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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nSaudi-Arabien/Deutschland 2012Kinostart: 5. 
 September 201398 MinutenFSK: o.A.\; fFBW: besonders wertvollProduktion: Ro
 man Paul\, Gerhard Meixner\, Amr Alkhatani    Regie &amp\; Drehbuch: Haifa
 a Al Mansour    Kamera: Lutz Reitemeier    Musik: Max Richter    Schnitt: 
 Andreas Wodraschke    Darsteller: Reem Abdullah (Mutter)\, Waad Mohammed (
 Wadjda)\, Abdullrahman Al Gohani (Abdullah)\, Ahd (Hussa)\, Sultan Al Assa
 f (Vater)Verleih: KochMedia über Neue Visionen (Berlin)\, 35mmFILMHOMEPAGE
 \, WIKIPEDIA\, PROGRAMMKINO\, FILMGAZETTE\, alle Daten zum Film auf FILMPO
 RTAL   PRESSESPIEGEL\, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG  \nKurzkritik Filmdienst\nEin j
 unges Mädchen\, das mit seiner Mutter in Riad aufwächst\, wünscht sich seh
 nlichst ein Fahrrad. Da das Radfahren in dem von strengen wahabitischen Tr
 aditionen geprägten Land für Mädchen aber als unschicklich gilt\, weigert 
 sich die Mutter\, den Wunsch zu erfüllen. Doch das willensstarke Mädchen s
 etzt alles daran\, um das notwendige Geld selbst zu verdienen. Der erste k
 omplett in Saudi-Arabien gedrehte Film vereint eine Genregeschichte vom Ka
 mpf eines Underdogs um seinen Lebenstraum\, wie man ihn aus zahlreichen US
 -Filmen kennt\, mit Einblicken in die Lebenswelt saudischer Frauen. So gel
 ingt unterhaltsames Spannungskino\, das zugleich ein kritisches Gesellscha
 ftsporträt ist und dafür plädiert\, mit erstarrten misogynen Traditionen z
 u brechen. - Sehenswert ab 12.\n{youtube}Y3v1g3l3ALM{/youtube}\n \nausführ
 liche Kritik Filmdienst\n\n\n\nEs ist nur ein Zettel mit ihrem Namen darau
 f. Trotzdem hat das Stück Papier für die zwölfjährige Wadjda Bedeutung. Au
 f einem Bild an der Wohnzimmerwand ihres Elternhauses in Riad ist ein Stam
 mbaum ihrer Familie zu sehen. „Du stehst da nicht drauf\, da sind nur die 
 Männer“\, sagt ihre Mutter. Wadjda entgegnet nichts. Aber sie schreibt sic
 h mittels des Zettels einfach selbst in die Familiengeschichte hinein\, in
 dem sie ihn an den „Ast“ ihres Vaters pinnt. Wenig später hat jemand das P
 apier wieder abgerissen. Der Film der Regisseurin Haifaa Al Mansour über e
 in Mädchen\, das sich nicht den Schneid abkaufen lässt\, ist selbst so etw
 as wie ein weiblicher Zettel in einer Geschichte\, in der Frauen bisher we
 nig zu melden hatten: ein Film von einer saudi- schen Frau\, ganz fokussie
 rt auf weibliche Figuren. „Wadjda“ ist zudem der erste Film\, der komplett
  in Saudi-Arabien gedreht wurde – als Co-Produktion mit einer deutschen Cr
 ew\, aber mit einem rein saudischen Cast. Das war der Regisseurin wichtig\
 , um ihren Film „authentisch zu erzählen\, ihm die korrekte lokale Tonalit
 ät“ zu verleihen. Tatsächlich kombiniert „Wadjda“ sehr geschickt die Beoba
 chtung der saudischen Lebenswelt mit Erzählmus- tern\, die sich die an der
  University of Sydney ausgebildete Regisseurin bei westlichen Vorbildern a
 bgeschaut hat. Die dramaturgische Vorlage liefert der US-amerikanische Spo
 rtfilm: ein „Underdog“ verfolgt gegen alle Widerstände seinen Traum\, trai
 niert hart und triumphiert schließlich über alle Widerstände. Wobei der Tr
 aum\, den die von Waad Mohammed grandios gespielte Wadjda verfolgt\, grün 
 ist\, einen Lenker und zwei Räder hat. Es handelt sich um ein Fahrrad\, mi
 t dem sie sich gerne ein Rennen mit ihrem Freund\, dem Nachbarsjungen Abdu
 llah\, liefern würde. Der Haken daran: Fahrradfahren gehört sich nicht für
  saudische Mädchen\, weswegen sich Wadjdas Mutter weigert\, das Rad zu kau
 fen. Wadjda aber ignoriert das Verbot souverän und macht sich daran\, das 
 Geld für das Rad selbst aufzutreiben. Als die gestrenge Rektorin ihrer Sch
 ule den kleinen Geschäften\, die Wadjda auf dem Schulhof tätigt\, einen Ri
 egel vorschiebt\, sieht sie nur einen Ausweg: Sie meldet sich für einen Ko
