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DESCRIPTION:In Kooperation mit LiSt-Celle - Land in Sicht - Transition Cell
 e Eintritt: 5\,00 €\nDokumentarfilm Österreich 2015Kinostart: 8. Oktober 2
 01591 MinutenFSK: ab 0\; fProduktion/ Regie: Kurt Langbein    Buch: Christ
 ian Brüser\, Kurt Langbein    Kamera: Wolfgang Thaler\, Attila Boa\, Chris
 tian Roth    Musik: Thomas Kathriner    Schnitt: Andrea WagnerP1\nDer Film
 dienst ist seit Jahren die führende deutsche Kinofilmfachzeitschrift. Da d
 ie Kritiken des Filmdiensts nicht ohne weiteres zugänglich sind\, drucken 
 wir sie hier ab\, unabhängig ob sie positiv oder negativ ausfallen. Unser 
 Ehrgeiz ist es nicht\, Interessierte mit hohlen Versprechungen oder plakat
 iven Etikettierunen wie 'Kunstfilm' oder 'besonderer Film'  ins achteinhal
 b zu locken. Die wenigstens Filme erhalten vom Filmdienst eine positive Kr
 itik. Es ist daher durchaus so\, dass Filme\, die dort nicht so positiv 'w
 egkommen'\, ansonsten durchweg positive Kritiken erhalten haben und wir au
 ch einige Filme 'klasse' gefunden haben\, die vom Filmdienst kritisch bewe
 rtet worden sind. Es ist halt eine Meinung unter mehreren\, aber in der Re
 gel eine fundierte. Die höchste Auszeichnung ist das Prädikat 'sehenswert'
 \, die Altersempfehlung ist eine pädagogische.Kurzkritik Filmdienst\nBevöl
 kerungsexplosion\, Finanzkrise und die „Go Green“-Umwälzungen in der Energ
 iepolitik haben weltweit zu enormen Nachfragen nach Ackerland geführt. Kle
 inbauern sind dem Druck der Investoren und Unternehmen nicht gewachsen\, w
 as eine wachsende Verarmung und soziale Spannung nach sich zieht. Mit eine
 r Fülle an Beispielen und Gesprächspartnern zeichnet der Dokumentarfilm ei
 nen beunruhigenden Trend nach. Zwar wird die Verantwortung der Politik dab
 ei nur unzureichend gewichtet\, dennoch vermittelt die konzentrierte\, kon
 trapunktisch strukturierte Erzählweise tiefe Einblicke in die Strukturen e
 iner immer ungerechter werdenden Welt. - Ab 14.\nFilmhomepage\,  Programmk
 ino.de\, epd-Film  ARD ttt - Titel Thesen Temperamente vom 27.9. über den 
 Film Landraub  \nMehr Transparenz bei Land-Akquisen: Aktualisierte Landmat
 rix online -  www.landmatrix.org \nIn der revista 77 wird der Film ausführ
 lich angekündigt.Das Buch zum Film. Auf DVD (20 Euro) erscheint der Film a
 m 16. März 2016.\n \nSchulmaterial: Vision Kino\, Kinofenster  \n6-minütig
 er Bericht von ARD ttt - Titel Thesen Temperamente vom 27.9. über den Film
  Landraub{youtube}u77WIszwZAc{/youtube}\nTrailer:{youtube}Yk8XD7KYt3Q{/you
 tube}\n11 minütiger Beitrag der arte-Reihe 'Mit offenen Karten - Land grab
 bing - Teil 2':{youtube}kh39IbfGoa8{/youtube}\n \nausführliche Kritik Film
 dienst\n\n\n\n\n\nGerade hat der fröhlich lachende Finanzberater ausgerech
 net\, wie man mit Investitionen in die Palmölindustrie in kürzester Zeit e
 inen Profit von jährlich 40 Millionen Dollar erwirtschaftet. Um mit leicht
  herablassendem Lächeln noch schnell hinterherzuschieben: „Je nach Steuers
 truktur bezahlen Sie davon natürlich etwas Steuer an das jeweilige Land.“ 
 Szenen wie diese gibt es in „Landraub“ einige\, und sie sind die besondere
  Stärke des Dokumentarfilms: Interviews mit ganz und gar auf den Profit fi
 xierten Managern und Finanzberatern\, die in ihrem Glauben an maßloses Gew
 innstreben und die segensreichen Wirkungen der Privatwirtschaft teilweise 
 skrupellos\, teilweise zynisch oder geradezu naiv erscheinen.Der Filmemach
 er Kurt Langbein hat seine Gesprächspartner rund um den Globus gefunden\, 
 in Kambodscha\, Indonesien\, Dubai\, Äthiopien\, Sierra Leone\, Rumänien\,
