BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//https://www.kino-achteinhalb.de///NONSGML kigkonsult.se iCalcreator 2.10.15//
METHOD:PUBLISH
BEGIN:VEVENT
UID:20260425T105400CEST-5659LtKzZM@https://www.kino-achteinhalb.de/
DTSTAMP:20260425T085400Z
DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nItalien 2015Kinostart\; 19. November 2015112
  MinutenFSK: ab 6\; fRegie/Produktion/Buch - und Darsteller von Giovanni: 
 Nanni Moretti    Kamera: Arnaldo Catinari     Schnitt: Clelio Benevento   
  Darsteller: Margherita Buy (Margherita)\, John Turturro (Barry Huggins)\,
  Giulia Lazzarini (Ada)\, Nanni Moretti (Giovanni)\, Beatrice Mancini (Liv
 ia)\, Stefano Abbati (Federico)\, Enrico Ianniello (Vittorio)\, Anna Bella
 to (Schauspielerin)\, Toni Laudadio (Produzent)    Auszeichnungen:Nanni Mo
 retti\, Internationale Filmfestspiele Cannes 2015\, Preis der ökumenischen
  Jury \nDer Filmdienst ist seit Jahren die führende deutsche Kinofilmfachz
 eitschrift. Da die Kritiken des Filmdiensts nicht ohne weiteres zugänglich
  sind\, drucken wir sie hier ab\, unabhängig ob sie positiv oder negativ a
 usfallen. Unser Ehrgeiz ist es nicht\, Interessierte mit hohlen Versprechu
 ngen oder plakativen Etikettierunen wie 'Kunstfilm' oder 'besonderer Film'
   ins achteinhalb zu locken. Die wenigstens Filme erhalten vom Filmdienst 
 eine positive Kritik. Es ist daher durchaus so\, dass Filme\, die dort nic
 ht so positiv 'wegkommen'\, ansonsten durchweg positive Kritiken erhalten 
 haben und wir auch einige Filme 'klasse' gefunden haben\, die vom Filmdien
 st kritisch bewertet worden sind. Es ist halt eine Meinung unter mehreren\
 , aber in der Regel eine fundierte. Die höchste Auszeichnung ist das Prädi
 kat 'sehenswert'\, die Altersempfehlung ist eine pädagogische.Kurzkritik F
 ilmdienst\nWährend anstrengender Dreharbeiten erfährt eine italienische Fi
 lmregisseurin\, dass ihre Mutter im Sterben liegt. Ihre Überforderung stel
 lt sich in realen Szenen\, Träumen\, Gedanken und Erinnerungen dar\, wobei
  bedrückende Szenen im Krankenhaus mit absurd-witzigen Momenten auf dem Se
 t wechseln. Nanni Morettis warmherziges\, zutiefst menschliches Drama verh
 arrt nicht in der persönlichen Aufarbeitung\, sondern weitet sich zu einer
  Meditation über Liebe und Trauer. Vorzüglich gespielt und inszeniert\, ni
 mmt der Film auch durch die sorgfältig ausbalancierte Mischung aus dramati
 schen und komödiantischen Momenten für sich ein. - Sehenswert ab 14.  Kath
 arina Zeckau ****Filmhomepage\, Programmkino.de\, epd-Film\, Filmgazette  
  Pressespiegel    3-minütiger Bericht vom Filmmagazin KinoKino von Bayern 
 III:{youtube}1VFCMmqXiL0{/youtube} Trailer (112 Sekunden):{youtube}F-g8vnj
 0-Vw{/youtube}    \nausführliche Kritik Filmdienst\n\n\n\n\nVerschämt räum
 t Margherita die Aluminiumboxen mit dem in einem Imbiss erstandenen Abende
 ssen in ihre Tasche zurück. Soeben ist ihr Bruder Giovanni am Bett der tod
 kranken Mutter aufgetaucht\, mit einem liebevoll selbst zubereiteten Menü 
 für die alte Dame. Was für eine traurig anrührende Beobachtung und welch g
 elungenes Sinnbild für Margheritas ständiges Gefühl\, nicht zu genügen.„Mi
 a Madre“ ist ein Film über das Leben\, den Tod\, die Familie und das Kino\
 , und es ist ein Film darüber\, wie man all dies zusammenzubringt beziehun
 gsweise auch über die Unmöglichkeit\, allem gerecht zu werden. Margherita 
 ist eine Regisseurin\, deren Teenager-Tochter Livia sich zunehmend von ihr
  zu entfremden scheint\; sie selbst steckt nach der Trennung von ihrem Leb
 ensgefährten mitten in anstrengenden Dreharbeiten\, während ihre Mutter Ad
 a im Sterben liegt. Margherita ist zweifelsohne das Alter Ego von Regisseu
 r Nanni Moretti\, der in seinem bislang wohl persönlichsten Film den Muste
