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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €Schweden/Norwegen\, 2014Kinostart: 1. Januar 2
 015100 MinutenFSK: ab 12\; f\nProduktionsfirma: Roy Andersson Filmprod./4 
 1/2 FilmProduktion: Pernilla Sandström\, Håkan Øverås\, Philippe Bober    
 Regie/Buch: Roy Andersson    Kamera: István Borbás\, Gergely Pálos    Schn
 itt: Alexandra Strauss    Darsteller: Holger Andersson (Jonathan)\, Nisse 
 Vestblom (Sam)\, Charlotta Larsson (die hinkende Lola)\, Viktor Gyllenberg
  (König Karl XII.)\, Lotti Törnros (die Flamencolehrerin)\, Jonas Gerholm 
 (der einsame Leutnant)\, Ola Stensson (der Kapitän / der Friseur)\, Oscar 
 Salomonsson (der Tänzer)\, Roger Olsen Livkern (der Hausmeister)    Auszei
 chnungen: Roy Andersson\, Venedig 2014\, 'Goldener Löwe' \nKurzkritik Film
 dienst\nEine lose Folge absonderlicher\, vage über Orte\, Themen und Figur
 en verbundener Szenen\, die zwischen Zynismus\, Verzweiflung und Tragik ch
 angieren. Dabei reicht die Bandbreite von gespielten Witzen und sarkastisc
 hen Reflexionen bis zu tiefen Einsichten über die Absurdität des Daseins. 
 Die wohlstilisierten\, meist exakt nach dem Goldenen Schnitt eingerichtete
 n und bis ins letzte Detail choreographierten Szenen sind befremdlich schö
 n und strahlen etwas Artifiziell-Manieriertes aus. Ein philosophisch-misan
 thropischer Film als kluge Betrachtung der menschlichen Existenz. - Sehens
 wert. \nTrailer:{youtube}2im0iSXmPT0{/youtube}\nZDF - Neu im Kino:{youtube
 }WB7d4uMcpMI{/youtube}\nausführliche Kritik Filmdienst\n\n„Eine Taube saß 
 auf einem Ast und dachte über die Existenz des Menschen nach. Piep.“ Diese
 n Witz liest man als Schrifttafel\, noch bevor der Film beginnt. Dann folg
 en drei knappe Szenen\, die durch den Zwischentitel „Treffen mit dem Tod“ 
 eingeleitet werden. Zuerst will ein Ehepaar zu Abend essen. Sie geht in di
 e Küche\, singt ein Lied. Er versucht\, eine Weinflasche zu öffnen\, stren
 gt sich an\, ruft nach ihr\, bricht zusammen\, ruft nochmal nach ihr\, sti
 rbt dabei\, ruft ein weiteres Mal nach ihr. Doch sie hört es nicht\, sonde
 rn singt ihr fröhliches Lied. Zynismus oder tragische Weltsicht? „Treffen 
 mit dem Tod 02“ zeigt ein Krankenhausbett. Darin liegt eine sterbende Alte
 \; drei Kinder\, auch schon grau geworden\, umringen sie. Sie hält ihre Ha
 ndtasche umklammert. Die Kinder wollen das\, was darin ist\, und versuchen
  ihr die Tasche zu entreißen – was scheitert. Sie zeigt nur ein Lebenszeic
 hen\, wenn es ums Geld geht. Sarkasmus oder Verzweiflung? Dann „Treffen mi
 t dem Tod 03“: Der Speisesaal eines Kreuzfahrtschiffs. Ein Toter liegt am 
 Boden. Der Kapitän und ein Arzt sind bei ihm. Die Gäste im Saal schweigen.
