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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nGroßbritannien 2015Kinostart: 4. Juni 201510
 9 MinutenFSK: ab 6\; f  Regie: Simon Curtis     Buch: Alexi Kaye Campbell 
    Kamera: Ross Emery    Musik: Martin Phipps\, Hans Zimmer    Schnitt: Pe
 ter Lambert  \nDarsteller: Helen Mirren (Maria Altmann)\, Ryan Reynolds (R
 andol Schoenberg)\, Daniel Brühl (Hubertus Czernin)\, Katie Holmes (Pam)\,
  Tatiana Maslany (junge Maria Altmann)\, Max Irons (Fritz)\, Charles Dance
  (Sherman)\, Antje Traue (Adele Bloch-Bauer)\, Elizabeth McGovern (Florenc
 e-Marie Cooper)\, Frances Fisher (Barbara Schoenberg)\, Moritz Bleibtreu (
 Gustav Klimt)\, Tom Schilling (Heinrich)\, Allan Corduner (Gustav Bloch-Ba
 uer)\, Henry Goodman (Ferdinand Bloch-Bauer)\, Nina Kunzendorf (Therese Bl
 och-Bauer)\, Justus von Dohnányi (Dreimann)\nFilmhomepage\, Wikipedia\, Pr
 ogrammkino.de  Pressespiegel  \nKurzkritik Filmdienst\nEine als junge Frau
  vor den Nazis aus Wien in die USA geflüchtete Jüdin macht mit Hilfe eines
  jungen Anwalts vor dem Obersten Gerichtshof ihre Ansprüche auf ein wertvo
 lles Gustav-Klimt-Gemälde geltend. Die sachkundige Haltung des Films und d
 ie Kritik an den reparationsunwilligen österreichischen Behörden werden zw
 ar gelegentlich durch sentimentalisierte Rückblenden in die Zeit der Juden
 verfolgung verwässert\; jedoch geht das Thema der Zwangsenteignung jüdisch
 en Eigentums nie verloren und bleibt dank glaubhafter Darsteller Zentrum d
 es Films. - Ab 14. \nTrailer:{youtube}0FIpu172U_A{/youtube}\nvierminütige 
 Filmbesprechung in ZDF 'Neu im Kino': {youtube}USanNjpmL_o{/youtube}\nausf
 ührliche Kritik Filmdienst\n\n\n\n\n\nAm Anfang steht ein Gemälde\, das Po
 rträt von Adele Bloch-Bauer\, eines der bekanntesten Bilder des Wiener Mal
 ers Gustav Klimt. Als „Frau in Gold“ hat es Kunst- und Weltgeschichte gema
 cht. Nicht in Wien\, sondern in der „Neuen Galerie“ in New York ist es heu
 te zu besichtigen. Den langen\, dornigen Weg\, wie es dahin gekommen ist\,
  erzählt dieser Film. Der Kampf um die Rückkehr der „Frau in Gold“ zu ihre
 n wirklichen Eigentümern ist ein besonders anschaulicher Einzelfall der Zw
 angsenteignung von Kunstwerken durch die Nationalsozialisten\, wie Tausend
 e von Juden sie während der 1930er- und 1940er-Jahre über sich ergehen las
 sen mussten. Während George Clooneys Film „Monuments Men“ die letzte Phase
  des Kunstraubs kurz vor Kriegsende und die Bewahrung der Meisterwerke vor
  der Zerstörung durch die Verlierer des Krieges beschreibt\, widmet sich S
 imon Curtis in diesem Film den langjährigen\, oft bis in unsere Tage fortw
 irkenden Bemühungen der rechtmäßigen Eigentümer und ihrer Erben\, Kunstgeg
 enstände aus dem Zugriff staatlicher Institutionen und privater Händler zu
  befreien. Die Entdeckung von zahllosen enteigneten Kunstwerken aus ehemal
 s jüdischem Besitz in der Wohnung des Münchener Kunsthändlers Cornelius Gu
 rlitt hat gerade in jüngster Zeit die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit fü
 r das in Deutschland und Österreich immer noch prekäre Thema wieder geweck
 t.„Die Frau in Gold“\, die Geschichte des in Wiener Museums- und Großbürge
 rkreisen hartnäckig als „unsere Mona Lisa“ beschriebenen Porträts\, das ei
 gentlich „Adele Bloch-Bauer I“ heißt\, greift einen besonders exemplarisch
 en Fall heraus\, der – wie sich herausstellt – wegen seiner vielen Winkelz
 üge hervorragend zur Illustration des Themas geeignet ist. Maria Altmann\,
