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DESCRIPTION:Eintritt: kostenlos\nDeutschland 2013Kinostart: 15. August 2013
 Länge: 85 MinutenRegie: Julia Oelkers\nAuftakt des Festivals „Migration im
  Film“ vom 24. September bis 2. Oktober 2013\, zu dem die Berliner Regisse
 urin Julia Oelkers nach Celle kommt.\nProduktion: Thomas WaltherRegie: Jul
 ia OelkersBuch: Lars Maibaum\, Julia OelkersKamera: Lars Maibaum\, Line Kü
 hl\, Matthias Neumann\, Thomas WaltherMusik: Strom &amp\; Wasser feat. The
  RefugeesSchnitt: Lucian BusseVerleih: Neue VisionenHomepage von Julia Oel
 kers\, Filmhomepage\, Pressematerial zum Film\, alle Daten zum Film auf Fi
 lmportal\, Facebookseite\, Interview mit Julia Oelkers auf HR-Info Kulturl
 ust  \nKurzkritik Filmdienst:Dokumentarfilm über ein Projekt der Band 'Str
 om &amp\; Wasser': Zusammen mit Musikern aus unterschiedlichen Kulturkreis
 en\, die in Deutschland Asyl suchen\, produziert die Band eine CD und vera
 nstaltet eine Konzerttour. Ein Balanceakt zwischen der Euphorie auf der Bü
 hne und dem musikalischen Austausch einerseits und dem deprimierenden\, vo
 n Beschränkungen gezeichneten Alltag der Asylbewerber. Dabei rundet sich d
 er Film nicht nur zur mitreißenden Musik-Doku\, sondern schafft es auch\, 
 dem anonymisierten Schicksal 'Flüchtling' Namen und Gesichter zu geben. (t
 eils O.m.d.U.) - Sehenswert ab 12.Ulrich Kriest Kritik aus film-dienst Nr.
  17/2013ARD Titel Thesen Temperamente (ttt) vom 28. Juli 2013: Textfassung
 \, Podcast in der Mediathek Programmkino.de\, Wochenmagazin die Zeit vom 1
 6. August  \n{youtube}HoWG_ucoOOA{/youtube}\nausführliche Kritik:Die Idee 
 ist politisch\, pfiffig und naheliegend. Seltsam\, denkt man\, dass da vor
 her niemand draufgekommen ist. Sieht man dann „Can‘t be silent“\, erklärt 
 sich die „Silence“ schnell als durchaus bewusst provoziertes Resultat der 
 herrschenden Asylpolitik. Doch der Reihe nach: der deutsche Musiker Heinz 
 Ratz machte als Zeichen des eigenen politischen Engagements 2011 eine Bene
 fiz-Tour durch Deutschland\, um gegen die aktuelle Asylpolitik zu protesti
 eren. Bei Kontakten vor Ort lernte er unter den Flüchtlingen hervorragende
 \, in ihrer Heimat teilweise bereits bekannte Musiker kennen. Kurzentschlo
 ssen entschloss sich Ratz\, den Musikern mit der Band „The Refugees“ eine 
 Plattform zu bieten. Mit Unterstützung der eigenen Band „Strom &amp\; Wass
 er“ wurde eine CD produziert\, eine Deutschland-Tournee organisiert und ge
 startet. Die Filmemacherin Julia Oelkers\, seit Anfang der 1990er-Jahre mi
 t den Themen Rassismus\, Flucht und Migration beschäftigt\, besuchte früh 
 eines der Konzerte von „Strom &amp\; Wasser“\, sprach einen der beteiligte
 n Musiker an und entschloss sich\, die CD-Produktion und die Tournee mit e
 inem Filmteam zu begleiten. So schlägt „Can‘t be silent“ gleich mehrere Fl
 iegen mit einer Klappe. Man lernt einige der Musiker und ihre Geschichte n
 äher kennen. Z.B. den jungen afghanischen Rapper Hosain Amini\, der zunäch
 st in den Iran floh\, dort aber wegen seiner Musik Schwierigkeiten bekam. 
 Aminis Texte handeln davon\, aus der Geschichte Afghanistans zu lernen und
  mit bestimmten Stammesritualen und Traditionen der Väter zu brechen\, um 
 sich eine gemeinsame Zukunft aufbauen zu können. Ein anderer Rapper ist MC
  Nuri aus Dagestan\, der mit seiner Familie zehn Jahre in einem Flüchtling
 swohnheim verbrachte und erst die Scheu überwinden musste\, von seiner Leb
 enssituation zu berichten. So bekommen die Flüchtlinge Gesichter\, Geschic
 hten und viele Stimmen\, wobei sich der Film keinen falschen Illusionen hi
 ngibt. Ein Musiker bleibt ein Musiker\, auch wenn er aktuell den Status ei
 nes Flüchtlings hat. Er vermag auf der Bühne zu begeistern\, aber jenseits
  der Bühne ist er dann wieder ein Flüchtling und wird von der Bürokratie v
 erwaltet. Und das deutsche Asylrecht mit der Einschränkung der Bewegungsfr
 eiheit\, der Arbeitssuche und den Beschränkungen des Alltäglichen zielt ge
 rade darauf\, den Flüchtlingen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Alltag 
 zu verwehren und sie als Gruppe zu anonymisieren.Der Film dokumentiert die
  schwierigen Lebensbedingungen. Er zeigt aber auch\, wie durch die Musik b
 eflügelte Musiker aus unterschiedlichen Ländern und Kulturkreisen neugieri
 g und respektvoll miteinander umgehen. Und ihre gewonnene Bewegungsfreihei
 t auch dazu nutzen\, ihrerseits ihre eigenen Interessen zu vertreten\, ind
 em sie sich politisieren. Wie heißt es im Film einmal so treffend: „Uns bl
 eibt nichts anderes übrig\, als keine Angst mehr zu haben.“ Das gilt auch 
 und insbesondere\, wenn man fortwährend von Abschiebung bedroht ist. So is
 t „Can‘t be silent“ einerseits die Dokumentation einer produktiven politis
 chen Initiative gegen das herrschende Asylrecht\, andererseits aber zuglei
 ch deren medialer Verstärker – und ein energiegeladener Musikfilm. Jetzt s
 pielen die „Refugees“ nicht mehr nur auf linksalternativen Straßen- und So
 lidaritätsfesten\, auf Folk- und Weltmusik-Festivals\, sondern in den Kino
 sälen der Republik. Und sie sind nicht länger die namenlosen „Refugees“\, 
 sondern Sam\, Nuri\, Jacques\, Hosain\, Revelino und Olga. Und all die and
 eren\, deren Erfahrungen und Erlebnisse hier zur Sprache kommen.Ulrich Kri
 est Kritik aus film-dienst Nr. 17/2013  https://www.kino-achteinhalb.de/ho
 me/archiv/event/55-can’t-be-silent-anschließend-filmgespräch-mit-der-regis
 seurin-julia-oelkers.html
DTSTART:20130827T173000Z
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
SUMMARY:Can’t be silent (anschließend Filmgespräch mit der Regisseurin Juli
 a Oelkers)
URL:https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/55-can’t-be-silent-an
 schließend-filmgespräch-mit-der-regisseurin-julia-oelkers.html
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