BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//https://www.kino-achteinhalb.de///NONSGML kigkonsult.se iCalcreator 2.10.15//
METHOD:PUBLISH
BEGIN:VEVENT
UID:20260807T005729CEST-2204529WVS@https://www.kino-achteinhalb.de/
DTSTAMP:20260806T225729Z
DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nKomödie Belgien 2015  Kinostart: 3. Dezember
  2015115 MinutenFSK: ab 12\; fRegie/Produktion/Drehbuch: Jaco Van Dormael 
  Kamera: Christophe BeaucarneMusik: An PierléSchnitt: Hervé de LuzeDarstel
 ler: Benoît Poelvoorde (Gott)\, Pili Groyne (Éa)\, Marco Lorenzini (Victor
 )\, François Damiens (François)\, Serge Larivière (Marc)\, Laura Verlinden
  (Aurélie)\, Catherine Deneuve (Martine)\, Didier de Neck (Jean-Claude)\, 
 Romain Gelin (Willy)\, Yolande Moreau (Gottes Frau)\, Anna Tenta (Xenia)\,
  Johan Heldenbergh (Priester)\, David Murgia (Jesus Christus)\, Johan Leys
 en (Martines Mann)\, Dominique Abel (Adam)\, Lola Pauwels (Eva)\, Pascal D
 uquenne (Georges)Auszeichnungen:Sylvie Olivé\, Europäischer Filmpreis 2015
 \, Bestes Szenenbild\nKinotipp der katholischen Filmkritik November 2015  
 Film des Monats bei Kinofenster.de - dem filmpädagogischen Online-Portal d
 er Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) \nDer Filmdienst ist seit J
 ahren die führende deutsche Kinofilmfachzeitschrift. Da die Kritiken des F
 ilmdiensts nicht ohne weiteres zugänglich sind\, drucken wir sie hier ab\,
  unabhängig ob sie positiv oder negativ ausfallen. Unser Ehrgeiz ist es ni
 cht\, Interessierte mit hohlen Versprechungen oder plakativen Etikettierun
 en wie 'Kunstfilm' oder 'besonderer Film'  ins achteinhalb zu locken. Die 
 wenigstens Filme erhalten vom Filmdienst eine positive Kritik. Es ist dahe
 r durchaus so\, dass Filme\, die dort nicht so positiv 'wegkommen'\, anson
 sten durchweg positive Kritiken erhalten haben und wir auch einige Filme '
 klasse' gefunden haben\, die vom Filmdienst kritisch bewertet worden sind.
  Es ist halt eine Meinung unter mehreren\, aber in der Regel eine fundiert
 e. Die höchste Auszeichnung ist das Prädikat 'sehenswert'\, die Altersempf
 ehlung ist eine pädagogische.Kurzkritik Filmdienst\nSanft-groteske Komödie
 \, die die biblische Schöpfungsgeschichte dahingehend „korrigiert“\, dass 
 sie Gottes Tochter Ea gegen ihren misanthropisch-despotischen Vater\, der 
 mit Frau und Kind in Brüssel wohnt\, ins Feld schickt. Das zehnjährige Mäd
 chen wirbelt Gottes sadistische Weltordnung durcheinander\, als es den Men
 schen ihr genaues Todesdatum enthüllt. Die fein ziselierte Fabel steckt vo
 ller aberwitziger Ideen und inszenatorischer Einfälle\, wobei sich hinter 
 ihrem mitunter schwarzen Humor großzügige Menschlichkeit sowie die fast ki
 ndliche Sehnsucht nach einer besseren Welt offenbaren. Die Inszenierung gr
 eift tabuisierte Themen wie Armut\, Krankheit\, Gewalt\, Sex und Suchtverh
 alten auf und hinterfragt nicht zuletzt die Rolle von Frauen in Bibel und 
 Gesellschaft. - Sehenswert ab 16  -  Irene Genhart ****\nFilmhomepage\, Wi
 kipedia\, Programmkino.de\, epd-Film\, Filmgazette     Pressespiegel    \n
 3-minütiger Beitrag des Filmmagazins KinoKino von Bayern III:{youtube}apAZ
 AJT9g4I{/youtube} \n4-minütiger Beitrag vom ZDF 'Neu im Kino':{youtube}Apw
 QZ1TNNkk{/youtube} Trailer (123 Sekunden):{youtube}kPTpMOSKkK8{/youtube} 
 \n   \nausführliche Kritik Filmdienst\n\n\n\n\nDarf man an Gott zweifeln? 
