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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 € \nFrankreich/Italien/Brasilien 2014Biografie 
 Dokumentarfilm - teilweise schwarz-weißKinostart: 30. Oktober 2014110 Minu
 tenFSK: ab 12\; fProduktion: David Rosier\, Andrea Gambetta\, Lélia Wanick
  Salgado    Regie: Wim Wenders\,\, Juliano Ribeiro Salgado    Buch: Wim We
 nders\, Juliano Ribeiro Salgado\, David Rosier    Kamera: Hugo Barbier\, J
 uliano Ribeiro Salgado    Musik: Laurent Petitgand    Schnitt: Maxine Goed
 icke\, Rob Myers\n \nFilmhomepage\, Wikipedia\, \nKurzkritik Filmdienst\nD
 okumentarische Biografie des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado\
 , in der sich Wim Wenders\, mit Salgado über dessen Arbeit unterhält und S
 algados Sohn Juliano Ribeiro Filmaufnahmen von gemeinsamen Expeditionen mi
 t seinem Vater beisteuert. Das bildgewaltige Porträt zeichnet Salgados Kar
 riere nach\, die in sozialdokumentarischen Reportagen ihr Zentrum fand\, b
 is sich Salgado nach einer seelischen Krise dem „Genesis“-Projekt zuwendet
 e. Eine mit großer Sensibilität entfaltete Hommage\, die in der hoffnungsv
 ollen Zuwendung zur Biosphäre des Planeten die Schwermut angesichts der Be
 stialität des Menschengeschlechts überwindet. (Teils O.m.d.U.) - Sehenswer
 t ab 14. \n \nTrailer:{youtube}N8FBmtLIKhY{/youtube}\nausführliche Kritik 
 Filmdienst\n\n„Das Salz der Erde“\, diese in Bann ziehende dokumentarische
  Biografie des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado\, beginnt\, wi
 e könnte es bei einem Regisseur wie Wim Wenders anders sein\, im Grundsätz
 lichen: der Dunkelheit. Und zugleich mit der Erklärung der Fotografie als 
 einer sich in den griechischen Begriffen „phōs“ (Licht) und „graphein“ (sc
 hreiben\, malen) definierenden Kunst als Spiel von Licht und Schatten\, He
 ll und Dunkel\, Schwarz und Weiss. Dies wird in einem Vorspiel nachempfund
 en\, in dem das filmische Porträt Salgados mit Dia-Projektionen seiner Fot
 os überblendet wird. De facto handelt es sich dabei allerdings nicht um Üb
 erblendungen im klassischen Sinne\, sondern um in dunklem Raum durch einen
  Teleprompter geschossene Filmaufnahmen des durch ebendieses Gerät Fotos b
 etrachtenden Protagonisten. So steckt in diesem Anfang die genuine Zusamme
 nführung des Bewegt-Filmischen mit dem Stehend-Fotografischen. „Das Salz d
 er Erde“ ist damit nicht bloß ein Film über einen Fotografen\, dessen in s
 trengem Schwarz-Weiss gehaltene sozialdokumentarische Fotografien die Welt
 wahrnehmung die letzten 40 Jahre maßgebend prägten\, sondern zugleich auch
  eine Abhandlung über das Wesen der Fotografie.Am Ende dieses programmatis
 chen Intros fragt sich Wenders\, ob er\, der im Fotografischen durchaus au
 ch seine Meriten hat\, einen Film über das Leben und Werk von Salgado über
 haupt wagen kann. Der Titel verweist auf das in der Bergpredigt zu findend
 e Bild vom Menschen als Salz der Erde\; zwei Jahrzehnte ist es her\, dass 
 Wenders ein Foto aus Salgados Serie „The Mines of Serra Pelada“ (1986) ent
 deckte. Die Galeristin hat Wenders damals weitere Salgado-Bilder gezeigt\;
  die Aufnahme einer blinden Tuareg-Frau hängt bis heute neben seinem Arbei