  Die Serviererin fragt: „Und was mache ich jetzt mit dem Essen? Er hat sch
 on bezahlt.“ Der Kapitän: „Wir können nicht zweimal kassieren.“Nach diesem
  Prolog folgt hundert Minuten lang kurze Szene auf kurze Szene\, die nun a
 llerdings nur vage miteinander verbunden sind\, durch Wiederholung der The
 men und Orte\, Wiederkehr von Figuren\, Running Gags wie Telefongespräche\
 , in denen die Figuren jeweils zweimal sagen: „Schön zu hören\, dass es Di
 r gut geht.“ Oder zwei Vertreter von Scherzartikeln\, die nie etwas verkau
 fen\, aber offene Rechnungen kassieren wollen\, und irgendwann selbst mit 
 Schuldeintreibern konfrontiert sind. Man kann diese Szenen je nach Tempera
 ment und Geschmack als gespielte Witze betrachten\, als kleine sarkastisch
 e Reflexionen über menschliche Schwächen\, oder auch als tiefere Einsichte
 n über die Absurdität unseres Daseins.Am Gelungensten sind die schrilleren
 \, artifizielleren Szenen. Ein Lokal aus der Gegenwart wird plötzlich von 
 Soldaten des frühen 18. Jahrhunderts heimgesucht. Sie verweisen alle Fraue
 n des Ortes. Dann betritt König Karl XII.\, der unglückliche strahlende Fe
 ldherr des „Großen Nordischen Krieges“ die Gaststube. Vollkommen absurd wi
 rd es am Ende in „Homo Sapiens“. Ein Affe im Versuchslabor\, auf schockier
 ende Weise angekettet\, der Kopf eingespannt\, der Schädel aufgesägt und v
 erdrahtet. Ihm werden bei lebendigem Leib Stromstöße versetzt\, während di
 e dicke\, überaus hässliche Laborantin im Kittel (fast alle Menschen in di
 esem Film sind dick\, hässlich und unvorteilhaft gekleidet) neben ihm unge
 rührt telefoniert. Das ist billigste Denunziation von Wissenschaft\, aber 
 trotzdem ein hocheindrucksvolles\, dabei seltsam schönes Bild.Seit Jahrzeh
 nten ist Roy Andersson für seine sehr absonderlichen\, wohlstilisierten Be
 trachtungen über den Menschen berühmt\, etwa in „Songs from the Second Flo
 or“. Auch sein jüngstes Werk fügt sich in diese besondere Ästhetik: Es gib
 t nicht eine klare Hauptfigur\, sondern zehn bis 20. Neben den Darstellern
  spielen die Räume entscheidende Rollen. Sie sind grau in grau oder grüngr
 au in grüngrau. Die Möbel stammen aus den schwer definierbaren drei Dekade
 n des europäischen Wirtschaftswunders zwischen 1945 und 1975\, eine leicht
  angestaubte wohlfahrtsstaatliche Ästhetik aus Brauntönen und Pastellfarbe
 n\, voller Plastik\, Holz und billigem Metall. Die stilisierten Bilder sin
 d meist exakt nach Goldenem Schnitt gestaltet\, die Menschen kommen von li
 nks\, wo der Raum offener\, weiter ist als rechts. Zu sehen sind Instituti
 onen: ein Krankenhaus\, ein Männerwohnheim\, eine Bushaltestelle\, eine Ga
 ststätte. Die Menschen darin sind bis zum letzten Statisten überaus genau 
 choreographiert. Sie haben eine weißrosa geschminkte Haut und pastellfarbe
 ne Kleidung. Alle tragen einen trüben\, traurigen\, depressiven Gesichtsau
 sdruck. Und doch ist das alles zusammen auf befremdende Weise schön anzuse
 hen und strahlt etwas Artifizielles\, mitunter Manieriertes aus. Manchmal 
 wird nicht geredet\, sondern gesungen. „Eine Taube sitzt auf einen Zweig u
 nd denkt über das Leben nach“\, ist ein sehr lustiger Film. Sein Humor ist
  allerdings oft sarkastisch oder verzweifelt oder zynisch. Man lacht selte
 n ironisch\, und nie mit den Figuren. Aber man lacht. Trotzdem ist die Sti
 mmung keinesfalls heiter: Andersson zeigt oft Tod\, menschliche Bosheit\, 
 Scheitern und Leiden\, selten Liebe und Trost. Die Menschen sind böse und 
 hässlich\, ihr Treiben ist sinnlos. So wird alles zu einer Betrachtung übe
 r den Tod\, unsere Ökonomie der offenen Rechnungen. Ein Dokument für den S
 elbsthass des Westens. Ein philosophischer Film\, misanthropisch – viellei
 cht ist diese Misanthropie Teil des Problems –\, aber auch berührend und s
 chön. Eine kluge\, wenn auch kalte Betrachtung über das Drama und die Absu
 rdität der menschlichen Existenz.  Rüdiger Suchsland\, FILMDIENST 2014/26 
   \n https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/295-eine-taube-sitz
 t-auf-einem-zweig-und-denkt-über-das-leben-nach.html
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
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