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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nLE DERNIER LOUPChina/Frankreich 2015Kinostar
 t: 29. Oktober 2010119 MinutenFSK: ab 12\; fProduktion: La Peikang\, Xavie
 r Castano\, Jean-Jacques Annaud\, Cao Yin\, William Kong\, Alan Wang\, Xu 
 Jianshai\, Zhao Duojia    Regie: Jean-Jacques Annaud     (u.a.: Der Name d
 er Rose\, 7 Jahre in Tibet\, Der Bär)Buch: Alain Godard\, Jean-Jacques Ann
 aud\, Lu Wei\, John Collee    Vorlage: Lü Jiamin (Roman 'Der Zorn der Wölf
 e / Der letzte Wolf')    Kamera: Jean-Marie Dreujou    Musik: James Horner
     Schnitt: Reynald Bertrand    \nDarsteller: Feng Shaofeng (Chen Zhen)\,
  Dou Shawn (Yang Ke)\, Ankhnyam Ragchaa (Gasma)\, Zhusheng Yin (Bao Shungh
 i)\, Zhabu Basen (Bilig)\, Baoyingexige (Batu)    \nDer Filmdienst ist sei
 t Jahren die führende deutsche Kinofilmfachzeitschrift. Da die Kritiken de
 s Filmdiensts nicht ohne weiteres zugänglich sind\, drucken wir sie hier a
 b\, unabhängig ob sie positiv oder negativ ausfallen. Unser Ehrgeiz ist es
  nicht\, Interessierte mit hohlen Versprechungen oder plakativen Etikettie
 runen wie 'Kunstfilm' oder 'besonderer Film'  ins achteinhalb zu locken. D
 ie wenigstens Filme erhalten vom Filmdienst eine positive Kritik. Es ist d
 aher durchaus so\, dass Filme\, die dort nicht so positiv 'wegkommen'\, an
 sonsten durchweg positive Kritiken erhalten haben und wir auch einige Film
 e 'klasse' gefunden haben\, die vom Filmdienst kritisch bewertet worden si
 nd. Es ist halt eine Meinung unter mehreren\, aber in der Regel eine fundi
 erte. Die höchste Auszeichnung ist das Prädikat 'sehenswert'\, die Alterse
 mpfehlung ist eine pädagogische.Kurzkritik Filmdienst\nChina 1967\, im zwe
 iten Jahr der Kulturrevolution. Zwei Studenten aus Peking sollen den nomad
 ischen Schäfern in der Inneren Mongolei Lesen und Schreiben beibringen\, w
 obei sie Zeugen werden\, wie die Nomaden im Einklang mit dem Wolf leben. D
 ieses Gleichgewicht wird bedroht\, als immer mehr Chinesen in der Steppe s
 iedeln und die Wölfe auf Befehl der Regierung ausgerottet werden sollen. E
 in atemberaubend fotografierter Abenteuerfilm\, der philosophische Fragen 
 ums Menschsein und den Umgang mit der Natur aufwirft und die Tiere mit fas
 t schon menschlichen Eigenschaften zu Hauptdarstellern macht. - Ab 14.\nFi
 lmhomepage\, Wikipedia\, Programmkino.de\, epd-Film\, Forum für Film und P
 olitik   \n \n4-minütiger Bericht von ZDF Neu im Kino:{youtube}IQoE0b3LO44
 {/youtube}\n3-minütiger Bericht zu dem Film vom Filmmagazin KinoKino von B
 ayern III:{youtube}E0nDV2xGgOg{/youtube}\nTrailer:{youtube}Tqw-wgvLwyI{/yo
 utube} \nausführliche Kritik Filmdienst\n\n\n\n\n\nChina 1967\, im zweiten
  Jahr der Kulturrevolution. Die Studenten Chen Zhen und Yang Ke wurden von
  Peking in die Innere Mongolei geschickt. In der Weite der Steppe\, wo sic
 h das Gras bis zum Horizont zu erstrecken scheint\, sollen sie den Schäfer
 n Lesen und Schreiben beibringen. Die Absicht der Kommunisten in der ferne
 n Hauptstadt: Bildung soll die Nomaden zur Sesshaftigkeit animieren. Beson
 ders Chen Zhen fühlt sich zunächst fremd in der kargen Einsamkeit\, doch d
