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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nPolitthriller Deutschland/Frankreich\, 2014K
 inostart: 18. Juni 2015112 MinutenFSK: ab 12\; fRegie: Christoph Hochhäusl
 er   Buch: Christoph Hochhäusler\, Ulrich Peltzer   Kamera: Reinhold Vorsc
 hneider Musik: Benedikt Schiefer Schnitt: Stefan Stabenow \nDarsteller: Fl
 orian David Fitz (Fabian Groys)\, Lilith Stangenberg (Nadja Koltes)\, Hors
 t Kotterba (Hannes Hubach)\, Ursina Lardi (Karina von May)\, Arved Birnbau
 m (Carlo Bühler)\, Jakob Diehl (Schütte)\, Cornelius Schwalm (Günther)\, T
 ilo Werner (Joker)\, Gottfried Breitfuß (Nailly)\, Volker Ranisch (Gassen)
 \, Irina Potapenko (Frau Kodolski/Frau Kasten)\, Maya Bothe (Monika Karen)
 \, David C. Bunners (General Justus Halmer)\, Karl Fischer (Dellbrück)\nKu
 rzkritik Filmdienst\nDer Star-Reporter eines politischen Nachrichtenmagazi
 ns\, der bei Recherchen über Unregelmäßigkeiten bei der Bundeswehr festste
 ckt\, kommt gemeinsam mit einer Praktikantin einem Giftmüll-Skandal auf di
 e Spur. Ambitionierter investigativer Politthriller\, der die vertrauten E
 rzählmuster des Genres durch die Dramaturgie einer „musikalischen Montage“
  bis an ihre Grenzen führt. Damit artikuliert der Film das Unbehagen an ei
 ner perfiden Verschränkung von Politik\, Medien und Öffentlichkeit im digi
 talen Zeitalter\, was zu einer nachhaltigen Verunsicherung führt.- Sehensw
 ert ab 16.\nFilmhomepage\, Wkipedia\, Programmkino.de\, Filmgazette 1\, Fi
 lmgazette 2\, epd-Film\, alle Daten zum Film auf Filmportal.de   Pressespi
 egel \nHier zu: Warum Schweigen die Lämmer? - Meinungsmanagemant in demokr
 atischen Gesellschaften  \nTrailer:{youtube}NE3pjXfMybc{/youtube}\n4-minüt
 iger Bericht zu dem Film vom Filmmagazin KinoKino von Bayern III:{youtube}
 gCeUfnU5D38{/youtube} \n \nInterview mit Christoph Hochhäusler{youtube}JlA
 P8NhDf4w{/youtube}Filmgespräch mit Christoph Hochhäusler{youtube}sq8nvTd8f
 G8{/youtube}\nausführliche Kritik Filmdienst\n\n\n\n\n\nKann das gelingen?
  Einen Paranoia-Thriller drehen\, der alle Zutaten des Genres pointiert au
 fgreift und zugleich doch alles so dekonstruiert\, dass am Schluss sogar n
 och etwas Produktiv-Aufklärerisches über das gegenwärtige Erzählen und die
  Erwartungen des Zuschauers bestehen bleibt? Und sich nicht als billige Sa
 tire\, als mutig-lustiger „Tatort“ mit Shakespeare- und Italo Western-Zita
 ten verläppert?Christoph Hochhäuslers „Die Lüge der Sieger“ hat sich an di
 ese ambitionierte Aufgabe gewagt – und ist womöglich erst auf der Zielgera
 den gescheitert. Notwendig gescheitert. Starreporter und Porsche-Fahrer Fa
 bian Groys ist einer großen Story auf der Spur\, in der es darum geht\, da
 ss invalide Kriegsheimkehrer aus Afghanistan aus den Statistiken gemogelt 
 werden. Doch Groys’ Informant hat kalte Füße bekommen\, weshalb die Story 
 wackelt. Groys ist zuckerkrank und spielsüchtig\, er muss sich Insulin spr
 itzen und ab und zu auch seinen stylishen Porsche beleihen\, um seine Schu
 lden begleichen zu können. Ein Glamour-Boy der Aufklärung. In der Redaktio
 n des Hauptstadt-Magazins stellt man ihm die junge\, scheinbar etwas unbed
 arfte Praktikantin Nadja zur Seite. Groys\, der als „Loner“ gerne alleine 
 arbeitet\, lässt sie herablassend eine abstruse Geschichte recherchieren\,
  die von den Boulevard-Medien schon verbrannt erscheint. Die junge Frau be
 ginnt auch brav zu recherchieren. Zwischenzeitlich sieht man\, wie ein Man
 n von einem Beraterteam auf ein wichtiges Gespräch vorbereitet wird. Nadja
 s Recherche führt zur Annahme\, dass die Bundeswehr-Geschichte mit dem spe
 ktakulären Selbstmord eines Veteranen zusammenhängen könnte\, der in einer
