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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nChile/Spanien 2012Kinostart: 8. August 2013L
 änge: 109 MinutenFSK: ab 12 JahreRegie/Buch/Schnitt/Produktion: Sebastián 
 Lelio    Kamera: Benjamín Echazaretta    Darsteller:Paulina García (Gloria
 )\, Sergio Hernández (Rodolfo)\, Diego Fontecilla (Pedro)\, Fabiola Zamora
  (Ana)\, Coca Guazzini (Luz)\, Hugo Moraga (Hugo)\, Alejandro Goic (Gabrie
 l)\, Liliana García (Flavia)\, Antonia Santa María (Maria)\, Luz Jimenez (
 Nana)\, Marcial Tagle (Marcial)Paulina García\, Berlinale 2013\, Beste Dar
 stellerin ('Silberner Bär') WIKIPEDIA\, Programmkino.de  Kritik von Oliver
  Kaever im Spiegel \nKurzkritik Filmdienst:Eine lebenshungrige\, unabhängi
 ge Mittfünzigerin\, die seit Jahren in Scheidung lebt und deren Kinder län
 gst erwachsen sind\, beginnt eine Liebesaffäre mit einem etwas älteren\, e
 benfalls geschiedenen Mann. Doch die Verbindlichkeiten\, die diesen mit se
 iner 'alten' Familie verbinden\, kommen der neuen Romanze in die Quere: Di
 e Titelheldin gibt sich nicht damit zufrieden\, nur die zweite Geige zu sp
 ielen. Ein ebenso feinfühliges wie unterhaltsames Frauenporträt\, das zwis
 chen sanftem Humor und Melancholie changiert und einen genauen Blick auf d
 ie Lebensverhältnisse der Protagonistin an den Rändern zu einem Panorama e
 ines gesellschaftlichen Klimas weitet\, das den Wandel bestehender Verhält
 nisse herbeisehnt. - Sehenswert ab 14.\nTrailer:{youtube}vYHyO3Ldavc{/yout
 ube}\n \nausführliche Kritik Filmdienst:Dieses Gesicht ist fast schon ein 
 „Film im Film“: Es erzählt die innere Geschichte\, während wir der äußeren
  folgen\, den Szenen aus dem Leben der Titelfigur. Die Fältchen um Glorias
  Augen sehen danach aus\, als würde sie gerne und oft lachen – und tatsäch
 lich tut sie das auch immer wieder. Als Rudolfo\, ein etwas älterer Mann\,
  sie zum ersten Mal anspricht\, fragt er sie\, ob sie immer so glücklich s
 ei. Die Mittfünfzigerin verneint. Auch das sieht man ihr an: Ihre Augen se
 hen hinter den großen Brillengläsern zwar freundlich in die Welt\, aber au
 ch mit einer gewissen Zurückhaltung. Sie zögert manchmal\, bevor sie etwas
  tut\, etwa Rudolfo antworten. Und wenn sie nicht lächelt\, dann sehen ihr
 e Lider und ihr Mund ein bisschen müde aus. Dabei tut Gloria durchaus\, wa
 s sie kann\, um dem Glück auf die Sprünge zu helfen. In der ersten Szene n
 ähert sich die Kamera ihr über die Köpfe einer Menschenmenge\, die zu Disc
 o-Musik tanzt. Gloria steht an der Bar\, dann mischt sie sich unters Volk 
 und spricht einen Mann an\, einen alten Bekannten\, der sich zuerst nicht 
 an sie erinnert. Später tanzen sie miteinander. Gloria geht öfters in dies
 e Tanzbar und hat keine Scheu\, Kontakt zu suchen. Wenn sie in ihrem Auto 
 durch die Stadt kurvt\, singt sie inbrünstig die Lieder aus dem Radio mit:
  „Ich fühle mich frei\, frei\, frei“\, heißt es da einmal. Das passt ganz 
 gut zu ihr: Gloria ist eine unabhängige Frau. Sie ist seit über zehn Jahre
 n geschieden\; die Kinder sind längst erwachsen und selbstständig\; sie ar
 beitet\, irgendein Bürojob\, ist mobil und bestens in Form. Doch genau die
 se Unabhängigkeit scheint Gloria auch unbehaglich zu sein. In Szenen\, in 
 denen sie ihrer Tochter und ihrem Sohn auf den Anrufbeantworter spricht un
 d sie später besucht – den Sohn zu Hause mit seinem Baby\, die Tochter bei
  ihrem Yoga-Kurs –\, huscht manchmal eine Traurigkeit über ihr Gesicht: Im
  Leben ihrer Kinder ist sie nur ein Gast\; wirklich gebraucht wird sie nic
 ht. Von niemandem. Der chilenische Regisseur Sebastián Lelio wollte in „Gl
 oria“ die Frauen aus der Generation seiner Mutter porträtieren: Frauen um 
 die 60\, „für die niemand sonderlich viel Zeit zu haben scheint und die tr
 otz all der Jahre\, die sie schon hinter sich gebracht haben\, immer noch 
 nicht zu resignieren bereit sind“. Er macht eine Figur\, die im Leben alle
 r anderen nur eine Nebenrolle spielt\, zur Hauptfigur. Und er schildert Gl
 orias Versuch\, auch für einen ihrer Mitspieler zur „Hauptfigur“ zu werden
 : Nach Glorias erstem Flirt mit Rudolfo\, einem ebenfalls geschiedenen Man
 n und Ex-Marine-Offizier\, kommt es zu weiteren Treffen. Beide haben Sex\;
  in einem Restaurant macht Rudolfo ihr eine bezaubernde Liebeserklärung\; 
 später liest er ihr romantische Gedichte vor. Endlich scheint Gloria jeman
 den gefunden zu haben\, für den sie das Wichtigste sein kann. Umso schmerz
 hafter sind die Reibungspunkte\, als Gloria merkt\, dass Rudolfo dazu doch
  nicht bereit ist: Seine Ex-Frau und die erwachsenen Töchter sind nicht nu
 r finanziell von ihm abhängig\, sondern fordern auch mit Nachdruck seine A
 ufmerksamkeit. Dem kann sich Rudolfo nicht entziehen. Lelio hat seinen Fil
 m der Hauptdarstellerin Paulina García „auf den Leib geschneidert“\; für i
 hren Auftritt wurde sie bei der „Berlinale“ 2013 mit dem „Silbernen Bären“
  geehrt. Tatsächlich ist der Film ganz auf sie und ihr Erleben fokussiert.
  Immer wieder geht die Kamera nah an Garcías wunderbares Gesicht\, um ihre
  subtilen Reaktionen einzufangen. Ihre vielen verschiedenen Begegnungen – 
 in dem Mietshaus\, in dem sie wohnt\, bei ihren Kindern\, bei Freunden\, d
 ie sie besucht – koppeln ihre kleine Welt immer wieder zurück an den größe
 ren Kontext der chilenischen Gesellschaft\, an ein Klima\, in dem die Sehn
 sucht nach Veränderung nicht nur Glorias Privatangelegenheit ist. Dabei wi
 rken die Szenen nie zwanghaft mit Bedeutung aufgeladen\, sondern reihen si
 ch zu einem erfrischend tiefgründigen „Lebensfluss“\, zusätzlich getragen 
 von der Musik: von Schlagern\, Disco-Hits und Bossa Nova-Klängen\, in dene
 n Gloria immer wieder einen Spiegel und ein Ventil für ihre Gefühle findet
 .\nFelicitas Kleiner\n  https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/
 78-gloria.html
DTSTART:20131108T193000Z
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
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