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DESCRIPTION:Eintritt frei\nIn Kooperation mit dem Ev.-luth. Kirchenkreis Ce
 llevertreten durch Thomas A. Müller\, Pastor i.R. und Michael Stier\, Past
 or i.R.\nKomödie/Liebesfilm Frankreich 2006Kinostart: 29. März 2007125 Min
 utenFSK: ab 12\; f\nProduktion: Bruno Pésery\, Valerio De Paolis    Regie:
  Alain Resnais    Buch: Jean-Michel Ribes    Vorlage: Alan Ayckbourn (Bühn
 enstück 'Private Fears in Public Places' aus 2004)    Kamera: Eric Gautier
       Musik: Mark Snow    Schnitt: Hervé de Luze    Darsteller: Sabine Azé
 ma (Charlotte)\, Lambert Wilson (Dan)\, André Dussollier (Thierry)\, Pierr
 e Arditi (Lionel)\, Laura Morante (Nicole)\, Isabelle Carré (Gaëlle)\, Cla
 ude Rich (Arthur)    Auszeichnungen:Alain Resnais\, Venedig 2006\, Beste R
 egie ('Silberner Löwe') \nWIKIPEDIA\, Programmkino.de   \nKurzkritik Filmd
 ienst\nSechs auf jeweils eigene Art und Weise einsame Menschen wollen aus 
 ihrem bisherigen Dasein ausbrechen\, unternehmen dabei allerlei Anstrengun
 gen\, machen aber im entscheidenden Moment einen Rückzieher. Aus der Konst
 ellation eines Theaterstücks entwickelt Alain Resnais seine subtile Liebes
 komödie\, in der jedes Detail von den Dekorationen über die Lichtsetzung b
 is zur Musik den Gemütszustand der Personen spiegelt. Dreh- und Angelpunkt
  ist ein Immobilienbüro\, wobei die Wohnungssuche zur Metapher der Suche n
 ach Liebe und Glück wird. Die abwechslungsreiche Inszenierung und hervorra
 gende Darsteller sorgen dafür\, dass trotz persönlicher Tragödien Leichtig
 keit und Lebensmut die Oberhand behalten. - Sehenswert ab 16.\nTRAILER   
 \nausführliche Kritik Filmdienst \nLeise rieselt der Schnee. Das allein gi
 bt dem Blick auf Paris schon eine ungewohnte Leichtigkeit und Poesie – und
  damit auch den Liebesbemühungen der sechs Personen\, die im Mittelpunkt v
 on Alain Resnais' Variante eines fünf Jahre alten Theaterstücks von Alan A
 yckbourn („Private Fears in Public Places“) stehen. Aus den etwas kühlen b
 ritischen Figuren hat Resnais warmherzige französische gemacht. Aber auch 
 wenn sie viel reden: Ihre Herzen tragen sie trotzdem nicht auf der Zunge. 
 Wie bereits in seiner Ayckbourn-Adaption „Smoking/No Smoking“ (1993) geht 
 es um Missverständnisse\, Sorgen und Lebensträume – und um das unermüdlich
 e menschliche Streben nach Glück und Liebe\, dem die verschiedenen Figuren
  in unterschiedlichen Variationen nachgehen. Resnais zeigt hier seine unge
 brochene Könnerschaft – und jene sanfte\, spielerische Altersweisheit\, di
 e auch schon seinen letzten Film\, „Das Leben ist ein Chanson“ (1997)\, pr
 ägte.Das erste seltsame Paar des Beziehungsreigens arbeitet in einem Immob
 ilienbüro\, dem Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Thierry\, ein Makler\
 , Mitte 50\, immer noch unverheiratet\, ist verliebt in seine etwa gleicha
 ltrige Kollegin Charlotte. Doch er ist zu schüchtern\, um ihr das zu sagen
 . Sie scheint ihn indes auch zu mögen und sagt es ihm durch die Blume\, in
 dem sie ihm eine Aufzeichnung ihrer Lieblingsfernsehsendung gibt\, in der 
 es um Religion und Musik geht. Thierry ist eher enttäuscht von diesen medi
 alen Neigungen seiner Angebeteten und will das Video schon ausschalten – b
 is auf dem Band plötzlich Szenen erscheinen\, die ihm eine vollkommen uner
 wartete\, pikante Seite Charlottes enthüllen. Diese gewagtere Seite der au
 f den ersten Blick eher zugeknöpften Charlotte ist es auch\, mit der sie e
 inen störrischen alten Mann „zähmt“\, der pflegebedürftig im Bett liegt un
 d den sie aus Gefälligkeit gegenüber einem Freund\, dem Barmann Lionel\, h
 ütet. Der wundert sich\, wieso sein Vater\, der sonst alle Frauen mit sein
 er Aggression aus dem Haus treibt\, es mit Charlotte aushält – und umgekeh
 rt. Schließlich wird auch er immer sensibler für die Qualitäten der ungewö
 hnlichen Frau: aus der Freundschaft\, die sie und Lionel verbindet\, schei
 nt mehr zu werden. Und da sind noch Dan und Nicole\; beide Mitte 40 und fe
 st liiert\, doch nicht ohne Probleme: Dan ist arbeitslos – und ärgert sich