  Großbritannien und Deutschland. Er erzählt von einer Welt\, in der Invest
 itionen in Agrarflächen zunehmend attraktiver werden\, weshalb entsprechen
 de Begehrlichkeiten längst zum „Landgrabbing“ und einer neuen Form des Kol
 onialismus geführt haben. Vertreter internationaler Konzerne treffen dabei
  auf analphabetische Dorfbewohner\, die durch neue Ackerbaumethoden in skl
 avische Abhängigkeiten geraten. Die Politik versagt\, Regierungen vertreib
 en zugunsten der Unternehmen die eigene Bevölkerung von ihrem wertvollen L
 and\, auch die Politik der EU setzt statt auf Biodiversität und kleine bäu
 erliche Strukturen auf Monokulturen und Großbetriebe.Am eindrücklichsten g
 eraten die Beispiele aus Asien und Afrika. So berichtet der Film von einer
  Palmöl-Plantage in Indonesien\, die das Land in eine einzige Monokultur v
 erwandelt\, oder von der gewaltsamen Vertreibung kambodschanischer Reisbau
 ern durch die eigene Regierung. In ihrem Protest werden diese Bauern von f
 urchtlosen buddhistischen Mönchen unterstützt\; am Ende des Films berichte
 t ein Insert\, dass 400 Familien auf ihr Land zurückkehren durften – eine 
 von wenigen positiven Nachrichten in „Landraub“. Tief in die Strukturen ei
 ner zunehmend ungerechteren Welt blickt man auch bei den Passagen über ein
 e von einem Niederländer betriebene Gemüsefarm in Äthiopien\, die Luxushot
 els im nahen Dubai mit frischer Ware beliefert\, oder über den Biosprit-An
 bau der Firma Addax in Sierra Leone\, der Bodenmangel und verseuchtes Trin
 kwasser für die Einheimischen nach sich zieht.Einzig die europäische „Epis
 ode“ aus Rumänien bleibt schwach\, da spekulativ – dass hier beim Verkauf 
 staatseigener Felder an dänische Investoren „nicht alles mit rechten Dinge
 n zugegangen“ sei\, ist reine Mutmaßung. Auch bei der Investition einer ös
 terreichischen Familie in rumänische Felder fehlt es an einer überzeugende
 n Auslotung. Überdies entlässt der Film die Politik zu sehr aus der Pflich
 t\; obwohl immer wieder als versagend beschrieben\, rückt sie der Film bis
  auf den grünen EU-Politiker Martin Häusling aber nicht ins Bild. Damit kl
 afft neben Dutzenden Wirtschaftsvertretern und Finanzberatern\, Kleinbauer
 n und einfachen Arbeitern eine Leerstelle: denn es ist ja die Politik\, di
 e die folgenreiche Ausbeutung fremder Äcker zulässt und unterstützt.Gleich
 wohl ist „Landraub“ ein höchst aufschlussreicher Film über ein globales\, 
 zutiefst komplexes Problemfeld mit Auswirkungen in ökonomischer\, ökologis
 cher\, sozialer und politischer Hinsicht. Das liegt vor allem am enormen R
 echerche-Aufwand der Autoren\, ihrer konzentrierten Erzählweise\, die beis
 pielsweise weitgehend auf den Einsatz von Musik verzichtet\, und den inter
 essanten\, in ihren Standpunkten so gegensätzlichen Gesprächspartnern. Äst
 hetisch ist der Film aufwändig gestaltet\, etwa mit vielen Luftaufnahmen v
 on durch Monokultur zerstörten Ländereien\; nur die teils allzu plakative 
 Montage zwischen archaisch und modern\, Kleinbauer und Manager stößt biswe
 ilen auf\; die starken Gegensätze sind ohnehin omnipräsent. Mit ihnen mach
 t der Film nebenbei auch klar\, wie sehr alles immer eine Frage der Perspe
 ktive ist\, je nachdem\, ob man zu den Gewinnern oder zu den Verlierern de
 s beunruhigenden Landraub-Trends gehört.  Katharina Zeckau\, FILMDIENST 20
 15/20      \n\n\n\n\n https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/42
 0-landraub.html
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 and (nicht Postanschrift!))
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