaar. Regisseur Lau Lauritzen schuf das Duo nach dem Vorbild „Don Quichotte und Sancho Pansa“. - 19/73.669
  • Am Montag, 06. Januar 2020
    Ort: Hannoversche Straße 30E, 29221 Celle, Deutschland (nicht Postanschrift!) Kategorien: Filmpreis, Ganz großes Kino in Celle
    Unsere bisher terminierten acht Filme bringen es zusammen auf zwei Golden Globe plus 11 weitere Nominierungen.
  • Sonntag, 22. Dezember 2019 - 16:00
    Ort: Nordwall 46, 29221 Celle, Deutschland Kategorien: oeffentliche Veranstaltung, Archiv, Theater, szenische Lesung, Kunst & Buehne, 2019
    Jeder Gast erhält zur Begrüßung ein Glas Apfel-Amaretto-Tee (jedes weitere Glas 1 Euro). Dazu gibt es Butterkuchen von Baxmann für 1 Euro das Stück.
  • Sonntag, 22. Dezember 2019 - 11:00
    Ort: Nordwall 46, 29221 Celle, Deutschland Kategorien: Kooperation, oeffentliche Veranstaltung, Archiv, Theater, szenische Lesung, Kunst & Buehne, 2019
    Anke Engelsmann liest: "Die Weihnachtsgans Auguste" von Friedrich Wolf –––––––––––––––– "Lotta kann fast alles" von Astrid Lindgren –––––––––––––––– "Es klopft bei Wanja in der Nacht" von Tilde Michels
  • Sonnabend, 21. Dezember 2019 - 20:00
    Ort: Nordwall 46, 29221 Celle, Deutschland Kategorien: oeffentliche Veranstaltung, Archiv, Theater, szenische Lesung, Kunst & Buehne, 2019
    Diese ungewöhnliche Weihnachtsgeschichte, die amüsiert und zu Tränen rührt, ist seit über 30 Jahren ein unverzichtbarer „Kult" und gehört mittlerweile zu Weihnachten wie "Dinner for one" zu Silvester. Die Herdmann-Kinder – da ist sich der ganze Stadtteil einig – sind die schlimmsten Kinder aller Zeiten: Sie lügen, rauchen Zigarren, legen Feuer, verprügeln sich und andere Kinder, bringen die Nachbarn zur Verzweiflung und können ein Klassenzimmer mit Hilfe ihrer Monsterkatze in der Rekordzeit von drei Minuten völlig leer fegen. Und ausgerechnet diese Horde, die schlimmste Heimsuchung seit Menschengedenken – mischt die Vorweihnachts-Verschnarchtheit einer Kleinstadt auf: Sie beschließen, am Krippenspiel teilzunehmen. Sie pressen den andern Kindern sämtliche Hauptrollen ab und die Schlimmste von allen – Eugenia – übernimmt die Rolle der Maria. Natürlich erwartet jeder das übelste Krippenspiel (Hedwig, die Allerschlimmste, als Verkündigungsengel: He, euch ist ein Kind geboren!") aller Zeiten, aber letztlich kommt alles ganz anders ... Anke Engelsmann, Gründungsmitglied der Bremer Shakespeare Company und des TAB (Theater aus Bremen), war jahrelang Stammgast der sonntäglichen Veranstaltungsreihe "Teatime – Texte & Törtchen" des Kino achtenhalbs in KUNST & Bühne – sie gastierte nicht nur mit den Herdmanns, aber stets vor restlos ausverkauftem Haus. Das Publikum drängelte sich Jahr für Jahr zur fast schon traditionellen Weihnachtslesung "Hilfe, die Herdmanns kommen". Von 2001 bis 2006 las Anke jedes Jahr zu Weihnachten die Herdmanns. Sie wurde 2002 von Claus Peymann fürs Berliner Ensemble (BE) engagiert und war dort die letzten Jahre das Ensemblemitglied mit den meisten Vorstellungen – so dass Peymann nicht mehr bereit war, sie für Celle freizustellen. Jetzt hat Anke endlich wieder den Freiraum für einen Besuch in Celle.
  • Donnerstag, 19. Dezember 2019 - 19:00
    Kategorien: interne Veranstaltung
  • Am Sonntag, 25. August 2019
    Das Kino achteinhalb zeigt im Rahmen des Sommerfests 20 Jahre CD-Kaserne von 11 Uhr bis 17 Uhr Kurzfilme für Kinder und Junggebliebene im achteinhalb.
