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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nFrankreich\, 2014Kinostart: 26. Februar 2015
 113 MinutenFSK:  ab 12\; fRegie/Drehbuch: Céline Sciamma    Kamera: Cryste
 l Fournier    Musik: Jean-Baptise de Laubier    Schnitt: Julien Lacheray  
   Darsteller: Karidja Touré (Marieme / Vic)\, Assa Sylla (Lady)\, Lindsay 
 Karamoh (Adiatou)\, Marietou Touré (Fily)\, Idrissa Diabate (Ismaël)\, Sim
 ina Soumare (Bébé)\, Cyril Mendy (Djibril)\, Djibril Gueye (Abou) \nFilmho
 mepage\,  Filmgazette\,  Programmkino.de\,  EPD-Film   Pressespiegel   Pre
 sse: Süddeutsche Zeitung: Frauen\, seid stark und männlich   Der Spiegel: 
 Vogelfrei in der Vorstadt Die Zeit: Mädchen\, hart und strahlend wie Diama
 nten  Die taz: Wir müssen furchtlos sein Die Frankfurter Rundschau: Der Bl
 ing-Ring der Banlieue FAZ: Wovon wir träumen\, entscheiden wir!  Der Stand
 ard: Mädchen\, die strahlen können wie ein Diamant  \n                    
                                    Schulmaterial: Vision Kino\,  Kinofenst
 er         \nTrailer:{youtube}AjmgDUPAWCc{/youtube}\n \n \nARD/WDR Kinozei
 t Filmtipp:{youtube}C6lAeSXd32I{/youtube}\n \n                            
           \nKurzkritik Filmdienst\nEine 16-Jähige aus einer Pariser Banlie
 u schließt sich einer dreiköpfigen Mädchengang an\, deren Mitglieder alle 
 wie sie dunkelhäutig sind. Befeuert von ihren neuen Freundinnen\, beginnt 
 sie immer häufiger die Schule zu schwänzen und aktiv am kriminellen Treibe
 n der Clique teilzunehmen. Das politisch wie sozial überaus wache Drama er
 zählt als intime Porträt vom Aufbegehren an den Ränder der französischen G
 esellschaft. Der genau komponierte\, einfallsreiche Film besticht ästhetis
 ch wie inhaltlich\, weil er die Wahlverwandtschaft der Gruppe als unkonven
 tionelle Form des Erwachsenwerden analysiert. - Sehenswert ab 14\n \n \nau
 sführliche Kritik Filmdienst\nEin American-Football-Match. Die Spieler fig
 hten\, die Härte des Geschehens wird durch eine Zeitlupe hervorgehoben. Da
 nn wird erkennbar: Es sind zwei Frauenteams\, die hier gegeneinander spiel
 en. Die Szene gibt den Takt vor für einen politisch wie sozial überaus wac
 hen Film\, der ohne Scheu Stereotypen aufnimmt\, um sie zu brechen\, etwa 
 Football\, den Männlichkeitssport par excellence. Es geht um vier starke\,
  schwarze Girls aus der Pariser Vorstadt. Sie haben nichts\, also nehmen s
 ie sich alles: Style\, Stolz\, Freiheit. Im Zentrum steht Marieme\, die es
  im Alltag nicht leicht hat\, etwa mit ihrem kaputten Bruder. Eines Tages 
 wird sie Mitglied einer Frauen-Gang. Diese Mädchen sind unkonventionell un
 d witzig\, klauen ab und an\, nehmen Schüler aus\, prügeln sich\, wenn es 
 sein muss\, und zeigen sich selbst und dem Publikum\, was Feminismus wirkl
 ich heißt: Selbstbewusstsein. Es geht um das Verhältnis zwischen Selbst- u
 nd Fremdbild. Darum schauen sich diese Mädchen fortwährend im Spiegel an\,
  filmen und beurteilen sich gegenseitig. „Bande de filles“ zeigt in einem 
 solchen Spiegelbild\, was das eigentliche Problem vieler ihrer Geschlechts
 genossinnen ist: fehlende Härte\, fehlender Mut. Und er zeigt\, dass das n
 icht etwa „männliche“\, sondern universelle Werte sind. Marieme\, großarti
 g gespielt von Karidja Touré\, ist eine Kämpferin. Ihr Gegner sind die Ums
 tände: mit 16 Jahren geht sie noch zur Schule\, zuhause muss sie ihren dre
 i Geschwistern eine Ersatzmutter sein\, weil die richtige\, alleinerziehen
 de tagsüber arbeitet. Was in anderen Filmen zum Sozialdrama oder zur moral
 ischen Lektion gerinnen würde\, nutzt Céline Sciamma in ihrem nach „Water 
 Lilies“ und „Tomboy“ dritten Spielfilm zu einem ästhetischen und antikonve
 ntionellen Statement. Indem die Bedeutung der Form schon über das Handwerk
  unterstrichen wird\, durch ausufernde Kamerabewegungen und forcierten Mus
 ikeinsatz\, indem Musik und Klamotten aber auch für die Figuren die Welt b
 edeuten\, erklärt Sciamma\, dass Selbstfindung zwar mit Stilbewusstsein zu
  tun hat\, aber das Gegenteil von Anpassung ist\, und dass der Wunsch der 
 Umwelt\, man solle „erwachsen“ und „reif“ werden\, oft nur eine Maske der 
 Repression ist. Auch Céline Sciamma geht ihren eigenen Weg\, erarbeitet si
 ch ihre eigene Stimme\, unangepasst\, ohne erhobenen Zeigefinger. Positiv 
 besetzte Figuren tun auch schlechte Dinge\, und wer Schlechtes tut\, wird 
 nicht zwangsläufig bestraft. Der Filmtitel ist eine Anspielung auf Jean-Lu
 c Godards „Die Außenseiterbande“. Wie dieser ist „Bande de filles“ ein Fil
 m\, der vorführt\, nicht erklärt\, warum Freiheit womöglich mehr mit Ästhe
 tik zu tun hat als mit Moral\, mehr mit Pop als mit „political correctness
 “\, mit Musik und Mut\, aber nichts mit Quoten. Auch der internationale Ti
 tel „Girlhood“ enthält einen Verweis\, wie der Film zu verstehen sein könn
 te: nämlich als Antithese zu Richard Linklaters „Boyhood“. Während dieser 
 im Kern eine Geschichte vom Erwachsenwerden eines jungen Weißen erzählt\, 
 darin aber dem Vater und seinem Verhältnis zum Sohn breiten Raum gibt\, is
 t „Bande de filles“ das exakte Gegenteil: nicht ausufernd\, sondern intim\
 , die Geschichte eines schwarzen Mädchens\, in dessen Leben die familiäre 
 Blutsverwandtschaft eine marginale Rolle spielt und durch die Wahlverwandt
 schaft einer Gruppe ersetzt wird. Hier findet Initiation statt\, es geht u
 m Selbstbefreiung und Selbstbestimmung\, den Bruch mit dem Herkommen\, nic
 ht um dessen Kontinuität. „Emanzipation“ ist für all dies ein aus der Mode
  gekommener Ausdruck. 20 Jahre nach „Hass“ kehrt das französische Kino in 
 die Banlieues zurück und entlarvt die Ideologie hinter den Geschichten um 
 ziemlich beste Freunde. Sciamma zeigt ganz selbstverständlich\, wie Gesell
 schaft und Familie die Entwicklung junger Frauen behindern. Alles in allem
  ein überaus genau komponierter\, einfallsreicher\, bestechender Film.    
 Rüdiger Suchsland\, FILMDIENST 2015/4    https://www.kino-achteinhalb.de/h
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
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