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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nRussland 2014Kinostart: 12. März 2015141 Min
 utenFSK: ab 12\; fProduktion: Alexander Rodnyansky\, Sergey Melkumov\, Mar
 ianna Sardarova    Regie: Andrey Zvyagintsev    (von Zvyagintsev lief im a
 chteinhalb bereits 'Die Rückkehr')Buch: Oleg Negin\, Andrey Zvyagintsev   
  Kamera: Mikhail Krichman    Musik: Philip Glass    Schnitt: Anna Mass    
 Darsteller: Alexey Serebryakov (Kolja)\, Elena Lyadova (Lilya)\, Vladimir 
 Vdovitchenkov (Dmitri)\, Roman Madyanov (Vadim Chelevlat)\, Anna Ukolova (
 Angela)\, Alexey Rozin (Pacha)\, Sergey Pokhodaev (Roma)    Auszeichnungen
 :Cannes 2014: Bestes DrehbuchGolden Globe 2015: Bester fremdsprachiger Fil
 m Nika (Russischer nationaler Filmpreis) 2015: Beste Hauptdarstellerin Jel
 ena Ljadowam\nFilmhomepage\, WIKIPEDIA\, Programmkino.de Pressespiegel  \n
 Kurzkritik Filmdienst\nDer korrupte Bürgermeister einer kleinen russischen
  Stadt setzt alle Mittel politischer Repression ein\, um einem sturköpfige
 n Mechaniker dessen markant an der Barentsee gelegenes Landstück abzujagen
 . Dessen Auflehnen gegen die Autorität scheint angesichts der umfassenden 
 Verflechtung der staatlichen Organe und ihrer Sanktionierung durch die ort
 hodoxe Kirche von Beginn an zum Scheitern verurteilt. Das in überwältigend
 en Bildern fotografierte Drama gibt sich durch erzählerische und visuelle 
 Details als moderne Variation der biblischen Hiobsgeschichte zu erkennen\,
  wobei es das wieder erstarkende Bündnis aus Klerus und Nomenklatura als e
 in alles verschlingendes Ungeheuer kritisiert. - Sehenswert ab 16\nTrailer
 :{youtube}TnstGc0_DF4{/youtube}\n \nKinoKino vom Bayerischen Rundfunk über
  Leviathan:{youtube}SuU6g8SoHKY{/youtube}\n \nausführliche Kritik Filmdien
 st\n\n\n\nDie Quintessenz von „Leviathan“ ist simpel: Ein kleiner Mann leh
 nt sich gegen ein riesiges Machtkonstrukt auf. In den atemberaubenden Bild
 ern des Kameramanns Michail Kritschman und mit narrativen wie filmischen D
 etails fächern Regisseur Andrey Zvyagintsev und sein Co-Autor Oleg Negin d
 urch teils recht bissige Andeutungen den simplen Plot auf und geben ihm ei
 ne beängstigende Tiefenschärfe.Im Zentrum steht Kolya\, ein auf den ersten
  Blick ehrlicher\, aber schnell aufbrausender Mann. Er lebt mit seiner Fra
 u Lilya und seinem Sohn aus erster Ehe in einem kleinen Küstenstädtchen an
  der Barentsee. Sein markant über dem Wasser gelegenes Land befindet sich 
 seit Generationen im Besitz seiner Familie. Als der Bürgermeister\, der un
 bedingt die nächste Wahl gewinnen will\, sich das Grundstück mit Hilfe ein
 er korrumpierten Justiz unter den Nagel reißen will\, versucht sich Kolya 
 zunächst auf legalen Wegen dagegen zu wehren. Bei näherer Betrachtung entp
 uppt sich Kolyas Figur als moderne Hiob-Variante\, die gleichsam von außen
  geprüft und in ihrem Glauben herausgefordert wird. Im Gegensatz zur bibli
 schen Gestalt zweifelt Kolya aber weniger an Gott im religiösen Sinn. Er v
 erliert sich auch nicht in Selbstmitleid über die Ungerechtigkeit der Welt
 . Es geht vielmehr um den Glauben und die Zweifel am Menschen und dem sozi
 al konstruierten Raum\, in dem er lebt. Gleichzeitig verkörpert Kolya aber
  auch eine Art Michael Kohlhaas\, der aktiv gegen die Ungerechtigkeit der 