  • Donnerstag, 01. August 2019 - 15:00
    Fortsetzung des Animationsfilms „Ralph reicht's“, in der die Welt der digitalen Figuren durcheinandergewirbelt wird, als der Betreiber der Spielhalle einen Internetzugang einrichtet. Auf ihrer Erkundungstour durch das Netz erkennt die Rennfahrerin Vanellope, wie sehr sie sich nach mehr Freiheit sehnt, während ihr Freund Randale-Ralph die altvertrauten Strukturen seines bisherigen Lebens schätzt und braucht. Die humorvolle Auseinandersetzung mit Mechanismen der Online-Welt verwandelt sich darüber zu einer berührend-klugen Geschichte über Freundschaft und wie viel Nähe und Übereinstimmung sie braucht. – FSK ab 6 Jahre – pädgogische Empfehlung des Filmdienst: ab 12 Jahre
  • Dienstag, 23. Juli 2019 - 15:00
    Die ehrgeizige Tochter des Teufels will endlich die in der Hölle erlernte Theorie in die Praxis umsetzen und wird von ihrem Vater ins Umfeld einer Öko-Familie auf dem Land versetzt, wo sie die brave Tochter zu Missetaten anstiften soll. Dabei gerät die Nachwuchsteufelin selbst bald in emotionale Nöte, als sie sich in den Schulrebellen verliebt und das mit aller Macht zu unterdrücken versucht. Eine trefflich besetzte, mit authentisch-altersgerechten Dialogen glänzende Teenie-Komödie, die trotz ihrer Konzepthaftigkeit als charmante Abwandlung des Mephisto-Motivs in Bann zu ziehen versteht. – FSK: ab 6 - pädagogische Empfehlung des Filmdienst: ab 12 Kathrin Häger für den Filmdienst
  • Sonnabend, 20. Juli 2019 - 20:30
    Ort: Hannoversche Straße 30E, 29221 Celle, Deutschland (nicht Postanschrift!) Kategorien: Sommerkomoedie, Neue Visionen, Scope
    Eine verwitwete Französin führt mit wenig Erfolg den provençalischen Birnen- und Lavendelhof ihres verstorbenen Ehemanns weiter. Als sie einen eigenbrötlerischen Mann mit dem Auto anfährt, wendet sich ihr Schicksal, denn der am Asperger-Syndrom leidende Computerfreak entpuppt sich als Gegengewicht zu ihrer ungebändigten Emotionalität. Die sommerwarme Komödie plädiert mit unterhaltsamen Dialogen und französischem Landhaus-Flair für Toleranz und Verständnis gegenüber Menschen, die „anders“ sind.
  •   Donnerstag, 07. März 2019 - 20:00 bis - 22:00
    Ort: Nordwall 46, 29221 Celle, Deutschland Kategorien: Jan/Tine, oeffentliche Veranstaltung, Archiv, Kunst & Buehne, Cinespanol, Musik, 2019
    Jan und Tine von unserem CinEspanol, beide regelmässig in Argentinien unterwegs, organisieren einen Gastauftritt der Band A LOVE ELECTRIC (ALE), mit denen sie persönlich bekannt sind. Das kreative Jazz-Rocktrio A LOVE ELECTRIC aus Mexico City bringt das musikalische Erbe des „psychedelic rock“, der New York City´s „downtown scene“ und des „introspektiven Songs“ in neue Sphären. Kritiker einschließlich des Rolling Stone Magazine vergleichen das vielseitige und hochtalentierte Trio mit Berühmtheiten wie Cream, Grateful Dead, Eric Clapton und Tom Waits - mit einer klaren, eigenen Stimme. "Ein Hit, eine der progressivsten und wichtigen Gruppen der letzten Jahre." (La Jornada)
  • Montag, 04. März 2019
    Ort: Hannoversche Straße 30E, 29221 Celle, Deutschland (nicht Postanschrift!) Kategorien: Oscar, Oscarnominierung, Filmpreis, Ganz großes Kino in Celle, 2019
    "Unsere" zehn nominierten Filme bringen es zusammen auf neun Oscars (Bester Film, Beste Regie, Bester fremdsprachiger Film, Beste Hauptdarstellerin, Bester Nebendarsteller, Beste Nebendarstellerin, Bestes Originaldrehbuch, Beste Kamera, Bestes Make-up und beste Frisuren) und auf 46 Nominierungen:
  • Dienstag, 05. Februar 2019 - 15:30
    Ein Vampir sucht 1932 in Wien die Praxis von Sigmund Freud auf, da er seines Daseins und seine 500 Jahre währende Ehe müde ist. Aus dem Zusammenprall zwischen „normaler“ Welt und Vampirwelt schlägt die Komödie wunderbar absurde Funken. Die stimmige Kombination von Psychoanalyse und Vampirismus entfaltet ein illustres Spiel um Identitäten und Projektionen und erzählt mit rasantem Wortwitz und raffinierten Wendungen eine gelungene Screwball-Comedy. Die Freunde der Sesamstraße werden unschwer erkennen, auf welche Art und Weise dieser Film von Graf Zahl inspiriert worden ist. Der ebenso kluge wie komische Film glänzt neben durchweg guten Schauspielerleistungen vor allem durch die selbstironische Performance Tobias Morettis.