 \, dass Nicole ihn zur Jobsuche antreibt\, anstatt ihn einfach so zu liebe
 n\, wie er ist (und ihn weiterhin auszuhalten). Er gefällt sich in seinem 
 Selbstmitleid\, das er jeden Abend in der Hotelbar ertränkt\, wo Lionel ar
 beitet. Dieser gibt ihm den Rat\, sich doch mit einer anderen Frau zu tref
 fen. Diese andere\, die er auf eine Kontaktanzeige hin im Internet findet\
 , ist Gaëlle\, die etwa 30 Jahre jüngere Schwester von Thierry. Sie mag Da
 n auf Anhieb – und blüht zum ersten Mal nach längerer Zeit auf. Dan geht e
 s ähnlich\, obwohl Nicole ihn gerade hinausgeworfen hat. Was Gaëlle allerd
 ings nicht weiß...Das ist die Grundkonstellation von „Herzen“: Keiner weiß
  wirklich\, was denjenigen bewegt\, den er liebt oder mit dem er zusammenl
 ebt bzw. zusammenleben möchte. Selbst Thierry und Gaëlle nicht\, die sich 
 als Geschwister eine Wohnung teilen und noch am ehesten einander helfen kö
 nnen. Zwischen Nähe und Fremdheit\, Vertrauen und Vorbehalten entfaltet si
 ch so ein spannungsreiches\, amüsantes Liebes-Spiel\, dem die sorgsame Kom
 position dieses umgedrehten Liebesreigens einen besonderen Reiz verleiht. 
 Alle Szenen spielen in Innenräumen\, die viel vom Charakter der Personen v
 erraten. So beschreibt die leere Wohnung mit dem unglücklich geteilten Fen
 ster\, die Lionel Nicole anbietet\, auch die Beziehung von Dan und Nicole\
 , die sie zu kitten hofft\, indem sie eben eine neue Wohnung für ihre Bezi
 ehung zu Dan sucht. Das weiße moderne Büro mit dem großen Schaufenster\, i
 n dem Thierry und Charlotte arbeiten\, steht für die vermeintliche Offenhe
 it\, mit der beide miteinander umgehen. Die rustikal eingerichtete Wohnung
  von Lionel zeigt\, dass er sein bisheriges Leben eigentlich nicht verände
 rn will und den Vater\, den er pflegt\, nur als Schutzschild gegenüber der
  Welt benutzt. Obwohl er sich an seinem hypermodern gestylten Arbeitsplatz
  in der Hotelbar durchaus wohl zu fühlen scheint. Diese Bar zieht wiederum
  Dan an\, weil er sich dort anonym fühlt und somit den Mut findet\, dem Ba
 rmann das zu sagen\, was er sich Nicole nicht zu sagen traut. Und zwischen
  allem rieselt der Schnee über Paris und erklingen „Cheek to Cheek“ und an
 dere sanfte Melodien\; alle Dialoge sind getragen von einem ungewohnt weic
 hen Ton. Man muss schon einen Draht zu dieser Welt der verhinderten Gefühl
 e haben\, die schon immer das Werk von Alain Resnais prägte\, um die Detai
 ls zu finden und zu genießen\, die sein Kino ausmachen. Seine Stammschausp
 ieler Sabine Azéma\, Pierre Arditi und André Dussollier sind wie immer exz
 ellent und zeigen viele Nuancen\, wenn es gilt\, die einsamen Herzen zu sp
 ielen\, die verzweifelt versuchen\, sich aus ihrem Kokon zu befreien – und
  nicht merken\, dass sie sich selbst dabei im Weg sind. Von den drei jünge
 ren Darstellern schafft es am besten Isabelle Carré als Gaëlle\, die Diskr
 epanz zwischen den vielen Enttäuschungen und den wenigen Freuden des Leben
 s zu zeigen. Normalerweise sind in einem adaptierten Theaterstück die Dial
 oge wichtig\, aber Resnais\, der vorher bereits vier andere Theaterstücke 
 auf die Kinoleinwand brachte\, sorgt dafür\, dass sie in „Herzen“ nur ein 
 Element unter vielen in der kunstvollen filmischen Inszenierung sind – und
  noch nicht einmal das\, was die Stimmung des Films am nachhaltigsten best
 immt. Durch die ständigen Ortswechsel (Immobilienbüro\, die Wohnungen von 
 Thierry/Gaëlle\, Nicole/Dan\, Lionel und das leere Apartment) wechselt imm
 er auch die Atmosphäre\; die verschiedenen Zweier-Konstellationen der über
  50 Szenen sorgen für Überraschungen und liefern einmal mehr den Beweis\, 
 dass der französischen Altmeister – Resnais wird in diesem Jahr 85 – viele
 n jüngeren einiges voraus hat: Die acht Nominierungen von „Herzen“ für den
  César\, den französischen Filmpreis\, und der „Silberne Löwe“ von Venedig
  sind auch für Resnais ein neuer Rekord.    Andrea Dittgen\, FILMDIENST 20
 07/7 https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/457-herzen-cœurs.ht
 ml
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
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