BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//https://www.kino-achteinhalb.de///NONSGML kigkonsult.se iCalcreator 2.10.15//
METHOD:PUBLISH
BEGIN:VEVENT
UID:20260807T010246CEST-2140FXTftA@https://www.kino-achteinhalb.de/
DTSTAMP:20260806T230246Z
DESCRIPTION:Eintritt freiReservierung 1 Euro\nItalien/Frankreich/USA/Deutsc
 hland/Katar 2015Kinostart: 15. Oktober 2015111 MinutenFSK: ab 12\; f Produ
 ktion: Jason Michael Berman\, Chris Columbus\, Jon Coplon\, Christoph Dani
 el\, Andrew Kortschak\, John Lesher\, Ryan Lough\, Justin Nappi\, Alain Pe
 yrollaz\, Gwyn Sannia\, Marc Schmidheiny\, Victor Shapiro\, Ryan Zacarias\
 , Alexander Akoka\, Philippe Akoka\, Juliet Berman\, Dan Jawey\, Isabel Si
 skin    Regie: Jonas Carpignano    Buch: Jonas Carpignano    Kamera: Wyatt
  Garfield    Musik: Benh Zeitlin\, Dan Romer    Schnitt: Nico Leunen\, Aff
 onso Gonçalves\, Sanabel Cherqaoui    Darsteller:  Koudous Seihon (Ayiva)\
 , Alassane Sy (Abas)\, Aisha (Aisha)\, Paolo Sciarretta (Lagerwache)\, Ann
 alisa Pagano (Cristina Riso)\, Davide Schipilliti (Rocco)\, Vincenzina Sic
 iliano (Marta)\, Pio Amato (Pio)\, Mimma Papasergio (Mimma)\, Bilal Fall (
 Togo)\, Naciratou Zanre (Zena)\, Fallou Fall (Adam)    Der Filmdienst ist 
 seit Jahren die führende deutsche Kinofilmfachzeitschrift. Da die Kritiken
  des Filmdiensts nicht ohne weiteres zugänglich sind\, drucken wir sie hie
 r ab\, unabhängig ob sie positiv oder negativ ausfallen. Unser Ehrgeiz ist
  es nicht\, Interessierte mit hohlen Versprechungen oder plakativen Etiket
 tierunen wie 'Kunstfilm' oder 'besonderer Film'  ins achteinhalb zu locken
 . Die wenigstens Filme erhalten vom Filmdienst eine positive Kritik. Es is
 t daher durchaus so\, dass Filme\, die dort nicht so positiv 'wegkommen'\,
  ansonsten durchweg positive Kritiken erhalten haben und wir auch einige F
 ilme 'klasse' gefunden haben\, die vom Filmdienst kritisch bewertet worden
  sind. Es ist halt eine Meinung unter mehreren\, aber in der Regel eine fu
 ndierte. Die höchste Auszeichnung ist das Prädikat 'sehenswert'\, die Alte
 rsempfehlung ist eine pädagogische.\nKurzkritik Filmdienst\nIm Januar 2010
  kam es im süditalienischen Rosarno zu gewalttätigen Ausschreitungen zwisc
 hen Einheimischen und afrikanischen Migranten. Der semi-dokumentarische Fi
 lm erzählt eine fiktive Vorgeschichte des Geschehens von der Flucht übers 
 Mittelmeer bis zur Schwarzarbeit auf den italienischen Orangenfeldern\, wo
 bei er eindringlich das perspektiv- und rechtlose Dasein der Flüchtlinge a
 ufzeigt. Das von Laiendarstellern beeindruckend gespielte Drama verzichtet
  auf jegliche Schwarz-weiß-Zeichnungen und findet bei aller Trostlosigkeit
  Raum für Momente von Freundschaft\, Hoffnung und Großzügigkeit. - Sehensw
 ert ab 16.     \nFilmhomepage\,  Programmkino.de\,  Filmgazette\, EPD-Film
 \,  alle Daten zum Film auf Filmportal.de   Pressespiegel  Schulmaterial: 
 Vision Kino\, Kinofenster    \n \n3-minütiger Bericht zu dem Film vom Film
 magazin KinoKino von Bayern III:{youtube}jkscB-mmcS4{/youtube} \n4-minütig
 er Bericht zu dem Film vom 3Sat-Kinomagazin Close up:{youtube}ndQ3J8ODKF4{
 /youtube} \nTrailer:{youtube}l1UJ5ecjM3w{/youtube}\n \nausführliche Kritik
  Filmdienst\nAls er seine Landsleute am Boden liegen sieht\, niedergestrec
 kt von halbstarken Rassisten\, da greift auch Ayiva zum Holzknüppel. Der s
 onst so vernünftige und disziplinierte Asylsuchende aus Burkina Faso schlä
 gt plötzlich Autoscheiben ein\, setzt Barrikaden in Brand\, lässt sich von
  der zerstörerischen Stimmung der Nacht anstecken.Diese Explosion der Gewa
 lt hat es wirklich gegeben: Am 7. Januar 2010 schossen in der süditalienis
 chen Kleinstadt Rosarno Jugendliche\, darunter der Sohn eines N’drangheta-
 Bosses\, mit einem Luftgewehr auf afrikanische Saisonarbeiter\, woraufhin 
 es zu schweren Unruhen zwischen Einheimischen und Migranten kam. Der Italo
 -Amerikaner Jonas Carpignano erzählt nun die Vorgeschichte zu jener nicht 
 nur für Italien\, sondern angesichts einer verfehlten Flüchtlingspolitik f
 ür die ganze EU so beschämenden Nacht.Das Geschehen um Ayiva und seine Fre
 unde Abas und Mades ist fiktiv\, aber deshalb nicht weniger wahr: „Mediter
