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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nKomödie Deutschland/Tschechien 20145. Novemb
 er 201598 MinutenFSK: ab 6\; f   Regie: Stepan Altrichter   Buch: Jan Fuse
 k\, Tomás Koncinský\, Stepan Altrichter    Vorlage: Tomás Koncinský (Kurzg
 eschichte)    Kamera: Cristian Pirjol    Musik: Johannes Repka    Schnitt:
  Philipp Wenning\, Andrea Schumacher    Darsteller: Peter Kurth (Julis Sch
 mitke)\, Johann Jürgens (Thomas Gruber)\, Helena Dvoráková (Julie)\, Jakub
  Zácek (Bürgermeister Potuzak)\, Petr Vrsek (Kryspín)\, Lana Cooper (Anne 
 Schmitke)\, Stephan Grossmann (Chef)\, Johanka Schmidtmajerová (Julinka)\,
  Irena Lamberková (Tante Inge)\, Vladimír Skultéty (Biker Mirek)   P1\n \n
  \nDer Filmdienst ist seit Jahren die führende deutsche Kinofilmfachzeitsc
 hrift. Da die Kritiken des Filmdiensts nicht ohne weiteres zugänglich sind
 \, drucken wir sie hier ab\, unabhängig ob sie positiv oder negativ ausfal
 len. Unser Ehrgeiz ist es nicht\, Interessierte mit hohlen Versprechungen 
 oder plakativen Etikettierunen wie 'Kunstfilm' oder 'besonderer Film'  ins
  achteinhalb zu locken. Die wenigstens Filme erhalten vom Filmdienst eine 
 positive Kritik. Es ist daher durchaus so\, dass Filme\, die dort nicht so
  positiv 'wegkommen'\, ansonsten durchweg positive Kritiken erhalten haben
  und wir auch einige Filme 'klasse' gefunden haben\, die vom Filmdienst kr
 itisch bewertet worden sind. Es ist halt eine Meinung unter mehreren\, abe
 r in der Regel eine fundierte. Die höchste Auszeichnung ist das Prädikat '
 sehenswert'\, die Altersempfehlung ist eine pädagogische.Kurzkritik Filmdi
 enst\n    Ein in die Jahre gekommener Ingenieur wird mit einem wesentlich 
 jüngeren Kollegen ins tschechische Erzgebirge geschickt\, um eine alte Win
 dmühle auf Vordermann zu bringen. Vor Ort erliegt der mürrische Maschinenb
 auer zunehmend der mysteriösen Waldlandschaft\, die ihn zu kafkaesken Tagt
 räumen verlockt und von einer anderen Existenz fantasieren lässt. Der in s
 toischer Ruhe zwischen Komödie und subtilem Fantasy-Humor oszillierende Fi
 lm lebt von seinem authentischen Personal und einem herausragenden Hauptda
 rsteller. Eine Wildnis-Therapie auf den Spuren der deutschen Romantik als 
 Weckruf im Strom besinnungslosen Funktionierens. - Ab 14 Jahre\nFilmhomepa
 ge\,  alle Daten zum Film auf Filmportal.de  \n \nTrailer:{youtube}cyTmEeX
 zPao{/youtube} \nausführliche Kritik Filmdienst\n\n\n\n\n\nEin Ingenieur f
 ür Windkraftanlagen steckt in der Krise. Mit Ende Fünfzig dreht sich das g
 anze Leben von Schmitke nur noch um den Job\, den er lustlos erträgt. Tägl
 ich testet er Komponenten von Windkraftanlagen\, fertigt Diagramme an und 
 drückt sich vor dem direkten Kontakt mit den Kunden. Seine angestrengte Kö
 rperhaltung lässt keinen Zweifel daran\, dass die besten Zeiten bereits hi
 nter ihm liegen. Das merkt selbst sein Chef. Er schickt den notorisch schl
 echt gelaunten Mitarbeiter zur Strafe auf Dienstreise ins tschechische Erz
 gebirge\, damit er aus seiner Lethargie aufwacht. Ihm zur Seite steht ein 
 wesentlich jüngerer Assistent\, der sich auf der Autofahrt als das lebensl
 ustige und redselige Gegenteil seines Vorgesetzten erweist.Das ungleiche P
 aar soll in einer Kleinstadt eines der alten Patente reparieren\, das den 
 Ort quietschend und knarzend mit infernalischen Geräuschen beschallt. Den 
 Bürgermeister finden die beiden in der Kneipe\, in der die Bewohner regen 
 Austausch beim Kartenspiel\, Bier und Wodka pflegen\, statt ihren Geschäft
 en nachzugehen. Die nebelbehangene Gegend wirkt wie aus der kapitalistisch
 en Umlaufbahn herausgefallen. Und auch das Modell C 174 leistet Widerstand
 \, weswegen die Reparatur des Windrads auf den nächsten Tag verschoben wer
 den muss. Nach einer schlaflosen Nacht in den Gästezimmern der Kneipe ist 
 der Assistent verschwunden\, und Schmitke verrennt sich in eine zunehmend 
 von mysteriösen Ereignissen und kafkaesken Tagträumen begleitete Suche. Vo
 r allem der dicht bewachsene Wald\, in dem der Legende nach ein Geist haus
 en soll\, scheint ihn magisch anzuziehen. Und ein philosophierender Geolog
 e\, von dem eine unheimliche Lust an der Gefahr ausgeht.Je mehr Schmitke d
 en Realitätsbezug verliert\, desto stärker hellt sich sein erstarrtes Gesi
 cht auf\, bis ihm schließlich nachts auf einer Lichtung sein Doppelgänger 
 begegnet und den Weg in eine weniger von einschläfernden Kompromissen best
 immte Existenz weist.Regisseur Stepán Altrichter\, 1981 in Brno geborenen 
 und in Prag und Konstanz am Bodensee aufgewachsen\, hat an der Filmhochsch
 ule Babelsberg Konrad Wolf in Potsdam studiert. Das Oszillieren zwischen K
 omödie und subtilem Fantasie-Horror gelingt ihm erstaunlich gut\, was auch
  an dem authentischen Personal liegt\, das einem deprimierenden Dokumentar
 film über die tschechische Provinz entstammen könnte. Ausgerechnet hier\, 
 wo die Menschen noch ihr Leid solidarisch teilen\, findet der erschöpfte D
 eutsche wieder zu sich selbst. Die Besetzung mit Peter Kurth ist ein Glück
 sfall\, der mal wieder beweist\, was in Schauspielern\, die im deutschen F
 ilm zu Nebenrollen verdammt sind\, alles an Überraschungen steckt.Die Ther
 apie in der Wildnis entwickelt sich in stoischer Ruhe auf den Spuren der o
 rientierungslosen Anti-Helden eines Jim Jarmusch oder Aki Kaurismäki. Ohne
  Stillstand\, aber auch nicht unter dem Druck einer andauernden Überwältig
 ung. Selbst die Kamera verweilt so lange auf den Tannengipfeln\, bis man d
 en Aussteigerrhythmus verinnerlicht hat und Peter Kurth beim Jagen der Sch
 afe in einem Zustand der Läuterung zuschaut. Ein Fest der deutschen Romant
 ik\, untermalt mit melancholischem Realismus – ein schöner Weckruf im Stro
 m des besinnungslosen Funktionierens.Alexandra Wach\, FILMDIENST 2015/22  
     \n\n\n\n\n https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/437-schmi
 tke.html
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