 tstisch. Nach dieser Einführung\, in der auch Salgados erste Kommentare zu
  seinem Schaffen zu hören sind\, bricht der Film auf. Im Flug über hohe Be
 rge findet er zur Farbe. Er führt in die Jahre 2004 bis 2013\, in denen Sa
 lgado an seinem bislang jüngsten Projekt arbeitet: „Genesis“\, einer Homma
 ge an die Erde im ursprünglichen Zustand\; Aufnahmen von Landschaften\, Ti
 eren\, Pflanzen\, indigenen Völkern und Stämmen. Es ist „Genesis“ ein Buch
  voll starker Bilder von poetischer Schönheit\, eine Ode ans archaische Se
 in. Ein tröstliches Buch\, das in den heutig hektischen Zeiten unverhofft 
 von zeitlicher Ewigkeit spricht und es gilt manchen als Salgados Opus magn
 um. Weltbekannt gemacht aber haben Sebastião Salgado Jahrzehnte früher and
 ere\, weniger versöhnliche\, aber nicht minder meisterhafte Bilder: Seine 
 sozialdokumentarischen Reportagen\, zu finden in Büchern wie „Outras Ameri
 cas“ (1986) und „Workers“ (1993)\, geschossen in weltabgelegenen Gegenden 
 Lateinamerikas. Zehn Jahre lebt Salgado in Paris\, bis er Anfang der 1980e
 r-Jahre\, nach Beendigung der Militärdiktatur zum ersten Mal wieder in sei
 ne Heimat reist. Nur flüchtig streift der Film Biografisches: die Kindheit
  in kinderreicher Familie auf einer Farm in Aimorés\, den Wegzug aus dem E
 lternhaus\, die Übersiedlung nach Paris 1969. In Andeutungen verharrt die 
 Beziehung zu seiner Frau\, Lélia Wanick Salgado\, die auch im Geschäftlich
 -Kreativen seine Partnerin ist und mit der er zwei Söhne hat: Vielleicht e
 ine Spur zu diskret verhandelt Wenders in „Das Salz der Erde“ das Persönli
 ch-Private.Umso intensiver fällt die Beschäftigung mit Salgados Schaffen a
 us. Erregen anfänglich vor allem die wirtschaftlich-soziale Bedingungen Sa
 lgados Aufmerksamkeit\, beschäftigen ihn in den 1990er-Jahren immer stärke
 r die Katastrophen und Krisen\, welche den afrikanischen Kontinent heimsuc
 hen: Dürre\, Hungersnot\, Krieg\, Vertreibung\, Völkermord\; Salgados Bild
 er von ausgezerrten Eltern mit ihren toten Kindern\, den Leichenbergen und
  Massengräbern vergisst man nicht so leicht. Auf Dauer aber vermag Salgado
  seine Zeugenschaft nicht aufrecht zu halten\; er (ver)zweifelt am nicht e
 ndenden Leid\, stürzte in eine Krise. Salgado zieht sich zurück. Findet in
  der Natur\, in der Beziehung zu seiner Frau und in ihrem Vorschlag\, die 
 nach jahrzehntelangem Raubbau verödete Farm seiner Eltern aufzuforsten\, d
 ann doch einen neuen Sinn\, eine neue Aufgabe\, die schließlich auch fotog
 rafisch ins „Genesis“-Projekt mündet. Man kann Wenders und seinem Co-Regis
 seur durchaus vorwerfen\, dass sie vertiefende Informationen über Biografi
 e\, Rezeption oder Wirkungsgeschichte vorenthalten\; auch ist der Film pha
 senweise von öder Kargheit. Doch gerade in dieser Schlichtheit\, zu der au
 ch das sachte Verschwinden des anfänglich prägnant gegenwärtigen Wim Wende
 rs gehört\, liegt die große Kraft dieses Films begründet\; das Konzept fil
 mischer Bescheidenheit erlaubt eine unmittelbare Begegnung mit dem Protago
 nisten und dessen Werk\, seinem Fühlen und Denken. Meisterhaft!  Irene Gen
 hart\, FILMDIENST 2014/22   \n https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv
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