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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nDeutschland\, 2014Kinostart: 25. September 2
 01498 MinutenFSK: ab 12\; fFBW: besonders wertvoll     Regie: Christian Pe
 tzold    Buch: Christian Petzold\, Harun Farocki (Mitarbeit)    Vorlage: H
 ubert Monteilhet (Roman „Le retour des cendres“)   Kamera: Hans Fromm    M
 usik: Stefan Will    Schnitt: Bettina Böhler    Darsteller: Nina Hoss (Nel
 ly Lenz)\, Ronald Zehrfeld (Johannes)\, Nina Kunzendorf (Lene Winter)\, Mi
 chael Maertens (Arzt)\, Imogen Kogge (Elisabeth)\, Kirsten Block (Wirtin)\
 , Daniela Holtz (Sigrid)\, Nikola Kastner (junge Frau)\, Sofia Exss (Zigar
 ettenmädchen)\, Uwe Preuss (Clubbesitzer)\, Valerie Koch (Tänzerin)\, Clau
 dia Geisler (Frederike)Piffl Medien\, BR Scope\, 90.000\nPreis der interna
 tionalen Filmkritik auf dem Filmfestival San Sebastián\nFilmhomepage\, Wik
 ipedia\, alle Daten zum Film auf Filmportal\, Filmgazette\, Programmkino.d
 e\, EPD-Filmmagazin  Pressespiegel1\, Pressespiegel2     Die Zeit: Stunde 
 null eines Ich  Der Spiegel: Auf High Heels aus dem KZ  FAZ: Auschwitz und
  die Frau im roten Kleid plus Video-Filmkritik  Süddeutsche: Aus der Asche
  einer Liebe taz: Aus dem Reich der Toten  \nKurzkritik Filmdienst\nEine F
 rau kehrt nach dem Zweiten Weltkrieg mit schweren Gesichtsverletzungen aus
  dem KZ nach Berlin zurück. Ihr Ehemann erkennt sie nicht\, überredet aber
  die vermeintliche Fremde\, in die Rolle seiner Frau zu schlüpfen\, um an 
 deren Erbe zu kommen. Literaturverfilmung\, die sich dem Umgang mit dem Ho
 locaust im Nachkriegsdeutschland mit den Mitteln der (Kino-)Mythen nähert.
  Eine bekSonntag bilemmende Raumpoetik\, eine Bildsprache im Sinne des Fil
 m noir sowie großartige Darsteller machen den Film zu intensivem Gefühls- 
 und Spannungskino über Schuld und Verdrängung. - Sehenswert ab 14.\nTraile
 r:{youtube}YO0E14fVRBo{/youtube}\nausführliche Kritik Filmdienst\n\nMusik 
 spielt in allen Filmen von Christian Petzold eine große Rolle. In „Phoenix
 “ wird „Speak Low“\, ein Jazz-Song\, den Kurt Weill zu den Versen von Ogde
 n Nash schrieb\, zum Schlüsselmotiv. „Speak low“\, heißt es darin\, „when 
 you speak of love“\, und: „Love is a spark lost in the dark too soon\, too
  soon.“ Das Lied stammt aus dem Broadway-Musical „One Touch of Venus“\; Ve
 nus adressiert es darin an einen sterblichen Mann\, der die Göttin à la Py
 gmalion von einer Marmorstatue zu einem Wesen aus Fleisch und Blut erweckt
  hat. Das Musical wurde 1943 in New York uraufgeführt\, also während des Z
 weiten Weltkriegs.Die Jüdin Nelly\, eine der beiden Hauptfiguren in „Phoen
 ix“\, entging bis ins Jahr 1943 der Verfolgung durch die Nazis\, weil ihr 
 Mann Johnny ein Versteck für sie gefunden hatte. Doch dann flog das Verste
 ck auf\, Nelly wurde ins KZ deportiert. Nach Kriegsende bringt sie ihre Fr
 eundin Lene\, die bei der Jewish Agency arbeitet\, nach Berlin zurück. Dam
 it beginnt der Film. Nellys Kopf ist in der ersten Szene komplett von eine
 r Bandage umhüllt\, sodass man ihr Gesicht nicht sehen kann. Im KZ wurde e
 s so zugerichtet\, dass ein ästhetischer Chirurg ans Werk muss. Er fragt N
 elly\, wie sie gerne aussehen würde\; während der NS-Zeit seien Zarah Lean
 der und Kristina Söderbaum sehr gefragt gewesen. Nelly besorgt ein Foto vo
 n sich selbst: Sie will wieder die werden\, die sie vor dem KZ war. Noch m
 ehr als den Chirurgen braucht sie dafür allerdings ihren Mann Johnny. Ihn 
 will sie wiedersehen\, von ihm will sie wieder geliebt werden\, um an ihr 
