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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\n Drama Liebesfilm USA/Großbritannien/Frankre
 ich 2015Kinostart: 17. Dezember 2015119 MinutenFSK: ab 12\; fRegie: Todd H
 aynes    Drehbuch: Phyllis Nagy    Vorlage: Patricia Highsmith (Roman 'The
  Price of Salt' / 'Salz und sein Preis')    Kamera: Edward Lachman      Mu
 sik: Carter Burwell    Schnitt: Affonso Gonçalves Darsteller: Cate Blanche
 tt (Carol Aird)\, Rooney Mara (Therese Belivet)\, Sarah Paulson (Abby Gerh
 ard)\, Kyle Chandler (Harge Aird)\, Jake Lacy (Richard)\, Cory Michael Smi
 th (Tommy)\, Carrie Brownstein (Genevieve Cantrell)\, John Magaro (Dannie)
 \, Kevin Crowley (Fred Haymes)    Auszeichnungen:Rooney Mara\, Internation
 ale Filmfestspiele Cannes 2015: Beste Darstellerin Für die Golden Globes 2
 016 wurden Mara und Cate Blanchett als beste Hauptdarstellerinnen nominier
 t. Zudem wurde der Film bei den Golden Globes als bestes Drama\, für die b
 este Regie und für den besten Soundtrack nominiert.\nDer Filmdienst ist se
 it Jahren die führende deutsche Kinofilmfachzeitschrift. Da die Kritiken d
 es Filmdiensts nicht ohne weiteres zugänglich sind\, drucken wir sie hier 
 ab\, unabhängig ob sie positiv oder negativ ausfallen. Unser Ehrgeiz ist e
 s nicht\, Interessierte mit hohlen Versprechungen oder plakativen Etiketti
 erunen wie 'Kunstfilm' oder 'besonderer Film'  ins achteinhalb zu locken. 
 Die wenigstens Filme erhalten vom Filmdienst eine positive Kritik. Es ist 
 daher durchaus so\, dass Filme\, die dort nicht so positiv 'wegkommen'\, a
 nsonsten durchweg positive Kritiken erhalten haben und wir auch einige Fil
 me 'klasse' gefunden haben\, die vom Filmdienst kritisch bewertet worden s
 ind. Es ist halt eine Meinung unter mehreren\, aber in der Regel eine fund
 ierte. Die höchste Auszeichnung ist das Prädikat 'sehenswert'\, die Alters
 empfehlung ist eine pädagogische.Kurzkritik Filmdienst\nEine Liebesgeschic
 hte über Geschlechter- und Klassengrenzen hinweg: Im New York der frühen 1
 950er-Jahre begegnet eine Kaufhausangestellte einer eleganten älteren Frau
  aus gehobenen Verhältnissen\, die mitten in ihrem Scheidungsprozess steht
 . Als der gekränkte Ehemann die Liaison seiner Frau benutzt\, um vor Geric
 ht das alleinige Sorgerecht zu erwirken\, wird die Beziehung der beiden Fr
 auen auf eine harte Probe gestellt. Das künstlerisch herausragende\, ebens
 o elegant wie präzis inszenierte Drama erzählt von einer lesbischen Liebe 
 in einer restriktiven Gesellschaft\, wobei sich das Begehren im subtilen Z
 usammenspiel von Kostüm\, Ausstattung\, Raum\, Objekten\, von Blicken und 
 Gesten artikuliert. - Sehenswert ab 14. - Esther Buss  ***** (5 von 5 Ster
 nen)\nFilmhomepage\, Wikipedia\, Programmkino.de\, epd-Film\, Filmgazette 
     Pressespiegel    \nTrailer (108 Sekunden):{youtube}HRvkcoAcjR4{/youtub
 e} fast 4-minütiger Bericht von ZDF 'Neu im Kino'.Das Video ist in Frankre
 ich gesperrt\, warum auch immer.Daher auf den Link im schwarzen Fenster kl
 icken oder hierüber direkt auf Youtube anschauen.{youtube}U8hE4cgQVYw{/you
 tube}3-minütiger Bericht des Filmmagazins KinoKino von Bayern III:'Es ist 
 die berührenste Liebesgeschichte des Jahres - einer der schönsten Liebesfi
 lme der letzten Jahre'Das Video ist in Frankreich gesperrt\, warum auch im
 mer.Daher auf den Link im schwarzen Fenster klicken oder hierüber direkt a
 uf Youtube anschauen.{youtube}DoHQKfwXAwA{/youtube} 4-minütiger Bericht vo
 n 3sat 'Close Up' - 'Carol ist ein filmisches Meisterwerk'Das Video ist au
 f den Bermudas gesperrt\, warum auch immer.Daher auf den Link im schwarzen
  Fenster klicken oder hierüber direkt auf Youtube anschauen.{youtube}v0LNE
 9fDJ48{/youtube}\n   \nausführliche Kritik Filmdienst\n\n\n\n\nCarol sieht
  in ihrem schweren cognacfarbenen Pelzmantel fraglos fabelhaft aus. Doch w
 as Eleganz\, Luxus und Weltgewandtheit signalisiert\, ist gleichzeitig ein
 e massive\, ungelenke Form\, die sich mit dem Wunsch nach Bewegungsfreihei
 t nur schlecht verträgt. In Todd Haynes' „Carol“\, einem auf Patricia High
 smiths Roman „The Price of Salt“ basierenden „Period piece“\, ist der Pelz
 mantel nur eines von vielen „sprechenden“ Accessoires. Im gesellschaftlich
 en Korsett der frühen 1950er-Jahre\, das sich vor allem über Ordnung\, Reg
