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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nFrankreich 2012Kinostart: 30. Mai 2013122 Mi
 nutenFSK: ab 12 JahreRegie: Olivier Assayas (Carlos - Der Schakal\, Paris\
 , je t'aime)Verleih: NFP über Filmwelt\nDarsteller: Clément Métayer (Gille
 s)\, Lola Créton (Christine)\, Félix Armand (Alain)\, Carole Combes (Laure
 )\, India Salvor Menuez (Leslie)\, Hugo Conzelmann (Jean-Pierre)\, Mathias
  Renou (Vincent)\, Léa Rougeron (Maria)\, Martin Loizillon (Rackam le Roug
 e)\, André Marcon \, Johnny Flynn \, Dolorès Chaplin\nFilmhomepage\, Progr
 ammkino.de\, Filmgazette (Kriest)\, Filmgazette (Busche)PressedienstVenedi
 g 2012: Bestes Drehbuch\nKurzkritik Filmdienst\nIn den frühen 1970er-Jahre
 n sucht eine Gruppe französischer Studenten\, beflügelt von der 1968er-Rev
 olte\, nach Wegen\, die eigenen Ideale zu leben. An seinen Film 'Cold Wate
 r' (1994) anschließend\, entwirft Olivier Assayas ein liebevolles Stimmung
 sbild\, bei dem er sich eindrucksvoll auf seine eigene politische\, künstl
 erische\, literarische und musikalische Sozialisation bezieht. Klug\, zärt
 lich und zugleich höchst differenziert beschreibt er den Optimismus jener 
 Epoche. - Sehenswert ab 14.\n \n{youtube}RUHtHio94qA{/youtube}\nausführlic
 he Kritik Filmdienst\nMusik spielt in Olivier Assayas’ „Die wilde Zeit“ ei
 ne zentrale Rolle. Im Original trägt der Film den rechtschaffen terminiere
 nden Titel „Aprés-Mai“\, international wird er als „Something in the Air“ 
 verliehen. Es lohnt sich\, über die unterschiedlichen Zeitlichkeiten diese
 r drei Titel einmal nachdenken\, wobei der englische Titel dem Flair des F
 ilms am Nächsten kommt. „Aprés-Mai“ erzählt die Geschichte einer Gruppe ju
 nger Menschen in den Nachwehen jenes mythischen „Mai 68“\, als die Revolut
 ion zum Greifen nahe schien. Im Jahr 1971\, in dem Assayas’ Film spielt\, 
 steht der radikale Umsturz des Bestehenden längst nicht mehr auf der Tages
 ordnung\; etwas Revolte liegt dennoch in der Luft lag. Sehr anschaulich se
 tzt Assayas\, Jahrgang 1955 und zuletzt sehr erfolgreich mit „Carlos“\, di
 e diversen Suchbewegungen der Post-68er-Jahre zwischen Straßenkampf\, Betr
 iebsarbeit\, Terrorismus\, Underground-Publizistik\, Künstler-Existentiali
 smus\, Drogenrausch und Hippie-Trail nach Kabul in Szene. Zur souverän kom
 pilierten und von Autobiografischem zeugenden Musik von Syd Barrett\, Soft
  Machine\, Tangerine Dream\, The Incredible String Band und Kevin Ayers be
 gegnet man Anarchisten\, Maoisten\, Trotzkisten und Situationisten\, die i
 hre ideologischen Differenzen erst allmählich zu erkennen geben. Wenn man 
 ihnen denn neugierig zuhört. Zugleich erzählt der Film fast schon pastoral
  einige Liebesgeschichten\, die mal enger\, mal weniger eng mit dem politi
 schen Bewusstsein der Akteure verknüpft sind.Allerlei bedeutsame Fragen st
 ehen im Raum: „Wie positionierst du dich?“ Oder: „Braucht der richtige pol
 itische Inhalt nicht auch eine entsprechende revolutionäre Syntax?“ „Oder 
 ist allein schon diese Frage ein Ausdruck kleinbürgerlicher Ideologie?“ „W
 ie hat Kunst auszusehen\, die die Massen erreicht?“Assayas\, der über sein
 e Erfahrungen jener Zeit einen längeren Text mit dem Titel „A Post-May Ado
 lescence. Letter to Alice Debord“ verfasst und in Interviews immer wieder 
 betont hat\, dass „Aprés-Mai“ auf autobiografische Erfahrungen zurück grei
 fe\, begegnet seinen Glückssuchern und Revoluzzern mit größter Sympathie. 
