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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nDeutschland 2014Kinostart: 9. April 2015114 
 MinutenFSK: ab 12\; fFBW: Prädikat besonders wertvoll   Produktion: Boris 
 Ausserer\, Oliver Schündler\, Fred Breinersdorfer\, Philipp Hoepp\, Manfre
 d Hattendorf\, Michael Schmidl\, Christine Strobl    Regie: Oliver Hirschb
 iegel    Buch: Léonie-Claire Breinersdorfer\, Fred Breinersdorfer    Kamer
 a: Judith Kaufmann    Musik: David Holmes    Schnitt:  Alexander Dittner  
   Darsteller: Christian Friedel (Georg Elser)\, Katharina Schüttler (Elsa)
 \, Burghart Klaußner (Arthur Nebe)\, Johann von Bülow (Heinrich Müller)\, 
 Felix Eitner (Hans Eberle)\, David Zimmerschied (Josef Schurr)\, Rüdiger K
 link (Erich)\, Simon Licht (SS-Obergruppenführer)\, Cornelia Köndgen (Mari
 a Elser)\, Martin Maria Abram (Ludwig Elser)\, Michael Kranz (Franz Xaver 
 Lechner)\, Gerti Drassl (Lore)\nFilmhomepage\, WIKIPEDIA\,  Programmkino.d
 e\,  Filmgazette\, alle Daten zum Film auf Filmportal.de                  
             Pressespiegel \nSchulmaterial: Vision Kino\,  Kinofenster\, Fi
 lmseite  fluter\, bpb Spiegel: Es fehlten nur dreizehn Minuten \nKurzkriti
 k Filmdienst\nNach seinem missglückten Attentat auf Adolf Hitler am 8.11.1
 939 im Münchner Bürgerbräukeller wird der junge Georg Elser an der Schweiz
 er Grenze verhaftet\, von der Gestapo gefoltert\, um etwaige Mittäter prei
 szugeben\, und schließlich ins KZ Dachau eingeliefert. Das detailreich rec
 herchierte\, brillant gespielte Drama blendet immer wieder in die Lebensge
 schichte des sinnes- und lebensfrohen\, dann immer stärker zweifelnden Han
 dwerkers von der Schwäbischen Alb zurück\, der durch seine Tat den begonne
 nen Weltkrieg beenden will. In die exemplarische Biografie des Widerstands
 kämpfers fließen eindrucksvoll Fragen nach der Verantwortlichkeit des Einz
 elnen gegenüber politischem Unrecht\, aber auch nach Schuld und der Bedeut
 ung des Glaubens ein. - Sehenswert ab 14\nTrailer:{youtube}MsFYE23oCNU{/yo
 utube}\n \n \nausführliche Kritik Filmdienst\n\n\n\nDie Nacht zum 8. Novem
 ber 1939. Schwer atmend stellt Georg Elser den Zeitzünder. Tags darauf exp
 lodiert die Bombe unter dem Rednerpult im Münchner Bürgerbräukeller. Auf d
 ie Sekunde genau und doch 13 Minuten zu spät. Adolf Hitler verließ den Ver
 sammlungsort vorzeitig. Die Rechnung des 36-jährigen Schreiners Elser ging
  nicht auf\, nach dem Überfall auf Polen den Krieg zu verhindern.Im Gegens
 atz zu seinem Führerbunker-Drama „Der Untergang“ widmet sich Oliver Hirsch
 biegel in „Elser“ der anderen Seite Nazi-Deutschlands: der des Widerstands
 . Er zeigt Elsers Verhaftung\, brutale Verhöre und bedrückende Folterszene
 n. Elser ist Einzeltäter. Doch im Berliner Reichssicherheitshauptamt wird 
 mit allen Mitteln versucht\, eine Verschwörung hinter dem Delinquenten auf
 zudecken – und zur Not auch zu konstruieren. Das viertägige Verhör Elsers 
 durch die Gestapo in Berlin ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. W
 ie bei Marc Rothemunds ähnlich strukturiertem Spielfilm „Sophie Scholl – D
 ie letzten Tage“ heißt der Drehbuchautor Fred Breinersdorfer. Man spürt\, 
 wie genau der Autor auch hier Gestapo-Alltag und Schreckensroutine recherc
 hiert hat. Im Verhörraum wird Elser an einen Bettrost gefesselt. Bevor sie
  ihn foltern lassen\, schieben Gestapo-Leiter Heinrich Müller und der Chef
  des Reichskriminalamts Arthur Nebe eine Emaille-Schüssel unters Bett. Sie
  wissen\, dass die gequälten Häftlinge sich erbrechen. Ein besonders eindr
 ingliches Bild: Die Protokollführerin hat den Raum verlassen\, Elsers Schr
 eie dringen bis auf den Gang\, wo die Frau ohne ein Zeichen innerer Regung
  ein Buch liest. Die Kamera fährt langsam auf sie zu. Was empfindet diese 
 Frau? Wie stumpf macht Mitläufertum?Auf der Täterseite zeigen Breinersdorf
 er und Hirschbiegel vielschichtige Charaktere statt Klischee-Nazis. Johann
  von Bülow spielt Müller als cholerischen Sadisten\, der Opportunist Nebe 
 (Burghart Klaußner) wirkt eine Spur menschlicher\, vielleicht steckt bei i
 hm auch nur Kalkül dahinter. Nebe bringt Elsers Geliebte Elsa Stephan zum 
 Verhör: „Erklären Sie mal Ihrem Mädchen\, warum Sie das getan haben!“\, he
 rrscht ihn Nebe an. Sein Plan geht auf. Elser gesteht\, um Schaden von Els
 a abzuwenden. Nebe glaubt Elser\, dass er das Attentat allein geplant hat.