 altes Leben anschließen zu können. Doch als sie Johnny nach Operation und 
 Genesung im zerbombten Berlin schließlich in der schummrigen „Phoenix“-Bar
  aufspürt\, erkennt er sie nicht. Oder will sie nicht erkennen. Er hält Ne
 lly für tot und sieht in der Heimgekehrten eine Fremde\, die der Verschwun
 denen ähnlich sieht. Diese Fremde macht er zur Verbündeten eines schäbigen
  Plans: Sie soll sich dazu trimmen lassen\, wie Nelly auszusehen und sich 
 wie sie zu geben\, um den Behörden eine Rückkehr der Toten vorzugaukeln un
 d das Erbe von Nellys Familie einzustreichen. Nelly nimmt diese Rolle an.D
 ie Frage\, wie realistisch oder psychologisch stimmig es ist\, dass ein Ma
 nn seine Frau so verkennen kann und sie das auch noch hinnimmt\, spielt hi
 er keine Rolle. Denn „Phoenix“ ist kein realistischer Film\, sondern einer
 \, der sich dem Holocaust mit den Mitteln der (Kino-)Mythen nähert. Nelly\
 , die sich „Speak Low“ anhört und schließlich selbst singt\, sucht in John
 ny ihren Pygmalion\, der die tote Materie\, die das KZ aus ihr gemacht hat
 \, wieder in ein lebendiges Wesen verwandeln soll\; bei Johnnys Versuch\, 
 sie nach seinen Erinnerungen an die Vorkriegs-Nelly zu modeln\, schwingt H
 itchcocks „Vertigo“ mit. Und wie sich Nina Hoss in der Rolle der verstörte
 n Nelly in der ersten Filmhälfte bewegt\, so als wäre ihr ganzer Körper ze
 rschlagen und falsch und steif wieder zusammengesetzt worden\, erinnert an
  Boris Karloffs Monster in „Frankenstein“. Wie diese Kreatur ist Nelly im 
 Nachkriegsdeutschland ein ins Dasein geworfenes\, unpassendes\, ungeheures
  Geschöpf\; ein weiteres der petzoldschen „Gespenster“: Ohne große Worte e
 rzählen Hoss und Petzold allein durch die Körpersprache der Schauspielerin
  eindringlich von der Befindlichkeit der KZ-Überlebenden.Zwischen Melodram
  à la Douglas Sirks „Zeit zu leben und Zeit zu sterben“ und Film noir à la
  „Die schwarze Natter“ entfaltet sich „Phoenix“ als hochemotionales Kammer
 spiel zwischen zwei Personen\, die eine untote Liebe verbindet und eine un
 ausgesprochene Schuld trennt: Hat Johnny Nelly verraten\, und wenn ja\, na
 ch welchem Druck von Seiten der Gestapo? Ein Großteil des Films spielt in 
 einer Kellerwohnung und lässt die Zuschauer in der Enge dieses Raums hautn
 ah das paradoxe Mit- und Gegeneinander der beiden mit durchleiden. Beide w
 ollen Nelly wieder auferstehen lassen\, doch braucht die Frau dafür die Wi
 eder- und Anerkennung Johnnys als „seine“ Nelly\; der jedoch will genau di
 ese Nelly\, zu der die KZ-Erfahrung gehört\, totschweigen und durch das Ab
 bild seiner Erinnerung ersetzen. Es liegt auf der Hand\, dass das nicht gu
 tgehen kann. Petzold inszeniert auf der Basis der Romanvorlage „Le retour 
 des cendres“ von Hubert Monteilhet aus dieser psychischen Zerreißprobe mit
  den Mitteln des Gefühls- und Spannungskinos eine grandiose\, erschütternd
 e Parabel auf „Deutschland im Jahre Null“\, auf den Versuch\, den Holocaus
 t durch Verschweigen und Vergessen gewissermaßen zu löschen. Als Nelly zu 
 bedenken gibt\, dass es doch völlig unglaubwürdig sei\, wenn sie in der Ro
 lle einer Auschwitz-Überlebenden so aussehe wie die Vorkriegs-Nelly\, inkl
 usive Pumps und rotem Kleid\, wischt Johnny diese Bedenken harsch zur Seit
 e. Sie müsse so aussehen\, dass man sie wiedererkennt\, sonst würde man si
 e gar nicht erst ansehen. Und die KZ-Erfahrung? Niemand werde danach frage
 n.  Felicitas Kleiner\, FILMDIENST 2014/20 \n https://www.kino-achteinhalb
 .de/home/archiv/event/256-phoenix.html
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
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