  • Sonntag, 23. Dezember 2018 - 16:00
    Ort: Nordwall 46, 29221 Celle, Deutschland Kategorien: oeffentliche Veranstaltung, Archiv, Theater, szenische Lesung, Kunst & Buehne, 2018
    Jeder Gast erhält zur Begrüßung ein Glas Apfel-Amaretto-Tee (jedes weitere Glas 1 Euro). Selbstgebackener Kuchen für 2 Euro das Stück.
  • Sonnabend, 22. Dezember 2018 - 20:00
    Ort: Nordwall 46, 29221 Celle, Deutschland Kategorien: oeffentliche Veranstaltung, Archiv, Theater, szenische Lesung, Kunst & Buehne, 2018
    Diese ungewöhnliche Weihnachts-Geschichte, die amüsiert und zu Tränen rührt, ist seit über 30 Jahren ein unverzichtbarer „Kult" und gehört mittlerweile zu Weihnachten wie "Dinner for one" zu Silvester. Die Herdmann-Kinder – da ist sich der ganze Stadtteil einig – sind die schlimmsten Kinder aller Zeiten: Sie lügen, rauchen Zigarren, legen Feuer, verprügeln sich und andere Kinder, bringen die Nachbarn zur Verzweiflung und können ein Klassenzimmer mit Hilfe ihrer Monsterkatze in der Rekordzeit von drei Minuten völlig leer fegen. Und ausgerechnet diese Horde, die schlimmste Heimsuchung seit Menschengedenken – mischt die Vorweihnachts-Verschnarchtheit einer Kleinstadt auf: Sie beschließen, am Krippenspiel teilzunehmen. Sie pressen den andern Kindern sämtliche Hauptrollen ab und die schlimmste von allen – Hedwig (He, euch ist ein Kind geboren) – übernimmt die Rolle von Maria. Natürlich erwartet jeder das übelste Krippenspiel aller Zeiten, aber letztlich kommt alles ganz anders ... Anke Engelsmann, Gründungsmitglied der Bremer Shakespeare Company und des TAB (Theater aus Bremen), war jahrelang Stammgast der sonntäglichen Veranstaltungsreihe "Teatime – Texte & Törtchen" des Kino achtenhalbs in KUNST & Bühne – sie gastierte nicht nur mit den Herdmanns, aber stets vor restlos ausverkauftem Haus. Das Publikum drängelte sich Jahr für Jahr zur fast schon traditionellen Weihnachtslesung "Hilfe, die Herdmanns kommen". Von 2001 bis 2006 las Anke jedes Jahr zu Weihnachten die Herdmanns. Sie wurde dann von Claus Peymann fürs Berliner Ensemble (BE) engagiert und war dort die letzten Jahre das Ensemblemitglied mit den meisten Vorstellungen – so dass Peymann nicht mehr bereit war, sie für Celle freizustellen. Jetzt hat Anke endlich wieder den Freiraum für einen Besuch in Celle.
  •   Sonnabend, 15. Dezember 2018 - 20:00 bis Sonnabend, 15. Dezember 2018 - 22:00
    Nach vier ausverkauften Veranstaltungen gibt es heute ein fünftes und allerletztes Mal Caspar Harlan und Kerstin Wittstamm in KUNST & BÜHNE mit ihrer theatralen Tolstoi-Lesung (viel mehr Theater als Lesung) "Ist das die Liebe?" zu sehen.
