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DESCRIPTION:Eintritt: 5\,00 €\nUSA 2014Kinostart: 5. Juni 2014166 MinutenFS
 K:  ab 6\; f\nProduktionsfirma:  Boyhood Inc./Detour Filmprod.Regie/Drehbu
 ch/Produktion: Richard Linklater      Kamera: Lee Daniel\, Shane F. Kelly 
    Schnitt: Sandra Adair    Darsteller: Ellar Coltrane (Mason)\, Patricia 
 Arquette (Olivia)\, Ethan Hawke (Mason senior)\, Lorelei Linklater (Samant
 ha)\, Tamara Jolaine (Tammy)\, Nick Krause (Charlie)\, Jordan Howard (Tony
 )\, Evie Thompson (Jill)\, Sam Dillon (Nick)    Verleih: Universal\, KDM\,
  1\,85\nFBW: Prädikat besonders wertvoll Richard Linklater\, Berlinale 201
 4\, Beste Regie ('Silberner Bär')\nFilmhomepage\, WIKIPEDIA\, Programmkino
 .de\, EPD-Filmmagazin\, Filmgazette Pressespiegel  \nKurzkritik Filmdienst
 \nIn zwölf Drehjahren mit denselben Schauspielern realisierte Richard Link
 later einen Spielfilm über Kindheit und Jugend eines Jungen\, der mit sein
 er Schwester und Mutter in Texas aufwächst. Von der Einschulung bis zum Co
 llege\, in vielen Gesprächen und Alltagssituationen entfaltet sich die fes
 selnde Reduktion auf das „gemeine Leben“\, höchstens torpediert von den Er
 fahrungen eines Scheidungskindes. Mit hervorragend geschriebenen und gespi
 elten Familienfiguren greifen der dokumentarische Gestus und der fiktive I
 nhalt in der Langzeitinszenierung virtuos ineinander und zeigen selten zu 
 beobachtende Bilder des Heranwachsens.Sehenswert ab 14.\nTrailer:{youtube}
 kD3ucqW1bw8{/youtube}\nausführliche Kritik Filmdienst\n\nMan ahnte es\, al
 s er mit „Slacker“ 1991 seinen ersten Kinohit landete\; ganz sicher wurde 
 man\, als er 1995 mit „Before Sunrise“ den ersten seiner drei Beziehungsfi
 lme mit Ethan Hawke und Julie Delpy vorstellte: Richard Linklater ist ein 
 einmaliger und großartiger Erzähler ganz normaler Begebenheiten. An seinem
  Film „Boyhood“ hat Linklater von 2002 bis 2014 gearbeitet\, also in der Z
 eitspanne\, in der er außerdem Filme wie „Before Sunset“\, „Fast Food Nati
 on“ oder „Before Midnight“  realisierte. Man kennt ähnliche Langzeit-Proje
 kte\, zum Beispiel die „Die Kinder von Golzow“. „Boyhood“ aber ist kein Do
 kumentarfilm\, sondern Fiktion. Er handelt von der Kindheit und der Jugend
  eines Jungen\, der zum Mann heranreift\; Thema ist das alltägliche Erlebe
 n. Mason\, so der Name des Jungen\, hat eine Schwester\, Samantha (Lorelei
  Link­later)\, und eine Mutter namens Olivia. Auch sein Vater heißt Mason 
 – gespielt werden die Eltern von Patricia Arquette und Ethan Hawke. Mason 
 ist zu Beginn des Films sechs Jahre alt\, er wohnt mit Schwester und Mutte
 r in Austin\, Texas. Die Eltern sind geschieden\, der Vater ist vor einige
 n Monaten nach Alaska verschwunden. Die Kinder gehen zur Schule\, Olivia j
 obbt. Es gibt Abendbrot\, Frühstück\, Mason stromert mit einem Nachbarsjun
 gen durchs Viertel\, zankt sich mit seiner Schwester. Und dann wird\, wie 
 immer bei Linklater\, den ganzen Film hindurch oft und ausgiebig miteinand
 er geredet. Beim Essen zu Hause\, in einem Lokal\, beim Autofahren\, manch
 mal auch beim Gehen\, Wandern\, Spazieren\, sowie in einer schlaflosen Nac
 ht\, die Mason 16-\, 17-jährig mit seiner ersten Freundin in einer fremden
  Stadt verbringt.Es sind Stimmungsbilder\, die Linklater serviert\, kurze 