 er alte Nomade Bilig macht ihn mit der archaischen Lebensweise und den Ges
 etzen der Steppe vertraut. Im Mittelpunkt steht das austarierte Zusammenle
 ben der Menschen mit dem am meisten gefürchteten Tier\, dem Wolf. Immer wi
 eder beobachten die unterschiedlichen Männer die Tiere\, wie sie sich samm
 eln\, an ihre Opfer heranpirschen und entschlossen zur Hatz ansetzen. Dabe
 i reißen sie nie mehr Tiere als nötig. Doch immer mehr chinesische Siedler
  kommen in diese Gegend\, das ökologische Gleichgewicht ist ihnen egal\, u
 nd so stehlen sie die Gazellen\, die die Wölfe in einen See getrieben habe
 n. Denn sie wissen\, dass er – einmal vereist – wie ein riesiges Tiefkühlf
 ach fungiert. Den hungrigen Tieren bleibt nichts anderes übrig\, als die S
 chafe der Hirten zu reißen. Da kommt von der Regierung der Befehl\, die Wö
 lfe auszurotten und auch die kleinen Welpen zu töten. Chen Zhen rettet ein
  Junges und zieht es heimlich auf\, während eine grausame Schlacht mit Spr
 engfallen und Gewehren beginnt – als sei dies ein Kriegsfeldzug.Auch wenn 
 „Der letzte Wolf“ vor dem Hintergrund der Kulturrevolution\, dieser wichti
 gen Zäsur in der chinesischen Geschichte\, spielt\, ist dies kein dezidier
 t politischer Film. Die blutigen Gräueltaten der Roten Garden spart Regiss
 eur Jean-Jacques Annaud aus. Kritik lässt sich vor allem an den chinesisch
 en Siedlern festmachen\, die gedankenlos der innermongolischen Bevölkerung
  den Lebensraum streitig machen und rücksichtslos die Natur ausbeuten. Für
  die Not der Tiere\, für die dramatischen Folgen\, die damit einhergehen\,
  sind allein sie verantwortlich. Den Wölfen werden hingegen fast schon men
 schliche Charakterzüge verliehen. Nicht nur\, dass sie sich mit den Mensch
 en auf ungeschriebene Gesetze des Zusammenlebens geeinigt zu haben scheine
 n – sie reagieren mit Aufkündigung des Pakts auch rachsüchtig. In einer au
 fregend inszenierten Szene treiben sie chinesische Militärpferde\, um die 
 sich die Schafshirten zusätzlich kümmern sollten\, vor sich her\, bis sie 
 im vereisten See elend verrecken. Dabei begleitet die Kamera in rascher Be
 wegung das Rudel auf Augenhöhe\, um kurz darauf eine Aufsicht des Zusammen
 spiels der Wölfe zu zeigen – eine perfekte Choreographie des Todes\, die m
 it dem eindringlichsten Bild des Films endet: Wie Skulpturen ragen die tot
 en Pferde\, vom Schnee mit kühlem Weiß ummantelt\, aus dem Eis heraus\, al
 s hätte ein Bildhauer sie geschaffen. Das menschlich anmutende Rachemotiv 
 der Szene schlägt die Brücke zu Annauds Filmen „Der Bär“ (1988\; fd 27 385
 ) und „Zwei Brüder“ (2004\; fd 36 685)\, in denen ebenfalls Tiere im Konfl
 ikt mit den Menschen standen und sich nur behaupten konnten\, weil sie der
 en Absichten erkannten. Der Dämonisierung des Wolfs\, zuletzt in „The Grey
  – Unter Wölfen“ (2012\; fd 41 004) ins Extrem getrieben\, stellt Annaud e
 ine forcierte Romantisierung entgegen\, die durch James Horners wogenden S
 core noch gestützt wird. Diese Wölfe sind die letzten ihrer Art. Sie kämpf
 en buchstäblich ums Überleben.Michael Ranze\, FILMDIENST 2015/22      \n\n
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