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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nIrland 2015Kinostart: 21. Januar 2016112 Min
 utenFSK: ab 0\; fFBW: wertvoll  Regie: John Crowley    Drehbuch: Nick Horn
 by      Vorlage: Colm Tóibín (Roman 'Brooklyn')    Kamera: Yves Bélanger  
   Musik: Michael Brook    Schnitt: Jake Roberts    Darsteller: Saoirse Ron
 an (Eilis Lacey)\, Emory Cohen (Antonio 'Tony' Fiorello)\, Domhnall Gleeso
 n (Jim Farrell)\, Jim Broadbent (Father Flood)\, Julie Walters (Madge Keho
 e)\, Brid Brennan (Miss Kelly)\, Jane Brennan (Mrs. Lacey)\, Fiona Glascot
 t (Rose Lacey)\, Jessica Paré (Miss Fortini)\, Eileen O'Higgins (Nancy)\, 
 Michael Zegen (Maurizio Fiorello)\, Nora-Jane Noone (Sheila)    \nFilmhome
 page\, Wikipedia\, EPD-Film\, Programmkino.de  \n \nDer Filmdienst ist sei
 t Jahren die führende deutsche Kinofilmfachzeitschrift. Da die Kritiken de
 s Filmdiensts nicht ohne weiteres zugänglich sind\, drucken wir sie hier a
 b\, unabhängig ob sie positiv oder negativ ausfallen. Unser Ehrgeiz ist es
  nicht\, Interessierte mit hohlen Versprechungen oder plakativen Etikettie
 runen wie 'Kunstfilm' oder 'besonderer Film'  ins achteinhalb zu locken. D
 ie wenigstens Filme erhalten vom Filmdienst eine positive Kritik. Es ist d
 aher durchaus so\, dass Filme\, die dort nicht so positiv 'wegkommen'\, an
 sonsten durchweg positive Kritiken erhalten haben und wir auch einige Film
 e 'klasse' gefunden haben\, die vom Filmdienst kritisch bewertet worden si
 nd. Es ist halt eine Meinung unter mehreren\, aber in der Regel eine fundi
 erte. Die höchste Auszeichnung ist das Prädikat 'sehenswert'\, die Alterse
 mpfehlung ist eine pädagogische.\nKurzkritik Filmdienst\nEine schüchterne 
 Irin wandert in den 1950er-Jahren nach New York aus\, wo sie eine Anstellu
 ng in einem Modegeschäft findet. Ihre Einsamkeit und die Last der Fremde v
 erflüchtigen sich\, als ihr ein Italoamerikaner zeigt\, wie eng der Horizo
 nt ihrer Heimat war. Doch dann ruft sie eine familiäre Tragödie nach Irlan
 d zurück\, wo ihr ein anderer Mann den Hof macht. Die Verfilmung eines Rom
 ans von Colm Tóibín skizziert mit feinen\, unaufdringlichen Strichen ein E
 inwandererschicksal\, in dem Entfremdung und Heimatwerdung eng an die Figu
 ren gebunden sind. Die Entwicklung der beeindruckend gespielten Protagonis
 tin wird subtil und eindrücklich zugleich darstellt.Sehenswert ab 14.  \n 
 Trailer (155 Sekunden):  {youtube}mk_YktE8B-w{/youtube} \nausführliche Kri
 tik Filmdienst\n\n\n\n\n\n\n „Manhattan“ war als Filmtitel schon an den gr
 oßen Woody Allen vergeben. Doch Brooklyn ist mehr als ein Ausweich-Schaupl
 atz für eine Erzählung\, in der sich New York einmal mehr als Kristallisat
 ionspunkt all dessen materialisiert\, was an Amerika verführerisch erschie
 n: die brummende Wirtschaft der 1950er-Jahre\, die „opportunity“ des sozia
 len Aufstiegs\, das Selbstverständnis als Einwanderungsland. Dennoch steht
  Brooklyn\, und ein klein wenig gilt das noch heute\, für die Kehrseite de
 s Wolkenkratzerglanzes von Manhattan. Es ist der Ort\, an dem sich die sam
 meln\, die es nicht in die Wirklichkeit dieser New-York-Fantasie geschafft
  haben oder die diese Wirklichkeit als Lüge erahnen – eine Heimstatt für a
 ll jene\, die draußen bleiben müssen oder draußen bleiben wollen.Aus mater
