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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nJapan 2015Kinostart: 31. Dezember 2015109 Mi
 nutenFSK: ab 0\; f\nRegie/Drehbuch: Naomi Kawase    Vorlage: Durian Sukega
 wa (Roman 'Kirschblüten und rote Bohnen')    Kamera: Shigeki Akiyama    Mu
 sik: David Hadjadj    Schnitt: Tina Baz    Darsteller: Kirin Kiki (Tokue)\
 , Masatoshi Nagase (Sentaro)\, Kyara Uchida (Wakana)\, Miyoko Asada (Laden
 besitzer)\, Etsuko Ichihara (Yoshiko)\, Miki Mizuno    \nDer Filmdienst is
 t seit Jahren die führende deutsche Kinofilmfachzeitschrift. Da die Kritik
 en des Filmdiensts nicht ohne weiteres zugänglich sind\, drucken wir sie h
 ier ab\, unabhängig ob sie positiv oder negativ ausfallen. Unser Ehrgeiz i
 st es nicht\, Interessierte mit hohlen Versprechungen oder plakativen Etik
 ettierunen wie 'Kunstfilm' oder 'besonderer Film'  ins achteinhalb zu lock
 en. Die wenigstens Filme erhalten vom Filmdienst eine positive Kritik. Es 
 ist daher durchaus so\, dass Filme\, die dort nicht so positiv 'wegkommen'
 \, ansonsten durchweg positive Kritiken erhalten haben und wir auch einige
  Filme 'klasse' gefunden haben\, die vom Filmdienst kritisch bewertet word
 en sind. Es ist halt eine Meinung unter mehreren\, aber in der Regel eine 
 fundierte. Die höchste Auszeichnung ist das Prädikat 'sehenswert'\, die Al
 tersempfehlung ist eine pädagogische.\nKurzkritik Filmdienst\nDer Pächter 
 eines kleinen Imbisses\, in dem ausschließlich Pfannkuchen mit Bohnenpaste
  angeboten werden\, stellt widerwillig eine alte Frau als Aushilfe ein. Ih
 re liebevoll und zeitaufwändig zubereitete Bohnenpaste erweist sich als kö
 stliche Delikatesse\, doch birgt sie ein Geheimnis\, das den Erfolg zu gef
 ährden droht. Ein anrührend-ergreifendes Drama\, das der Zubereitung des E
 ssens eine mythische Bedeutung verleiht\, in der Wissen\, Erfahrung und di
 e Kunst\, den Dingen ihre Zeit zu lassen\, zusammenfinden. Mit der dramati
 schen Forcierung auf das Schicksal der alten Frau plädiert der Film für me
 hr Respekt und Rücksicht in der japanischen Gesellschaft.Sehenswert ab 14.
   - Michael Ranze ****\nFilmhomepage\, Wikipedia\, Programmkino.de\, epd-F
 ilm   Trailer (105 Sekunden):{youtube}gtZ82vYeHrE{/youtube}\nausführliche 
 Kritik Filmdienst\n\n\n\n\n\n\nSentaro ist ein mürrischer Mann. Die aufgek
 ratzt-plappernden Schülerinnen\, die seine kleine Imbissbude in einem Toki
 oter Stadtteil aufsuchen\, gehen ihm auf die Nerven\, obwohl er sie\, das 
 zeigt ein verstecktes Lächeln\, eigentlich mag. Sentaro verkauft Dorayaki.
  Das sind kleine Pfannkuchenhälften\, die mit roter Bohnenpaste bestrichen
  und dann wie ein Schokoladenkeks zugeklappt werden. Die Pfannkuchen backt
  Sentaro selbst\, doch die Paste bezieht er in Plastikeimern vom Großmarkt
 . Vielleicht ist das der Grund\, warum er selbst die Dorayaki nicht gerne 
 isst. Mit einem kleinen Aushang sucht er eine Aushilfe für seinen Imbiss. 