 Episoden aus dem Leben\, Jahr für Jahr innerhalb jeweils weniger Tage gedr
 eht. Sie fokussieren sich\, auch das ist unverkennbar Linklater\, nicht au
 f die Highlights des Lebens\, sondern charakterisieren in beiläufiger Schi
 lderung ihre Figuren\, so auch die lebenstüchtige Olivia\, die sich nach e
 inem Partner sehnt\, gleichwohl aber ihren Kindern lieber aus „Harry Potte
 r“ vorliest\, als dass sie sich ins Nachtleben stürzt. Olivia nimmt kurz n
 ach der Trennung ihr Studium wieder auf\, zieht mit den Kindern nach Houst
 on. Sie lernt Bill kennen\, heiratet. Bis die Situation wegen Bills Alkoho
 lsucht eskaliert\, bildet man mit ihm und seinen Kindern eine Patchwork-Fa
 milie. Die Trennung ist brutal\, radikal\, eine der wenigen heftigen Szene
 n des Films\, der danach beiläufig weitergeht. Noch einmal zieht die Famil
 ie um. Olivia tritt eine neue Stelle an\, findet erneut einen Partner. Mas
 on will unterdessen Fotograf werden\, erlebt seine erste Liebe\, Samantha 
 geht aufs College. Einschneidend dann Masons Auszug von zu Hause. „War das
  alles?“\, fragt Olivia\, und: „Ich habe mehr erwartet.“ Zum ersten Mal in
  ihrem Leben ist sie allein.Ja\, es ist nicht mehr drin\, in einem gewöhnl
 ichen Leben. Und doch ist es wunderbarerweise just dieses kleine\, gemeine
  Leben\, das Linklater in „Boyhood“ in so absolut faszinierender Weise vor
 führt. Ab und zu taucht der Vater auf. Er holt die Kinder für ein paar Stu
 nden\, einen Abend\, ein Wochenende. Und auch er\, der in jungen Jahren al
 s abenteuerlustiger Musiker zugleich als Vaterfigur kaum zu taugen schien\
 , schließlich aber eine Vertreter-Laufbahn einschlägt und nochmals eine Fa
 milie gründet\, ist eine starke Figur. Ihm gehören einige der schönsten Sz
 enen des Films: Eine Nacht am Lagerfeuer\, eine peinliche Aufklärungssitua
 tion in einem Diner\, einige großartige Vater-Sohn-Gespräche\, die sich in
  Masons Kindheit um Elfen\, später ums Leben schlechthin und dann um den U
 mgang mit dem anderen Geschlecht drehen. Einmal wird Mason sauer auf Papa\
 , weil dieser den GTO\, den Mason so gerne gehabt hätte\, gegen eine Famil
 ienkutsche eingetauscht hat. Wie gesagt: Nichts als das gemeine Leben\, ni
 chts als eine normale Kindheit in Amerika bringt Linklater auf die Leinwan
 d. Und doch ist „Boyhood“ alles andere als ein gewöhnlicher Film. Er ist d
 ies vor allem deswegen nicht\, weil er\, bedingt durch die über Jahre sich
  erstreckende Drehzeit\, vorführt\, was so kaum je zu sehen ist: das Heran
 wachsen und Reifen eines Menschen. Am schönsten zu beobachten ist dies in 
 Masons Gesicht\, das sich vom weich-verträumten Bubengesicht über das vers
 chlossen-verquollene Gesicht eines Teenagers in das wieder offenere und kl
 arere eines jungen Erwachsenen verwandelt. Masons Gesicht ist dasjenige de
 s heute 20-jährigen Ellar Coltrane\, der vielleicht tatsächlich Schauspiel
 er wird\; auf alle Fälle war er auch in Linklaters „Fast Food Nation“ anzu
 treffen. Irene Genhart\, FILMDIENST 2014/12 \n https://www.kino-achteinhal
 b.de/home/archiv/event/255-boyhood.html
DTSTART:20141114T193000Z
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LOCATION:Kino achteinhalb (Hannoversche Straße 30E\, 29221 Celle\, Deutschl
 and (nicht Postanschrift!))
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