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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €Kanada 2012Kinostart: 27. März 2014Länge:  113
  MinutenFSK:  ab 0\; fProduktion:  Anita Lee    Regie/Buch:  Sarah Polley 
 (Am 11. Mai als Schauspielerin in 'Mein Leben ohne mich' zu sehen.)   Kame
 ra: Iris Ng    Verleih: Fugu Filmverleih   \nKurzkritik Filmdienst\nDie Sc
 hauspielerin und Regisseurin Sarah Polley sucht nach den Spuren ihrer früh
  verstorbenen Mutter. Im Austausch mit Geschwistern\, dem Vater und Verwan
 dten erfährt sie Familiengeschichte(n) als mehrstimmige\, teils widersprüc
 hliche Erzählungen\, in denen Erinnerungen\, persönliche Erlebnisse\, Gerü
 chte und die Lust an Mythenbildung miteinander verschmelzen. Der unterhalt
 same Dokumentarfilm legt seine formalen Mittel wiederholt offen und hinter
 fragt selbstkritisch die eigene Position. Das verleiht ihm ein hohes Maß a
 n Selbstreflexivität. - Sehenswert ab 14. \nTrailer - im Kino achteinhalb 
 auf Deutsch:{youtube}l1FqV02hABo&amp\;feature{/youtube}\nausführliche Krit
 ik Filmdienst\n\nEin Film legt seine Mittel offen: er zeigt ein Tonstudio\
 , Sprecherkabine und Mischpult\, das Einrichten der Kamera in verschiedene
 n Wohnzimmern\, Mikrofone auf dem Küchentisch\, leichte Anspannung und Auf
 geregtheit bei den zu befragenden Personen\, nervöses Herumgewitzel über d
 as eigene Aussehen vor laufender Kamera etc. „Stories We Tell“ beginnt ger
 adezu programmatisch als „Making of“\, als ein Film\, der sich selbst und 
 seine Legitimation ständig neu befragt. Was sie von der Idee dieses Dokume
 ntarfilms eigentlich halten\, will die Regisseurin und Schauspielerin Sara
 h Polley von ihren Geschwistern und Verwandten\, aber auch von ihrem Vater
  wissen. Eine ihrer Schwestern fragt\, wen zum Teufel ihre Familiengeschic
 hte denn eigentlich interessieren solle…Polley befragt und verhört – so zu
 mindest nennt sie es selbst. Hauptfigur und Zentrum der sich mehrstimmig e
 rzählenden Geschichte ist die früh verstorbene Mutter und Ehefrau. Sie wir
 d in die Gegenwart zurückgeholt durch Erinnerungen und Fotos\, vor allem a
 ber durch bewegte Bilder: Super-8-Aufnahmen zeigen eine Frau\, die augensc
 heinlich das Leben umarmte\, die feiert\, tanzt\, in die Kamera lacht. Die
  intensitätssteigernden Effekte dieser „Home Movies“ sind in den Filmaufna
 hmen ihres Mannes hingegen gänzlich abwesend: wann immer Michael Polley Me
 nschen vor seiner Linse hat\, schwenkt die Kamera weg und richtet den Blic
 k auf Hausdächer\, Bäume und Felder. Diese feinen Unstimmigkeiten\, die au
 f eher hintergründige Weise Fragen stellen an das Glück oder Scheitern die
 ser Ehe und Familie\, spinnen die eigentlich interessante Erzählung – und 
 weniger\, dass die Regisseurin das offensichtlich Widersprüchliche durch d
 ie Montage demonstrativ ausstellt.All dem exponiert Offenen\, Suchenden un
 d Unwissenden zum Trotz – in einem vorangestellten Zitat von Margaret Atwo
 od ist die Rede vom „Durcheinander\, einem fernen Rauschen\, einer Blindhe
 it\, einem Scherbenhaufen“ – ist der Film clever gebaut\, mit einem dramat
 urgisch durchgearbeiteten Script. Michael Polley nimmt dabei die Rolle ein
 es Geschichtenerzählers ein\, der seine Rekapitulation der Ereignisse in F
 orm eines geschriebenen Textes im Studio einspricht. Diese „romanhaften“ F
 ormen – dazu zählen auch aus dem Off vorgetragene E-Mail-Korrespondenzen –
  stehen neben dokumentarischen und pseudo-dokumentarischen Erzählweisen.Da
 s eigentliche Motiv\, diesen Film zu machen\, dringt erst nach und nach an
  die Oberfläche: ausgehend von den hartnäckig sich haltenden Gerüchten\, S
 arah Polley sehe ihrem Vater ganz und gar nicht ähnlich\, hat die Regisseu
 rin irgendwann begonnen\, geradezu detektivisch den Spuren der Mutter nach
 zugehen\, wobei sie dann auf ein gut gehütetes Geheimnis stieß.Der Intimis
 ierungsgefahr\, die dieser Art von – unweigerlich emotionaler –Familienauf
 arbeitung eigen ist\, arbeitet der Film auch deshalb entgegen\, da er die 
 Geschichte immer wieder auf die allgemeine Ebene des Geschichtenerzählens 
 hebt. Es geht in „Stories We Tell“ ganz wesentlich um Erinnerung\, persönl
 iche Mythenbildung und nicht zuletzt um die Frage der Autorschaft. Polleys
  leiblicher Vater\, der erst im Laufe des Films aus dem Hintergrund auftau
 cht\, kritisiert an einer Stelle ganz entschieden das filmische Konzept. D
 ie Wahrheit würde man auf diese Weise nicht ergründen – er ist der Meinung
 \, nur er könne die Geschichte adäquat erzählen.Erst im letzten Teil enthü
 llt Polley\, dass ein Großteil der Super-8-Aufnahmen nachinszeniert wurde\
 ; man sieht sie mit den Darstellern am Set – als Regisseurin einer Fiktion
 . Durch diesen Trick zeigt sich Polley einmal mehr als Filmemacherin\, die
  alles unter Kontrolle hat. Jede Kritik\, jeder Widerspruch ist in den Fil
 m schon eingebaut\, jeder Nostalgieverdacht aus dem Weg geräumt – auch wei
 l Polley immer wieder selbst zur Super-8-Kamera greift und damit den Statu
 s der alten Aufnahmen relativiert. In seiner Selbstreflexivität ist das si
 cherlich smart\, aber es nimmt dem Film auch ein großes Stück Offenheit. D
 as „ferne Rauschen\, die Blindheit“: davon hätte man in diesem charmanten 
 Film gerne mehr gesehen.  Esther Buss\, FILMDIENST 2014/7    \n https://ww
 w.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/294-stories-we-tell.html
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
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