  Recyclingfirma arbeitete. Jetzt wittert Groys plötzlich eine Riesengeschi
 chte und rückt die Mitarbeiterin in Macho-Manier zurück ins zweite Glied.E
 s ist schon erstaunlich\, wie Hochhäusler und sein Co-Autor Ulrich Peltzer
  alle vertrauten und erwartbaren Genre-Zutaten eines investigativen Thrill
 ers versammeln\, um dann letztlich doch eine ganz andere Geschichte zu erz
 ählen\, eine über Manipulation und die scheiternde Hoffnung auf die Erzähl
 barkeit einer vertrauten Wirklichkeit. Da gibt es den unzuverlässigen Info
 rmanten\, gerade noch erkennbare Netzwerke und beredtes Schweigen\, da gib
 t es Angehörige\, die eingeschüchtert wirken\, einen Chefredakteur\, der d
 ie schlüssige Geschichte auf Löcher gegencheckt – und das streitende Ermit
 tlerpaar\, das sich bei der Arbeit\, die aus Archivrecherche und Gesprächs
 terminen besteht\, zusammenrauft und (fast) ineinander verliebt. Währendde
 ssen geht es andernorts um die anstehende Novellierung eines Umweltschutzg
 esetzes und die unverhohlenen Wünsche der Müllindustrie\, die strengen Auf
 lagen künftig etwas gelockert zu bekommen. Ein Giftmüllskandal käme deshal
 b gar nicht gelegen. Zu spät bemerkt der Reporter\, dass es gerade seine p
 rofessionelle Routine ist\, die ihn manipulierbar machte.Doch so recht wil
 l sich das alles nicht fügen\, weil der Film selbst nicht so tut\, als hab
 e er wie ein auktorialer Erzähler den konstatierenden Überblick. Der Kamer
 ablick scheint unscharf oder leicht versetzt\; viele Blicke sind nicht ein
 deutig zuortbar\; anderes bleibt komplett dem Blick entzogen. Hochhäusler 
 hat dieses Verfahren eine „musikalische Montage“ genannt\, die nicht länge
 r „nur“ das Schauspiel abbildet\, „sondern ihrerseits kommentiert\, pointi
 ert\, rafft\, voraus- und gelegentlich auch über das Geschehen hinausschau
 t.“ Das Resultat erinnert in seiner Unbestimmtheit atmosphärisch an Antoni
 onis „Blow up“\, was in der Kombination mit Sphären des Politischen und de
 r Öffentlichkeit schlüssig und auf der Höhe der Zeit erscheint\, dem Zusch
 auer und seinen Genre-Erwartungen aber eine forcierte Verunsicherung zumut
 et. Selbst das ohnmächtige Mitansehenmüssen der Ermordung des Protagoniste
 n in klassischen Polit-Thrillern wie „Zeuge einer Verschwörung“ oder „Die 
 Macht und ihr Preis“ hatte immerhin noch das Scheitern einer offenbar tref
 fenden Recherche auf der Habenseite. Der potentiell aufklärerische Impuls 
 blieb letztlich intakt und wurde an die Zuschauer weitergereicht. Bei Hoch
 häusler/Peltzer aber bleibt am Ende nur das Unbehagen des „You ain’t seen 
 nothing yet“\, das noch dadurch verstärkt wird\, dass entscheidende Schach
 züge sich ohnehin in der digitalen Welt vollziehen\, die den Alltag prägt 
 – und im entscheidenden Moment überdies Groys’ Schwäche eklatant vor Augen
  führt. Diesen Protagonisten muss man nicht mehr töten\, um ihn auszuschal
 ten.Es sind solche abgründigen Ungleichzeitigkeiten\, die dem Film seinen 
 perfiden „Impact“ verleihen\, weil „Öffentlichkeit“ hier nur noch als eine
  Simulation erscheint\, die zudem mit hoffnungslos veralteten Medien gesta
 ltet wird. Dazu passt nicht nur der alte Porsche des Reporters\, der direk
 t aus „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ stammen könnte\, oder die fi
 lmgeschichtlichen Reverenzen an Nicolas Roeg und Francis Ford Coppola\, so
 ndern auch das pessimistische Schlusswort des „Beat“-Poeten Lawrence Ferli
 nghetti: „Geschichte wird gemacht aus den Lügen der Sieger. Aber man würde
  es nicht erkennen an den Titeln der Bücher.“Ulrich Kriest\, FILMDIENST 20
 15/12     \n\n\n\n\n https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/402
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
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