 ranea“ zeigt mit semi-dokumentarischem Blick die lebensgefährliche Flucht 
 übers Mittelmeer\, die Schwarzarbeit auf den italienischen Orangenfeldern 
 – von ihrem geringen Verdienst müssen die Migranten auch noch ein „Schutzg
 eld“ an die örtliche N’drangheta zahlen – und das Leben in der heruntergek
 ommenen Fabrikruine vor den Toren des Städtchens. Dass die Zustände für Me
 nschen ohne Aussicht auf Asyl so sind\, wie Carpignano sie beschreibt\, we
 iß man längst schon aus den Nachrichten: Elend und schmerzhaft perspektivl
 os.Diese Migranten sind Sklaven und Rechtlose\, das stellt der Film luzide
  heraus\, ohne es verbal formulieren zu müssen. Die Erzählung\, die Bilder
  genügen völlig. Ein grausames Geschäft mit deren Verzweiflung wird dies- 
 wie jenseits des Mittelmeers gemacht: Der skrupellosen N’drangheta in Ital
 ien entsprechen auf afrikanischer Seite brutale Beduinen\, die Ayivas Flüc
 htlingstreck in der algerischen Wüste überfallen. Mit der Handkamera bleib
 t der Regisseur so nahe bei den Protagonisten\, wie man nur sein kann – wa
 s den Überblick und damit den Einstieg ins Geschehen zunächst etwas erschw
 ert\, zumal die Inszenierung zu Beginn präziser sein könnte. Ist diese Hür
 de aber genommen\, erweist sich die Unmittelbarkeit als großer Pluspunkt d
 es Films\, der die Geschehnisse auch für den Zuschauer so beklemmend macht
 . Die Angst und Ohnmacht der völlig der Willkür der Anderen und der Kälte 
 des kapitalistischen Systems ausgelieferten Afrikaner sind förmlich mit Hä
 nden zu greifen – etwa wenn sie von einem passierenden Wagen mehrmals fast
  gerammt werden\, mit voller Absicht\; oder wenn ein fröhliches kleines Fe
 st der Migranten jäh und fast wortlos beendet wird durch das Auftauchen vo
 n zwei örtlichen Halbstarken – stumm verschwinden zwei schwarze Frauen mit
  ihnen im Nebenraum\, um sich dort zu prostituieren: oder wenn einer der M
 igranten bei der Arbeit unter einem Stapel Obstkisten begraben wird: Der P
 adrone befiehlt\, zunächst die Maschinen abzustellen\, bevor man den Versc
 hütteten birgt.Es ist eine trostlose Welt\, und doch gelingt es Carpignano
 \, seinen Film nicht in düsterem Elend versinken zu lassen\, Momente von F
 reundschaft\, Hoffnung\, Großzügigkeit oder schlicht einem pragmatisch-fre
 undlichen Miteinander auf Augenhöhe zu kreieren. Das ist\, neben der Nähe 
 zu seinen von Laien beeindruckend gespielten Protagonisten\, die große Stä
 rke von „Mediterranea“: die differenzierte Darstellung beider Seiten\, die
  aber auch nicht volksschulhaft auszirkuliert daherkommt. So gehören zu de
 n auftretenden Italienern bei weitem nicht nur Freier und Rassisten. Da is
 t etwa der Junge Pio\, der selbstbewusste\, aber auch faire Schwarzmarktge
 schäfte mit den Flüchtlingen betreibt\; der Obstplantagenbesitzer\, der zu
 mindest in der Theorie Empathie für die Nöte des Flüchtlingsdaseins aufbri
 ngt\; seine Familie\, die angesichts des aus den Nachrichten in ihr Städtc
 hen geschwappten Elends den hilflosen Satz „Tun wir so\, als ob nichts wär
 e“ zu ihrem Mantra erhoben hat. Und es gibt sogar wirkliche Hoffnungsträge
 r wie eine engagierte Sozialhelferin sowie die ältere\, von allen „Mama Af
 rica“ genannte Dame\, die die Flüchtlinge mit Essen und Gesang versorgt.Zu
 dem strukturiert der Film ebenso souverän wie beiläufig Schlüsselmomente d
 urch prägnante Musik- und Tanzszenen: Der fröhliche Abend in der Flüchtlin
 gsbaracke\, der über Skype vorgeführte Tanz von Ayivas Tochter in der Heim
 at\, das Fest der Tochter des Padrone\, bei dem Ayiva auf zwei der Anführe
 r des Flüchtlings-Pogroms trifft. Woraus keine Katharsis\, ja\, nicht einm
 al eine Konfrontation erwächst: Ungerechtigkeiten und Widersprüche wie die
 se lässt Carpignano stehen\, werden nicht aufgelöst. Denn dies HIER ist di
 e Realität\, kein Heldenstück.    Katharina Zeckau\, FILMDIENST 2015/21  h
 ttps://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/400-mediterranea.html
DTSTART:20151125T183000Z
DTEND:20151125T203000Z
LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
SUMMARY:Mediterranea
URL:https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/400-mediterranea.html
END:VEVENT
END:VCALENDAR
