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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nFrankreich/Kanada 2013Kinostart: 10. Juli 20
 14105 MinutenFSK: ohne Altersbeschränkung\; fRegie/Drehbuch/Produktion: Je
 an-Pierre Jeunet    Vorlage: Reif Larsen (Roman 'Die Karte meiner Träume')
     Kamera: Thomas Hardmeier    Musik: Denis Sanacore    Schnitt: Hervé Sc
 hneid    Darsteller: Kyle Catlett (T.S. Spivet)\, Helena Bonham Carter (Dr
 . Clair)\, Judy Davis (G.H. Jibsen)\, Callum Keith Rennie (Vater)\, Niamh 
 Wilson (Gracie)\, Jakob Davies (Layton)\, Dominique Pinon (Zweite Wolke)\,
  Julian Richings (Ricky)\, Richard Jutras (Mr. Stenpock)Verleih: DCM\, VBR
 Filmhomepage\, WIKIPEDIA\, \nKurzkritik Filmdienst\nEin hochbegabter Junge
 \, der in Montana auf einer Farm lebt\, schlägt sich auf eigene Faust quer
  durch die halbe USA bis nach Washington\, D.C. durch\, weil er dort mit d
 em Wissenschaftspreis des Smithsonian Instituts ausgezeichnet werden soll.
  Unterwegs muss er sich nicht nur mit den Herausforderungen der Reise\, so
 ndern auch mit Schuldgefühlen herumschlagen\, da er sich für den Tod seine
 s Zwillingsbruders verantwortlich fühlt. Eine visuell überbordende\, ebens
 o poetisch-verschrobene wie naiv-philosophische 3D-Adaption eines außergew
 öhnlichen Jugendromans\, in dem der zehnjährige Protagonist sich gleicherm
 aßen von seiner Herkunft wie der Hauptstadt-Hysterie emanzipieren muss. Di
 e familiären Konflikte werden dabei vielleicht etwas zu leichtfertig gelös
 t\, doch insgesamt gelingt ein komplexes Drama für Jung und Alt. - Ab 10.
 \nTrailer:{youtube}1HPYI01c0W8{/youtube}\nausführliche Kritik Filmdienst\n
 \nFrédéric Beigbeder\, Roy Andersson\, Jean-Pierre Jeunet und Marc Caro: d
 er Weg von der Werbung zur Filmregie ist inzwischen einer der interessante
 sten Zugänge zum Kino und in gewissem Sinne eine Rückkehr des Kinos der At
 traktionen. In diese Reihe passt auch der jüngste Film von Jean-Pierre Jeu
 net: „Die Karte meiner Träume“. Der Film ist in 3D konzipiert\, ohne die ü
 blichen Spielereien\, dafür aber als Tor zur Welt eines zehnjährigen Nerds
 . Kyle Catlett spielt den Jungen\, der sich mehr für Ballistik als für wir
 kliche Winchester-Gewehre interessiert. Er wächst in Montana auf einer Ran
 ch in einer ziemlich schrägen Familie auf. Der Vater (Callum Keith Rennie)
  ist ein schweigsamer Rancher\, die Mutter (Helena Bonham Carter) eine ver
 bohrte Insektologin\, die Schwester will Schönheitskönigin werden\, und de
 r Bruder schießt auf alles\, was sich bewegt. Der hochbegabte Junge nervt 
 den örtlichen Lehrer\, schafft es aber\, den Wissenschaftspreis des Smiths
 onian Instituts zu gewinnen\, mit einem magnetischen Perpetuum mobile\, da
 s 400 Jahre lang laufen soll. Für alle\, die wissen\, dass das thermodynam
 ischer Unsinn ist\, wird auch mal erwähnt\, dass das eigentlich nur geht\,
  wenn man eine negative Entropie annimmt. Aber darauf herumzureiten\, wäre
  Spielverderberei\, immerhin hat sich Leonardo da Vinci auch schon mit der
  Frage befasst. In der Welt der Werbung geht es schrill und plakativ zu\, 
 wie in den Träumen eines Zehnjährigen oder in unserer medial durchgestylte
 n Welt. Daraus saugt der Film seine visuelle Kraft. Während das Leben auf 
 der Ranch ein unwirklich-wirklicher Kindertraum ist\, erscheint das Leben 
 in Washington wie eine wirklich-unwirkliche Inszenierung. Während auf der 
 Ranch niemand ahnt\, womit sich der Junge eigentlich beschäftigt\, vermute
 t in Washington\, D.C. niemand\, dass der Preisträger ein Zehnjähriger ist
 . Der Weg vom einen Ort zum anderen ist weniger ein Road Movie als eine Ar
 t Entwicklungsroman. Heimlich\, mit einem Güterzug\, flieht der Junge. Es 
 ist auch eine Flucht vor der eigenen Schuld\, da er glaubt\, mit seinen ba
 llistischen Experimenten seinen Bruder getötet zu haben. In Washington wil
 l er nicht nur den Preis abholen\, sondern auch Vergebung erhalten. In der
  Hauptstadt ist dieser Parzival der Wissenschaft ein gefundenes Fressen fü
 r die PR des Smithsonian Instituts\, für die Bildungspolitik und für die M
 edien. Der Film komprimiert die Ereignisse auf zwei Schlüsselszenen: Eine 
 hysterische Museumsdirektorin und ein skrupelloser Talkmaster stehen stell
 vertretend für unsere Potemkinsche Demokratie. Die Art\, wie beide eine Ab
 fuhr erhalten\, ist für einen französischen Regisseur ziemlich amerikanisc
 h geraten\, aber immerhin bekommt der Junge das\, was er gesucht hat: näml
 ich eine Absolution. Man mag sich vielleicht daran stören\, dass die Adapt
 ion des außergewöhnlichen Debütromans von Reif Larsen etwas großzügig auf 
 ein Happy End zuläuft. Reichlich schweres familiäres Konfliktpotential wir
 d in den letzten Minuten mit leichter Hand weggeräumt. Andererseits ist es
  ein Film\, der auch für Kinder zugelassen und ästhetisch zugänglich ist\,
  ohne für Erwachsene langweilig zu werden. Diesen Spagat zu bewältigen\, e
 ine ordentliche Geschichte sauber zu erzählen und gleichzeitig die Schauef
 fekte nicht für Mätzchen zu missbrauchen\, ist etwas\, was man in der heut
 igen Kinolandschaft durchaus schätzen sollte. Thomas Brandlmeier\, FILMDIE
 NST 2014/14 \n https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/257-die-k
 arte-meiner-träume.html
DTSTART:20141024T183000Z
DTEND:20141024T203000Z
LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
SUMMARY:Die Karte meiner Träume
URL:https://www.kino-achteinhalb.de/home/archiv/event/257-die-karte-meiner-
 träume.html
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