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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nDeutschland 2015Kinostart: 17. September 201
 5123 MinutenFSK: ab 6\; fFBW: Prädikat besonders wertvoll  \nProduktion: U
 we Schott\, Wolfgang Becker\, Michael Scheel\, Franz Esterházy    Regie: W
 olfgang Becker    (u.a.: 'Das Leben ist eine Baustelle' und 'Good bye\, Le
 nin!') Drehbuch: Thomas Wendrich\, Wolfgang Becker   Vorlage: Daniel Kehlm
 ann (Romanvorlage - 'Ich und Kaminski')    Kamera: Jürgen Jürges    Musik:
  Lorenz Dangel    Schnitt: Peter R. Adam    Darsteller: Daniel Brühl (Seba
 stian Zöllner)\, Jesper Christensen (Manuel Kaminski)\, Amira Casar (Miria
 m Kaminski)\, Denis Lavant (Karl-Ludwig)\, Jördis Triebel (Elke)\, Geraldi
 ne Chaplin (Therese Lessing)\, Jan Decleir (Holm)\, Jacques Herlin (Domini
 k Silva)\, Lucie Aron (Jana)\, Viviane de Muynck (Anna)\, Josef Hader (Zug
 begleiter)\, Bruno Cathomas (Golo Moser)\, Stefan Kurt (Bogovic)\, Anne Mo
 rneweg (Alte Dame)\, Karl Markovics (Komponisten-Zwillinge)\, Peter Kurth 
 (Hochgart)\, Milan Peschel (Eugen Manz)\, Patrick Bauchau (Prof. Megelbach
 )\, Serge Merlin (Portier)\, Andrea Zogg (Dr. Vögeli)\, Axel Neumann (Prof
 . Mehring)\, Michael Fuith (Kellner im Speisewagen)\, Tambet Tuisk (Junger
  Kaminski)\, Nikolai Makarov (Prof. Komenev) \nDer Filmdienst ist seit Jah
 ren die führende deutsche Kinofilmfachzeitschrift. Da die Kritiken des Fil
 mdiensts nicht ohne weiteres zugänglich sind\, drucken wir sie hier ab\, u
 nabhängig ob sie positiv oder negativ ausfallen. Unser Ehrgeiz ist es nich
 t\, Interessierte mit hohlen Versprechungen oder plakativen Etikettierunen
  wie 'Kunstfilm' oder 'besonderer Film'  ins achteinhalb zu locken. Die we
 nigstens Filme erhalten vom Filmdienst eine positive Kritik. Es ist daher 
 durchaus so\, dass Filme\, die dort nicht so positiv 'wegkommen'\, ansonst
 en durchweg positive Kritiken erhalten haben und wir auch einige Filme 'kl
 asse' gefunden haben\, die vom Filmdienst kritisch bewertet worden sind. E
 s ist halt eine Meinung unter mehreren\, aber in der Regel eine fundierte.
  Die höchste Auszeichnung ist das Prädikat 'sehenswert'\, die Altersempfeh
 lung ist eine pädagogische.Kurzkritik Filmdienst\nEin ehrgeiziger Journali
 st will sich mit der Biografie eines ehedem als blinder Maler berühmt gewo
 rdenen Künstlers profilieren und sucht ihn in dessen Schweizer Anwesen auf
 . Der alte Mann erweist sich jedoch als überraschend stur und nötigt den j
 ungen Schnösel zu einer Reise auf den Spuren seiner Vergangenheit. Die ein
 fallsreich inszenierte Verfilmung des gleichnamigen Romans von Daniel Kehl
 mann glänzt mit souveränen Hauptdarstellern und witzigen Dialogen. Nach ei
 nem furiosen Beginn driftet das Drama im zweiten Teil allerdings in ein we
 nig originelles Road Movie ab.- empfohlen ab 14\nFilmhomepage\, Wikipedia\
 , Programmkino.de\, Filmgazette\,  epd-Film\, alle Daten zum Film auf Film
 portal.de    \nTrailer:{youtube}r-pcrEVwMFU{/youtube}\n \n4-minütiger Beri
 cht zu dem Film vom Filmmagazin KinoKino von Bayern III:{youtube}RmW_gzu1f
 ec{/youtube} \n \nausführliche Kritik Filmdienst\n\n\n\n\n\nEin Leben in B
 ildern als rasante Collage von Foto-\, Film- und Tonschnipseln: Der Auftak
 t des Films beschwört virtuos eine Künstler-Vita im 20. Jahrhundert\, präs
 entiert wie eine aufs dreifache Tempo beschleunigte Version des »News on t
 he March«-Porträts in »Citizen Kane«. Angeblich historische Bilddokumente 
 aller Art in Schwarz-weiß und Farbe\, private Schnappschüsse aus Ateliers\
 , Wohnungen\, Galerien\, Fernsehaufnahmen aus dem Archiv\, dazu ein Kommen
 tar\, der den fiktiven Maler Manuel Kaminski in die Kunst- und Zeitgeschic
 hte einordnet: vom Zeitgenossen und potenziellen Picasso- oder Matisse-Nac
 hfolger bis zum Phänomen der 1960er-Popkultur\, der sich mit den Beatles\,