  • Dienstag, 04. Dezember 2018 - 15:30
    Ein alternder Komponist hat sich mit seiner Tochter und seinem besten Freund in einen Schweizer Wellness-Tempel zurückgezogen. Als er vor der englischen Königin sein berühmtestes Stück dirigieren soll, weigert er sich, auf die Bühne zurückzukehren. In opulenten Bildern fächert der multiperspektivisch erzählte Film die Handlung in erlesenen Schlaglichtern auf das Altern und die Akzeptanz des Vergänglichen auf. In die Schaffens-, Beziehungs- und Lebenskrisen mischen sich irrwitzige (Alb-)Träume und zutiefst menschliche Realitäten, wobei der szenisch mäandernde, barock ausladende Erzählbogen stets souverän die Balance zwischen Genialität, Genie und Kitsch wahrt.
  • Dienstag, 06. November 2018 - 19:00
    Drei Geschwister, die im Nordirak geboren und in Stuttgart aufgewachsen sind, rauschen durch Kurdistan; auf der Ladefläche: der geklaute Sarg ihrer Mutter. Der wollen sie den letzten Willen erfüllen und sie im Heimatdorf neben dem Vater begraben. Auf der Odyssee durch die archaische Landschaft sickert aus den alten Wunden der Entwurzelung der Stoff für das emotionale Breitwandpanorama einer deutsch-kurdischen Identitätssuche. Regisseurin Soleen Yusef findet dafür poetische Zwischenzustände: zwischen feinem Humor und schmerzender Vergangenheit, Art-House-Totalen und kurdischem Heimatfilm. (von Annett Scheffel in der Süddeutschen Zeitung)
  • Donnerstag, 18. Oktober 2018 - 19:30
    Ein iranischer Student, der unter dem Schah im Gefängnis landete, eckt auch mit dem Mullah-Regime an und flieht 1984 mit Frau und Kind nach Frankreich, wo sie in einer Banlieue im Großraum Paris eine neue Heimat finden. Auch hier engagieren sich der Mann und seine Frau gegen Ungerechtigkeit und kämpfen um die Integration von an den Rand gedrängten Menschen. In seinem autobiografischen Familiendrama erzählt der Komiker Kheiron mit Witz, Verstand und ironischen Zwischentönen die Geschichte seiner Eltern. Pendelnd zwischen humoristisch gebrochener Historie und optimistischer Sozialutopie, setzt der vorzüglich gespielte Film Themen wie Flucht, Vertreibung, soziales Engagement und familiärer Zusammenhalt und mit großer Leidenschaft um. Sehenswert ab 14.
  • Dienstag, 02. Oktober 2018 - 15:30
    Der Cellist eines seit 25 Jahren bestehenden Streichquartetts erkrankt an Parkinson und kündigt seinen Rücktritt an, was eine Kettenreaktion unter den Kollegen in Gang setzt, in der alte Konflikte, Lebensthemen und verdrängte Sehnsüchte aufbrechen. Klug austariertes und ergreifendes Drama, dessen ruhige Inszenierung den Schauspielern Raum lässt, um ihren Figuren Tiefe und Charakter zu geben.
  • Sonntag, 30. September 2018 - 17:00
    Während der 1960er-Jahre freundet sich ein 16-jähriger jüdischer Junge im Einwandererviertel von Paris mit einem alten muslimischen Lebensmittelhändler an, der für ihn zum Ersatzvater wird. Ein sympathisches, zwischen Märchen und Realität angesiedeltes Plädoyer für Menschlichkeit, Toleranz und Hoffnung, erzählt in schönen, einfachen Bildern mit viel Sinn für den Zeitgeist. Der Film verlässt sich ganz auf seine beiden überzeugenden Hauptdarsteller.
  • Freitag, 28. September 2018 - 20:30
    Ein filmisches Triptychon über den Tod eines jungen israelischen Soldaten. Der Film beginnt mit der Todesnachricht, die den Eltern vom Militär wenig sensibel übermittelt wird. Danach sieht man das Leben des Sohnes an einem einsamen Posten in der Wüste, wo er mit anderen die Grenze bewacht. Der dritte Teil beobachtet ein Jahr später die Eltern, deren Trauer nicht verflogen ist. Das streng strukturierte Drama wechselt mit jedem Teil seine Bildästhetik, die Gefühl und Gleichgültigkeit, Schönheit und Brutalität durch einen pointierten Stilwillen auch visuell grandios spürbar macht. Zugleich versteht sich der Film als Kritik an der israelischen Politik und den militärischen Vorgehensweisen.
