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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nDrama/Kriminalfilm Frankreich 2015Kinostart:
  10. Dezember 2015115 MinutenFSK: ab 16\; fProduktion: Pascal Caucheteux  
     Regie: Jacques Audiard   (u.a.: Schöne Venus\, Der wilde Schlag meines
  Herzens\, Ein Prophet\, Der Geschmack von Rost und Knochen)Audiard begann
  2010 mit den Arbeiten an diesem Film. Premiere war im Mai 2015 in Cannes\
 , wo er die Goldene Palme gewann.Drehbuch: Jacques Audiard\, Thomas Bidega
 in\, Noé Debré    Kamera: Époine Momenceau    Musik: Nicolas Jaar    Schni
 tt: Juliette Welfling    \nDarsteller: Jesuthasan Antonythasan (Dheepan)\,
  Kalieaswari Srinivasan (Yalini)\, Claudine Vinasithamby (Illayaal)\, Vinc
 ent Rottiers (Brahim)\, Marc Zinga (Youssouf)    Auszeichnungen: Jacques A
 udiard\, Internationale Filmfestspiele Cannes im Mai 2015\, 'Goldene Palme
 ' für den besten Film    \nJury der evangelischen Filmarbeit: Film des Mon
 ats Dezember 2015  \nDer Filmdienst ist seit Jahren die führende deutsche 
 Kinofilmfachzeitschrift. Da die Kritiken des Filmdiensts nicht ohne weiter
 es zugänglich sind\, drucken wir sie hier ab\, unabhängig ob sie positiv o
 der negativ ausfallen. Unser Ehrgeiz ist es nicht\, Interessierte mit hohl
 en Versprechungen oder plakativen Etikettierunen wie 'Kunstfilm' oder 'bes
 onderer Film'  ins achteinhalb zu locken. Die wenigstens Filme erhalten vo
 m Filmdienst eine positive Kritik. Es ist daher durchaus so\, dass Filme\,
  die dort nicht so positiv 'wegkommen'\, ansonsten durchweg positive Kriti
 ken erhalten haben und wir auch einige Filme 'klasse' gefunden haben\, die
  vom Filmdienst kritisch bewertet worden sind. Es ist halt eine Meinung un
 ter mehreren\, aber in der Regel eine fundierte. Die höchste Auszeichnung 
 ist das Prädikat 'sehenswert'\, die Altersempfehlung ist eine pädagogische
 .Kurzkritik Filmdienst\nEin tamilischer Widerstandkämpfer schließt sich mi
 t einer Frau und einem verwaisten Mädchen zusammen\, um dem Bürgerkrieg in
  Sri Lanka zu entkommen. Als vermeintliche Familie landen sie in einer Ban
 lieue des Pariser Umlands\, wo sich der Mann als Hausmeister\, die Frau al
 s Haushaltshilfe eines Gangsters\, das Mädchen als Schülerin zu assimilier
 en versuchen. Der kraftvoll erzählte Film handelt von Menschen\, die sich 
 mit Zwangslagen arrangieren\, und davon\, wie Frustration in Angst und Gew
 alt umschlägt. Pendelnd zwischen poetischen Szenen\, harten Realitätsbrüch
 en und intimen „Familien“-Szenen ist er Märchen und Kommentar zur aktuelle
 n Flüchtlingskrise zugleich\, ein Drama über Menschen\, die an den Rand de
 r Gesellschaft gedrängt werden. - Sehenswert ab 16. - Kathrin Häger ****\n
 Filmhomepage\, Wikipedia\, Programmkino.de\, epd-Film\, Filmgazette     Pr
 essespiegel    \n3-minütiger Bericht zu dem Film vom Filmmagazin KinoKino 
 von Bayern III:{youtube}piaKeQ6f-ik{/youtube} \n 7-minütiger Bericht zu de
 m Film von ZDF-Aspekte:{youtube}ZtJpfe9BQEg{/youtube} \n Trailer (99 Sekun
 den):{youtube}61f5_pNHx40{/youtube} \n   \nausführliche Kritik Filmdienst
 \n\n\n\n\nUnmerklich beginnen sich die tiefgrünen Blätter in Dheepans Träu
 men zu bewegen\, bis sich die weiß depigmentierte Stirn eines Elefanten au
 s dem Dschungelbild herausschält. Aufmerksam guckt er mit seinen kleinen A
 ugen in die Kamera\, gutmütig abwartend\, alles registrierend. Vergessen w
 ird das Tier nichts. Der tamilische Freiheitskämpfer Dheepan\, so enthüllt
  es der kraftvolle Einwanderungsthriller von Jacques Audiard\, ist dieser 
 Elefant. Auch wenn er sonst kaum noch an den erinnert\, der er einst in Sr
 i Lanka war und nun in Frankreich zu sein vorgibt. Denn der wirkliche Dhee
 pan und seine Familie sind vor einem halben Jahr Opfer des Bürgerkriegs ge
 worden. Die drei völlig fremden Menschen\, die zu Beginn des Films die Päs