 Darf man das Bild des gütigen Allmächtigen hinterfragen? Oder ist es nicht
  gerade umgekehrt\, und solches Fragen in der globalisierungs- und migrati
 ons-wirren Gegenwart\, in der unterschiedliche Kulturen und Religionen per
 manent aufeinandertreffen\, eigentlich unabdingbar? Auch und gerade im Bli
 ck auf kommende Generationen\, denen auch die Protagonistin von Jaco Van D
 ormaels großartig grob-satirischem und letztlich doch so köstlich fein gef
 ühltem Film angehört?Ea ist zehn Jahre alt und wird wohltuend keck von der
  belgischen Newcomerin Pili Groyne gespielt. Sie lebt mit ihren Eltern in 
 Brüssel und hat einen älteren Bruder\, JC (für Jesus Christus)\, der große
  Wunder zu vollbringen versteht. Er hat die Familie schon vor langer Zeit 
 verlassen und geistert über die Erde. In ihrem Zimmer hat Ea seine JC-Stat
 ue stehen\, die in Notfällen zum Leben erwacht und ihr mit weisem Rat zur 
 Seite steht. Das ist in „Das brandneue Testament“ öfters der Fall. Denn je
 ner Gott\, den van Dormael und sein Drehbuchautor Thomas Gunzig geschaffen
  haben\, ist ein Misanthrop und auch sonst ein höchst unsympathischer Kerl
 . Er hat in einem schöpferischen Eklat zwar Tag und Nacht\, Sonne\, Mond\,
  Erde\, Brüssel\, die Natur\, Pflanzen\, Tiere und schließlich auch die Me
 nschen geschaffen. Doch heute hockt er in seinem verwaschenen Bademantel f
 rustriert zu Hause\, schikaniert Tochter und Gattin und verbietet den beid
 en sogar\, die Wohnung zu verlassen. Das Einzige\, was ihm Freude bereitet
 \, ist\, in seinem Büro sadistische Gesetze – etwa Murphy’s Law – auszutüf
 teln und unmögliche Gebote zu erlassen\, die den Menschen das Leben vergäl
 len.Ea hat von diesem Papa gehörig die Schnauze voll. Als sie eines Tages 
 in seinem ansonsten verschlossenen Büro die Bilder der von ihm arrangierte
 n Kriege und Katastrophen entdeckt\, beschließt sie\, seinem fiesen Treibe
 n ins Handwerk zu spucken. Sie hackt in einer unbeobachteten Minute seinen
  Computer\, verrät den Menschen per SMS ihr persönliches Sterbedatum und s
 etzt sich dann durch einen in die Waschmaschine eingebauten Geheimgang von
  zu Hause ab.Das ist ganz schön dreist\, und der von Benoît Poelvoorde lus
 tvoll nonchalant gespielte Allmächtige macht sich auch sogleich auf den We
 g\, seine Tochter zu suchen und zur Räson zu bringen. Doch Ea ist ihm imme
 r eine Nase voraus und tut auf Erden\, was ihre sanftmütige Mama (Yolande 
 Moreau) sich in ihren Träumen sehnlichst wünscht und JC ihr zu tun heißt: 
 Sie sammelt sechs weitere Apostel\, damit das Leonardo’sche Abendmahl-Bild
  künftig statt einem Fussball- eher einem Baseballteam ähnelt. Zu den neue
 n Jüngern gehören eine von Catherine Deneuve gespielte einsame Frau\, ein 
 todkranker Junge und eine bildhübsche Frau mit einem künstlichen Arm. Hinz
 u kommen ein Mörder\, ein Sexsüchtiger sowie ein Clochard\, der zwar kaum 
 lesen und schreiben kann\, aber Ea hilft\, das „brandneue“ Testament niede
 rzuschreiben.Wie alle Jaco-Van-Dormael-Filme (erinnert sei etwa an „Am ach
 ten Tag“ und „Toto der Held“ steckt auch „Das brandneue Tesamtent“ voller 
 aberwitziger Ideen und grotesker inszenatorischer Einfälle. Hinter seinem 
 schwarzen Humor verbirgt sich eine großzügige Menschlichkeit – sowie eine 
 kindliche Sehnsucht nach einer besseren Welt. Auch wenn die Satire mitunte
 r ins Übertriebene gleitet und man dem zweiten Teil des Films eine bemühen
 de Episodenhaftigkeit vorhalten kann\, so streift die Inszenierung doch ei
 ne Reihe gern tabuisierter Themen wie Armut\, Krankheit\, Gewalt-\, Sex- u
 nd Suchtverhalten. Nicht zuletzt aber fragt Van Dormael nach der Rolle\, d
 ie der Frau in der Bibel und der heutigen Gesellschaft zukommt. Auch wenn 
 es unglaublich kitschig ist\, wie der Himmel im Finale von der Hand einer 
 neuen Göttin re-designt wird und regenbogenbunt erstrahlt\, so ist dies do
 ch auch ein Statement für mehr Frauen-Power. Und solches tut und täte der 
 Welt ganz einfach gut.Irene Genhart\, FILMDIENST 2015/24 \n\n\n\n https://
 www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/448-das-brandneue-testament.html
DTSTART:20160122T193000Z
DTEND:20160122T203000Z
LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
SUMMARY:Das brandneue Testament
URL:https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/448-das-brandneue-tes
 tament.html
END:VEVENT
END:VCALENDAR
