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DESCRIPTION:Eintritt: freiDeutschland/USA 2023Regie\, Drehbuch\, Kamera: Ib
 rahim Nash'at Laufzeit: 91 MinutenKinostart: 14. August 2025FSK: ab 16IMDB
 : 12 Filmpreise plus 22 Nominierungen  Webseite\, Wikipedia\, Presseheftal
 le Daten zum Film auf Filmportal.de    Deutscher Filmpreis Pressespiegel (
 Kurzzitate)Kritiken:Kritik von Irene Gerhart für den Filmdienst (4 von 5 S
 ternen)Kritik von Silvia Hallensleben für EPD-Film (4 von 5 Sternen) Kriti
 k von Falk Straub für Filmrezensionen.de (7 von 10 Sternen) Kritik von Rei
 nhard Kleber für Kino-Zeit.de (4 von 4 Sternen) Kritik von Jörg Brandes (R
 ND) für die Cellesche Zeitung (4 von 5 Sternen)FilmTipp und Filmpädagogisc
 hes Schulmaterial bei Vision Kino\nDeutschlandfunkkultur  (16 Minuten)\nIn
 terview von Kajo Roscher mit Regisseur Ibrahim Nash'at für die Dokumentale
  Interview von Tim Lewis mit Regisseur Ibrahim Nash'at für den GuardianTra
 iler (132 Sekunden):{youtube}gkw4QCx--0Y{/youtube}   Film Talk I DOK.fest 
 München 2024 (38 Minuten):{youtube}5uMU0ZS2Thg{/youtube}   Zürich Film Fes
 tival – Ibrahim Nash'at about HOLLYWOODGATE (4 Minuten):{youtube}0nDQ_6K5r
 k8{/youtube}   HOLLYWOODGATE setzt dort an\, wo der Rest der Welt aufgehör
 t hat\, nämlich unmittelbar nach dem chaotischen Abzug der Vereinigten Sta
 aten aus Afghanistan im August 2021. Wenige Tage\, nachdem das letzte US-F
 lugzeug afghanischen Boden verlassen hat\, dringen die Taliban\, die nun d
 ie Kontrolle über das Land haben\, in einen amerikanischen Stützpunkt in K
 abul namens Hollywood Gate ein\, der angeblich eine geheime CIA-Station wa
 r. Dort finden sie einen Teil der hochentwickelten amerikanischen Waffen i
 m Wert von über 7 Milliarden Dollar\, die im Land zurückgelassen wurden: z
 ahlreiche Kleinwaffen und Munition\, Kampfjets\, Black-Hawk-Hubschrauber u
 nd andere militärische Ausrüstung. Vieles davon ist beschädigt\, aber die 
 Basis ist auch mit vielen Teilen ausgestattet\, die zur Reparatur benötigt
  werden.Regisseur Ibrahim Nash'at wird in seinem beispiellosen und kühnen 
 Film HOLLYWOODGATE Zeuge\, wie der neue Chef der afghanischen Luftwaffe\, 
 Mawlawi Mansour - ein Taliban\, dessen Vater von den Amerikanern getötet w
 urde - seinen Soldaten befiehlt\, alles zu inventarisieren und zu reparier
 en\, was sie können. Die Männer machen sich an die Arbeit\, die Waffen zu 
 restaurieren und sich selbst im Umgang mit ihnen zu schulen. Unter ihnen i
 st Muhktar\, ein ehemaliger Taliban-Kämpfer\, der jetzt eine hochrangige M
 ilitärkarriere anstrebt und davon träumt\, den Krieg zu rächen. \nHOLLYWOO
 DGATE folgt Mawlawi Mansour und Mukhtar ein Jahr lang\, während sich die T
 aliban von einer fundamentalistischen Miliz in ein schwer bewaffnetes Mili
 tärregime verwandeln\, das sich auf einen Krieg jenseits der Grenzen Afgha
 nistans vorbereitet. Nash'at\, ein ägyptischer Journalist\, dem ein einzig
 artiger\, aber schwieriger Zugang zu Afghanistan gewährt wird\, dokumentie
 rt\, was die Taliban ihm zu sehen gestatten\, und fängt dabei zutiefst auf
 schlussreiche Momente ein\, die den Kern der Identität der Gruppe treffen.