  Muhammad Ali und Andy Warhol fotografieren lässt.Manuel Kaminski hat sein
 e 15 Minuten Ruhm gehabt\, das macht dieser augenzwinkernde Fotomontage-Au
 ftakt à la »Zelig« überzeugend deutlich (und die Reverenz mit einer dazwis
 chengeschnittenen Aufnahme von Woody Allen explizit). Kaminskis spezielle 
 Legende als »der blinde Maler« hat ihm eine Weile die öffentliche Aufmerks
 amkeit gesichert\, bevor er wieder in Vergessenheit geriet – und damit auc
 h die Frage\, wie viel an der Legende wirklich dran war. Für die nachfolge
 nde Generation spielt sein Werk keine Rolle mehr. Kaminski\, der sich vor 
 Jahrzehnten in ein Schweizer Chalet zurückgezogen hat\, scheint nur noch f
 ür einen Menschenschlag interessant zu sein: Spekulanten auf seinen Tod\, 
 die sich einen Anteil an der absehbaren Wertschätzung und Rentabilität von
  Kaminskis Bildern post mortem sichern wollen.Als Schlimmsten dieser Brut 
 präsentiert Daniel Kehlmann in seinem 2003 erschienenen Roman »Ich und Kam
 inski« den jungen Kulturjournalisten Sebastian Zöllner. Ohne großen Bezug 
 zur Kunst\, aber mit großem Ehrgeiz und einer enormen Dreistigkeit gesegne
 t\, will der eine Biografie über den vergessenen Maler schreiben und nach 
 dessen Tod groß herausbringen. In Wolfgang Beckers Verfilmung verkörpert D
 aniel Brühl diesen selbstverliebten Zyniker\, wobei Brühl die Gelegenheit 
 nutzt\, um sich in einer unsympathischen Rolle einmal nach Herzenslust aus
 zutoben. Dass er dabei nach schönster Komödientradition von einer peinlich
 en Situation in die nächste gerät\, verhilft dem Film besonders am Beginn 
 zu einer Reihe sehr amüsanter Momente. Die Begegnung mit dem greisen Maler
  inmitten weiterer lustvoll überzeichneter Vertreter des Kunstbetriebs ers
 cheint so als köstliches Zusammentreffen zweier Egos\, die ausschließlich 
 um sich selbst kreisen\, was durch Kaminskis möglicherweise nur gespielte 
 Senilität und Zöllners Mangel an Takt noch gesteigert wird. Als der Journa
 list versucht\, Kaminskis Entourage loszuwerden und ihn mit unerwarteten E
 nthüllungen zu aufzeichnenswerten Aussagen zu treiben\, läuft freilich nic
 ht alles nach Plan: Unversehens findet sich Zöllner im Auto des grantigen 
 Alten wieder\, der ihn zum Haus seiner für tot gehaltenen früheren Freundi
 n an der Nordsee dirigiert\, während er Fragen und Wünsche seines Möchtege
 rn-Biografen geflissentlich ignoriert.In seinem ersten Kinofilm seit der g
 efeierten Satire »Good Bye\, Lenin!« (2003) nimmt Wolfgang Becker das Them
 a der gezielten Täuschung wieder auf: Erneut geht es um die Frage\, welche
  der beiden Hauptfiguren der größere Manipulator ist und wer von beiden da
 s verzerrte Abbild der Wirklichkeit nötiger braucht. Allerdings büßt der F
 ilm trotz des famosen Wechselspiels zwischen Brühl und dem dänischen Chara
 kterdarsteller Jesper Christensen seine anfängliche Stimmigkeit weitgehend
  ein\, wenn er sich im zweiten Teil zum Road Movie wandelt. Ohne großen Na
 chhall reihen sich auf der Reise Stationen und Begegnungen aneinander\, di
 e nicht gerade originell auf die Läuterung Zöllners hinauslaufen und den m
 umienhaften Maler ein bisschen aufdringlich seine Altersweisheit ausspiele
 n lassen. Im Gedächtnis bleiben deshalb weniger die Figuren und die Satire
  auf den Kunstbetrieb als vielmehr die kunstvollen Überblendungen zwischen
  den einzelnen Filmabschnitten\, bei denen sich reale Bilder in Gemälde un
 d umgekehrt verwandeln\, sowie die in jeder Szene spürbare Liebe des Regis
 seurs zu einer sorgsam und detailreich gestalteten Mise-en-Scène. Was eine
 n trotz des konventionellen Plots am Ende doch wünschen lässt\, dass es ni
 cht nochmal 12 Jahre bis zu Beckers nächstem Film dauern möge.  Marius Nob
 ach\, FILMDIENST 2015/19       \n\n\n\n\n https://www.kino-achteinhalb.de/
 home/archiv/event/410-ich-und-kaminski.html
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