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DESCRIPTION:Frohes Schaffen - ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral Regie: 
 Konstantin Faigle\, D 2012\, 102 Min.Filmwebseite\n Für einige Menschen is
 t sie die Geißel der Menschheit\, für andere die Religion des Alltags: die
  Arbeit. Regisseur Konstantin Faigle hinterfragt in dieser Dokumentation a
 uf humorvolle Weise den Sinn der Arbeit und vermischt Experteninterviews m
 it komödiantischen Spielfilmszenen - ein satirischer Ansatz zur Senkung de
 r Arbeitsmoral und eine Karikatur der Arbeit selbst. Denn was würde passie
 ren\, wenn niemand mehr arbeiten gehen würde? Würde das 'System' kollabier
 en oder würde das große Chaos ausbleiben? Es ist eine Utopie: Eine Welt oh
 ne Arbeit. Denn wie würde das Geld verdient werden? Gäbe es überhaupt noch
  Geld oder würde man einfach Waren tauschen und eintauschen\, um bestimme 
 Sachen zu erwerben? Und was würden die Menschen fortan machen\, würden sie
  die Arbeit am Ende doch vermissen oder wären sie glücklicher ohne Arbeit?
 \n \nFILMDIENST:Frohes SchaffenDeutschland 2012Dokumentarfilm102 MinutenKi
 nostart: 2. Mai 2013Produktion: Erik Winker\, Andreas Brauer\, Martin Roel
 ly\, Konstantin Faigle    Regie: Konstantin Faigle    Buch: Konstantin Fai
 gle    Kamera: Steph Ketelhut    Musik: Theo Pauss    Schnitt: Andreas Men
 n    Darsteller: Helene Grass\, Hubertus Hartmann (Werner Kraft)\, Roland 
 Jankowsky (Herbert Stollberg-Naue)\, Heinz W. Krückeberg (Rentner)\, Joche
 n Picht\, Nina Proll (Sabine M.)\, Stefan Lampadius (Kollege Müller)\, Kon
 stantin Faigle (Konstantin Faigle)    Kurzkritik:Die Doku-Fiktion (Unterti
 tel: 'Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral') kritisiert Arbeit als westli
 ch-kapitalistische Ersatzreligion und proklamiert den Müßiggang. Die tiefg
 ründige dokumentarische Analyse\, die sich primär auf Gespräche und Interv
 iews stützt\, wird durch fiktionale Sequenzen ergänzt. Trotz deren eher si
 mpler Machart entwickelt sich daraus eine abwechslungsreiche und inspirier
 ende\, aber auch streitbare Auseinandersetzung mit der modernen Arbeitsges
 ellschaft. - Ab 14.    \nausführliche Kritik:Einen „Film zur Senkung der A
 rbeitsmoral“ nennt Filmemacher Konstantin Faigle seine Doku-Fiktion im Unt
 ertitel. Das klingt lustig\, provokant\, auch ein bisschen oberflächlich u
 nd führt damit gleich dreimal in die Irre. „Frohes Schaffen“ ist nichts vo
 n alledem. Natürlich steckt in der Ausgangsthese\, dass Arbeit in der west
 lichen Gesellschaft überbewertet werde und sich zum Selbstzweck entwickelt
  habe\, ein provokativer Kern. Selten aber führt das im Rahmen des Films z
 u tagesaktuellen politischen Forderungen wie etwa derjenigen nach einem be
 dingungslosen Grundeinkommen für alle\; solche vertritt eine Gruppe Demons
 tranten in der Stuttgarter Fußgängerzone\, wofür sie von den Passanten mei
 st nur milde belächelt wird. „Frohes Schaffen“ schließt sich dieser Forder
 ung lediglich indirekt an. Der Film denkt sie nicht weiter\, konkretisiert
  sie nicht\, verleiht ihr aber ein philosophisches Fundament.\n\nFaigle re
 det mit namhaften Wissenschaftlern\, Sozialhistorikern\, Volkswirten\, Phi
