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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nSchweden/Frankreich/Dänemark/Norwegen\, 2014
 Kinostart: 20. November 2014120 MinutenFSK:     ab 12\; f Regie/Buch:  Rub
 en Östlund    Kamera:  Fredrik Wenzel    Musik:  Ola Fløttum    Schnitt:  
 Ruben Östlund\, Jacob Secher Schulsinger   Darsteller: Johannes Bah Kuhnke
  (Tomas)\, Lisa Loven Kongsli (Ebba)\, Clara Wettergren (Vera)\, Vincent W
 ettergren (Harry)\, Kristofer Hivju (Mats)\, Fanni Metelius (Fanni)\, Brad
 y Corbet (Brady)\, Jakob Granqvist\nKurzkritik Filmdienst\nAls beim Skiurl
 aub in den französischen Alpen Lawinengefahr droht\, ergreift ein Mann ins
 tinktiv die Flucht statt seiner Frau und seinen beiden Kindern beizustehen
 . Die familiäre Einheit bekommt dadurch tiefe Risse: Das Vertrauen der Ehe
 frau ist zerrüttet\, die Position des Manns als Familienoberhaupt in Frage
  gestellt. Ein formal brillantes Drama als von satirischen Tönen durchdrun
 gene Bestandsaufnahme der Kleinfamilie und ihrer Rollenbilder. Dabei hinte
 rlässt die souveräne\, allwissende Inszenierung durchaus ambivalente Gefüh
 le\, weil sie den Figuren kaum Eigenständigkeit zugesteht. - Ab 16.\n \nTr
 ailer:{youtube}iCOLG1RtgGA{/youtube}\nausführliche Kritik Filmdienst\n\n„E
 ine Kolonne von Schneepflügen brettert nachts über eine Skipiste\, Schneek
 anonen setzen sich automatisiert in Gang\, das Geräusch von Lawinensprengu
 ngen in der Ferne kündet von drohender Gefahr: Wintersporttourismus hat wo
 hl kaum jemals abstrakter und monumentaler ausgesehen als in Ruben Östlund
 s „Höhere Gewalt“. Durch wiederkehrende menschenleere Totalen\, in denen d
 ie Technologie einer Freizeitindustrie als nahezu geisterhafte Mechanik in
 s Bild gesetzt wird\, erzeugt der schwedische Filmemacher eine merkwürdig 
 fremdartige\, fast Science-Fiction-hafte Atmosphäre. Die Menschen darin – 
 im Zentrum steht eine junge\, bürgerlich gesättigte Familie\, Vater\, Mutt
 er\, zwei Kinder – muten nicht wirklich vertrauter und lebendiger an. In d
 er aseptischen Kulisse eines riesigen Luxushotels und auf den perfekt präp
 arierten Skipisten der französischen Alpen treten die vier Figuren zunächs
 t gänzlich entindividualisiert in Erscheinung. Einmal zeigt sie der Film i
 m Badezimmer\, jedes Familienmitglied mit einer elektrischen Zahnbürste au
 sgestattet\, in einer anderen Szene beim Mittagsschlaf in uniformer blauer
  Skiunterwäsche zusammen auf dem Hotelbett: die Kleinfamilie als ein homog
 ener Familienkörper.„Höhere Gewalt“ erzählt von den Rissen und Brüchen die
 ses Familienkörpers\, als eine kontrollierte Lawinensprengung sich für ein
 en Augenblick zur Katastrophe auszuwachsen droht. Beim Mittagessen auf der
  Restaurant-Terrasse mit prächtigem Panoramablick ist der Vater Tomas bei 
 den ersten Anzeichen einer Gefahr plötzlich verschwunden (nicht ohne zuvor
  nach seinem Mobiltelefon zu greifen)\, während die Mutter instinktiv ihre
  beiden Kinder beschützt. Nach dem Aufatmen über das ausbleibende Unglück 
 wird zunächst der Übergang zur Tagesordnung versucht. Doch die vormals so 
 flüssigen Bewegungen der familiären Einheit sind ins Stocken geraten: Die 
 Kinder reagieren mit Abgrenzung\, und nach anfänglichen Normalisierungsver
 suchen treten auch zwischen dem Ehepaar die Kommunikationsstörungen offen 
 zu Tage. Tomas’ „Verrat“ an der Familie stellt nicht zuletzt seine Rolle a
 ls Ehemann und Vater ernsthaft in Frage. Seine Männlichkeit zerfällt immer
  mehr und kulminiert in einem hysterischen Weinkrampf vor Frau und Kindern
 . Schließlich sind es die Kinder\, die die Initiative ergreifen und den Fa
 milienkörper wieder errichten – und zwar buchstäblich: Als der Vater als h
 eulendes Häufchen auf dem Teppich kauert\, legen sich die Kinder beschütze
 nd auf ihn und nötigen die abseits stehende Mutter dazu\, am kollektiven T
 röstungsakt mitzuwirken.„Höhere Gewalt“ ist eine von satirischen Tönen dur
 chdrungene Bestandsaufnahme der modernen Kleinfamilie. Aus großer Distanz 
 seziert Östlund die uniformen Rituale und Gesten der Familie\, die Rollenb
 ilder des Paares\, Tomasʼ Gebaren als Familienoberhaupt („Du bist ein supe
 r Skifahrer“\, motiviert er den Sohn)\, seine zunehmende Demontage. Vivald
 is „Winter“ zieht sich dabei wie ein spöttisches Gelächter durch den Film.
  Östlund setzt den in seinem kontroversen Vorgängerfilm „Play“ ausgiebig d
 emonstrierten visuellen Stil fort\, der ebenso konsequent wie effektiv ein
 er Überwachungslogik folgt – in „Höhere Gewalt“ findet diese Ästhetik in d
 er panoptischen Hotelarchitektur ihren idealen Schauplatz. Es fällt schwer
 \, sich der Wucht von Östlunds präzisen\, glasklaren Einstellungen und dem
  atmosphärischen Sog zu entziehen\, der sich durch die Synthese aus Horror
  und Komik generiert. Dennoch hinterlässt der Film ambivalente Gefühle. Di
 e Beobachterperspektive hat durchaus auch etwas Perfides\; Östlund operier
 t von einem allwissenden Standpunkt aus\, schiebt die Figuren hin und her 
 wie auf einem Spielfeld. Ob es ihm dabei wirklich um eine profunde Gegenwa
 rtsdiagnose zeitgenössischer Rollenbilder geht\, bleibt zweifelhaft – zu s
 ehr scheint er es zu genießen\, seine Figuren einer deterministischen Mech
 anik auszusetzen. Als Zuschauer kann man an diesem Genuss durchaus teilhab
 en\, die Figuren indes erscheinen so ferngesteuert wie das ufo-artige Flug
 objekt\, das einmal vor den Hotelfenstern seine Kreise zieht\, um anschlie
 ßend im Wohnzimmer unsanft zu Boden zu gehen.  Esther Buss\, FILMDIENST 20
 14/24  \n https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/286-höhere-gew
 alt.html
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 and (nicht Postanschrift!))
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