 ranwettbewerb an\, da das Preisgeld locker für das Rad reichen würde. Doch
  weil ihr Rockmusik eigentlich näherliegt als die richtige Intonation der 
 Koransuren\, steht ihr ein hartes Stück Arbeit bevor. Die Innenansichten\,
  die Al Mansour von ihrem Heimatland liefert\, zeichnen eine zutiefst para
 doxe Gesellschaft\, bei der Tradition und moderne Lebensansprüche schon la
 nge nicht mehr zusammenpassen: Die strengen Verhaltensregeln\, die die wah
 abitische Richtung des Islam den Bewohnern (und vor allem den Bewohnerinne
 n) auferlegt\, lässt der Film so „aufgesetzt“ und unzeitgemäß wirken wie d
 ie Abaya bzw. der Hijab\, den die Frauen über ihre Jeans und andere modern
 e Kleider stülpen\, sobald sie das Haus verlassen. Al Mansour vermeidet es
  aber\, die Frauen als „Opfer“ einer Männergesellschaft darzustellen\; sie
  zeigt sie vielmehr als Mitverantwortliche. Die Rolle des gestrengen Sitte
 nwächters übernimmt ausgerechnet die erzkonservative Schuldirektorin: Sie\
 , die für die Bildung verantwortlich ist und damit eine wichtige Rolle bei
  der Stärkung der jungen Frauen spielen könnte\, tut alles\, um Freiheitsb
 estrebungen im Keim zu ersticken\; sogar lautes Lachen gilt bei ihr als un
 angemessen. Wadjdas Mutter ist als komplexere Figur angelegt\, die ihrerse
 its zwischen der Unterordnung unter das traditionelle Frauenbild und der U
 nzufriedenheit mit ihrer Situation schwankt. Sie muss im Laufe des Films e
 rst lernen\, sich selbst zu behaupten und ihre Tochter zu unterstützen\, a
 nstatt sie zu maßregeln. Gerade ihre Figur\, verkörpert von der saudischen
  Schauspielerin Reem Abdullah\, sorgt dafür\, dass der Film die Balance zw
 ischen unterhaltsamem Spannungskino und klugem Gesellschaftsporträt schaff
 t. Denn die an sich strahlende Frau wird durch ihre Lebensumstände ständig
  „heruntergedimmt“. Sie ist zwar berufstätig\, was in einem Land\, in dem 
 nicht einmal 20 Prozent der Frauen arbeiten\, durchaus fortschrittlich ist
  –\, doch dafür muss sie viele Unannehmlichkeiten auf sich nehmen. Die Anf
 ahrt zu ihrem Job kann sie nur mit Hilfe eines Fahrers bewältigen\, da Fra
 uen das Autofahren verboten ist\; mit dem Chauffeur gibt es aber ständig Q
 uerelen. Die weite Strecke ist andererseits notwendig\, weil es in der Näh
 e keinen Arbeitsplatz gibt\, an dem die Trennung der Geschlechter garantie
 rt ist. Diese will die Mutter aber unbedingt gewahrt wissen\, um ihren Ehe
 mann nicht eifersüchtig zu machen. Denn das Verhältnis zu ihm ist problema
 tisch\; er taucht nur noch selten auf und denkt darüber nach\, eine Zweitf
 rau zu nehmen\, weil sie keine weiteren Kinder bekommen kann. Das Schicksa
 l dieser Frau\, die sich täglich ausgebremst sieht\, sich selbst aber auch
  kaum Handlungsspielraum zugesteht\, liefert die realitätsnahe Folie\, vor
  der die Willensstärke\, der Bewegungsdrang und die Energie der Tochter um
 so imposanter wirken. „Wadjda“ ist nicht zuletzt ein Plädoyer dafür\, dass
  es sich Saudi-Arabien nicht mehr länger erlauben kann\, diese Energiequel
 le weiter zu vergeuden.\nFelicitas Kleiner\n \nFilmkunstmesse Leipzig 2013
 Gilde Filmpreis\, Bester Film international BUSTER Copenhagen Internationa
 l Film Festival 2013Lobende Erwähnung Filmfest Freiburg 2013Publikumspreis
  IFF Cannes 2013Prix France Culture Cinéma avec Libération Gulf Film Festi
 val 2013Bester Film FBW 2013Prädikat: besonders wertvoll Filmfestival Göte
 borg 2013Publikumspreis Filmfestival Tromsö 2013Norwegian Peace Film Award
  Filmfestival Rotterdam 2013Hubert Bals Fund Dioraphte Award Filmfestival 
 Dubai 2012Bester FilmBeste Darstellerin Ale Kino\, Polen 2012Puplikumsprei
 s Tallinn Black Nights Film Festival 2012Don Quixote AwardNetpac Award IFF
  Venedig 2012Cinema Avenire Award\, Bester FilmCICAE AwardInterfilm Award
 \n\n https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/85-das-mädchen-wadj
 da.html
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