  Zu einem Zeitpunkt in der Geschichte\, an dem Propaganda und Autoritarism
 us weltweit auf dem Vormarsch sind - und an dem die Taliban selbst auf Pro
 paganda im Hollywood-Stil zurückgreifen\, um sich zu legitimieren - bietet
  HOLLYWOODGATE den Zuschauern ein erschreckendes und unverzichtbares Portr
 ät dessen\, was heute in Afghanistan geschieht.Ausführliche Kritik von Ire
 ne Gerhart für den Filmdienst:Dokumentarische Beobachtungen über das erste
  Jahr der Taliban-Herrschaft in Afghanistan\, die einen unmittelbaren Einb
 lick in die Genese einer Militärdiktatur gewähren. \nWenige Tage\, nachdem
  die Taliban Ende August 2021 die Herrschaft in Afghanistan errungen und d
 ie letzten US-Soldaten Kabul verlassen hatten\, reiste der Journalist Ibra
 him Nash’at nach Afghanistan. Der gebürtige Ägypter hatte sich in den Jahr
 en davor eingehend mit den politischen Führern der Welt beschäftigt. Nun m
 öchte er beobachten\, wie sich die Taliban von einer Milizgruppe in eine i
 slamistische Regierung transformieren\, die fundamentalistischen Vorstellu
 ngen anhängt.\nWas die Taliban erlauben\nDank seiner guten journalistische
 n Kontakte gelingt es ihm relativ leicht\, ins Land einzureisen. Er kommt 
 mit dem jungen Talibankämpfer Mutkhatar in Kontakt\, der auf eine Militärk
 arriere hofft. Aber auch mit dem frisch zum Chef der Luftwaffe beorderten 
 Mawlawi Mansour. Beide gestatten ihm\, sie im Rahmen der von den Taliban d
 iktierten Bedingungen zu filmen. Konkret bedeutet dies\, dass Nash’at auss
 chließlich Taliban filmen darf und er die Kamera ausschalten muss\, sobald
  sie dies befehlen. Tatsächlich finden sich in „Hollywoodgate“ einige Szen
 en\, in denen Nash’at die Kamera so lange laufen lässt\, bis sich ihm jema
 nd nähert und die Linse mit der Hand abdeckt.\nZu Beginn erklärt Nash’at s
 inngemäß\, dass er das zeigen wolle\, was die Taliban ihm zeigten. Weit wi
 chtiger aber sei\, was er selbst gesehen habe. In „Hollywoodgate“ präsenti
 ert er eine Mischung aus beidem. Vieles erinnert an Bilder\, wie man sie a
 us der Berichterstattung von „Embedded Journalists“ kennt. Nash’at zeigt D
 inge\, die spürbar für die Kamera inszeniert wurden. Etwa eine Gruppe jung
 er Taliban\, die mit hochmodernen Gewehren aus einem aufgelassenen US-Stüt
 zpunkt in einer menschenleeren Gegend Schießübungen veranstalten. Oder ein
 e Rede von Mawlawi Mansour\, als er auf dem kargen Gelände eines einst von
  den US-Amerikanern kontrollierten Militärstützpunkts eine Baumpflanzaktio
 n startet\, in der er sich in seltsame Faseleien über das Verhältnis von W
 estlern und ihren Frauen verstrickt.\nAus dem Auto heraus\nNicht alles in 
 „Hollywoodgate“ lässt sich klar verorten. Nash’at\, der meist auch die Kam
 era führte\, drehte oft nachts oder filmte aus dem fahrenden Auto heraus. 
 Häufig sieht man Straßenszenen aus Kabul oder von Fahrten ins Hinterland. 
