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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nSchweiz/Deutschland 2015Kinostart: 21. Mai 2
 01590 MinutenFSK: ab 16\; f\nRegie/Buch: Stina Werenfels      Vorlage: Luk
 as Bärfuss (Bühnenstück 'Die sexuellen Neurosen unserer Eltern')    Kamera
 : Lukas Strebel    Musik: Peter Scherer    Schnitt: Jann Anderegg    \nDar
 steller: Victoria Schulz (Dora)\, Jenny Schily (Kristin)\, Lars Eidinger (
 Peter)\, Urs Jucker (Felix)  \nFilmhomepage\, Wikipedia\, Programmkino.de\
 , Filmgazette\, EPD-Film\, alle Daten zum Film auf Filmportal.de    Presse
 spiegel \n \nKurzkritik Filmdienst\nEine geistig beeinträchtigte junge Fra
 u muss mit ihrem 18. Geburtstag keine regulierenden Medikamente mehr einne
 hmen und erwacht aus einer Art Dämmerzustand\, was nicht nur die Emanzipat
 ion aus ihrem behütenden Elternhaus nach sich zieht\, sondern zuvorderst w
 ilden Sex\, Schwangerschaft und Abtreibung bedeutet. Der nach einem Theate
 rstück inszenierte Film feiert wohltuend unverkrampft die heitere Lebenslu
 st seiner Protagonistin\, die exemplarisch für das Recht auf Sexualität un
 d Selbstbestimmung auch geistig behinderter Menschen steht. Der ungeheuerl
 ich-heftige\, aber auch ungeheuer mutige Film schlägt bisweilen unverhofft
  humorvolle Töne an und konfrontiert mit den fließenden Grenzen der Wahrne
 hmung sowie mit dem Fließen moralischer Grenzen. - Sehenswert ab 16.   \nT
 railer:{youtube}TdpAjb9WPkE{/youtube}\nausführliche Kritik Filmdienst\n\n
 \n\n\n\nDora mag es gern hart. So\, dass sie am nächsten Tag ihre blauen F
 lecken bewundern und kleine Blessuren betasten kann. Es ist dies eine Art 
 Rückversicherung. Eine Bestätigung für das Geschehene\; denn eigentlich ge
 ht ihre Sexualität außer Dora niemanden etwas an. Schließlich feiert Dora 
 zu Beginn ihren 18. Geburtstag. Nach dem Gesetz ist sie volljährig\, mündi
 g und auch autonom. In der Praxis sieht das aber etwas anders aus als auf 
 dem Papier. Denn die ursprünglich einem Theaterstück von Lukas Bärfuss ent
 sprungene Dora ist zwar kein „Mongo“\, wie sie selbst befürchtet\, wohl ab
 er ein bisschen „anders“. Oder\, wie die von Jenny Schily sensibel gespiel
 te Mutter es formuliert: „einfach Dora eben“: eine 18-Jährige\, mit dem Kö
 rper einer jungen Frau und der geistigen Reife eines zehnjährigen Kindes. 
 Man erfährt nur so viel\, dass Doras Eltern ihre Tochter bisher medikament
 ös behandeln ließen. Und dass die Mutter Dora am 18. Geburtstag verspricht
 \, nie mehr Pillen schlucken zu müssen\, womit sich der Vater – meist die 
 Ruhe in Person: Urs Jucker – stillschweigend einverstanden erklärt. Für Do
 ra beginnt damit das (nicht nur sexuelle) Erwachen. Das – clever in subjek
 tiv-verwischten Bildern ihrer selektiven Wahrnehmung eingefangene – Auftau
 chen aus dem medikamentösen Dämmerzustand. Die schrittweise Emanzipation a
 us dem wohlbehüteten Elternhaus\, die vorerst darin besteht\, dass Dora de
 n Weg zum Früchtehändler\, bei dem sie jobbt\, fortan allein geht.Auf der 
 Arbeit lernt sie den in der Umgebung arbeitenden Peter kennen\, dem sie ei
 nes Tages mit einem Granatapfel in der Hand in die Unterführung nachläuft.
  Auch wenn der von Lars Eidinger lackaffig gespielte junge Mann vorerst ni
 cht ganz versteht\, wie es um Dora steht\, gibt er ihr\, wonach sie sucht:
  De facto schaut man\, derweil der Granatapfel verloren unter die Heizung 
 in der öffentlichen Toilette kugelt\, einer Vergewaltigung zu. Die entsetz
 te Mutter schleppt Dora zu Polizei\, Arzt\, Psychiater. Dora aber\, die da
 s Geschehen in traumwandlerischer Ruhe über sich ergehen ließ\, strahlt: „
 Scheidenpimmelchen ist schön!“ Da lässt sich von Gesetzes wegen nicht viel
  machen. Dora und Peter treffen sich weiterhin\, bald schon ist Dora schwa
 nger. Auch wenn da nun von Abhängigkeit und sexueller Ausnutzung geredet w
 erden muss: Der Film von Stina Werenfels tut es nicht. Er feiert viel mehr
  wohltuend unverkrampft die heitere Lebenslust seiner Protagonistin\; wobe
 i sich im Gesicht der von Victoria Schulz durchaus überzeugend gespielten 
 Dora bei einer rasanten Cabriolet-Fahrt\, einem Pogo-Tanz im Wald und beim
  Sex dasselbe ekstatische Entzücken spiegelt.Für den Autor Bärfuss\, der m
 it dem 2003 uraufgeführten Stück „Die sexuellen Neurosen unserer Eltern“ g
 roße Erfolge feierte\, war Dora „ein starkes\, wildes Mädchen\, das an sei
 nen Träumen und seinem Begehren gegen alle Widerstände festhält“. Werenfel
 s hat Doras Geschichte weiter aufgefächert: Sie stellt Doras Erstarken und
  ihre wachsende Lebenslust der zunehmenden Verdrossenheit und Überforderun
 g der Eltern gegenüber. Ihre selbstverständliche Fruchtbarkeit – Dora wird
  nach der ersten Abtreibung sogleich wieder schwanger – der verkrampften S
 exualität der Eltern\, die unbedingt nochmals und diesmal explizit ein „ge
 sundes“ Kind zu zeugen versuchen.„Dora oder Die sexuellen Neurosen unserer
  Eltern“ ist in mehrfacher Hinsicht ein ungeheuerlicher und heftiger\, abe
 r auch ungeheuer mutiger\, dazu bisweilen unverhofft humor- und letztlich 
 auch liebevoller Film. Einer\, der immer mal wieder – den unschuldigen Bli
 ck seiner Protagonistin einnehmend – unverbrämt thematisiert\, was die Ges
 ellschaft gern tabuisiert: das Recht auf Sexualität und Selbstbestimmung g
 eistig Behinderter. Die erschöpfende Gratwanderung\, die dies für Angehöri
 ge bedeutet. Aber auch - und damit fordert Werenfels das Publikum am stärk
 sten - die fließenden Grenzen der Wahrnehmung\, die zugleich das Fließen d
 er Grenzen der Moral bedeuten. Kein bequemer\, aber ein garantiert stark n
 achbebender Film.Irene Genhart\, FILMDIENST 2015/10      \n\n\n\n\n https:
 //www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/393-dora-oder-die-sexuellen-ne
 urosen-unserer-eltern.html
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
SUMMARY:Dora oder die sexuellen Neurosen unserer Eltern
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