 bestehenden Gesetze ankämpft.Von Anfang ist aber spürbar\, wie unwahrschei
 nlich ein Erfolg der Auflehnung gegen autoritäre und korrupte Staatsgewalt
 en ist. Kolyas Anwalt und Freund Dmitri begleitet ihn zu einer Anhörung in
 s Gericht. Hier wird man Zeuge der Undurchdringbarkeit einer bestechlichen
  Bürokratie: In einem nicht enden wollenden Monolog rattert die Richterin 
 monoton den Sachverhalt herunter. So fassungslos Kolya und die Seinen im G
 erichtssaal stehen\, so statisch blickt die Kamera in ihre Gesichter. Ein 
 kurzer Schnitt auf den Flur macht deutlich\, dass das Urteil längst festst
 eht. Das ist der Beginn einer Abwärtsspirale\, die kein Ende zu finden sch
 eint.Michail Kritschmans überwältigende Bildgestaltung spiegelt das Innenl
 eben Kolyas und das seiner Nächsten\, aber auch das rauhe autoritäre Klima
 . Intime\, nahe Einstellungen zeigen Privates und Familiäres\, während wei
 te Bilder die Attacken des riesigen dunklen Meeres gegen die karge\, mensc
 henarme\, faszinierend-dramatische Landschaft einfangen: der mythisch anmu
 tende\, aber sich real auswirkende Leviathan verschlingt den gewöhnlichen 
 Menschen. Die Einstellungen sind häufig lang und weit\, Nahaufnahmen aus d
 er Natur zeigen riesige Wal-Skelette\, der Strand wirkt wie ein großer Fri
 edhof. Eine cineastische Allegorie der Hoffnungslosigkeit.Auch auf inhaltl
 icher Ebene spiegelt sich die Aussichtslosigkeit des Aufbegehren gegen den
  Leviathan\, das alles verschlingende Ungeheuer des staatlichen Systems\, 
 wenngleich der Film zahllose bissige Spitzen abfeuert. Und zwar gegen jene
 s opportune System\, das sich das Prinzip der natürlichen Auslese als uner
 trägliches soziales Selektionsprinzip zunutze macht. So schießen Kolya und
  seine Freunde bei einem Ausflug nur auf Porträtbilder ehemaliger russisch
 er Politiker\; für aktuelle Amtsinhaber\, so ein Freund Kolyas\, sei es no
 ch zu früh. Auch wenn weder Putin noch Medwedjew als Zielscheiben dienen\,
  handelt es sich um mehr als eine Metapher: politische Aussagen werden sic
 htbar. In einer anderen Szene berichtet das Fernsehen im Hintergrund über 
 die regierungskritische Band „Pussy Riot“. Und immer wieder versichert sic
 h der Bürgermeister der Gunst und Protektion der einflussreichen russisch-
 orthodoxen Kirche.Der Film spricht in diesen kritischen Bezügen für sich u
 nd bietet darüber hinaus pointierte politisch-kulturelle Interpretationsan
 sätze. So universell die Geschichte über Auflehnung gegen Ungerechtigkeit 
 auch ist\, so sehr ist „Leviathan“ ein Kommentar zur aktuellen russischen 
 Gesellschaft und dem politischen System. Der Regisseurs und die anderen Be
 teiligten am Film halten sich mit politischen Wortmeldungen auffällig zurü
 ck. Nicht zuletzt die abneigende Reaktionen der Kulturbürokratie (mitsamt 
 zensorischen Drohungen) deuten aber darauf hin\, dass der Film einen eleme
 ntaren Nerv getroffen hat. Am Ende ist „Leviathan“ vielleicht kein Hoffnun
 gsträger\, aber eine rare cineastische Momentaufnahme\, ein ästhetisches u
 nd politisches Statement.  Jennifer Borrmann\, FILMDIENST 2015    \n\n\n h
 ttps://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/338-leviathan.html
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
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