 rbruder Giovanni spielt. Denn als Moretti 2011 „Habemus Papam“ realisierte
 \, starb seine eigene Mutter\, die wie die Mutter in „Mia Madre“ als Lehre
 rin arbeitete.Doch der Film verharrt nicht in einer persönlichen Aufarbeit
 ung\, sondern weitet sich zur Reflexion über Realität und Fiktion\, zur Me
 ditation über Liebe und Trauer. Im typischen Moretti-Stil erzählt er dies 
 in einer gut ausbalancierten Mischung aus schwer und leicht\, dramatisch u
 nd komödiantisch. Den eher bedrückenden Szenen im Krankenhaus stehen kurio
 se Momente entgegen\, in denen John Turturro als eitler US-amerikanischer 
 Filmstar Margheritas Dreharbeiten in eine Farce verwandelt. Nicht zuletzt 
 durch Turturros überdrehtes Spiel entstehen hier Sequenzen von großer Komi
 k.Doch die Dreharbeiten zu Margheritas sozialkritischem Film dienen keines
 wegs nur als vergnüglicher Gegenpol: Von Moretti sorgfältig in Szene geset
 zt\, skizzieren die Momente am Set den Charakter der Hauptfigur\; sie zeic
 hnen Margheritas manchmal brüske\, ungerechte Art nach\, zeigen aber auch 
 ihre freundliche\, liebevolle Seite\, ihre Selbstzweifel\, Unsicherheiten 
 und ihre Überforderung angesichts ihrer beruflichen wie privaten Situation
 \, ihre emotionale Unbehaustheit. Moretti erzählt diesen mentalen Zustand 
 in einer stimmigen Mischung aus realen Szenen\, Träumen\, Gedanken und Eri
 nnerungen\; was davon was ist\, lässt sich auf den ersten Blick oft nicht 
 sofort erkennen.So stellt der Film nicht nur auf der Ebene des Plots\, son
 dern auch formal immer wieder die Frage nach der Realität\, was diese ausm
 acht\, in welchem Maße sie eine Frage der Perspektive und der eigenen Offe
 nheit ist. Die Statisten seien ihr viel zu wenig „echt“\, viel zu manikürt
 \, gezupft und geschminkt\, bemängelt Margherita einmal. So sähen die Leut
 e heute nun mal aus\, entgegnet ihr Assistent\, und er hat wohl Recht. Mar
 gherita wird von Margherita Buy gespielt\, ohne die im letzten Jahrzehnt k
 aum einer der größeren italienischen Filme auszukommen schien – doch man v
 ersteht hier auch wieder\, warum. Das Barsche und das Warmherzige vermag M
 argherita Buy auf eine sehr nahbare\, verletzliche Weise zu verkörpern. Au
 ch Giulia Lazzarini ist in der Rolle der sterbenden Mutter auf anrührende 
 Weise ganz bei ihrer Figur. Einzig Giovanni bleibt etwas eindimensional\, 
 wirkt in seiner völligen Hingabe an die Pflege der Mutter (wofür er auch s
 einen Job kündigt) wie ein etwas lebensferner Wunschtraum – vielleicht ein
 e trauernde Sehnsucht Morettis\, beim Sterben seiner eigenen Mutter auf di
 ese Weise anwesend gewesen zu sein. Auch das Ende des Films\, wenn ehemali
 ge Schüler die Wohnung der toten Ada aufsuchen und von ihrer großen Liebe 
 zu der Lehrerin berichten\, wirkt ein wenig pathetisch\, was den Film an d
 ieser Stelle auf eine vielleicht allzu persönliche Hommage einengt.Doch si
 nd dies kleine Einwände angesichts eines so warmherzig-menschlichen\, eben
 so reichen wie reifen Films\, von dessen vielen schönen\, schweren wie lei
 chten Szenen eine beschwingte Sequenz besonders im Gedächtnis bleibt: Wenn
  Margheritas Tochter Livia endlich ihr Motorino bekommt und damit erste Fa
 hrversuche unternimmt\, in eleganten Kurven um Margherita und ihren Ex-Man
 n fährt\, während die Eltern lachend vor und zurück und zur Seite springen
 \, dann ist das wie ein Tanz inszeniert\, ein Tanz des Lebens.    Katharin
 a Zeckau\, FILMDIENST 2015/23  \n\n\n\n https://www.kino-achteinhalb.de/ho
 me/archiv/event/458-mia-madre.html
DTSTART:20160219T193000Z
DTEND:20160219T203000Z
LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
SUMMARY:Mia Madre
URL:https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/458-mia-madre.html
END:VEVENT
END:VCALENDAR