  die vor mehr als einem halben Jahrhundert ihre Heimatstadt Wien zum Schut
 z vor den Schergen Adolf Hitlers verlassen musste und seitdem in Los Angel
 es lebt\, erfährt in den späten 1990er-Jahren nach dem Tod ihrer Schwester
  vom Schicksal jenes Porträts ihrer Tante Adele\, zu dessen Füßen sie als 
 Kind gespielt hat. Sie wendet sich an Randy Schönberg\, den Enkel des Komp
 onisten Arnold Schönberg. Randy hat sich als bisher ziemlich erfolgloser R
 echtsanwalt soeben in einer anerkannten Sozietät etablieren können und ist
  keineswegs begierig\, sich mit österreichischen Autoritäten herumzuschlag
 en\, um Marias Ansprüche durchzusetzen – bis er feststellt\, dass er hier 
 den Schlüssel zu einer Karriere in der Hand hält: Die „Frau in Gold“ ist i
 nzwischen mindestens 100 Mio. Dollar wert. Die beiden besteigen ein Flugze
 ug und beginnen in Marias alter Heimat den Kampf mit einer reparations- un
 d kompromissunwilligen Behörde\, die sich zwar das Mäntelchen der Wiedergu
 tmachung des an Juden begangenen Unrechts umhängt\, in Wirklichkeit aber n
 ur an der Fortsetzung des Status quo interessiert ist. Eine Chance\, den a
 ussichtslosen Streit doch noch zu gewinnen\, bekommen sie erst\, als sie d
 ie Ansprüche nicht in Wien\, sondern in den USA geltend machen können\, wo
  die Auseinandersetzung bis vor den Obersten Gerichtshof führt.Der englisc
 he Bühnenregisseur Simon Curtis wurde einem größeren Kinopublikum zum erst
 en Mal bekannt mit seinem Film „My Week With Marilyn“  in dem er in kunstv
 oller Verflechtung von Vergangenheit und Gegenwart die Psyche von Marilyn 
 Monroe zu durchleuchten versuchte. Auch „Die Frau in Gold“ hat er ähnlich 
 angelegt. Er verknüpft in Rückblenden Szenen aus dem Leben der jungen Mari
 a Altmann mit der Haupthandlung\, der langwierigen Auseinandersetzung um d
 ie Eigentumsrechte an dem wertvollen Klimt-Gemälde. Amerikanische Kritiker
  haben ihm ein Zuviel an Sentimentalität vorgeworfen\, was vor allem auf e
 inige Rückblenden und den überakzentuierten Schluss durchaus zutrifft. Doc
 h zum Vorteil des Films wirkt sich aus\, dass Curtis trotz seiner unverken
 nbaren Neigung\, ein Stück barbarischer Zeitgeschichte auf publikumsfreund
 liche Weise zu erzählen\, stets genau weiß\, wo die Grenzen der Kommerzial
 isierung liegen. „Die Frau in Gold“ mag streckenweise ein bisschen zu emot
 ional ausgefallen sein\, aber der Film verstößt nirgends gegen den guten G
 eschmack und gegen die Ernsthaftigkeit\, die das Thema verlangt. Curtis sc
 hielte offenkundig in zwei Richtungen: eine Prise „Downton Abbey“ und gele
 gentliche Anklänge an die Filme Frank Capras – Konzessionen an seine Auftr
 aggeber oder nicht\, das Publikum frisst sie ihm aus der Hand. Übrig bleib
 en immer noch genug sachkundige Reflexionen und distanzierender Humor\, um
  die Handlung nicht in einem Tränenbad untergehen zu lassen. Was auch imme
 r die zentrale Story gelegentlich aus dem Gleichgewicht zu bringen droht\,
  wird durch die Darsteller aufgefangen. Helen Mirren beherrscht die Hauptr
 olle souverän\, wie man es von ihr gewohnt ist\, und Ryan Reynolds als une
 rfahrener\, mit fortschreitender Handlung immer idealistischer denkender A
 nwalt gibt sich hinter seinen altmodischen Brillengläsern jede erdenkliche
  Mühe\, im Publikum die Erinnerung an James Stewart wachzurufen.  Franz Ev
 erschor\, FILMDIENST 2015/11    \n\n\n\n\n https://www.kino-achteinhalb.de
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