  Aber warum? Elser: „Ich war ein freier Mensch. Wenn der Mensch nicht frei
  ist\, stirbt alles.“Immer wieder blendet Hirschbiegel zurück in Elsers Ve
 rgangenheit auf der Schwäbischen Alb: so genannte einfache Verhältnisse\, 
 Sorgen um die Eltern\, der Alkoholismus des Vaters\, aber auch das Sommerb
 ad im Bodensee\, Elser als Womanizer\, als geschickter Tangotänzer und Gel
 egenheitsmusikant. Bis die Zeit der Repression anbricht\, der Antisemitism
 us grassiert und die lokalen Kommunisten\, von Elser halbherzig unterstütz
 t\, den Kampf gegen die Nazis aufnehmen.Nach Klaus Maria Brandauer\, der E
 lser mit seinem Regiedebüt „Georg Elser – Einer aus Deutschland“ ein filmi
 sches Denkmal setzte und auch die Hauptrolle spielte\, verkörpert nun Chri
 stian Friedel die Titelfigur. Brandauer spielte Elser sehr minimalistisch\
 , als wortkargen Asketen. Friedel wirkt diesseitiger\, in retrospektiven M
 omenten auch lebenslustiger. Der Hauptdarsteller lässt Bedrückung und Tode
 sangst quasi als Negativ einer brennenden Liebe zum Leben erscheinen. Dami
 t erfüllt er kongenial die Konzeption der Rückblenden als „Heimatfilm“\, w
 eil hier einer begreift\, dass die geliebte Heimat vom Staatsterror zerstö
 rt wird. Das fängt mit den Braunhemden an\, die sich im Wirtshaus breit ma
 chen\, und gipfelt in einer Szene auf dem Marktplatz der schwäbischen Geme
 inde Königsbronn: Eine junge Frau sitzt dort\, mit einem Schild um den Hal
 s: „Ich bin am Ort das größte Schwein und lass mich nur mit Juden ein“. Um
  sie herum die feixende Menge. Auch die Episoden um Elsers engsten\, von d
 en Nazis in ein Konzentrationslager verschleppten Freund Josef Schurr füge
 n sich ins Bild einer zerfallenden Welt. Der Film macht den Mut eines an d
 en Verhältnissen Verzweifelnden begreiflich\, der sich aufmacht\, seinen „
 persönlichen Feind“ (als den Elser Hitler wirklich betrachtete) in die Luf
 t zu sprengen.Das hätte genügt\, um die trotzige Zielstrebigkeit der Haupt
 figur zu motivieren. Dass Elser den Nationalsozialismus hier aber auch int
 ellektuell bis ins Kleinste zu durchdringen scheint\, wirkt dann doch etwa
 s übertrieben. Breinersdorfer erfindet am Rand des Verhörs einen Kniefall 
 des Attentäters\, den die Protokollantin heimlich den Angehörigen unschuld
 iger Attentatsopfer überbringt. Widersprüche\, kleine Flecke auf der Helde
 nmontur kann man stehen lassen. Der NS-Wahn wird dadurch ja nicht humaner.
 Neben Friedel begeistert Burghart Klaußner als Kripo-Chef Nebe. Seine Figu
 r sorgt für eine authentische Klammer zwischen Elsers Widerstand und dem A
 ttentat vom 20. Juli 1944. Nach einem Zeitsprung wird die Hinrichtung von 
 Nebe\, der Stauffenberg unterstützt haben soll\, im März 1945 in Berlin-Pl
 ötzensee gezeigt. Eine vielsagende Volte: Nebes explizit-qualvoller Tod du
 rch Erhängen tritt an die Stelle der Erschießung Elsers einen Monat später
  in Dachau\, die Hirschbiegel pietätvoll weg lässt. Offenbar hat der Regis
 seur aus den negativen Kommentaren zum „Untergang“ Konsequenzen gezogen. S
 o hatte beispielsweise Wim Wenders Hirschbiegel vorgeworfen\, trotz deutli
 chster Gewaltdarstellungen um den Führerbunker herum ausgerechnet Hitlers 
 Selbstmord ausgeklammert zu haben: „Warum zeigt man nicht\, dass das Schwe
 in endlich tot ist?“. Indem Nebes „Wandlung“\, so sie denn eine war\, kaum
  mehr als eine Chiffre bleibt\, verweist das Kino auf seine Grenzen: Wer m
 ehr über Elser oder den Widerstand im Nationalsozialismus erfahren will\, 
 muss Bücher darüber lesen. Jens Hinrichsen\, FILMDIENST 2015/7     \n\n\n 
 https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/352-elser-–-er-hätte-die
 -welt-verändert.html
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
SUMMARY:Elser – Er hätte die Welt verändert
URL:https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/352-elser-–-er-hätte-
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