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DESCRIPTION:Eintritt: 3\,- €\nDeutschland 2006Kinostart: 17. August 2006103
  MinutenFSK:  ab 12\; fProduktion: Ralph Schwingel\, Stefan Schubert\, Hej
 o Emons    Regie: Sven Taddicken    Buch: Ruth Toma\, Claudia Schreiber   
  Vorlage: Claudia Schreiber (Roman 'Emmas Glück')    Kamera: Daniela Knapp
     Musik: Christoph Blaser\, Steffen Kahles    Schnitt: Andreas Wodraschk
 e    Darsteller: Jördis Triebel (Emma)\, Jürgen Vogel (Max)\, Martin Feife
 l (Hans)\, Hinnerk Schönemann (Henner)\, Karin Neuhäuser (Lene)\, Nina Pet
 ri (Dagmar)\, Arved Birnbaum (Karl)Verleih: Pandora\, Cinemascope\nAuszeic
 hnungen \nFilmhomepage\, Wikipedia\, Programmkino.de\, alle Daten zum Film
  auf Filmportal.de   Pressespiegel \nKurzkritik Filmdienst\nEine junge\, r
 esolut-robuste Schweinezüchterin begegnet einem introvertierten\, unheilba
 r an Krebs erkrankten Autoverkäufer. Ihre zunächst eher kuriose Beziehung 
 reift zur leidenschaftlichen\, von tiefem Vertrauen geprägten Liebe\, die 
 ihnen hilft\, ihre jeweiligen Lebens- und Todesängste zu meistern. Die Fab
 el wechselt zwischen einfühlsam-poetischen und slapstickartigen Momenten i
 m Stil einer Comedy-Posse. Dabei wird das zentrale Thema der humanen Sterb
 ehilfe jedoch nie vertieft und eher als schicke\, kitschig-pathetische 'Vi
 sion' verklärt. - Ab 16.\nTrailer:{youtube}dWg5tsKHIEk{/youtube}\nausführl
 iche Kritik Filmdienst\nRalf Westhoff schaut den Menschen beim Leben zu. S
 eine Filme sind geduldige „Lehrstücke“ in Sachen Liebe\, Partnerschaft und
  Beziehung\, in denen er seine Figuren reden und reden und reden lässt\, u
 m hinter die Fassaden ihrer vermeintlichen Selbstsicherheit zu schauen. Un
 d um ihre wahren Bedürfnisse\, ihre Sorgen\, Ängste und Defizite sichtbar 
 zu machen. Dann werden aus anfänglich oft oberflächlich oder auch arrogant
  wirkenden Menschen komplexe Charaktere\, die man ins Herz schließt – gera
 de wegen ihrer Unvollkommenheit\, die sie nahbar macht. In „Shoppen“ (2006
 ) ging es um 18 Großstadt-Singles auf Kontaktsuche\, in „Der letzte schöne
  Herbsttag“ (2010) um ein verunsichertes Paar und seine Suche nach einer t
 ragfähigen Beziehung\, und auch in „Wir sind die Neuen“ sind die sechs Men
 schen aus zwei grundverschiedenen Generationen Suchende\, die sich ständig
  fragen: Wie kann man heute leben\, am besten miteinander? Stets wählt Wes
 thoff den vielleicht schwierigsten Weg des Inszenierens: Er entwirft keine
  akademisch-trockenen Sozialstudien\, sondern inszeniert Komödien – amüsan
 te\, unterhaltsame Dialog-Komödien von spielerischer Eleganz\, mit viel (S
 prach-)Witz\, getragen von vorzüglichen Darstellern\, die souverän über et
 waige (Genre-)Untiefen hinwegtragen. Die „Neuen“ im Filmtitel sind nun die
  „Alten“: Anne\, Johannes und Eddi sind um die 60\, lebten vor 35 Jahren i
 n einer Studenten-Wohngemeinschaft\, verloren sich danach aus den Augen. J
 etzt bringt sie die Not wieder zusammen: Nach Höhen und Tiefen alleinstehe
 nd und finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet\, verbünden sie sich ern
 eut zur Zweckgemeinschaft. Doch die Zeiten haben sich geändert. Sie sind h
 ärter und ungemütlicher geworden\, der Umgangston ist „zeitgemäß“ technisc
 h und distanziert\, rüde\, auch zynisch. Das spüren die „Alten“ schnell\, 
 als sie eine Wohnung unter den drei „Jungen“ finden: Katharina\, Barbara u
 nd Thorsten stehen unter Dauerstress\, klotzen bis zur Belas-tungsgrenze f
 ür ihr Studium\, um im zukünftigen Arbeitsleben konkurrenz- und überlebens
 fähig zu sein. Sie leben zweckorientiert-sachlich zusammen\, reagieren auf
  Annäherungsversuche der Alten abweisend und aggressiv: „Wir sind keine Gl
 eichgesinnten. Wir sind die Ablösung. Und die wohnt über Euch!“ Bald sind 
 die Fronten verhärtet\, jeder hält den anderen für den eigentlichen Spieße
 r\, für „krass“ lebensuntauglich. Bis man sich dann doch annähert\, einfac
 h weil der seelische Druck zu groß ist. Dann hört man sich zu und stellt f
 est\, dass man sich über die Fronten hinweg etwas zu sagen und auch zu geb
 en hat. Während sich die Figuren zumindest ein Stück weit annähern\, entwi
 ckeln sich griffige kleine Porträtstudien\, souverän gespielt und im Rahme
 n einer Ensemble-Typen-Komödie mit vitalem individuellen Temperament gefül
 lt. Auf dieser Klaviatur spielt Westhoff hintergründig\, ironisch und doch
  liebenswürdig mit Generationen-Klischees\, jongliert mit Wahrnehmungs- un
 d Perspektivwechseln: eine reizvolle Gratwanderung zwischen Subtilitäten u
 nd durchaus auch handfesterer Komik. Besonders interessant ist die Geschic
 hte an ihren Rändern\, wo sie „ausfranst“ und Leerstellen schafft: Da sind
  die Sechs dann keine „runden“ (Kunst-)Figuren\, sondern Menschen mit Brüc
 hen\, die längst noch nicht fertig sind mit der Welt. Und in denen die Ein
 sicht reift\, die Anne am Ende ausspricht: dass man im Leben vielleicht ga
 r nicht zu endgültigen Resultaten kommen\, sondern ein Stück weit offen un
 d risikofreudig bleiben soll.  Horst Peter Koll\, FILMDIENST 2006/17 https
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