  • Donnerstag, 13. September 2018 - 19:30
    Marx lebt gemeinsam mit seiner Frau Jenny in prekären Verhältnissen im Pariser Exil. Dort begegnet er eines Tages dem jungen Friedrich Engels. Aus intellektueller Verbundenheit entwickelt sich bald eine tiefe Freundschaft. Raoul Peck verfilmte als erster Regisseur außerhalb des ehemaligen Ostblocks die Biographie von Karl Marx und arbeitete dafür mit Pascal Bonitzer zusammen, dem langjährigen Ko-Autor der Filme von Jacques Rivette. Gerade aus der Spannung zwischen der Form des konventionellen Biopics und dem revolutionären Denken Marx’ entwickelt der Film seine Intensität.
  • Montag, 16. Juli 2018 - 16:15
    Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Wolfgang Herrndorf: Der 14-jährige Maik verbringt die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa, während die Mutter in der Entzugsklinik und der Vater mit seiner Assistentin auf "Geschäftsreise" ist. Bei seinen Mitschülern gilt Maik als Langweiler und Außenseiter. Auch sein aus Russland stammender Mitschüler Tschick ist aufgrund seiner ärmlichen Wohnverhältnisse in Berlin-Marzahn in der Schule ein Außenseiter. Die beiden ungleichen Außenseiter freunden sich an. Tschick überredet Maik, in einem gestohlenen Lada zu seinem Großvater in die Walachei zu fahren. Damit beginnt eine abenteuerliche Odyssee quer durch Ostdeutschland. Unterwegs lernen sie die gleichaltrige Isa kennen, die sich den beiden anschließt. So geht die ungewöhnliche Reise zu dritt weiter. (15.10.)
  • Freitag, 22. Juni 2018 - 20:30
    Der schweigsame Christian (Franz Rogowski) tritt eine neue Stelle im Großmarkt an. Bruno (Peter Kurth) aus der Getränkeabteilung nimmt ihn unter seine Fittiche und zeigt ihm, wie die Dinge in dem kleinen Universum funktionieren. Die beiden werden schnell Freunde. Auch die anderen Mitarbeiter behandeln Christian bald wie ein Familienmitglied. Als er sich in Marion (Sandra Hüller) von den Süßwaren verliebt, drückt der ganze Großmarkt ihrer Liebe die Daumen. Einziges Problem: Marion ist bereits verheiratet. Obwohl es heißt, sie sei in ihrer Ehe nicht glücklich, respektiert der schüchterne Christian ihr Gelübde und hält seine Hormone so gut es geht im Zaum. Die beiden kommen sich dennoch näher und bald ist klar, dass auch Marion Gefühle für ihren Kollegen hegt. Dann kommt sie eines Tages plötzlich nicht mehr zur Arbeit...
  • Dienstag, 05. Juni 2018 - 18:01
    18:15 Uhr: "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt", 1971. --- 20:00 Uhr: "Überleben in Neukölln", 2017. --------------- "ANDERE FILME" - Filmabend im Kino achteinhalb in Kooperation mit der RWLE Möller Stiftung und dem Bomann-Museum Celle ------------------------------ Mach Dein Schwulsein öffentlich!“, so der Slogan der Schwulenbewegung der Siebziger- und Achtzigerjahre. Wesentlicher Motor war der 1971 auf der Berlinale uraufgeführte Film "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" von Rosa von Praunheim. RWLE Möller lernte den Regisseur 1973 in Berlin kennen. Dieser Filmabend im Rahmen der Ausstellung RWLE Möller — Künstler 1952—2001 bettet die homosexuellen Sujets Möllers, die einen nicht unerheblichen Anteil seiner Bilderwelten ausmachen, anhand von zwei zentralen Werken des queeren Kinos in ihren historischen (1971) und den aktuellen (2017) Kontext ein. Der Eintritt für beide Filme kostet 5 Euro.