 Einmal zeigen ihm die Taliban in dunkelster Nacht die Höhlen\, in denen si
 e sich in ihren kämpferischen Jahren versteckt hatten. Hin und wieder find
 en sich Szenen\, die in einem Spiegel gefilmt sind\, wobei auch Nash’at ge
 legentlich mit ins Bild gerät.\nNash’at hat Mutkhatar und Mawlawi Mansour 
 ein Jahr lang begleitet. Das erste Mal war er mit der Kamera dabei\, als d
 ie Taliban im September 2021 die Hallen eines US-Militärstützpunktes inspi
 zierten. Den Titel „Hollywoodgate“ verdankt der Film einem der mit „Hollyw
 ood Gate“ beschrifteten Tore. Neben zerstörtem Mobiliar\, IT- und Büro-Inv
 entar fanden die Taliban dort ein riesiges Medikamentenlager\, Waffen und 
 Munition\, Werkzeuge sowie viele Ersatzteile für die im Stützpunkt zurückg
 elassenen Flugzeuge.\n\nDie Flugzeuge werden flottgemacht\nDer Wert des US
 -Materials wird auf über sieben Milliarden Dollar geschätzt. Als gegen End
 e des Films Ärzte das Lager inspizieren\, haben viele Medikamente ihr Verf
 allsdatum überschritten. Die Ersatzteile aber werden genutzt\, um die Flug
 zeuge wieder auf Vordermann zu bringen. Und mit den Waffen rüsteten die Ta
 liban ihre Kämpfer aus. Mansour ist sichtlich stolz\, dass er ein Jahr nac
 h der Machtübernahme bei der Jubiläumsfeier die Fliegerflotte vorführen ka
 nn. Es ist eine reine Machtdemonstration\, an die sich unmittelbar die For
 derung knüpft\, nun endlich gegen Tadschikistan vorzugehen\, das den Feind
 en der Taliban seit langem Schutz und Herberge gewährt.\nMan kann in „Holl
 ywoodgate“ Schritt für Schritt mitverfolgen\, wie Mansour an Selbstsicherh
 eit gewinnt und wie Mutkhatar zum Piloten ausgebildet wird. Das Land verwa
 ndelt sich in dieser Zeit in ein Militärregime\, das auch dank der US-Army
  über ein ziemlich modernes Waffenarsenal verfügt.\nMan stößt aber auch au
 f einige Vignetten anderen Inhalts. Sie zeigen splitterhaft quirlige Straß
 enszenen. Autos\, Marktstände\, Männer und Frauen. Es gibt Aufnahmen von H
 andgemengen und Querelen\, aber auch eine Szene\, in der Männer Burka-trag
 ende Frauen in aller Öffentlichkeit auspeitschen. Ob der Soldat\, der eine
 r vor ihm auf dem Boden knienden Frau ein Gewehr an den Hinterkopf hält\, 
 den Abzug betätigt\, erfährt man nicht\, weil die Szene unmittelbar geschn
 itten ist.\nEin quälendes Zeitdokument\nIbrahim Nash’at hat „Hollwoodgate“
  vom September 2021 bis zum September 2022 gefilmt. Es ist eine Momentaufn
 ahme und ein rares Zeitdokument. Von ihm ausgehend wäre über vieles zu spr
 echen\, was im Film nur kurz aufblitzt oder unterschwellig mitschwingt. Et
 wa darüber\, dass eine Frau diesen Film vermutlich nie hätte drehen können
 . Oder über die fatale Arroganz fundamentalistisch agierender Machtinhaber
 \, die sich immer im Recht glauben. Über ihre krude Missachtung der Mensch
 enrechte und die Ignoranz gegenüber allem\, was man als human bezeichnet. 
 Und die schamlose Herabwürdigung und gewalttätige Unterdrückung der Frauen
 .\nOder über Dummheit\, die mitschwingt\, wenn ein junger Taliban sich brü
 stet\, eine Ärztin geheiratet zu haben\, die jetzt aber nicht mehr praktiz
 iert\, weil er ihr das verboten habe. Dass seine Söhne dereinst gar keine 
 Ärztin mehr heiraten können\, weil im Taliban-Staat Mädchen nur noch bis z
 ur sechsten Klasse die Schule besuchen\, kommt ihm nicht in den Sinn.\n„Ho
 llywoodgate“ ist kein leicht verdaulicher Film. Die Botschaft\, die in ihm
  mitschwingt\, ist ein Warnruf vor dem\, was sich derzeit weltweit anzubah
 nen scheint. Vor dem sollte man nicht die Augen verschließen. https://www.
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 den-taliban.html
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