 losophen\, Soziologen\, Psychologen und selbsternannten Lebenskünstlern. M
 it Benjamin Hunnicutt\, Jeremy Rifkin\, Michael Schmidt-Salomon\, Marianne
  Gronemeyer\, Susan Blackmore und Tom Hodgkinson zum Beispiel. Es ist die 
 sozialhistorische Entwicklung der Arbeit\, die er mit ihnen bespricht\, ih
 r Stellenwert als Ersatzreligion in den heutigen westlichen Gesellschaften
 . Er unterhält sich über „Meme“\, soziale Ideen und Verhaltensmuster\, die
  von Generation zu Generation weitervererbt werden. Es sind fundierte\, un
 aufgeregte Gespräche\, die Faigle führt. Visuell bleibt deren Aufarbeitung
  fernsehbanal. Die Kamera steht\, die Interviewpartner sitzen\; in der Hal
 btotalen sieht man sie hinterm Schreibtisch\, im Garten\, im Museum\, auf 
 einer Wiese. Dennoch ist es hochspannend\, ihnen zuzuhören\, wie sie mit i
 hren Überlegungen nichts weniger als die Grundlagen des Kapitalismus in Fr
 age stellen. Damit sind sie im dokumentarischen Kino derzeit bei weitem ni
 cht allein. Die geisteswissenschaftliche Perspektive\, auf die „Frohes Sch
 affen“ das Hauptaugenmerk legt\, fügt den vielfältigen kapitalismuskritisc
 hen Produktionen jedoch einen eigenen Aspekt hinzu. Denn ungeachtet seines
  agitatorischen Untertitels liefe der Film Gefahr\, zur vagen Bestandsaufn
 ahme zu versanden. Faigle stellt deshalb in kurzen Zwischensequenzen den a
 ktuellen Bezug wieder her. Er zeigt Archivbilder vom Polit-Talk im Fernseh
 en\, bei dem immer wieder die Schaffung von Arbeitsplätzen als zentrale po
 litische Zielvorgabe definiert wird. Er begleitet Langzeitarbeitslose bei 
 einer Beschäftigungsmaßnahme in einem Hamburger Übungseinkaufscenter\, in 
 dem mit Spielgeld bezahlt wird\, oder lässt ehemalige „Kumpel“ ein Loblied
  auf die Arbeit unter Tage anstimmen. Und er sammelt Impressionen des Zerf
 alls im geschlossenen Nokia-Werk in Bochum.Dazwischen montiert Faigle imme
 r wieder kleine Spielfilmszenen aus dem Lebensalltag eines erschöpften Ing
 enieurs\, einer freien Producerin ohne Aufträge\, eines Versicherungsanges
 tellten\, der vom Häuschen auf dem Land träumt\, oder eines Rentners\, der
  ohne Arbeit nichts mehr mit sich anzufangen weiß. Erlöst werden sie alle 
 durch den seligen Müßiggänger Jochen Picht\, der in „Frohes Schaffen“ sich
  selbst spielt und den Faigle bereits für die Dokumentation „Glückliche Ni
 chtstuer“ porträtiert hat. Die Bilder\, die der Film fürs glückliche Nicht
 stun findet\, sind allerdings ziemlich kläglich. Mal knattert Picht freude
 strahlend auf dem Mofa durch die Straßen\, dann schlürft er genüßlich am K
 affee wie in einem kitschigen Werbespot. Die Befreiungsdramaturgie dieser 
 Szenen erinnert mit ihrer naiven Utopie zudem an eine zweitklassige Märche
 nverfilmung. Trotzdem tun diese Inszenierungen dem Film gut\, weil sie rhy
 thmische Kontrapunkte kreieren und so ihren Beitrag dazu leisten\, dass „F
 rohes Schaffen“ unterm Strich nicht nur zum Weiterdenken anregt\, sondern 
 auch noch ziemlich unterhaltsam ist.  Stefan Volk\, FILMDIENST 2013/9\n ht
 tps://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/382-frohes-schaffen-ein-fi
 lm-zur-senkung-der-arbeitsmoral.html
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
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