 Genau darin liegt die besondere Qualität seines Films\, der untergründig m
 it Bressons „Der Teufel möglicherweise“ und Philippe Garrels „Les amants r
 eguliers“ (2004) kommuniziert. Zwar registriert Assayas auch Posen\, Irrtü
 mer\, falsches Pathos und erschöpfte Ratlosigkeit\, Selbstkritik und Schei
 tern\, aber grundsätzlich sind seine Figuren geradezu beseelt von der Hoff
 nung\, es gebe ein richtiges Leben im Falschen. Es ist geradezu schmerzhaf
 t\, diesen Anachronismus im Kino zu erleben\, angesichts des aktuellen Pra
 gmatismus und einer umfassenden Affirmation des Bestehenden.Dass der aktio
 nistische Schwung und die Energie des gegenkulturellen Aufbruchs auf Dauer
  nicht zu halten sind\, zeigt sich auch darin\, dass Lücken in der Narrati
 on immer wieder Figuren verschwinden und auftauchen lassen. Dieses Mäander
 n birgt Überraschungen. Denn wer gerade noch von einer spirituellen Erfahr
 ung in Indien träumte und dorthin aufbrach\, wird vielleicht dann doch „nu
 r“ ein Kunsthandwerker\, der das herrschende System mit Deko-Ware beliefer
 t. Dem Maoisten von vorgestern werden die vielen Niederlagen und Desillusi
 onierungen zu viel\, weshalb er für die Strategie des bewaffneten Widersta
 nds plädiert\, Taten sehen will und sich dazu jüngere Aktivisten sucht. Di
 e Hauptfigur Gilles will Künstler sein\, hadert immer wieder mit den Zumut
 ungen der Politik\, entdeckt den Situationismus und landet schließlich in 
 den Londoner Pinewood Studios\, wo gerade ein trashiger B-Film mit Urzeitm
 onstern\, halbnackten Mädchen und Nazis gedreht wird.Assayas zeigt auch di
 es ohne Häme und ohne die Lust an der Denunziation\, die deutschen Filmen 
 über jene verwirrende Zeit so enervierend und unpolitisch eingeschrieben s
 cheint. In „Aprés-Mai“ dienen bestimmte Sätze oder Haltungen niemals als „
 Beweismaterial“\, um eine möglichst vollständige Kulisse zu etablieren\, s
 ondern sie zeigen Figuren im Fluß einer Entwicklung\, die sich nur dann er
 schließt\, wenn man genau hinhört. So kursiert hier beispielsweise einmal 
 ein kritisches Buch über die chinesische Kulturrevolution\, vor dem gewarn
 t wird\, weil es sich angeblich um CIA-Propaganda handle. Später werden di
 e maoistischen Parolen auch ohne Hilfsmittel als fadenscheinig durchschaub
 ar. Die Verschränkung des großen epischen Bogens mit den kleinen\, atmosph
 ärischen Momenten rekonstruiert eine umfassende Suchbewegung\, die das Pri
 vate mit dem Politischen in Gleichklang zu bringen versucht. Die Mühen der
  Ebene mögen dabei in eine linke Melancholie münden\, doch nur aus heutige
 r Perspektive ist die Bemerkung erlaubt\, dass der Film desillusionierend 
 sei. Man könnte die aktuelle Debatte um Daniel Cohn-Bendit zur Illustratio
 n hinzuziehen: Wo es in der deutschen Diskussion (mit Ausnahme von Christo
 pher Roths „Baader“\,) nur darum zu gehen scheint\, aus einer Position der
  hoffähigen Mittelmäßigkeit Abbitte für historische Irrtümer einzuklagen\,
  würde Assayas versuchen\, den Flair filmisch einzufangen\, aus dessen Gei
 st „Der große Basar“ geschrieben wurde. Ein Stoff wie „Das Wochenende“ ist
  selbstgefällige Besserwisser-Kolportage aus der Retrospektion. „Die wilde
  Zeit“ schwärmt nicht ohne Melancholie\, aber fröhlich von der Frische des
  jugendlichen Lebendigseins. Ulrich Kriest Kritik aus film-dienst Nr. 11/2
 013 https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/51-die-wilde-zeit-ap
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
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SUMMARY:DIE WILDE ZEIT (APRÈS MAI)
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