 ieller Not wie fundamentalkatholischer Enge heraus zog es Mitte des 20. Ja
 hrhunderts viele irische Einwanderer dorthin\, so wie die zarte\, schüchte
 rne Eilis. Ihre fiktive Geschichte hat der Schriftsteller Colm Tóibín in d
 er Romanvorlage erzählt\, ein Emigrationsschicksal\, exemplarisch und indi
 viduell zugleich. Ein irischer Pfarrer hat Eilis in Brooklyn eine Stelle i
 m Einzelhandel und ein Zimmer in einer Damenpension besorgt. Der Abschied 
 von Zuhause ist schmerzhaft\, aber notwendig. In ihrem neuen Lebensabschni
 tt steht Eilis immer dann im Mittelpunkt\, wenn Mikrokosmen aufeinanderpra
 llen – schon ihre Kabinennachbarin während der Überfahrt\, eine grell gesc
 hminkte\, in Tat und Wort direkte Lebefrau\, zeigt Eilis\, was ihr selbst 
 an Amerikanischem fehlt.Wenn die Ausarbeitung von solchen Mentalitätsunter
 schieden bisweilen etwas holzschnittartig ausfällt\, liegt dies womöglich 
 daran\, dass der englische Schriftsteller Nick Hornby die Drehbuchadaption
  besorgt hat\, der eine durchaus gewollte Außenseiterperspektive auf beide
  im Film porträtierten Welten mitbringt. Gleichzeitig entfaltet er Eilis’ 
 ebenso faszinierendes wie eigentlich unspektakuläres Abenteuer mit feinen\
 , unaufdringlichen Strichen\, in die er nur selten seinen als Romanautor s
 o typischen Witz einmischt: Die Abendessen bei Eilis’ Gastgeberin Mrs. Keh
 oe etwa werden zum regelmäßigen Clash zwischen den ausgehfrohen Neuamerika
 nerinnen und ihrer konservativen Herbergsmutter\, und der kleine Bruder vo
 n Tony\, Sohn italienischer Einwanderer\, in den sich Eilis verliebt\, ent
 puppt sich als ebenso sympathische wie klugscheißerische Kinderwitzfigur.T
 ony hilft Eilis über ihr anfangs heftiges Heimweh hinweg. Doch dann stirbt
  ihre Schwester\, und sie kehrt zur Beerdigung in das Kaff Enniscorthy zur
 ück\, mit all den Zwängen und Beschränktheiten\, die Eilis abgelegt zu hab
 en glaubte. Kurz vor der Abfahrt heiratet sie Tony\, erzählt dies daheim a
 ber niemandem\, auch dann nicht\, als ihre Mutter und ihre alten Freunde s
 ie immer näher an den reichen Erben Jim Farrell herankuppeln wollen.Regiss
 eur John Crowley\, der vom Theater kommt und immer noch regelmäßig für die
  Bühne inszeniert\, gönnt sich nur wenige Großstadtpanoramen. Die Verheißu
 ng der Fremde ist für ihn eine soziale. Entsprechend eng führt er die Erzä
 hlung auch bildlich an die Figuren heran\, die er bei den Bewegungen von E
 ntfremdung wie Heimatwerdung gegen- und aneinander beobachtet. Dabei behäl
 t Saoirse Ronan als Eilis eine Steifheit in ihrem Ausdruck\, die erst Verz
 agtheit bedeutet und später Bestimmtheit: sie trägt einen geraden Rücken d
 urch den Film\, den sie nicht beugen will. Sie leistet sich weder Ausbrüch
 e\, noch zieht sie sich jemals ganz in ihren Kokon zurück\, sondern führt 
 durch eine Geschichte\, durch die die Zeitläufte sie wiederum führen würde
 n\, wenn sie es denn zuließe. Ihren stillen Kampf mit der Umwelt und mit d
 em eigenen\, zur Veränderung gezwungenen Selbst entfalten Crowley und Horn
 by in einem leichten\, nie von der Beispielhaftigkeit dieses Schicksals be
 schwerten Erzählfluss.Tim Slagman\, FILMDIENST 2016/2  \n\n\n\n\n\n https:
 //www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/487-brooklyn.html
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