  • Dienstag, 05. Juni 2018 - 15:30
    In einem Altersheim in Jerusalem bittet ein alter Mann darum, ihm beim Sterben zu helfen. Einer seiner Freunde baut daraufhin eine Selbsttötungsmaschine, sieht sich nach dem Ableben des Mannes aber plötzlich mit dem Dilemma konfrontiert, dass sich alsbald andere melden, die das Gerät ebenfalls in Anspruch nehmen wollen. Mit viel schwarzem Humor greift die Komödie aktuelle Tabuthemen im Umkreis von Alter, Demenz, Hinfälligkeit und einem selbstbestimmten Ende auf, wobei der Film im letzten Drittel aber bitterernst wird. Philosophisch grundiert, gelingt die Gratwanderung eines Films über den Tod, der das Leben und damit die Freiheit
  • Dienstag, 08. Mai 2018 - 15:30
    Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 wollen die beiden Töchter des britischen Königs an den Siegesfeiern teilnehmen. Als die Prinzessinnen Elizabeth und Margaret ihren Aufpassern entwischen und getrennt werden, beginnt eine Odyssee durch die Londoner Nacht, bei der Elizabeth zarte Bande mit einem jungen Soldaten knüpft. Furiose, einfallsreiche Screwball-Komödie, die auf höchst amüsante Weise ein „Was wäre wenn“-Szenario mit der britischen Königsfamilie entfaltet. Vor allem dank der fulminanten Hauptdarstellerin verbinden sich mit bemerkenswerter Leichtigkeit märchenhafte und realistische Elemente.
  • Am Freitag, 27. April 2018
    Ort: Hannoversche Straße 30E, 29221 Celle, Deutschland (nicht Postanschrift!) Kategorien: Archiv, Filmpreis, Ganz großes Kino in Celle, 2018
    "Unsere 10 Filme" bringen es zusammen auf 38 von 53 Nominierungen. Für die Listung die Seite anklicken.
  • Dienstag, 03. April 2018 - 15:30
    Eine alte Frau sucht ein halbes Jahrhundert, nachdem ihr in einem irischen Kloster ihr uneheliches Baby weggenommen wurde, gemeinsam mit einem zynischen Journalisten ihren Sohn. Das nach einer historischen Begebenheit inszenierte Drama ist eine ergreifende Mischung aus komischem Road Movie, detektivischer Recherche und wütender Anklage. Geschickt balanciert die Inszenierung die unterschiedlichen Töne aus, wobei die Komik des Films aus der Gegensätzlichkeit der Hauptfiguren resultiert, die sich mit lakonischen Dialogen bekämpfen und so das gelegentliche Pathos auffangen.
  • Sonntag, 04. März 2018
    Ort: Hannoversche Straße 30E, 29221 Celle, Deutschland (nicht Postanschrift!) Kategorien: Oscar, Archiv, Filmpreis, Ganz großes Kino in Celle, 2018
    "Unsere" 9 Filme bringen es zusammen auf 11 Oscars und 40 Nominierungen.
  • Dienstag, 06. Februar 2018 - 15:30
    Emma (Jördis Triebel) lebt als einsame Schweinezüchterin auf dem runtergewirtschafteten Hof ihrer Vorfahren. Sie schlachtet ihre Tiere auf ganz eigene Art: Bis zum letzten Moment behandelt sie sie liebevoll, der finale Schnitt hat etwas Zärtliches. Den fehlenden Mann ersetzt sie durch den herrlich vibrierenden Sattel ihres alten Mofas. Aber die Sehnsucht bleibt. Max (Jürgen Vogel) ist ein neurotischer Vegetarier und Ordnungsliebhaber, der niemals etwas Unüberlegtes tut. Bis er erfährt, dass er tödlich an Krebs erkrankt ist. In einer Kurzschlussreaktion klaut er seinem Freund und Arbeitgeber Hans einen Ferrari und viel Geld. Von Hans gejagt, findet Max` Flucht aus seinem alten Leben ein jähes Ende - und zwar just auf Emmas Hof, auf dem der Ferrari nach einer wilden Verfolgungsjagd zerschellt. Emma ist entzückt: Sie versteckt den bewusstlosen, aber appetitlichen Mann in ihrem Bett und das Geld im Stall. Als Max erwacht, erschrickt er vor dem schmutzigen Hof und der starken Frau. Erst allmählich ergibt er sich Emmas Werben und erkennt, dass er sein persönliches Paradies gefunden hat. Gemeinsam können sie sogar den aufgebrachten Hans beschwichtigen - doch ihr Glück ist kurz und Max` Ende unausweichlich. Schließlich macht er es den Schweinen nach und vertraut sich Emmas zarten Künsten an...