 se Verstorbener in einem Flüchtlingslager an sich nehmen\, bilden eine aus
  der Not geborene Patchwork-Familie: ein Mädchen\, das seine Eltern verlor
 \, eine junge Frau\, die jetzt Yalini heißt und zu ihrer Cousine nach Engl
 and will\, und der ehemalige Kämpfer.Kurze Zeit später schält sich Dheepan
 \, flankiert von anderen Straßenverkäufern\, aus der Dunkelheit der Parise
 r Straßen heraus. Erst unscharf\, dann hell erleuchtet von den billigen LE
 D-Hörnchen auf dem Kopf\, die er verschachern will. Immer auf der Hut vor 
 der Polizei – bis ihm der Dolmetscher bei der Einwanderungsbehörde steckt\
 , was man erzählen muss\, um bleiben zu können. In einer Banlieue im Vorst
 adt-Nirgendwo wird Dheepan zum Hausmeister der Plattenbauten\, die die Lan
 dschaft bestimmen. Yalini heuert als Haushaltshilfe beim kranken Vater ein
 es Gangsters an\, der die Platte beherrscht. Und das Mädchen muss Französi
 sch lernen\, um das Bleiberecht zu gewährleisten: Assimilation oder Unterg
 ang. Tagsüber herrscht Trostlosigkeit\, nachts dröhnt das Party-Gewummer. 
 Drogen bestimmen das Wohnumfeld all jener\, die vom Wohn- und Arbeitsmarkt
  an den Rand gedrängt wurden: sozial schlecht gestellte Franzosen und eben
  „diese Einwanderer“. Dheepan muss sich einen neuen Dschungel erschließen\
 , auch wenn dieser aus Beton besteht und sich auch so anfühlt.Wie alle Fil
 me von Jacques Audiard erzählt auch „Dämonen und Wunder“ davon\, wie sich 
 Menschen mit aussichtslosen Zwangslagen arrangieren\, wie Frust in Angst u
 nd Gewalt umschlägt. In der dunklen Wohnung\, in der sich die Zufallsfamil
 ie arrangieren soll\, erhöht Audiard den Druck des Außen\, einer Betonwüst
 e\, in der Menschen zusammengepfercht und sich selbst überlassen werden\, 
 in der es kaum Zerstreuung gibt\, dafür aber Gewalt von allen Seiten. Die 
 Poesie intimer Momente und brutale Realitätseinbrüche wechseln sich in ein
 er Erzählung ab\, die Märchen und Kommentar zur aktuellen Flüchtlingskrise
  zugleich ist. Ghettoisierung kennt nur eine Richtung. Und als Wegducken k
 eine Option mehr ist\, errichtet Dheepan\, dessen Darsteller Antonythasan 
 selbst als Kindersoldat von den Tamil Tigers eingezogen wurde\, dieselbe „
 No Fire Zone!“\, die auch die Regierung seiner Heimat einst errichtete\, u
 m die Tamilen dann doch zu beschießen. Der Waffenstillstand zwischen dem H
 ausmeister\, der kein Krieger mehr sein will\, und den Gangstern\, die kei
 nen Frieden wollen\, kann auch in Frankreich nur ein brüchiger sein.Diese 
 Konstellation hat etwas von einer Fabel\, die man Audiard ebenso abnimmt w
 ie den hellsehenden Gefängnismörder in „Ein Prophet“ oder die Liebe der Ki
 llerwal-Dompteurin zum alleinerziehenden Vater\, der sich mit bloßen Hände
 n durch den „Geschmack von Rost und Knochen“ boxt. Audiard besitzt ein gro
 ßartiges Gespür für Figuren\, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt we
 rden. Auch in „Dheepan“ erzählt er eine Geschichte\, die in der Anonymität
  untergehen würde\, weil man zwar weiß\, woher und warum diese Menschen ko
 mmen\, aber nicht\, was für eine trügerische Sicherheit sie sich hierbei e
 inhandeln. Den „Melting Pot“ der Gefühle und Kulturen vereint dabei auch d
 ie Tonspur\, auf der indische Klänge neben Vivaldi und Nicolas Jaars elekt
 risierenden Kompositionen sowie harten Rap-Klängen stehen. „Dämonen und Wu
 nder“ vermittelt ein intensives Filmerleben in großartigen Bildern\, die a
 uch Gewalt in ihrer ganzen unästhetisierten Härte auszustellen bereit sind
 . Denn Dheepan mag wie der alte Elefant sein\, still\, geduldig und abwart
 end. Doch wenn ihn die Vergangenheit einholt\, dann gibt er sich zu erkenn
 en und kämpft – bis aufs Blut.    Kathrin Häger\, FILMDIENST 2015/25 \n   
      .         \n\n\n\n\n https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/even
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