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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nDeutschland/Kanada/Frankreich/Schweden/Norwe
 gen  2014Kinostart: 2. April 2015118 MinutenFSK: ab 6\; fFBW: besonders we
 rtvoll   \nRegie: Wim Wenders    Buch: Bjørn Olaf Johannessen    Kamera: B
 enoît Debie    Musik: Alexandre Desplat    Schnitt: Toni Froschhammer    D
 arsteller: James Franco (Tomas Eldan)\, Charlotte Gainsbourg (Kate)\, Rach
 el McAdams (Sara)\, Marie-Josée Croze (Ann)\, Peter Stormare (Verleger)\, 
 Patrick Bauchau (Dad)\, Julia Sarah Stone (Mina)\, Robert Naylor (Christop
 her)\, Lilah Fitzgerald (junge Mina)\, Céline Bonnier (Polizistin)  WIKIPE
 DIA\, Programmkino.de\,  EPD\, Spiegel\, critic.de\, artechock\, alle Date
 n zum Film auf Filmportal.de                                \nKurzkritik F
 ilmdienstEin Schriftsteller in Quebec fällt in eine tiefe seelische Krise\
 , als ihm auf verschneiter Straße ein Kinderschlitten vors Auto fährt und 
 ein Junge ums Leben kommt. Seine Beziehung zerbricht\, er flüchtet sich in
 s Schreiben und zu einer anderen Frau\, wird aber mit den quälenden Fragen
  nach seiner Verantwortung konfrontiert\, als sein Buch ein Bestseller wir
 d. Meisterhaft inszeniertes kontemplatives Drama\, das mit vielen Auslassu
 ngen\, Brüchen und Ellipsen von einer seelischen Heilung erzählt. Subtil s
 pielt der Film mit der Künstlichkeit seiner Bilder\, verfügt aber dank her
 ausragender Darsteller ebenso über intensive kammerspielartige Momente. Se
 henswert ab 14.\nTrailer:{youtube}VWBc1751Je4{/youtube}\nausführliche Krit
 ik FilmdienstDie Anfangsszene macht Wim Wenders keiner nach: Eine verschne
 ite Landstraße\, ein Kinderschlitten\, der Tomas\, gespielt von James Fran
 co\, vors Auto flitzt. Vollbremsung. Ist dem Jungen\, der starr auf dem Sc
 hlitten vor dem Kühler hockt\, etwas passiert? Nein. Erleichtert bringt de
 r Fahrer das schweigende Kind Huckepack zum Haus\, das weithin sichtbar am
  Hang liegt. Er klingelt\, die Mutter erblickt ihren Sohn Christopher\, er
 schrickt\, begreift\, rennt hangabwärts zum Wagen. Was Tomas nicht ahnen k
 onnte: Unter dem Auto liegt ihr anderer Sohn! Wenders zeigt das tote Kind 
 nicht. Was nicht nur eine pietätvolle Geste\, sondern eine kluge Auslassun
 g ist. Als Leerstelle brennt sich der Verlust besonders tief ins Gedächtni
 s der Zuschauer.\n\n\n\nWim Wenders hat in den letzten Jahren interessante
  Dokumentarfilme geschaffen\, doch im Spielfilmbereich ist ihm seit zwei J
 ahrzehnten nichts Herausragendes mehr gelungen. Vielleicht lag das auch an
  den Drehbüchern. Bjørn Olaf Johanessen hat ihm für „Everything Will Be Fi
 ne“ jetzt eine ebenso lockere wie stringente Originalvorlage konstruiert\,
  an der Wenders sein offenbar ungebrochenes Talent für filmisches Erzählen
  endlich wieder beweisen kann.Der Film handelt von den zwölf Jahren nach d
 em Unfall. Der Tod des Kindes\, an dem niemand wirklich Schuld trägt\, rei
 ßt Tomas in eine Krise. Sein Schreibtalent rettet ihn – und macht ihn zum 
 gefeierten Schriftsteller. Romane schreiben als Therapie? Oder figuriert d
 ie Kunst hier als vermeintlich richtiges Leben\, das es nach Adorno im fal
 schen nicht geben kann?Um Tomas herum gruppiert Wenders drei autarke Fraue
 nfiguren: Kate\, die Mutter des Toten\, Tomas’ erste Freundin Sara und Ann
 \, seine spätere Ehefrau. Die Brüche der Erzählkonventionen werden durch d
 ie Besetzung verstärkt: Man begreift nicht\, wie Tomas die reizende Sara (
 Rachel McAdams) verlassen kann. Erwartungen\, der Held könnte sich der all
 einerziehenden Kate (Charlotte Gainsbourg) zuwenden\, werden durchkreuzt. 
 Ebensowenig steht Ann (Marie Josée Croze) für das Hollywood-Klischee der e
 rlösenden Kraft der Liebe\, auch wenn diese Beziehung am Ende Bestand hat.
  Weil ihm die Gratwanderung zwischen Offenherzigkeit und melancholischer V
 erschlossenheit so spielend gelingt\, ist James Franco als Tomas ideal bes
 etzt – in einem Film\, der von seelischer Heilung äußerst subtil\, mit vie
 len Auslassungen\, Diskontinuitäten und Ellipsen erzählt. Am Ende ist es d
 er 17-jährige Christopher\, Kates adoleszenter Sohn\, der Tomas’ offene Wu
 nde schließen hilft.Wie häufig bei Wenders rankt sich die Geschichte um da
 s Thema mangelnder Verantwortung. Einerseits fühlt sich Tomas Kate und ihr
 em überlebenden Sohn verpflichtet\, andererseits verhindert er nicht\, das
 s der Kontakt nach einiger Zeit abbricht. Tomas scheint seine Schuldigkeit
  getan zu haben\, aber – und hier deutet sich ein Künstlerdrama an – dem S
 chriftsteller bleibt die Verantwortung für die Menschen\, die seinen Roman
 figuren zu Grunde liegen.„Every Thing Will Be Fine“ ist der erste kontempl
 ative Spielfilm in 3D. Wenders und sein Kameramann Benoît Debie wissen um 
 die hyperrealistische Tendenz der Stereoskopie. In vielen Szenen verstärkt
  die Kamera die Künstlichkeit der Bilder\, und in der Postproduktion wurde
  zudem die Farbsättigung verstärkt. Mitunter wird man an Douglas Sirks Fil
 me aus den 1950er-Jahren erinnert\, in denen sich die Buntheit mit dem Zer
 fall persönlicher Beziehungen steigert. In den sich jahreszeitlich wandeln
 den Landschaften und urbanen Settings der kanadischen Provinz Quebec wirke
 n Wenders’ Figuren visuell mitunter ziemlich verloren. In Innenszenen geli
 ngen dem Regisseur\, auch dank der Darsteller\, kammerspielhafte Momente. 
 Wenders ist mit „Every Thing Will Be Fine“ nicht nur sein stärkster Spielf
 ilm nach „Der Himmel über Berlin“ gelungen. Er dürfte dank der raffinierte
 n Nutzung von 3D endlich auch wieder Filmgeschichte schreiben.  Jens Hinri
 chsen\, FILMDIENST 2015/7     \n\n\n https://www.kino-achteinhalb.de/home/
 archiv/event/354-every-thing-will-be-fine.html
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
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