BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//https://www.kino-achteinhalb.de///NONSGML kigkonsult.se iCalcreator 2.10.15//
METHOD:PUBLISH
BEGIN:VEVENT
UID:20260807T010652CEST-1085eBUcg8@https://www.kino-achteinhalb.de/
DTSTAMP:20260806T230652Z
DESCRIPTION:Eintritt frei\nIn Kooperation mit dem Ev.-luth. Kirchenkreis Ce
 llevertreten durch Thomas A. Müller\, Pastor i.R. und Michael Stier\, Past
 or i.R.\n \nTragikomödie Finnland/Frankreich/Deutschland 2011Kinostart: 8.
  September 201193 MinutenFSK: ab 0\; f\nProduktion: Aki Kaurismäki\, Fabie
 nne Vonier\, Reinhard Brundig    Regie: Aki Kaurismäki    Buch: Aki Kauris
 mäki    Kamera: Timo Salminen    Schnitt: Timo Linnasalo    Darsteller: An
 dré Wilms (Marcel Marx)\, Kati Outinen (Arletty)\, Blondin Miguel (Idrissa
 )\, Jean-Pierre Darroussin (Monet)\, Elina Salo (Barbesitzerin)\, Kuoc-Dun
 g Nguyen (Chang)\, Evelyne Didi (Yvette)\, Pierre Etaix (Doktor)\, Jean-Pi
 erre Léaud (Informant)\nWIKIPEDIA\, alle Daten zum Film auf Filmportal.de 
  Pressespiegel\nKurzkritik Filmdienst\nEin alternder Schuhputzer in der Ha
 fenstadt Le Havre nimmt sich eines afrikanischen Flüchtlingsjungen an. Div
 erse Freunde unterstützen ihn dabei\, dem Kind die Weiterreise nach London
  zu ermöglichen\, wo es seine Mutter finden will. Aki Kaurismäki erzählt i
 n seinem für ihn typischen lakonischen Stil ein zutiefst humanistisches Dr
 ama\, das wie ein Gangsterfilm anfängt\, dann aber zunehmend märchenhafter
 e Züge gewinnt und sich zum mitreißenden Plädoyer für die Veränderbarkeit 
 maroder Zustände verdichtet. (Kinotipp der katholischen Filmkritik) - Sehe
 nswert ab 12.\nTrailer{youtube}phjL9bP28FE{/youtube} \nausführliche Kritik
  Filmdienst\n\n Ein Flüchtling auf Zwischenstation\; ein von Tragik umweht
 es Liebespaar\; die Stadt Le Havre an Seine-Mündung und Ärmelkanal: Das si
 nd Hauptfiguren und Spielort des Films von Aki Kaurismäki ebenso wie von M
 arcel Carnés düsterem Drama „Hafen im Nebel“ aus dem Jahr 1938. Mit ausgel
 assen heiteren Geschichten scheint sich die Normandie schwer zu tun. Das t
 rifft selbst auf Filme aus jüngerer Zeit zu. Steven Spielbergs „Der Soldat
  James Ryan“  zeigte tausendfaches Sterben in einer von den Bombenkratern 
 des Zweiten Weltkriegs vernarbten Region\, Alix Delaportes Regiedebüt „Ang
 èle und Tony“ (fd 40 584) erzählte zwar eine Liebesgeschichte\, doch dem r
 auen Schauplatz entsprechend\, trägt die Romanze herbe Züge. Ein ganz beso
 nderer Fall ist Aki Kaurismäkis „Le Havre“: Die Voraussetzungen sind trist
 \, der Ausgang der Story grenzt an ein Wunder. Im Schlussbild blüht ein Ki
 rschbaum.Wer mit Kaurismäkis Kosmos vertraut ist\, kennt die Hauptfigur: E
 inst führte der (wieder mit leisen Tönen von André Wilms gespielte) Marcel
  Marx „Das Leben der Bohème“ in Paris\, inzwischen hat der Ex-Dichter das 
 Schreibzeug in eine Schuhputzerbox umgetauscht. Das Intro von „Le Havre“ l
 ässt sogar vermuten\, dem alternden Marcel könnte das Schuheputzen als Tar
 nung für weit schmutzigere Geschäfte dienen. Typisch für Kaurismäki ist di
 e Lakonie der Anfangssequenz: Im Bahnhofsgebäude von Le Havre kümmert sich
  Marcel um einen Kunden\, der einen Koffer umklammert hält. Gangstertypen 
 warten das Ende der Dienstleistung ab\, dann signalisieren Schüsse aus dem
  Off\, dass der Weg des Kunden zu Ende ist. Danach verlässt Kaurismäki das