 eln\, Etikette und damit über äußere Formen definiert\, sind Kleidung\, Ma
 ke-Up und Objekte jedoch nicht nur konstituierende Elemente dieses Systems
 . Genauso können sie als Träger für Mitteilungen und versteckte Botschafte
 n fungieren oder auch als „Medien“ sinnlicher Aufladungen: ein liegengebli
 ebener Handschuh auf einem Kaufhaustresen als Einladung zu einem Flirt\, w
 eiche Texturen und leuchtende Farben als Angebote der Verführung. Bedeutun
 gsvoller sind nur noch Blicke und Gesten\, wobei auf diesem Feld die „Über
 schreitungen“ manchmal kaum auszumachen sind: Was sagt es etwa\, wenn Caro
 ls Hand vielleicht ein wenig zu lange auf Thereses Schulter ruht oder wenn
  ein direkter Blick ebenso direkt erwidert wird?Nach „Dem Himmel so fern“ 
 einer an den Melodramen von Douglas Sirk angelehnten Genre-Studie\, erzähl
 t Todd Haynes ein weiteres Mal von einer Liebe\, die mit der zwangsheteron
 ormativen Geschlechterordnung ihrer Zeit\, den 1950er-Jahre in New York\, 
 in Konflikt gerät. Die Aspekte Klasse und Rasse werden in „Carol“ allerdin
 gs ebenso wenig bearbeitet wie die Metafiktion. Haynes setzt die sozialen 
 Unterschiede zwar deutlich ins Bild: Carols herrschaftliches Anwesen mit H
 ausangestellter und Chauffeur\, Thereses kleine\, schlecht beheizte Wohnun
 g und nicht zuletzt das Kaufhaus als Schauplatz einer prosperierenden Kons
 umkultur\, in dem sich Angestellten- und Kundschaft noch deutlich als Zwei
 klassengesellschaft gegenüberstehen. Für die Beziehung von Carol und There
 se spielt die Klassendifferenz jedoch eine marginale Rolle. So wird der Ra
 um des Films ganz von der lesbischen Liebesgeschichte zwischen der in Sche
 idung lebenden Carol und der jungen Kaufhausangestellten und angehenden Fo
 tografin Therese eingenommen. Zwar treiben die gesellschaftlichen Sanktion
 en den Plot voran\, wenn der gekränkte Ehemann einen Privatdetektiv auf Ca
 rol und Therese ansetzt\, um seine Frau mit der Erstreitung des alleinigen
  Sorgerechts für die gemeinsame Tochter zu bestrafen. Im Zentrum steht jed
 och die Beobachtung eines Begehrens\, das sich durch die Fassade einer übe
 raus kontrollierten\, auf Seiten Carols mitunter sogar vergletscherten Kör
 persprache langsam und vorsichtig seinen Raum bahnt.Das Bild spielt bei di
 eser beiderseitigen Emanzipationsbewegung eine entscheidende Rolle. Denn a
 nstelle der geschlossenen\, glatten Oberflächen\, mit denen Kino und Ferns
 ehen so gerne von den Restriktionen der 1950er-Jahre erzählen\, sind die B
 ilder in „Carol“ bei aller Eleganz körnig und porös. Oder anders gesagt: a
 tmungsaktiv. Haynes hat den Film auf 16mm gedreht – eine ungewöhnliche Ent
 scheidung\, die aber gerade im Zusammenspiel mit den distanzierenden Rahmu
 ngen der vielfach durch Fenster blickenden Figuren – verschmierte\, beschl
 agene\, regennasse Fenster – ein interessantes Spannungsverhältnis erzeugt
  und eine Befreiung der Figuren in Aussicht stellt. Als wichtige Referenz 
 für das visuelles Konzept nennt Haynes die fotojournalistische Fotografie 
 jener Zeit und ihre eher verschmutzte\, nebelige Farbpalette – weibliche P
 ositionen wie Vivian Maier und Helen Levitt\, aber auch Saul Leiter\, der 
 insbesondere durch seine durch Fensterscheiben fotografierten Aufnahmen be
 kannt wurde.Es gibt wohl kaum einen Filmemacher\, der die Affektproduktion
  bzw. Gefühlsdrosselung der Figuren so präzise und so brillant mit dem Rau
 m\, den Kostümen (Sandy Powell)\, Objekten und der Textur des Bildes vernä
 ht wie Todd Haynes. Manchmal glaubt man geradezu zu spüren\, wie sich das 
 Begehren der beiden Frauen sukzessive durch die Bildoberfläche hindurcharb
 eitet. Eine dramatische Entladung aber bleibt aus\; die Körper haben die Z
 urückhaltung und Kontrolle internalisiert\, und der Film folgt ihnen dabei
 . Selbst wenn Carol und Therese am Ende freie Entscheidungen treffen: Das 
 Bild bleibt fest in seinem Rahmen\, nichts gerät aus der Form.    Esther B
 uss\, FILMDIENST 2015/25 \n\n\n\n https://www.kino-achteinhalb.de/home/arc
 hiv/event/449-carol.html
DTSTART:20160129T193000Z
DTEND:20160129T203000Z
LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
SUMMARY:Carol
URL:https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/449-carol.html
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