 Prompt meldet sich eine alte Frau namens Tokue\, die den körperlichen Stra
 pazen des Jobs aber auf den ersten Blick kaum gewachsen ist. Sentaro weist
  sie ab\, mehrmals – bis sie ihn von ihrer selbstgemachten Bohnenpaste kos
 ten lässt. Sentaro ist verblüfft: was für ein Duft\, was für ein Geschmack
 . Kurzentschlossen stellt er die alte Dame ein.Die japanische Regisseurin 
 Naomi Kawase nimmt sich viel Zeit\, den liebevollen\, zeitraubenden Prozes
 s der Zubereitung der Paste ausführlich vor Augen zu führen\, der lange vo
 r Sonnenaufgang beginnt: das Einlegen der Bohnen in Wasser\, die Zugabe vo
 n Zucker und Gewürzen\, das Rühren und Warten\, Rühren und Warten\, Rühren
  und Warten – bis die richtige Konsistenz erreicht ist. Der Lohn der Mühe:
  Tokues Bohnenpaste ist in der Nachbarschaft der Hit – plötzlich stehen di
 e Kunden Schlange. Doch die alte Frau birgt ein Geheimnis\, das den Erfolg
  zu gefährden droht.Erst vor wenigen Monaten hatte Kawase in „Still the Wa
 ter“ die Natur mit einer tiefempfundenen Religiosität beschrieben und die 
 Schöpfung gefeiert\; es ging um das Meer\, die Liebe und den Tod. „Kirschb
 lüten und rote Bohnen“ zeugt von einer ähnlichen philosophischen Tiefgründ
 igkeit\, diesmal allerdings mit Blick auf das Essen beziehungsweise das Ko
 chen. Dem Rhythmus der Zubereitung\, dem Wechsel aus Warten und Rühren kom
 mt eine fast schon mythische Bedeutung zu\, in dem die Zeit die wichtigste
  Rolle spielt. Zeit zu haben\, den Dingen ihre Zeit zu lassen\, nicht nur 
 beim Kochen\, sondern auch bei anderen Tätigkeiten: Das ist die wichtigste
  Erkenntnis\, die Kawase dem Zuschauer mit auf den Weg gibt. Dabei steht d
 ie Regisseurin durchaus in der Tradition anderer Filme\, die seit „Babette
 s Fest“ oder „Eat Drink Man Woman“ das Zelebrieren des Kochens mit all sei
 nen Etappen\, von der Vorbereitung der Zutaten bis zum Servieren feiern un
 d gleichzeitig das gemeinschaftliche Mahl als Zeichen von Geselligkeit\, K
 ommunikation und Zugehörigkeit umschreiben. Dorayaki\, das ist ein Snack –
  ähnlich schnell verzehrt wie die in Japan verehrte Kirschblüte vorüber is
 t\, deren Pracht jedes Jahr im April das ganze Land schlagartig zu verände
 rn scheint. Ein Tatsache\, der Kawase eine besondere Bedeutung verleiht: a
 uch hier sind wie schon in „Still the Water“ Vergänglichkeit und Tod die b
 estimmenden Themen.Zu den schönsten Ideen des Films zählt\, dass sich das 
 von den Schauspielern Masatoshi Nagase und Kirin Kiki behutsam nachempfund
 en und vielschichtig dargestellte Verhältnis zwischen Sentaro und Tokue al
 lmählich verändert\, wenn nicht sogar umkehrt. Aus dem skeptischen Chef wi
 rd ein wissbegieriger Lehrling\, der die kenntnisreiche\, in vielen Jahren
  erworbene Erfahrung der alten Frau respektiert und bewundert: Perfektion\
 , und sei es nur bei so etwas Banalem wie Bohnenpaste\, fällt einem nicht 
 einfach so zu. Damit nicht genug: Eine der Schülerinnen\, die stille und s
 ensible Wakana\, steht stellvertretend für die junge Generation. Von ihrer
  Mutter vernachlässigt\, findet sie in der Freundschaft zu Sentaro Halt un
 d überbrückt so mögliche Generationskonflikte.Mit der Etablierung des Konf
 likts um Tokues Schicksal mündet der Film überdies ins Fahrwasser eines ge
 wichtigen Dramas. Das hat ihm bei der Premiere in Cannes den Vorwurf einge
 tragen\, „kitschig“ und „sentimental“ zu sein\, „betulich“ und mit „zu vie
 l Leerlauf“ inszeniert. Ein Missverständnis. Denn mit der dramatischen For
 cierung plädiert Kawase für mehr Respekt und Rücksicht in der japanischen 
 Gesellschaft. Eine Toleranz\, die Sentaro\, Tokue und die Schülerinnen gen
 erationsübergreifend bereits leben. Essen verbindet – egal ob in einem sch
 icken Restaurant oder in einer kleinen Imbissbude.    Michael Ranze\, FILM
 DIENST 2015/26  \n\n\n\n\n\n https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/e
 vent/464-kirschblüten-und-rote-bohnen.html
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
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