  Gangster-Genre und widmet sich voll und ganz dem Kampf des Protagonisten 
 für Menschlichkeit. Ein harter Gegner ist der Tod\, der Zuhause an die Tür
  klopft: Marcels Frau Arletty (Reverenz an den Star in Carnés „Kinder des 
 Olymp“\,) ist schwer krank\, verschweigt Marcel aber\, dass der Arzt ihr n
 ur noch wenige Wochen gibt. Als Arletty ins Krankenhaus muss\, hinterlässt
  sie ein Vakuum\, das bald vom minderjährigen Flüchtling Idrissa gefüllt w
 ird. Die Freundschaft zwischen Marcel und dem pfiffigen Jungen aus dem afr
 ikanischen Libreville wird zum Herzstück der Handlung. Einmal mehr blendet
  Kaurismäki das Dokumentarische und das Poetische ineinander: Das Fernsehe
 n zeigt Nachrichtenbilder von der Räumung des „Dschungel von Calais“ (2009
 )\, einer illegalen Flüchtlingsunterkunft\, entstanden 2002\, nachdem der 
 einstige Innenminister Nicolas Sarkozy ein offizielles Durchgangslager ges
 chlossen hatte. Einwanderungsminister Eric Besson erklärt im Fernsehen sch
 einheilig\, man wolle vor allem ein Zeichen gegen „Schlepper und Menschenh
 andel“ setzen. Anders Kaurismäki: Er lenkt den Blick weg von den Verbreche
 n\, hin zur Not der Illegalen. Ein Container\, aus dem Kindergeschrei drin
 gt\, landet am Hafen. Unter den Insassen: Idrissa\, der trotz Polizeiaufge
 bot und Maschinengewehren aus der Blechfalle flüchten kann. Er will nach L
 ondon\, wo seine Mutter lebt. Sein Zufallstreffen mit Marcel\, als der am 
 Hafen angelt\, markiert den Übergang zur Sphäre des Wunderbaren und Theate
 rhaften. Kameramann Timo Salminen lässt Marcels Welt in blauen und roten T
 echnicolor-Tönen leuchten. Es ist die Welt der so genannten kleinen Leute\
 , darunter eine Bäckersfrau\, ein Gemüsehändler\, eine Kneipenwirtin und e
 in vietnamesischer Illegaler\, die sich alle mit Marcel solidarisieren und
  ihn bei seinem Vorhaben unterstützen\, Idrissa per Schiff nach London zu 
 schleusen. Kaurismäki betont die Künstlichkeit der Szenerie\, indem er sei
 ne Darsteller zu antinaturalistischem Spiel anhält. Seine humane Botschaft
  – in einem Dialog beruft sich Marcel auf die Bergpredigt – entwickelt ein
 e Kraft\, die ansteckend wirkt.Eigentlich seltsam\, welches Maß an Spannun
 g und Anteilnahme der Film erzeugt\, obwohl Kaurismäki alles dafür tut\, d
 ie Geschichte mit ironischer Distanz und retardierenden Momenten zu entsch
 leunigen. Auch diesmal wird mit fadenscheinigen Motivation ein Band-Auftri
 tt eingebaut. Hier geht es um ein Benefiz-Konzert\, mit dessen Erlös die S
 chiffspassage bezahlt werden soll. Während Little Bob aka Roberto Piazza s
 eine Rock-Ballade singt\, erlaubt sich Kaurismäki nicht einen Zwischenschn
 itt\, der die Dringlichkeit der Situation in Erinnerung brächte. Wer sich 
 allerdings an den provokant gehäuften Wundern des Happy Ends stößt\, sei a
 uf Bertolt Brecht und den V-Effekt verwiesen. Indem Kaurismäki sämtliche K
 lischees und vermeintliche Selbstverständlichkeiten unserer Medienwirklich
 keit in die Schranken weist\, plädiert er eindringlich für eine Veränderba
 rkeit der Welt.Jens Hinrichsen\, FILMDIENST 2011/18 \n https://www.kino-ac
 hteinhalb.de/home/archiv/event/426-le-havre.html
DTSTART:20151102T180000Z
DTEND:20151102T210000Z
LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
SUMMARY:Le Havre
URL:https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/426-le-havre.html
END:VEVENT
END:VCALENDAR