  •   Sonnabend, 20. Januar 2018 - 20:00 bis Sonnabend, 20. Januar 2018 - 22:00
    Nach drei ausverkauften Veranstaltungen 2016/2017 vor einem beglückten und beseelten Publikum gibt es heute ein viertes und allerletztes Mal Caspar Harlan und Kerstin Wittstamm in KUNST & BÜHNE mit ihrer theatralen Tolstoi-Lesung (viel mehr Theater als Lesung) "Ist das die Liebe?" zu sehen.
  • Dienstag, 16. Januar 2018 - 15:30
    Eine junge Französin bewirbt sich in den 1950er-Jahre als Sekretärin und wird dabei als Schnellschreib-Talent erkannt. Ihr neuer Chef macht es sich zur Aufgabe, sie darin zu trainieren. Ein charmanter Film, der das schlichte Handlungsmuster "Sekretärin und Chef verlieben sich" aufgreift und Sportfilm-Anleihen um Coaching und Aufstieg komödiantisch auf das Feld des Tippens überträgt. Da es dabei auch um die Veränderung von Rollenbildern geht, besitzt der Film einiges an erzählerischer Substanz, auch wenn er diese nur beschwingt anreißt, anstatt sie in ihrer Komplexität auszuloten.
  • Am Sonntag, 07. Januar 2018
    Ort: Hannoversche Straße 30E, 29221 Celle, Deutschland (nicht Postanschrift!) Kategorien: Archiv, Filmpreis, Ganz großes Kino in Celle, 2018
    "Unsere bisher terminierten vier Filme" bringen es zusammen auf vier Nominierungen und einen Golden Globe. Für die Listung die Seite anklicken.
  • Dienstag, 05. Dezember 2017 - 19:30
    Überzeugender Dokumentarfilm über zwei albanische Familien, die 2016 zwangsweise nach Albanien abgeschoben wurden. Er beschreibt die staatlich organisierte Sammelabschiebung inklusive Vorbereitung und Durchführung und besucht schließlich die Abgeschobenen in Albanien. Obwohl alle beteiligten Seiten zu Wort kommen und die unterschiedlichen Ansichten relativ sachlich nebeneinandergestellt werden, tritt die Unmenschlichkeit der Abschiebepraxis deutlich zu Tage. Eine fundierte, ebenso nüchterne wie aufwühlende Kritik am deutschen Asylrecht und seiner Abschiebepraxis. - Sehenswert ab 14.
  • Dienstag, 05. Dezember 2017 - 15:30
    Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrt eine Holländerin mit ihrer Tochter in ihr Heimatdorf zurück, um nach dem Tod ihrer Mutter den Hof zu bewirtschaften. Als sie ein halbes Jahrhundert später ihr Ende nahen fühlt, läßt sie wichtige Ereignisse ihres bewegten Lebens Revue passieren. Kraftvolle, vitale Familiensaga über vier Generationen, die Geschichte einer unabhängigen Frauendynastie, mythische Utopie und provozierendes Gegenbild in einem. Durch den märchenhaft-erzählerischen Charakter werden wichtige Grundanliegen der Emanzipationsbewegung anschaulich ins Gedächtnis gerufen. - Sehenswert ab 12.
  • Sonnabend, 25. November 2017 - 20:00
    Anke Engelsmann (geb. 1950), Gründungsmitglied der Bremer Shakespeare Company und des TAB (Theater aus Bremen), war früher oft als Gast des achteinhalbs in Celle - stets vor restlos ausverkauftem Haus. In KUNST & BÜHNE drängelte sich das Publikum Jahr für Jahr zur fast schon traditionellen Weihnachtslesung "Hilfe, die Herdmanns kommen." Anke ging dann vor ca. 17 Jahren zu Peymann ans Berliner Ensemble (BE) und war dort die letzten Jahre das Ensemblemitglied mit den meisten Vorstellungen. Sie arbeitete mit Regisseuren wie Robert Wilson, Claus Peymann, Luc Bondy, Katharina Thalbach, Leander Haußmann um nur einige zu nennen - und öfters mit Sebastian Sommer zusammen, der am Schlosstheater „The King‘s Speech“ und „Die Dreigroschenoper“ inszenierte. (Am Vorabend der Lesung, am Freitag, den 24. November, feiert Sebastian Sommers Inszenierung "Das Spiel ist aus" am Schlosstheater Premiere.) Jetzt, wo es beim BE einen Wechsel in der Intendanz gab, hat Anke wieder die Zeit für einen Abstecher nach Celle. "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" ist eine szenische Lesung, die sie ursprünglich für das BE erarbeitet und gespielt hat.